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Die Südtirol-Saga #1

Das Land, von dem wir träumen

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Der 1. Weltkrieg hat auch der Familie des Südtiroler Bauern Ludwig Bruggmoser tiefe Wunden geschlagen, denn zwei der vier Söhne sind gefallen. Als Ludwig den Vorgaben der neuen italienischen Regierung gemäß allzu bereitwillig den Namen der Familie in »Ponte« ändert, bringt er nicht nur seine Tochter Franziska gegen sich auf.

Ludwig ahnt nicht, dass Franziska einen gefährlichen Weg beschritten hat: Weil sie kein Italienisch spricht und deshalb nicht als Lehrerin arbeiten darf, gründet sie eine verbotene Katakombenschule, wo sie Deutschunterricht gibt. Unterstützung erhält sie dabei überraschend vom Knecht ihres Vaters, Wilhelm Leidinger. Doch auch Wilhelm verbirgt ein Geheimnis – und die Verhältnisse in Südtirol spitzen sich unaufhaltsam zu ...

352 pages, Paperback

Published April 1, 2022

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Anna Thaler

7 books

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Community Reviews

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6 (8%)
1 star
4 (5%)
Displaying 1 - 25 of 25 reviews
Profile Image for Histolicious Histolicious.
Author 1 book68 followers
July 23, 2022
Es fällt mir wirklich schwer etwas über dieses Buch zu sagen, weil es eins der inhaltsleersten Bücher war, die ich je gelesen habe.
Wenn man nach dem Klappentext geht, soll sich die Geschichte um Franziska drehen einer jungen Frau, die in Südtirol nach dem ersten Weltkrieg eine sogenannte "Katakombenschule" eröffnet und dafür kämpft, dass die Kinder weiterhin in Deutsch unterrichtet werden können.

Liest man das Buch aber, stellt man fest, dass es NICHT EINE EINZIGE SZENE gibt, in der Franziska in dieser Schule aktiv Kinder unterrichtet. Nicht eine. Ich weiß einfach nicht, was ich mit diesem Buch anfangen soll. Was ist der Plot? Ich weiß es nicht. Ich will hier jetzt versuchen meine größten Kritikpunkte geordnet zusammenzufassen

Franziska kann einfach alles

Der Tag unserer Protagonistin muss mehr als 200 Stunden haben, anders kann ich mir nicht erklären, wie sie all ihre Jobs unter einen Hut bringt. Sie hilft auf dem Hof ihrer Eltern, unterrichtet Kinder in der geheimen Schule, eröffnet eine Schankwirtschaft und fängt an ins Apfelbaugewerbe einzusteigen.
Nichts von diesen Dingen stellt irgendein größeres Problem da.
Die Schule? Oh dafür sind sofort mehrere Locations organisiert und natürlich hat die Nachbarin auch noch acht Schiefertafeln aufm Dachboden gefunden! Und auch die Lieferung von Schulbüchern, alles kein Ding. Keine Gefahr, kein nix.
Die Schankwirtschaft. Mittels Simsalabim Zeitsprüngen ist das alles im Handumdrehen organisiert. Keine Probleme mit den Behörden, dass man eine deutsche Schankwirtschaft eröffnen will. Keine Probleme mit der Lizenz, dem Besorgen von Einrichtung etc. All das wird übersprungen, mit drei Monate später und man ist sofort startklar.
Die Äpfel? Absolut kein Problem. Wird auch alles weggesimsalabimt. Zack Zeitsprung und das Thema ist geritzt.
Wie soll mich der Plot fesseln oder auch nur milde interessieren, wenn es nie ein Problem gibt, bei dem sich die Protagonistin anstrengen muss?

Franziska ist die schlimmste Protagonistin

Franziska ist eine unangenehme, egoistische, narzisstische und toxische Person.
Ich kann einfach nicht fassen, dass man von mir erwartet, für jemand wie sie auch noch so etwas wie Empathie zu empfinden.
Das Buch startet schon damit, dass sie herumheult, dass sie jetzt ja nicht mehr auf Deutsch unterrichten darf. Was dann folgt war schon gleich der erste Klopper. Sie hat eine beste Freundin, Leah, eine Jüdin. Und Leah muss Franni dann gleich mal trösten und vergleicht dann das Erlenen einer neuen Sprache mit Antisemitismus!
Sie sagt im übertragenen Sinne "Du würdest meine Freundin bleiben, wenn die Stimmung gegen uns Juden umschlägt und ich bleibe deine Freundin, wenn du Italienisch lernst"
Liebe Autor*innen im Genre, immer wenn ihr etwas mit Antisemitismus oder später der Schoah vergleichen wollt ... lasst es bitte.
Ich fange jetzt hier gar nicht an, dass die Darstellung der jüdischen Figuren ein ellbogentiefer Griff in die Klischeekiste sind (Leahs Vater ISRAEL ist natürlich ein reicher Goldschmied ... weil ... Klischee halt) ... es geht hier ja um Franni

Franni ist eine Egoistin allererster Güte. Alles dreht sich nur um SIE SIE SIE.
Ihre Brüder sind mit PTBS und Suchterkrankungen aus dem Krieg zurückgekehrt. Das geht ihr alles nur auf die Nerven. Und überhaupt machen die das nur, um lästig für sie zu sein.
Leopold ist eh ein Nichtsnutz und Säufer. Alkoholismus ist hier keine Suchterkrankung in Folge des Kriegstraumas, es ist eine Charaktereigenschaft, die aus ihm den Antagonisten macht. Ständig fällt er besoffen irgendwo herum, damit Franziska ihn dafür herabwürdigen kann. Wir brauchen schließlich einen Antagonisten, nicht wahr? Und Leopold ist einfach der Standardbösewicht, der halt böse ist, weil man einen Bösen braucht.

Ihren Vater, der sich oberflächlich den neuen Gegebenheiten anpasst, um nicht auch noch den Hof zu verlieren, würdigt sie genauso herab. Nennt ihn feige und einen Verräter, der sich bei den neuen Machthabern einschleimt.
Es geht immer nur um SIE und als sie bei ihrem Vater auch mit der Litanei kommt, dass sie das ärmste BUBU auf der Welt ist, weil sie nicht mehr auf Deutsch unterrichten darf, weißt ihr Vater sie darauf hin, dass alle nach dem Krieg ihr Päckchen zu tragen haben und verweist auf Frannis Mutter, die nach dem Verlust von zwei ihrer Söhne eine heftige Depression entwickelt hat und was ist die Antwort unserer Heldin?
"Das ist was anderes, Männer ziehen nun mal in den Krieg, so ist die Welt"
Franni das waren deine Brüder, ich hör dich nie ein Wort über ihren Verlust verlieren, sie sind dir einfach herzlich egal. Es geht dir immer nur um dich und ich mag dich nicht.

Franni ist eifersüchtig, gemein und am Ende des Tages auch nicht die hellste Kerze auf der Torte. Denn sie erzählt jedem und seiner Großmutter von ihrer geheimen Schule.

Deutschtümelei/Patriotismus

Schwieriger Punkt, aber ich versuche mal meine Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen. Ich schicke voraus, dass ich weiß, dass die Zwangsitalisierung von Südtirol eine schlimme Zeit für die deutschsprachige Bevölkerung war. Sprache ist Idendität.
Man hätte das Thema gut aufarbeiten können, aber eben mit Fingerspitzengefühl. Wäre es in dem Text mehr um die Widerstandasgruppe gegangen, der Franni sich angeschlossen hat und hätte man wirklich die GESCHICHTE und die Nuancen der Zeit bearbeitet, wäre es ein interessantes Buch geworden.
Aber Frannis Widerstand in dem Buch ist es hin und wieder zu erwähnen, dass sie Flugblätter verteilen lässt (von Kindern .. super Idee) aber aktiv sind wir nicht dabei, beim Widerstand. Wir bekommen so wenig historische Details und Fakten, mal abgesehen von dem plumben "Italienier sind böse" "Die Polizei schlägt Leute zusammen wenn sie Deutsch reden". Das reicht einfach nicht aus, um wirklich ein Bild der Zeit zu bekommen.

Und so wird das Buch zu einer plakativen deutschpatriotischen Geschichte und damit tue ich mich schwer. Es wundert mich zwar nicht, dass Leopold sich in Band zwei den Faschisten anschließt, das hätte ich eher von Franni erwaret, so wie sie auf alles Deutsche pocht.

Atmosphäre:

Dafür dass es im Werbematerial heißt, dass die Autorin die Landschaft von Südtirol liebt (wer würde nicht, ist super schön da) kommt im Buch keine Atmosphäre auf. Ja ab und zu heißt es, der Ausblick ist toll. Und hey, da hinten sind die Alpen, aber das wars dann auch schon wieder.
Insgesamt ist das Buch sehr detailarm.
Ich bekomme nur wenige Beschreibungen der Orte und Menschen. Keinen wirklichen tiefgang in diese Region.

Plot:

Der Plot baut komplett auf Zeitsprünge und Deus Ex Machina.
Jedes Problem dass auftaucht, wird entweder dadurch gelöst, dass die Autorin einfach ein paar Monate/Jahre vorspult. Oder dass einfach Dinge passieren, die keinen Sinn ergeben. So morpht die Mutter von Franni am Ende kurz aus ihrer Depression, um ihr den Hof zuzuschustern, ohne dass es eine logische Erklärung dafür gibt, warum die Frau von jetzt auf gleich von ihrer Depression geheilt ist.

Die Lovestory von Franni und dem Knecht ... hab ich nicht gefühlt. Auch dass sie - auch wieder - off Screen wohl mehrmals Sexy Time hatten, war seltsam zu lesen, ich dachte erst, ich hätte Seiten überlesen, aber nein. Nein. Von jetzt auf gleich wird das erwähnt und ich war ganz perplex. Ich sag gleich, ich brauche keine Sexy Time Szenen in Büchern ... aber es einfach hinterher zu erwähnen, fand ich seltsam, vorallem weil es ja scheinbar auch mehrmals war.

Insgesamt war "das Land, von dem wir träumen" eine Enttäuschung auf ganzer Linie.
Kann es keinem empfehlen.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Dani_liest.
433 reviews29 followers
April 12, 2022
Ich lese gerne Bücher, die historische Fakten mit einer fiktiven Handlung verknüpfen. Über die Geschichte Südtirols wusste ich nichts und so fühlte ich mich von „Das Land, von dem wir träumen“ angesprochen. Nachdem ich den Roman beendet habe, stelle ich mit Bedauern fest, dass ich kaum mehr über Südtirol weiß, als vor der Lektüre. Das Gebiet gehörte einst zu Österreich und fiel nach dem ersten Weltkrieg an Italien. Die neue Regierung und die Ordnungshüter gingen vehement gegen jeden vor, der dies nicht akzeptieren wollte und verboten die deutsche Sprache. Dies steht so in etwa bereits im Klappentext und weiter in die Tiefe geht der geschichtliche Exkurs nicht.
Die Hauptfigur ist die junge Lehrerin Franziska, der eine Anstellung verwehrt bleibt, weil sie der italienische Sprache nicht mächtig ist. Da sie im Studium von Katakombenschulen gehört hat, beschließt sie, eine solche zu gründen und deutsch zu unterrichten.
Franziska ist ein Charakter, zu dem ich keine Verbindung aufbauen konnte. Sie wirkte auf mich wie ein Trotzkopf und ihr Auftreten war mir zu forsch, um sie sympathisch zu finden. Sie wird Teil des Widerstands, aber eher zufällig und ihre Motivation dahinter bleibt unklar.
Generell ist der Erzählstrang über die Widerstandsbewegung sehr dünn. Es werden häufig Flugblätter ausgeteilt aber ob diese überhaupt jemand liest, darüber rätseln die Protagonisten und die Leser gemeinsam.
Es muss schlimm sein, wenn einem die Nationalität gestohlen wird. Ich wäre hier gerne etwas tiefer in die Gedanken und Gefühle der Menschen eingetaucht, denn so richtig kann ich trotzdem nicht nachvollziehen, warum manche Leute kein italienisch lernen und sich nicht anpassen wollten.

Es ist ja mehr oder weniger Usus, dass es in diesen historischen Romanen eine Liebesgeschichte gibt. Hier wurden Franziska und der Knecht Wilhelm für den Part ausgewählt. Die „Beziehung“ ist seltsam. Franziska hegt häufig Misstrauen gegenüber Wilhelm und verhält sich abweisend. Er wiederum kennt sie kaum, ist aber trotzdem verliebt. Lange Zeit verband die beiden noch nicht mal ein freundschaftliches Verhältnis und plötzlich, wie aus dem nichts, waren sie zusammen.
Für mich war dies keine Paar, mit dem ich mitfiebere, denn von der gegenseitigen Anziehung oder gar von Liebe konnte ich nichts spüren.
Dabei ist Wilhelm einer der beiden Charaktere, die ich in diesem Buch am Liebsten mochte. Er ist ein hilfsbereiter, loyaler Mann, der mich immer wieder mit seiner Selbstlosigkeit beeindruckte.
Außerdem konnte ich Franziskas Cousine Johanna gut leiden.
Irritiert hat mich außerdem, dass Franziska ihre Eltern mit Sie anspricht. War das Mitte der 20er Jahre wirklich noch üblich? In der feinen Gesellschaft oder im Adel würde ich es eher erwarten als auf dem Bauernhof.
Die Grundidee von „Das Land, von dem wir träumen“ war vielversprechend, doch die Umsetzung war mir zu oberflächlich und der Erzählstil zu farblos. Es gelang mir kaum, mir ein Bild von den Figuren und der Umgebung zu machen, so dass ich glaube, dass ich die Fortsetzung eher nicht lesen werde.
Profile Image for Steffi.
3,285 reviews183 followers
April 23, 2022
"Das Land, von dem wir träumen" hat mich sehr neugierig gemacht, da es mit Setting mal eine andere Art der Vergangenheit beleuchtet. Ich habe bisher nicht wirklich viel über die Geschichte von Südtirol gelesen oder gehört, so dass ich sehr gespannt auf das Buch war.

Zu Beginn fand ich das Buch noch ganz interessant als Franziska ihr Besuchsverbot als Lehrerin erhält, da sie kein Italienisch spricht. Daraufhin beschließt sie eine Schule im Untergrund zu gründen und die Kinder dort auf Deutsch zu unterrichten. Ab diesem Punkt ging es dann jedoch leider ziemlich bergab.

Die Schule ist kaum noch Thema, weder begleitet man Franziska beim Aufbau der Schule noch beim Unterricht selbst. Stattdessen tanzt sie auf diversen Hochzeiten: hilft auf dem elterlichen Hof, gründet spontan eine Apfelplantage und wird dann zufällig auch für den Widerstand gegen die italienische Diktatur aktiv. Jedoch wird kaum eins der Themen wirklich intensiviert, alles wird nur angerissen und dabei völlig sprunghaft erzählt. Auch über die Geschichte von Südtirol erfährt man abseits der Informationen aus dem Klappentext nicht wirklich etwas.

Zu der Protagonistin fehlte mir ebenfalls die Verbindung und ich bin mit Franziska nicht wirklich warm geworden. Auch die Liebesgeschichte zum Knecht Wilhelm kam mir sehr erzwungen vor.

Die Geschichte hatte wirklich Potenzial, aber leider fehlte einfach ein roter Faden, der die Handlung zusammenhält und mich damit hätte unterhalten können.
Profile Image for papilionna.
730 reviews25 followers
April 7, 2022
Nachdem ich mich nun mehrere Wochen förmlich durch das Buch gequält habe, muss ich leider sagen, dass ich mit der Geschichte nicht richtig warm geworden bin.
Der Schreibstil ist nicht mein Fall; einerseits passiert alles super schnell, sodass kaum Zeit für einen Spannungsaufbau ist, andererseits ist der Text manchmal sehr langatmig. Darüber hinaus sind mir einige Fehler und unlogische Sätze aufgefallen.

Das soll natürlich kein Angriff gegen die Autorin sein, ich finde nur, dass das Buch ein bisschen besser hätte lektoriert werden können.

Was mich an dem Roman angesprochen hat, ist die historische Perspektive, zu der ich so noch keine Berührungspunkte hatte. Auch das Cover gefällt mir sehr gut und passt ins Genre.

Wer historische Romane mag und am Thema interessiert ist, sollte dem Buch eine Chance geben, ich werde die Reihe aber nicht weiter verfolgen.
1,054 reviews9 followers
April 21, 2022
Südtirol nach dem 1. Weltkrieg, das Land gehört jetzt zu Italien und nicht mehr zu Österreich. Die Amtssprache ist jetzt italienisch und nicht mehr deutsch, zuwider Handlungen werden bestraft. Wer arrangiert sich mit dem System und wer leistet Widerstand.
Franziska eine junge Lehrerin darf wegen mangelnder Italienischkenntnisse nicht unterrichten daher gründet sie eine Katakomben Schule. Heimlich lehrt sie die Kinder Deutsch, Geschichte und Heimatkunde. Ihre Familie hat sich teils mit den Gegebenheiten arrangiert.
Das Thema war mir nicht neu, ich habe schon Romane und auch Sachbücher über darüber gelesen. Eigentlich ist es spannend und ich mag historische Romane. Leider wurde das eigentliche Thema nur gestreift. Es war eher eine normale Familien und Liebesgeschichte die in jede andere Zeit gepasst hätte. Die Hauptfigur Franziska war mir unsympathisch, sie wirkte ehrgeizig, egoistisch und hochnäsig. Nur sie hat Probleme, die von anderen waren zweitrangig. Die Männer mit ihren Kriegstraumata nahm sie nicht ernst. Die ersten antisemitischen Aktionen die auch ihre Freundin betrafen empfand sie nicht so bedrohlich. Alle Figuren handelten oft widersprüchlich, einerseits will man die Rechte so zu leben wie gewohnt, dann wieder wollen sie nur in Ruhe gelassen werden. Stellenweise ist das Buch langatmig, dann wieder überschlagen sich die Ereignisse. Beispiel: Franziska hat Bedenken wegen eines Angestellten ihres Vaters am Ende heiratet sie ihn.
Profile Image for Annis-Bücherstapel.
421 reviews2 followers
May 9, 2022
Sehr bewegende Familiengeschichte als authentisches Hörerlebnis…

Das Cover dieses Buches hat mich sofort angesprochen und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Einen historischer Roman, der in Tirol spielt, habe ich bisher noch nicht gelesen. Also los ging es.

Franziska lebt mit ihrer Familie in Südtirol und sie haben mit dem neuen Regime zu kämpfen. Deutsch ist nicht gewollt und so muss man nach neuen Lösungen suchen. Für Franziska ist es schwierig, denn sie liebt ihren Beruf als Lehrerin. Nur spricht sie bisher leider kein italienisch. Und auch dem Hof der Eltern geht es immer schlechter, so dass man sich neu orientieren muss. Dazu kommt, dass Franziskas Mutter in ihrer eigenen Welt lebt, der Vater versucht sich den italienischen Vorgaben zu unterwerfen, ihr jüngerer Bruder von zu Hause weggeht und der ältere Bruder Alkoholiker ist.

Da stürmt ganz schön viel auf sie ein, aber Franziska verzagt nicht. Das hat mir besonders gut an ihr gefallen. Immer und immer wieder sucht sie nach Lösungen und hat Ideen. Sie will sich dieser Situation einfach nicht ergeben und kämpft. Dabei hat sie natürlich einige Hürden zu nehmen und sie schafft jede Einzelne. Dazu gehört auch, sich erfolgreich gegen den ausgesuchten Heiratskandidaten zur Wehr zu setzen. Franziska ist selbstbewusst und agiert sehr bedacht. Sie wägt immer erst Für und Wider ab, bevor sie eine Entscheidung trifft und sie versucht auch immer alle Auswirkungen ihres Handelns vorher zu bedenken. Das fand ich sehr gelungen. Auch der Liebe kann sie sich nur langsam öffnen, aber das passt so perfekt zu ihrem Charakter. Sie macht eine wunderbare Entwicklung durch.

Wilhelm (der Knecht) hat in Franziskas Familie seine neue Familie gefunden und so ist er ihnen treu ergeben. Schnell wird klar, wie sehr er Franziska mag und wie er sie unterstützt und voranbringt. Ich fand ihn sehr authentisch und sympathisch.

Auch alle anderen Figuren haben mir gut gefallen. Jede hatte ein eigenes Ziel bzw. eine eigene Motivation und hat die Geschichte rund gemacht. Nur mit der Mutter und deren Entwicklung am Ende bzw. der Auflösung ihres Geheimnisses habe ich mich etwas schwer getan.

Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen. Es wurde eine ansteigende Spannungskurve entwickelt mit vielen kleinen und größeren Konflikten. Es gab überraschende Wendungen und das Thema ist aus meiner Sicht gut dargestellt worden. Trotzdem gab es für meinen Geschmack ein paar Längen und dadurch hat es sich zum Teil etwas gezogen. Dafür hat mir das Ende dann richtig gut gefallen. Es war genau passend dosiert und so konnte ich die Geschichte mit einem Lächeln beenden.

Der Schreibstil hat mir gut Gefallen. Alles hört sich flüssig an. Die Dialoge sind authentisch und unterhaltsam. Der Ausdruck passt prima ins Genre und zu dieser Geschichte. Jeder hat eine eigene Stimme. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen haben mich in diese Geschichte eintauchen lassen. Das war wunderbar. Und auch die Darstellung der emotionalen Ebene war sehr glaubhaft. Aber ganz besonders hat mir die Sprecherin des Hörbuchs gefallen. Sabine Arnhold hat verständlich und in einem angemessen Tempo gesprochen. Sie hat sich voll und ganz, insbesondere in die Rolle der Franziska eingefunden und sie so echt dargestellt. Sie hat mit ihrer Stimme eine einzigartige Atmosphäre geschaffen. Es war ein wenig bedrückend und traurig, so perfekt. Genau Franziskas Stimmungslage. Ich bin immer noch total begeistert davon.

Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung (4/5 Sterne), weil Franziska eine sehr selbstbewusste und authentische Hauptfigur ist, weil es eine überaus interessante Geschichte ist und weil es einfach ein wunderbares Hörerlebnis ist. Ein halbes Sternchen ziehe ich ab für die Auflösung des Geheimnisses von Franziskas Mutter. Das viel mehr schwer zu greifen. Ein weiteres halbes Sternchen ziehe ich ab, weil es für meinen Geschmack ein paar Längen gab. Trotzdem ist es ein wunderbares Hörbuch und vor allem Hörerlebnis.

Vielen Dank an Anna Thaler, Sabine Arnhold und den Argon Verlag für diese Geschichte.
Profile Image for Gitti.
1,175 reviews
June 21, 2022
Südtirol in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Franziska hat ihr Lehramtsstudium beendet und muss nun feststellen, dass sie nicht als Lehrerin arbeiten wird können, da Deutschunterricht im mittlerweile italienischen Südtirol verboten wurde und sie kein italienisch spricht. So gründet sie eine geheime Katakombenschule, um den Kindern des Dorfes auch die Möglichkeit eines deutschen Unterrichts zukommen zu lassen.
Auch für den Familienhof hat Franziska Ideen, allerdings besteht ihr Vater darauf, den Hof an den Bruder Leopold zu übergeben, der allerdings nach seinem Kriegseinsatz mehr und mehr dem Alkohol zugetan ist. Einzig der Knecht Wilhelm scheint ihr zur Seite zur stehen und ihr dabei zu helfen, ihre Pläne umzusetzen.
Für Franziska zerbricht ein Traum, als sie nicht als Lehrerin arbeiten darf. Die Katakombenschule ist zwar eine Möglichkeit für sie, es wird aber immer gefährlicher zu unterrichten, da die italienischen Behörden immer härter durchgreifen. Die Autorin schildert die italienische Unterdrückung der deutschen Bevölkerung sehr anschaulich und vermutlich war es noch schlimmer als hier dargestellt.
Ich fand es interessant über die unterschiedlichen Widerstandsbemühungen zu erfahren, die sich damals etabliert haben. Die Unterdrückung der deutschen Bevölkerung Südtirols und die Folgen des Umgangs damit ist bis heute bei den Einheimischen zu spüren. Von daher fand ich es spannend einen Roman aus der damaligen Zeit zu lesen. Die Autorin zeigt die Zerrissenheit der Bevölkerung an der Familie Bruggmoser, bzw. auf Italienisch Ponte. Der Vater ordnet sich unter, passt sich an und biedert sich aus Sicht des restlichen Dorfes den neuen Machthabern an. Franziska dagegen widersetzt sich, gründet die Katakombenschule und arbeitet im Widerstand. Doch auch sie muss erkennen, dass es sinnvoll sein mag sich zu mindestens teilweise zu integrieren.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es mehr eine Familiengeschichte war als ein breit angelegter Gesellschaftsroman. Wer Südtirol kennt wird die Gegend rund um Meran wiederkennen und Bilder von dort vor Augen haben. Die Geschichte der Bruggmosers ist auf jeden Fall interessant und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.
Von mir daher durchaus eine Leseempfehlung.
1,420 reviews7 followers
March 28, 2022
Auftakt eine Südtirol-Saga

Der 1. Weltkrieg ging, wie bei den meisten auch an der Familie Bruggmoser nicht spurlos vorbei.
Zwei der Söhne sind gefallen.
Die italienische Regierung verlangt, dass die Einwohnern Südtirols im Rahmen der Italianisierung italienische Familiennamen annehmen.
Ludwig Bruggmoser ändert daraufhin den Familiennamen in Ponte.
Das bringt ihm den Zorn seiner Tochter Franziska ein.
Franziska spricht kein italienisch und kann deshalb nicht als Lehrerin arbeiten.
Sie gründet die Katakombenschule wo sie deutsch unterrichtet. Natürlich ist das verboten. Unterstützt wird sie vom Knecht Wilhelm Leidinger um den sich auch ein Geheimnis rangt.
Die Verhältnisse in Südtirol fangen an sich zuzuspitzen.

„Das Land, von dem wir Träumen“ ist der Auftakt einer Südtirol-Saga von Anna Thaler.
Ich habe schon Unmengen historischer Romane und Familiensagas gelesen. Der Handlungsort Südtirol ist für mich neu.
Dabei mag ich diese Region sehr.
In dieser Geschichte erfährt man viel über die Italianisierung der ehemals zu Österreich gehörenden Region.

Die Geschichte beginnt 1925 und wird aus der Sicht der Familie Bruggmoser erzählt.
Besonders sticht die Tochter Franziska aus der Geschichte heraus.
Zwei ihrer Brüder sind im Krieg gefallen. Jetzt will man ihr das Heimatland und die Sprache nehme.
Das will Franziska, die ihren Beruf als Deutschlehrerin nicht mehr ausüben dar nicht kampflos geschehen lassen.

Es gibt viele historische Fakten in der Geschichte die genau recherchiert sind.
Die LeserInnen erfahren so einiges von der Entwicklung Südtirols.
Man erfährt auch viel von der Loslösung Südtirols von Österreich und die Einbeziehung nach Italien. Auch was es für die Bewohner bedeutet hat, kann man in der Geschichte gut nachvollziehen.

Anna Thaler versteht es die Leserinnen zu fesseln.
Ihr Schreibstil ist gut verständlich und vermittelt einiges an historischem Wissen.
Es hat mir große Freude gemacht das Buch zu lesen und ich freue mich jetzt schon auf die fortsetzen.
85 reviews2 followers
April 2, 2022
Das Land von dem wir träumen ist der Auftakt einer großen Familiensage. Im Juni soll es schon mit der Fortsetzung weitergehen, die ich auf jeden Fall lesen möchte, auch ich hier einige Starschwierigkeiten hatte.

Erstmal: Dieses Cover 😍 Mich hats direkt angesprochen und mir auch das richtige Gefühl vermittelt. Eine Geschichte, die zwischen zwei Kriegen spielt, in einem Land, das plötzlich unter anderer Regierung steht - Klang für mich großartig. Leider wurde diese Zeit hier für mich nicht wirklich eingefangen. Alles wirkt immer noch sehr abstrakt.

Dafür hat das Buch ein anderes Versprechen gehalten. Die Autorin hat es, in meinen Augen, geschafft, die Umgebung (vor allem am Anfang) wunderschön einzufangen. Diese Beschreibungen sind wirklich etwas besonderes.

Leider führt das auch schon zu einem großen Kritikpunkt für mich: Die erste Hälfte ist ziemlich zäh. Neben den Ausführlichen Beschreibungen passiert nämlich nicht viel und wenn mal irgendwas anläuft, endet das Kapitel und wir springen in die nächste Jahreszeit. Auch die Katakombenschule bekommt kaum Raum. Schade, denn ich hätte sehr gern mehr darüber gelesen.

Nach dieser schwierigen ersten Hälfte, dreht sich das ganze aber zum Glück. Plötzlich kommt doch noch Spannung auf und die Gefahr, in der sich Franziska und ihre Familie befinden, wird deutlicher. Das Ende hat mich wirklich berührt, auch wenn ich zwischendurch nicht mehr damit gerechnet habe.

Die Charaktere sind für mich noch nicht ganz greifbar. Auch hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, ich kann mir aber gut vorstellen, dass das alles im zweiten Teil noch ausgebaut wird.

Gut gefallen hat mir aber das Personenverzeichnis am Anfang, ich wäre sonst wahrscheinlich durcheinander gekommen.

Dieser Auftakt ist für mich um ehrlich zu sein eher mittelmäßig gewesen, aber da uns hier eine lange Reihe erwartet, die sich ja auch erstmal aufbauen muss, finde ichs okay. Der zweite Band wird auf jeden Fall eine Chance bekommen, ich freu mich schon darauf, wieder in diese Landschaft einzutauchen und bin gespannt, was unsere Protagonisten noch erwartet.
98 reviews
March 31, 2022
Der erste Band der Südtirol-Saga "Das Land von dem wir Träumen" von Anna Thaler ist einfach wunderbar.
Es geht um Franziska, die in Innsbruck den Lehrberuf erlernt hat. Doch in ihrer Heimat Südtirol, das seit Ende des 1. Weltkriegs von den Italienern regiert wird, erhält sie keine Lehrerlaubnis. Doch sie stellt sich gegen die Regierung und eröffnet eine sogenannte Katakombenschule, in der sie heimlich Kindern Deutsch und Heimatkunde näher bringt.
Schwierige Familienverhältnisse verschlechtern zusätzlich die Lage an Frannies Familienhof und sie versucht mit allen Mitteln, den Hof zu retten und ihren Vater davon zu überzeugen, dass er ihr den Hof vererben bzw. überschreiben soll, statt ihres alkoholkranken Bruders. Ein Kampf um Gerechtigkeit auf ganzer Ebene.
Dieses Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Nicht nur, dass mir die Geschichte selbst, sehr zugesagt hat. Man erfährt auch unglaublich viel über das Italien - und natürlich vor allem Südtirol - zwischen den beiden Weltkriegen. Leider muss ich zugeben, dass ich von der Geschichte kaum eine Ahnung hatte. Wie Menschen dazu gezwungen werden, sich einem Land anzupassen, ohne Rücksicht hat mich ehrlich gesagt schockiert. Den Menschen wurde die Sprache und ihre alten Traditionen beraubt, und verhaftet, wenn sie sich dagegen streubten.
Dieses Buch hat es geschafft, die Geschichte Südtirols mit einem wundervollen Roman zu verknüpfen, dem es an nichts fehlt.
373 reviews4 followers
March 27, 2022
Lebendige Zeitgeschichte

"Das Land, von dem wir träumen" ist der Auftakt einer historischen Familiensaga der Autorin Anna Thaler. .
Die Erzählung spielt in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, als Südtirol auf einmal zu Italien gehörte. Südtirol bietet ein wunderbares Setting für einen Roman. Dieses wird so bildhaft und authentisch beschrieben, dass man sich wie vor Ort fühlt.
An ihrem einfühlsamen Schreibstil erkennt man die Liebe der Autorin zu diesem Ort. Sie schreibt sehr lebendig und flüssig, man kann sich total in das Buch vertiefen. Der Autorin gelingt es die politische Situation sehr unterhaltsam und spannend darzustellen.
Die Protagonistin Franziska darf ihren Lehrerinnenberuf in Südtirol nicht ausüben, da die neue Regierung alles Deutschsprachige verbietet. Sie unterrichtet heimlich deutsch in einer Katakombenschule. Zwei ihrer Brüder sind aus dem Krieg nicht zurückgekehrt und die Familie hat mit den Auswirkungen des Krieges zu kämpfen.
Das wunderschöne Cover hat mich direkt angesprochen. Es passt gut zur Geschichte.
Die unterschiedlichen Protagonisten wurden facettenreich angelegt, haben ihre Ecken und Kanten, sind sehr interessant und glaubwürdig. In die schwierigen Lebensumstände konnte man sich gut hineinversetzen.
Das Buch hat mich gefesselt, bewegt und gut unterhalten. Ich freue mich schon auf Teil 2. 5 Sterne!

226 reviews
January 22, 2023
Das Cover fiel mir in Auge und ich hatte sofort Interesse den Roman zu lesen. Die Autorin Anna Thaler hat selbst ihr Herz an die wunderschöne Natur Südtirols verloren und lässt die Leser in ihrer historischen Familiensaga die rauen Berge ebenso erleben wie romantische Dörfchen und die bewegende Geschichte der Alpen-Region. Die Familie Bruggmoser wird durch Südtirols wechselhafte Geschichte begleitet und erzählt welche schwierigen Entscheidungen die Menschen damals treffen mussten. Wie sie von den Behörden drangsaliert und verfolgt wurden. Ich konnte gut nachvollziehen, was damals passiert ist, da ich mich durch den bildhaften Schreibstil mittendrin im Geschehen befand.
Die wahren Begebenheiten werden mit Fiktionen zusammengefasst. Durch die flüssige, leichte Beschreibung der Protagonisten kann der Leser die Handlungen, Beweggründe und Emotionen gut nachvollziehen.
Die Hauptcharakterin Franziska wird mutig und überzeugend mit ihren Prinzipien beschrieben, so das ich mich in sie hineinversetzen konnte und mit ihr gefühlt und gelitten habe. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Der Roman Das Land, von dem wir träumen ist der Auftakt der großen historischen Familiensaga Die Südtirol-Saga.
Profile Image for Zimtstern'S Bücherregenbogen.
657 reviews
April 18, 2022
Diese Saga spielt in der Zeit des ersten Weltkrieges in Südtirol. In diesem ersten Band geht es erst mal um die Familie Bruggmoser. Eine der Hauptprotagonistin ist Franziska, die ihren Beruf als Lehrerin nicht ausüben darf. Das sie auf deutsch unterrichtet & nur noch italienisch gesprochen werden soll. Mit der Hilfe des Knechts Wilhelm der sie dabei unterstützt. Will sie heimlich deutsch unterrichten. Wilhelm möchte trotz ausbleibenden Lohn in Franziska's Nähe bleiben. Mehr werde ich hier mal nicht verraten.

Franziska wirkte auf mich sympathisch, gut herausgearbeitet & authentisch. Das gleiche gilt auch für die anderen Protagonisten. Der flüssige, leichte & lockere Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Man wird beim Lesen förmlich in die Zeit zurück geworfen. "Das Land, von dem wir träumen" kann man erst nach der letzten gelesenen Seite aus der Hand legen. Das Cover ist sehr gut gestaltet & sehr schön. Freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil der Saga. Besonders hat mir gefallen das man am Anfang ein Verzeichnis hat wer alles im Buch vorkommt. & wie alle zueinander stehen.
Klare Leseempfehlung!
733 reviews5 followers
April 21, 2022
Meine Meinung:
Dieser historische Roman, der wirklich sehr gut für Einsteiger des Genres geeignet ist, ist ein wahrer Lesegenuss des Genres, welcher großen Romanen in nichts nachsteht.
Während die Geschichte sehr seicht und schön beginnt und eine schöne, intensive, aber auch seichte Atmosphäre im Mittelpunkt steht, entwickelt sich diese faszinierende Zeit schon bald in ein tolles, spannendes und emotional es Buch!


Ein der bemerkenswertesten Talente der Autorin ist es Emotionen zu schildern, dass ich so oft Gänsehaut hatte und all dis Facetten und geschichtlichen Begebenheiten dieser Zeit vor mir sehen konnte. Besonders der letzte Teil ist so realistisch und eindringlich geschildert, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen könnte.

Mein Fazit:
Ein sehr gelungener historischer Roman, der in meinen Augen perfekt war und dessen Charaktere ich sehr vermissen werde. Da sich dieses Buch super schnell und flüssig lesen läßt und der Fokus der Geschichte mehr auf der Handlung und Charakteren und weniger auf historischen Fakten und Begebenheiten beruht, ist dieses Buch hervorragend für Einsteiger in das Genre geeignet.

Eine klare Leseempfehlung!!!
Profile Image for pia.pf10.
56 reviews
April 10, 2022
Das Cover ist hübsch und so wie man es kennt von historischen Romane. Der Schreibstil war auch sehr angenehm und man konnte es super schnell durchlesen.

Franziska mochte ich sehr gerne. Sie hat sich nicht alles gefallen lassen, was ja gerade damals für Frauen nicht so einfach war und sich super auf dem Hof behauptet.

Wilhelm wirkte erstmal etwas merkwüdig, aber mit der Zeit habe ich ihn immer mehr gemocht.

Es gibt auch noch andere Charaktere, wie die Zwillinge oder Andreas, der Bruder von Franni, die ich gerne mochte, Leopold hingegen hätte ich zum Mond schießen können.

Es war interessant zu sehen, wie sich Südtirol damals entwickelt hat und was durch die italienische Besatzung alles passiert ist.

Franziska war sehr mutig und hat alles getan, um diese Kinder unterrichten zu können und noch vieles mehr. Mit Unterstützung, und das hat nochmal einen schönen Zusammenhalt gezeigt.

Es geht natürlich auch viel um die Familie, die einige Probleme bestehen muss und ein bisschen um die Liebe.

Einer schöner Start einer neuen Reihe in Österreich.
2,298 reviews13 followers
April 8, 2022
Zum Inhalt:
Auch in Südtirol hat der 1. Weltkrieg Wunden hinterlassen. Söhne kehrten nicht zurück nach Hause, wie auch in der Familie Bruggmoser. Die Regierung veranlasst unter anderem auch Namensänderungen und so werden die Bruggmoser zu Ponte, was nicht nur Tochter Franziska aufbringt. Tochter Franziska beschreitet gerade eh einen sehr gefährlichen Weg, sie erteilt heimlich Deutschunterricht
Meine Meinung:
Eigentlich ein Roman, aber für mich auch ein stück weit Geschichtsunterricht, denn so richtig war mir die Geschichte um den Umbruch in Südtirol überhaupt nicht bekannt. Das allein hat mir schon sehr gut gefallen. Aber auch die Geschichte an sich war richtig gut und ich bin überrascht, wie gut mir das Buch gefallen hat. Das Cover deutete eher auf eine etwas seichtere Geschichte hin, ist es aber nicht. Mir hat auch der Schreibstil sehr gut gefallen. Das Buch liest sich enorm gut.
Fazit:
Sehr interessant
Profile Image for Salo ;).
5 reviews
January 29, 2023
„Das Land, von dem wir träumen“ ist ein tolles Buch für Zwischendurch. Ich konnte in eine andere Welt, eine andere Zeit, eintauchen. Die tragische Familiengeschichte der Bruggmosers und die sich zuspitzende Lage in Südtirol haben mich in ihren Bann gezogen. Ich habe mit der jungen Lehrerin Franziska mitgefiebert und sehnlichst auf die Liebesgeschichte zwischen ihr und Wilhelm gewartet.
Ich freue mich, den zweiten Teil „der Duft von Erde nach dem Regen“ zu lesen.
89 reviews
June 30, 2024
Ich habe mich wortwörtlich durch die ersten zwei Bände gequält. Es sind nicht die ersten Bücher die ich über die Geschichte Südtirols nach dem ersten Weltkrieg lese. Normalerweise finde ich diese Geschichten spannend und mitreißend. Es tut mir leid, aber dieses Mal war es nicht der Fall. Ich werde das dritte Band nicht lesen.
Profile Image for Lesezeichensetzen .
61 reviews
January 21, 2026
Es hat lange gedauert, bis ich so richtig in der Geschichte angekommen bin.
Das Buch zeigt die Stimmung im damaligen Südtirol ganz gut, dennoch dachte ich mir, dass ich mach diesem Buch noch mehr über diesen Teil der Geschichte weiß. Der Klappentext verspricht es aber das Buch hält das Versprechen nicht.
Profile Image for Kat.
178 reviews51 followers
April 5, 2022
¯\_(ツ)_/¯

Einer der schlechtesten historischen Romane, die ich je gelesen habe. Rezension folgt auf dem Blog.
Profile Image for Marion.
61 reviews
July 5, 2023
Die Geschichte hätte Potential, aber bleibt zu oft an der Oberfläche. Hab mich leider zu keinem Zeitpunkt "mitgenommen" gefühlt.
3 reviews
August 1, 2024
Ein toller Auftakt in einer Triologie. Ich hab’s im Südtirol-Urlaub gelesen - und sehr geliebt. Tolle Protagonistin. Schöner Schreibstil
Profile Image for Karola.
822 reviews7 followers
April 2, 2022
Südtirol und die Bauernfamilie Bruggmoser nach dem 1. Weltkrieg im politischen Kreuzfeuer
Sehr interessant finde ich die Ausführungen über geheime Schulen. Gamper hatte zur Gründung von Katakomben Schulen aufgerufen. Leider ist auf den Namensgebung des Römerturms und seiner Geschichte in diesem Zusammenhang nicht weiter eingegangen worden. »Eine geheime Schule. Das machen sie in vielen Gemeinden in ganz Südtirol. Damit wir den Kindern unsere Sprache beibringen, ihnen unsere Kultur und die Werte unserer Heimat vermitteln können. Die Südtiroler wollen nur, dass ihre Traditionen nicht aussterben und die Kinder die Sprache ihrer Eltern lernen. Vernünftig lernen, nicht nur sprechen.«
Solche Waal Stiege habe ich bei Wanderungen um Meran herum auch 2019 finden können.
Dass die Carabinieri bei der Behandlung von Südtiroler Rebellen nicht zimperlich ist, wird klar herausgestellt. Dass damit auch Misstrauen zwischen den Menschen untereinander wächst, die Ungleichheit zwischen denen, die die Macht innehaben, und denen, auf deren Kosten die Macht missbraucht wird, wird ebenso eindrucksvoll geschildert.
Wie schwer jahrhundertalte Traditionen geändert werden können, erkennt man am Schicksal von Franziska und dem Knecht aus Bayern – erfrischend beschrieben.
24 reviews
March 21, 2022
Das Land, von dem wir Träumen“ von Anna Thaler behandelt ein für mich sehr interessantes Thema. Es spielt in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, in dem Südtirol zur Italienischen Regierung zugehörig wurde und für die dort lebende Bevölkerung ein komplett anderes Zeitalter angebrochen ist.

Franziska ist eigentlich Lehrerin, doch darf sie nicht unterrichten, da Sie kein Italienisch, sondern nur Deutsch spricht und die Deutsche Sprache durch die Italienische Regierung verboten wurde. Heimlich gründet sie eine Katakombenschule in der Sie die Kinder der umliegenden Dörfer in der Deutschen Sprache und der Südtiroler Kultur unterrichtet.

Die Autorin hat den Roman nach wahren Begebenheiten erschaffen und er liest sich so flüssig! Ich habe das Buch fasziniert an einem Abend durchgelesen. Die Fakten über den Krieg und die Zeit danach sind total interessant und auch die Persönliche Geschichte der Franziska bringt dieses eher „trockene“ Thema dem Leser sehr gut nahe.

Für mich eine ganz große Leseempfehlung und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!
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