Wenn dich deine Feinde jagen, mach dir die Illusion zum Freund!
Nanopark, Deutschlands modernster Freizeitpark, in dem virtuelle Welten und Wirklichkeit zu einem unvergesslichen Erlebnis verschmelzen, wird überfallen. Terroristen nehmen alle Besucher als Geiseln. Nur dem ehemaligen Polizisten Simon Klein gelingt die Flucht.
Von den Geiselnehmern gejagt und ohne eine Möglichkeit, Realität und Schein unterscheiden zu können, kämpft er ums Überleben und sucht einen Weg aus der hermetisch abgeriegelten Kuppel, während um ihn herum der Park zur Todesfalle wird.
Mir war vor dem Lesen nicht klargewesen, dass es sich bei dem Buch um einen Science-Fiction-Roman handeln soll, doch glücklicherweise war es immerhin ein recht gegenwartsnaher, da Bücher über Aliens oder futuristische Technik eher nicht mein Fall sind. Außer dem Nanopark, in dem Nanoroboter die Wahrnehmung verändern (was eine sehr gute Idee ist, wie ich finde, die nicht einmal so abgedreht ist), autarkem Fahren und ein bisschen künstlicher Intelligenz (was beides niemanden mehr schockt), hätte Deutschland in dreißig Jahren auch das heutige Deutschland sein können. Simon, der Versicherungsermittler und Ex-Polizist, Hanna aus der Steuerungszentrale und Habeck mochte ich alle sehr gern, der Klappentext war allerdings ein bisschen verwirrend. Er besagt, dass alle Besucher als Geiseln genommen wurden und nur Simon entkommen konnte, was so klingt, als hätten alle Leute Waffen an den Kopf gehalten bekommen, obwohl sie nicht einmal wussten, dass gerade eine Geiselnahme stattfand. Dennoch war es sehr spannend zu lesen, wie die mit Tierkostümen verkleideten Verbrecher die Kuppel infiltrierten und wie Simon und Hanna (die gar nicht im Klappentext vorkommt, obwohl sie eigentlich auch ein sehr wichtiger Charakter war) sie aufzuhalten versuchen. Dabei lernte man auch die einzelnen Themenbereiche des Nanoparks kennen, die alle mit sehr viel Fantasie entworfen wurden, was mir gefiel. Am Ende gab es ein spektakuläres Finale mit einigen Schusswechseln, schließlich sogar auf schwebenden Parkdecks im Parkhaus, was ein würdiger Abschluss für das Buch war. Noch eine kleine Anmerkung: Auf Seite 184 fehlt bei „Stufe 1“ die Eins.