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Bündner Abendrot

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Das Abendrot spiegelt sich im See am Fuße des Haupterhorns. Während das Vieh friedlich weidet, blickt eine junge Frau ins Wasser. Sie sieht ein Gesicht, ihr eigenes, doch sie erkennt sich nicht. In der Hand hält sie ein blutiges Messer – und weiß nicht, warum ... Giulia de Medici, Chefermittlerin der Kantonspolizei Graubünden, wollte ein paar Tage in ihrer Hütte im Hochtal Sapün verbringen, in der Abgeschiedenheit der Berge, auch um ihre große Liebe Erkki zu vergessen. Doch dann steht mitten in der Nacht eine verstörte Frau mit einem blutverschmierten Messer vor Giulias Tür: Woher kommt sie? Ist sie Täterin oder Opfer? Braucht sie Hilfe, oder will sie Giulia etwas antun?
Noch in derselben Vollmondnacht begeben sich Giulia und ihre Kollegin Nadia Caminada auf Spurensuche. Schnell wird klar, dass die Alpweiden nicht so verlassen sind, wie sie scheinen: Die Polizistinnen geraten in Lebensgefahr, und ihre Ermittlungen führen sie zurück bis ins Jahr 1984, als der Linthebene-Mörder im Unterland Angst und Schrecken verbreitete.

352 pages, Paperback

Published March 10, 2022

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Philip Gurt

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Profile Image for Sabine Winkler.
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March 27, 2022
In der Stille der Graubündner Berge
Giulia de Medici, Chefermittlerin der Kantonspolizei Graubünden, verbringt in Ruhe ihre letzten Urlaubstage in ihrer Hütte im abgeschiedenen Hochtal Sapün. Doch so ruhig wie es scheint, sind die Berge nicht, denn mitten in der Nacht steht eine junge Frau ohne Erinnerung, dafür mit blutverschmiertem Messer vor Giulias Hütte. So beginnt Giulia noch in derselben Nacht zusammen mit ihrer Kollegin Nadia Caminada mit den Ermittlungen. Die beiden geraten in Lebensgefahr und finden eine Verbindung zum Linthebene-Mörder, der 1984 im Unterland Angst und Schrecken verbreitete.
Das Cover könnte kaum passender gewählt worden sein: man kann das Glühen des Abendrots auf den Bergen regelrecht spüren. Schon der Prolog macht neugierig und baut Spannung auf, die wirklich bis zum Ende der Geschichte gehalten wird. Der Roman verläuft in zwei Handlungssträngen, der Gegenwartslinie mit Giulia und den Geschehnissen des Jahres 1984. Nach und nach werden diese beiden Ebenen zusammengeführt, um den Fall zu einer Lösung zu bringen. Der Schreibstil ist sehr fließend, sprachlich sehr schön und hie und da mit Dialektwörtern des Bündnerischen unterlegt. Hervorzuheben sind auch die detaillierten Beschreibungen, vor allem die schöne Kulisse der Bergwelt betreffend.
Die Charaktere sind sehr lebensnah und größtenteils sympathisch gezeichnet. Insgesamt tauchen recht unterschiedliche Typen – oft auch sehr eigentümliche – in der Geschichte auf. Die hübsche Giulia ist keine Ermittlerin, die Dienst nach Vorschrift tut; im Gegenteil, die temperamentvolle junge Frau nimmt Vorschriften nicht sehr genau und lässt sich beim Ermitteln viel Interpretationsspielraum, doch ihre Erfolge geben ihr Recht. Ihre Kollegin Nadia stellt eine Querverbindung zu Landjäger Caminada dar, dem Gurt auch eine Krimireihe gewidmet hat. Aber auch die Forensikerin Kaspersky ist eine recht interessante Erscheinung, genau wie der neue Chef der Kriminalpolizei, der so gar nicht in die Berge passen will.
Gurt greift in diesem Krimi verschiedene Themen auf: Grundstückspekulation und Umweltschutz, Wilderei und wie schnell man einen Schuldigen finden kann, nur um so schnell wie möglich die Akten schließen zu können. Der Krimi bietet beste Unterhaltung mit viel Spannung, und erhält daher meine absolute Leseempfehlung. Für mich war es die erste Geschichte mit Giulia de Medici als Ermittlerin; auch ohne Vorkenntnisse bin ich sehr gut in die Hintergründe um die Polizistin hineingekommen. Es wird ganz sicher nicht der letzte Krimi um Giulia bleiben, denn ich kenne Gurt bereits aus der Caminada-Reihe. Was er schreibt, hat Hand und Fuß. Und das, immer auf ganz hohem Niveau.
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