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176 pages, Hardcover
First published September 20, 2022





Inhalt: In "Batman und die Ritter aus Stahl" lässt Tom Taylor eine ganze Armada an DC-Charakteren mittelalterliche Königreiche besiedeln. Nach Ihrer Bruchlandung auf der Erde und dem Tod der Waynes regieren die Els im gleichnamigen Königreich und unterstützen Ritter Batman im Kruezzug gegen die Magie, die das Leben seiner Eltern forderte. So haben das Königspaar, ihr Sohn Prinz Kal-El und der gesamte Hofstaat (von Bardin Harley Quinn zu General Waller) sich mächtige Feinde gemacht. Allen voran der verräterische Luthor alias "Der grüne Mann", der auch die umliegenden Königreiche - Jeffersons Königreich der Stürme und das Land der Amazonen - gegen die Els aufwiegelt. Krieg steht bevor...
Bewertung: Nach der Lektüre des ersten Bandes von "Batman und die Ritter aus Stahl" ist mein bereits großes Vertrauen in Tom Taylor als Autor von Elseword-Sagen umso mehr gewachsen. Aus meiner Sicht ist dieser Comic brilliant. Das Setting ist eine klasse Idee und der Leser wird verständlich und nachvollziehbar in diese Welt eingeführt. Alle klassischen Elemente einer Fantasy-Saga finden Einfluss: Eine Prophezeiung, verfeindete Königreiche, höfische Intrigen, die Magie und jene die ihre Feinde sind und natürlich das große Böse, welches im Hintergrund die Fäden zieht. Das alles mischt Taylor mit den DC-Figuren. Diese sind zahlreich vorhanden und stets so dargestellt, dass ihre bekannten Charaktereigenschaften hervorstechen und aus diesen ihre Okkupation in der mittelalterlichen Welt abgeleitet wird. Ein paar Beispiele: Harley Quinn, die viel zu viel redende Bardin, die die Waldhexe aufsuchen muss. Waller, die als unnachgiebige und aktionslustige Generälin brilliert oder John Constantine als Berater für Dämonisches. Das sind feine Nuancen, die auf die Hintergrundgeschichten der jeweiligen Figuren anspielen. Besonders gelungen ist die Figur des Batman, der auch hier seine Eltern verliert, dieses Mal jedoch durch Magie, sodass er schwört ebendiese zu bekämpfen und zu einer Art Kreuzritter wird. Bald stelt sich heraus, dass seine Abstammung lange nicht so eindeutig ist und er daher tief in die Angelegenheiten des Schlosses verwickelt ist. Auch in dieser Welt versucht der Fledermaus-Ritter für Recht zu sorgen und zeigt ausgezeichnete Kampfkünste. Immer wieder gerät er mit dem aufbrausenden Prinzen aneinander - eine Anspielung auf Batmans und Supermans bewegte Vergangenheit. Mit diesen Werkzeugen baut Taylor eine mehr als spannende Geschichte auf, die Lust auf mehr macht. Dazu tragen natürlich auch maßgeblich die Zeichnungen bei. Die sind farbenfroh und weisen klare Konturen auf. Es erscheint als wäre auf die bekannte DC-Welt ein Fantasy-Filter gelegt wurden. So wie es auch seien sollte.