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Landverstand: Was wir über unser Essen wirklich wissen sollten

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"Wir Konsumenten blockieren ein nachhaltigeres globales Ernährungssystem, indem wir der Landwirtschaft einen Mühlstein aus Vorurteilen, Denkverboten und widersprüchlichen Wünschen um den Hals hängen."

Über unser Essen und die Art und Weise seiner Herstellung wurde nie emotionaler und verbissener diskutiert als heute. Gleichzeitig ist die Zahl der Menschen mit direktem Einblick in die Landwirtschaft auf einem historischen Tiefstand. Klar ist Jedes Lebensmittel soll makellos und rund ums Jahr zu haben sein – aber bitte nachhaltig, regional und bio. Kann das funktionieren?
Natürlich nicht, sagt Timo Küntzle. Der Journalist und Landwirtsohn sieht genau hin, um mit romantisierenden und verteufelnden Vorurteilen aufzuräumen. Welche Rolle spielt Landwirtschaft beim Klimawandel? Ist "bio für alle" realistisch? Wie schädlich sind Glyphosat und andere Pestizide tatsächlich, was sind die Alternativen? Und nicht Ist unsere Angst vor Gentechnik auf dem Teller berechtigt, war unser Essen in der "guten alten Zeit" wirklich besser? Die Antworten sind nicht immer einfach. Aber zweimal hinsehen lohnt sich. Nicht nur, weil es um unser täglich Brot geht, sondern auch, weil etwas mehr Landverstand uns allen guttäte.

346 pages, Kindle Edition

Published March 21, 2022

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
56 reviews
September 2, 2022

INHALT: Dass unsere Lebensmittel nicht so natürlich sind, wie wir es uns vielleicht wünschen würden, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Dass sie aber doch so stark manipuliert werden, um die Menschheit besser ernähren und das Klima weniger belasten zu können, ist den meisten sicherlich nicht klar gewesen. Der Journalist Timo Küntzle erklärt in seinem Buch, wie Ackerbau entstand und ursprünglich ablief, wie das Klima durch die Landwirtschaft belastet wird, wie die Natur zerstört wird, was Kunstdünger bewirkt, welche Rolle Pestizide spielt und wie wichtig Gentechnik auch in Zukunft für uns sein wird.


MEINE MEINUNG: Seit einer Doku über Biolebensmittel mit Jenke von Wilmsdorff bin ich selbst etwas interessierter, wie Lebensmittel produziert werden und mein Freund interessiert sich seither noch deutlich extremer dafür. Da ich Biologie mit Schwerpunkt auf Genetik studiert habe, kann ich generell nicht nachvollziehen, weshalb man sich in einem so fortschrittlichen Land wie Deutschland die Chance nimmt, Lebensmittel durch Gentechnik zu optimieren, auch viele Entscheidungen, die bezüglich des Klimas immer wieder beschlossen werden, sind für mich unverständlich. 'Landverstand' hat alle diese Themen ausführlich und auch für Menschen mit wenig Vorwissen sehr einfach erläutert, auch viel Neues habe ich dazu gelernt. Der Autor scheinen eine sehr ähnliche Ansicht der Dinge zu teilen, weswegen ich ihm in den meisten Punkten auch zustimmen kann. Ab und an war das Buch ein klein wenig zäh (ein paar Schaubilder mag ich bei Sachbüchern sehr gerne), aber alles in allem war es wirklich interessant.


FAZIT: Ein sehr informatives Buch über das Klima und die Landwirtschaft mit ein paar trockenen Passagen.
19 reviews
April 10, 2024
Super tolles Buch, das die Ganzethematik rund um "Bio" nochmal von einer anderen Seite beleuchtet.
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1,146 reviews34 followers
August 5, 2022
„Allerdings ist das Meinungsklima der vergangenen Jahre durch einige wenige Umweltgruppen viel stärker geprägt, als es deren Fachkompetenz und Wissenschaftstreue rechtfertigen würde.“ (Zitat Seite 9)

Thema und Inhalt
Dieses Sachbuch trägt den Untertitel „Was wir über unser Essen wirklich wissen sollten“, und genau darum geht es. Thema sind die vielen unterschiedlichen Aspekte der brisanten Frage, ob das globale Ernährungssystem auch nachhaltig und biologisch funktionieren kann. Damit verbunden die Überlegungen, welche Zugeständnisse in Landwirtschaft, Nahrungsmittelproduktion und Tierhaltung notwendig sind, um die Menschen weltweit ernähren zu können.

Umsetzung
Der Autor, Agrarwissenschaftler und Journalist, ist selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen. Er beginnt mit einem Vorwort, welches das Themenfeld beschreibt, die Zielsetzung und seine Intentionen. Es folgen neun in Abschnitte unterteilte Kapitel. Die vielfältigen Themenkreise beginnen mit dem Urprinzip der Landwirtschaft und führen weiter über die Bedeutung der Landnutzung für das Klima und entsprechende Lösungsansätze, und zu den Fragen rund um den Schutz der Artenvielfalt. In den letzten drei Kapiteln geht es um die heftig diskutierten und sehr umstrittenen Themen Kunstdünger, Pestizide und Gentechnik. Jedes Kapitel stellt Vorstellungen, Forschung und Praxis in einen größeren Kontext und endet mit einer kurzen Zusammenfassung. Kapitel zehn ist ein persönliches Resümee des Autors, gefolgt von einem Anhang mit den Quellenangaben zu den verwendeten Statistiken und Forschungsberichten. Die Sprache entspricht den wissenschaftlichen, informativen Anforderungen von Sachliteratur, ohne jedoch fachlich überladen zu sein. Dadurch ist sie sehr gut lesbar und bleibt verständlich. Auf Seite 172 fragt er uns Lesende: „Sind Sie noch da?“ und ich persönlich konnte antworten: „Klar, Sie haben mich auf keiner Seite und keine Minute lang verloren.“

Fazit
Auch wenn man, wie auch ich, in einzelnen Kapiteln und Aussagen sicher nicht die Meinung des Autors teilen wird, ist dieses Sachbuch eine wichtige, sehr interessant zu lesende und umfassend recherchierte Zusammenfassung der derzeit wichtigsten Themen und vielseitigen Aspekte im Zusammenhang mit Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Ernährung. Der Autor stellt viele Fragen, zeigt mögliche Antworten aus Sicht der Landwirtschaft, untermauert diese mit Untersuchungen des Weltklimarates. Er selbst fordert in seinem Resümee auf, dieses Buch, aber auch alle Statistiken und Informationen der Umwelt-NGOs kritisch zu hinterfragen. Dieses Buch brachte mir perönlich nicht nur mehr aktuelle Fakten und dadurch mehr Wissen zu den Themenschwerpunkten der Kapitel sieben bis neun, sondern führte zum Nach- und teilweisen Umdenken in meiner bisherigen Meinung.
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