Jump to ratings and reviews
Rate this book

Frau Holles Labyrinth

Rate this book
Als Phila zum einundzwanzigsten Geburtstag ihrer jüngeren Schwester Millie nach Hause aufs Land fahren muss, ist sie nicht gerade begeistert. Nach dem Tod der Eltern sind die beiden Schwestern bei ihrer strengen Tante aufgewachsen, die Millie immer bevorzugt hat. Als diese zum Geburtstag nun auch noch die Kette ihrer verstorbenen Mutter bekommt, ist Phila zutiefst verletzt. Die Schwestern geraten in Streit, bei dem das Amulett in den Brunnen im Garten ihrer Tante fällt. Phila bleibt nichts anderes übrig, als hinterherzuklettern. Doch als sie unten ankommt, ist sie nicht mehr in ihrer Welt, sondern in Frau Holles Labyrinth – einem düsteren, gnadenlosen Reich, in dem die Menschen keine Erinnerungen mehr an das haben, was ihnen einst lieb war.

400 pages, Hardcover

First published December 14, 2022

26 people are currently reading
459 people want to read

About the author

Stefanie Lasthaus

22 books6 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
31 (9%)
4 stars
98 (30%)
3 stars
113 (34%)
2 stars
60 (18%)
1 star
22 (6%)
Displaying 1 - 30 of 51 reviews
Profile Image for Aleshanee.
1,731 reviews124 followers
July 8, 2023
Bei Märchenadaptionen bin ich immer neugierig und dieses wundervolle Cover hat mich sofort neugierig gemacht! Auch hatte ich von Stefanie Lasthaus schon "Frostmädchen" gelesen, das mir sehr gefallen hat!

Die Geschichte beginnt in unserer Welt, als Mary sich zusammen mit ihrem Kater aufmacht, um ihre jüngere Schwester Moira zu besuchen. Die beiden haben nicht das Beste Verhältnis, denn seit ihre Mutter verschwand lebten sie zusammen bei Tante Eve, die Moira immer bevorzugt hat. Was aber an Moiras Talent liegt, denn dadurch mögen andere Menschen sie - auch wenn sie ein fauler und unsensibler Typ ist.
Einzig Mary kann diesem Zauber widerstehen, aber trotzdem sie ihre Schwester liebt, hat sie dadurch nie eine gute Beziehung aufbauen können.

Man merkt schon die Bezüge zu dem Märchen von Frau Holle - mit den beiden Schwestern, von denen eine geliebt, die andere schlecht behandelt wird. Auch die anderen Details wie den Brunnen, das Brot, die Äpfel und natürlich Frau Holle sind darin zu finden. Nebenbei eingeflochten oder auch mit einer starken Präsenz, denn die Welt, in die Mary "fällt" ist von Düsternis und Trostlosigkeit geprägt.

Natürlich ist sie völlig verwirrt, bis sie tatsächlich begreift, dass sie tatsächlich in einer Welt gelandet ist und sucht verzweifelt nach einem Rückweg. Die Menschen hier sind verhärmt und ängstlich. Es scheint eine ständige Bedrohung über ihnen zu hängen, wie die dunklen Wolken, die Nacht und Tag kaum voneinander unterscheiden lassen.
Eine weitere Besonderheit ist, dass die Menschen hier keine besonderen Fähigkeiten haben. In Marys - also unserer Welt - hat jeder eine Begabung. Die Einfälle hierzu was jeder so speziell tun kann fand ich sehr originell.
Hier aber, in der farblosen und tristen Welt, scheint alle Magie abhanden gekommen zu sein. Und was Mary besonders zu schaffen macht: ihre Erinnerungen verflüchtigen sich.

Wie das alles mit Frau Holle zusammenhängt fand ich sehr spannend. Während anfangs noch der Zusammenhang mit dem Märchen sehr klar herauszulesen war, entwickelte es sich in eine andere, sehr interessante Richtung, die mit vielen einfallsreichen Elementen daherkam.
Das dunkle, düstere wird hier sehr präsent, während oftmals der Schein trügt und Mary oft gar nicht mehr weiß, wem sie trauen kann.

Mary war mir sympathisch, denn mit ihrer Vergangenheit zu leben hat aus ihr einen sehr vorsichtigen Menschen gemacht, der nur sich selbst vertraut. Es wirkt authentisch, wie sie langsam begreift, was ihr passiert ist und was in dieser seltsamen Welt passiert. Auch ihre Liebe zu ihrer Schwester war für mich glaubwürdig - auch wenn Moira wirklich ein sehr hässliche Charakterzüge hat, aber zum Glück hat sie auch nur wenige Auftritte bekommen.

Die Handlung kam auch (fast) ganz ohne Liebesgeschichte aus, was mich sehr gefreut hat. Das muss einfach nicht immer sein und die Geschichte hat auch ohne super funktioniert. Es war auch genug los, so dass das gar nicht gefehlt hat.

Die Idee, was die "Erinnerungen" betrifft, die hier eine zentrale Rolle spielt, fand ich sehr interessant. Was sind wir ohne sie? Ist es manchmal besser, zu vergessen oder sich zu entsinnen. Hilft es oder schadet es? Und was, wenn man die Hälfte plötzlich nicht mehr weiß - ist man dann noch derselbe Mensch?

Ab und an gab es kurze, so eine Art Tagebucheinträge am Anfang der Kapitel. Die fand ich eigentlich überflüssig, da sich alles, was darin stand, eigentlich aus dem anschließenden weiteren Text eh ergeben hat. Aber das nur so am Rande :)
Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen und mich von Anfang bis Ende gefesselt! Ein toller Schreibstil, der alles sehr anschaulich schildert und viele Rätsel, die am Ende ein rundes Bild ergeben. Auch der Schluss hält noch eine bittere Überraschung bereit - entdeckt man selten und fand ich sehr gut gelöst!

4.5 Sterne für eine stimmungsvolle, düstere Adaption von Frau Holle, in der die Elemente des Märchens ihren Platz gefunden haben, sowie auch sehr eigene originelle Ideen!

Weltenwanderer
Profile Image for Andrea.
928 reviews46 followers
April 2, 2023
"Manchmal denkt man zu wenig über seine Wünsche nach."
Eine Märchen Neuerzählung, sehr grob am Märchen von Frau Holle orientiert.
Mary fällt in einen Brunnen und landet in einer fremden Welt. Doch warum erinnert sie sich nicht an den Rückweg zum Brunnenschacht und immer weniger an ihr Leben vorher.
Das Buch ist rasant erzählt, es passiert einiges und nicht viel märchenhaftes. Es gibt Magie aber besonders die Welt unter dem Brunnen ist düster und brutal. Ich habe mit Mary mitgefiebert , ich mochte die Entwicklung der Geschichte, ich fand Frau Holle als Charakter spannend und hätte zum Ende gerne noch etwas tiefer von ihrem Charakter erfahren. An sich waren die Entwicklung zum Schluss aber schon spannend und auch überraschend , es ging nur alles so schnell. Für Fans von düsterer Fantasy.
Profile Image for Nicole.
1,232 reviews35 followers
October 15, 2023
Gelesen im Rahmen einer Leserunde.
Was zeitweise spannend und interessant begann ließ für meine Begriffe relativ schnell auch nach.
Die Protagonistin war zunehmend unerträglich. Eingebildet, arrogant und ignorant. Die Zufälle, die die Handlung finalisierten erschienen mir unglaubwürdig.
Ich hatte mich für dieses Buch in der Leserunde stark gemacht. Das Cover und das Thema erinnerten an Christina Henry und ich beging den Fehler, die gleiche Qualität zu erwarten.
Das beste an diesem Buch ist der Schnitt. 2 Sterne weil ich es beendet habe.
Profile Image for Weinlachgummi.
1,040 reviews45 followers
January 1, 2023
Ich bin ja bekanntlich ein Fan von Märchen und Neuerzählungen. So freute ich mich, dass auch Frau Holle eine Neuerzählung bekommen hat. Auch wenn diese hier nicht die sympathische ältere Dame ist.

Mary besucht ihre Schwester zum Geburtstag, leider ist das Wiedersehen nicht so harmonisch und es kommt zum Streit, und die geliebte Kette der verschwundenen Mutter fällt in den Brunnen. Eh sich Mary versieht, ist sie auch schon in den Brunnen geklettert und steckt nun in einer ganz und gar anderen Welt fest.

Der Anfang der Geschichte konnte mich sogleich catchen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil von Stefanie. Es wurde eine enorme Spannung aufgebaut und ich wollte unbedingt weiter lesen, um zu erfahren, was als nächstes passiert.

Mary fand ich sympathisch, sie hat die magische Fähigkeit verschlossenen Türen zu öffnen. Ihre Schwester Moira war hingegen unsympathisch bis zum Gehtnichtmehr, was eindeutig so gewollt war. Trotzdem war es manchmal schwer, Szenen mit den beiden zu lesen. Moira hat die Fähigkeit, dass alle sie mögen und dann machen, was sie will. Ihr könnt euch vorstellen, wie das den Charakter verderben kann.

Leider flaute die Geschichte in der Mitte für mich ab. Der Aufenthalt in der Stadt zog sich für mich und ich fand es bedauerlicherweise nicht sehr spannend dort. Die Charaktere wurden weiter vertieft und neue eingeführt, das war durchaus interessant, aber so richtig fesseln konnte mich die Geschichte dann erst wieder gegen Ende. Der Epilog hat mich dann sehr überrascht. Und ich bin gespannt, ob es weiter gehen wird.

Fazit:
Eine düstere Neuinterpretation von Frau Holle, mit einigen tollen Ideen. Anfang und Ende fand ich echt stark, nur mittig flaute es etwas für mich ab. Ich mochte die düstere Atmosphäre und hatte trotz meiner Kritik eine unterhaltsame Lesezeit mit Mary.
3,5/5 ⭐
Profile Image for Letanna.
1,953 reviews60 followers
January 7, 2023
Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich hier bei dieser Geschichte um eine Märchenadation von Frau Holle. Die Autorin erzählt hier eine neue, sehr düstere Version des Märchens, die ich so gar nicht hinter dem recht bunten Cover vermutet hatte.

Erzählt wird die Handlung aus der Sicht der 21-jährigen Mary. Die befindet sich auf dem Weg zur ihrer Tante und zu ihrer Schwester, nachdem sie aufgrund ihrer besonderen Gabe in Schwierigkeiten geraten ist. Das Verhältnis zu ihrer Schwester und ihrer Tante war nie besonders gut und als bei einem Streit das Amulett in einen Brunnen fällt, klettert Mary dort hinunter und gerät in eine Parallelwelt.

Mir hat die Idee zu dieser Märchenadation unheimlich gut gefallen. Die Geschichte fängt unheimlich stark und interessant an, leider lässt die Handlung ab der Mitte deutlich nach, was ich sehr schade fand. Ab da verliert sich die Autorin für mich leider in Belanglosigkeiten.

Auch fehlt es mir bei den Charakteren an Tiefe, gerade bei Mary. Man erfährt zwar viel über sie, aber wenig über ihre Gefühle, die kommen für mich zu kurz. Sie reagiert immer nur auf Ereignisse.

Die Geschichte ist abgeschlossen. Den Epilog fand ich ehrlich gesagt nicht so gut, da produziert die Autorin ein zweites Ende, das mir nicht gefallen hat.

Sonst mag ich die Bücher der Autorin wirklich sehr. Schlecht war das Buch nicht, aber ich habe mir einfach mehr erhofft. Von mir gibt es 4 von 5 Punkte.
Profile Image for Karina.
268 reviews1 follower
April 25, 2023
Wie sehr willst du Christina Henry sein? Ja

Ich habe es gekauft, weil es mich sehr an Christina Henry erinnert hat. Leider ist es lediglich eine schlechte Kopie von Henrys Ansatz. Die Geschichte an sich war flach und die Charaktere ebenso. Diese Autorin ist jedenfalls nichts für mich.
Profile Image for Bücherhörnchen.
371 reviews30 followers
June 8, 2023
Leider habe ich dieses Jahr das ungute Talent mir lauter schlechte, aber wirklich hübsche Bücher zu kaufen. Ich wollte das hier eigentlich nicht beenden, aber irgendwie hatte ich dann doch noch Hoffnung. Und es ist doch so schön.

Aber fangen wir von vorne an. Frau Holle. Tolles Thema. Mal was anderes, weil die meisten Neuerzählungen Schneewittchen (ja, das ist wohl ihr nächstes Buch…), Cinderella oder die kleine Meerjungfrau sind. Dabei hat das Buch gar nicht so viel mit Frau Holle gemeinsam. Ich mein es gibt einen Brunnen, eine Frau namens Holle existiert und macht auch Schnee und dann gibt es diese beiden Schwestern, von denen eine faul ist… etwas dünn aber bitte. Es ist ja nur eine Inspiration.

Hauptcharakter Mary stolpert irgendwie durch die Geschichte. Sie hat das bemerkenswert unnötige, aber hier ständig gebrauchte Talent auf magische Weise Schlösser zu öffnen (ja, Magie ist ein Ding hier). Sie ist außerdem irgendwie komisch. Immer wieder führt sie mental Tagebuch (heißt sie schreibt zwar liebes Tagebuch aber denkt sich alles nur), is am Anfang total besessen von ihrer Katze, und kann aus mir komplett unerfindlichen Gründen am Ende des Buches recht passabel kämpfen, obwohl ständig betont wird wie abgemagert und schwach sie wird und sie nicht einmal trainiert.

Ihre Schwester Moira ist… anwesend. Sie ist der flachste und langweiligste Charakter im Buch. Ihr Talent ist es, dass jeder sie mag. Dann muss man sie nicht als schlechte Person hinstellen. Sie ist halt einfach nur verwöhnt. Was kann sie auch dafür. Aber abgesehen von ein bisschen meckern und Augen verdrehen tut sie kaum was, sagt kaum was und nervt eigentlich nur rum.

Jetzt zu Holle. Zu Beginn fand ich sie eigentlich gut geschrieben. Sie als Bösewicht hinzustellen hatte schon was. Das hat auch zu Beginn fasziniert. Sie ist so die Sorte die einen einlullt und dann graduell immer gemeiner wird.
Aber. Ab einem gewissen Zeitpunkt in der Mitte des Buches geht es mit ihr bergab. Ihr Talent ist es nämlich - richtig - Erinnerungen zu stehlen. Man dachte jetzt vielleicht an die Sache mit dem Schnee. Ja das kann sie auch. Und Magie bündeln. Und Licht manipulieren, außerdem das Wetter. Warum? Ja, keine Ahnung, das wird nicht wirklich aufgelöst. Auch wird ihr so eine 10 Seiten mal eben reingequetschte Hintergrund Geschichte gegeben, weil sie ist ja auch nicht böse böse. Nur missgeleitet. Und wie das am Ende aufgelöste wird, das ist das antiklimatischte Ereignis im gesamten Buch.

Nun zur Geschichte an sich. Der Klappentext ist korrekt und irreführend zugleich. Ja, das passiert alles in den ersten 30-50 Seiten. Aber irgendwie wird kein gutes Gefühl für das Buch vermittelt. Es wird nicht erwähnt, dass es Magie gibt, dass es eine Fantasywelt ist, und das Labyrinth, welches ja sogar im Namen steckt kommt zwei mal vor und ist kaum ein Hindernis. Irgendwie gehen die da alle einfach durch. Auch ist der Spannungsaufbau nicht gelungen. Die Hälfte der Zeit wusste ich, was passieren wird (wer ist die Eminenz? Wo sind die Seiten versteckt? Werden sie von Fressern attackiert?) und die andere Hälfte der Zeit war es mir egal.

Außerdem ist das Ende eine absolut bodenlose Frechheit und nimmt einen retrospektiv auch noch den ganzen (wenn auch wenig vorhandenen) Spaß am Buch.
Profile Image for Saskiasweltderbuchstaben.
18 reviews2 followers
January 8, 2023
Mary beschließt spontan auf dem Geburtstag ihrer Schwester Moira aufzutauchen, nachdem sie schon lange kaum Kontakt gehabt haben. Doch ihre Ankunft sorgt für wenig Begeisterung. Aber auch Mary ist wenig begeistert darüber, dass ihre Tante Eve Moira die Kette ihrer verschwundenen Mutter geschenkt hat. Durch einen Unfall fällt die Kette in den Brunnen im Garten ihrer Tante und Mary beschließt sie wieder aus dem Brunnen zu holen. Nur dass sie, statt den Boden des Brunnens zu erreichen, in eine andere Welt gelangt. Eine Welt, in der Magie nicht vorhanden scheint und Erinnerungen gefährlich werden - Frau Holles Labyrinth.
Das Buch hat mich von Anfang an direkt in seinen Bann gezogen. Ich wollte unbedingt mehr wissen und immer wieder wurden neue Fragen aufgeworfen, dessen Antwort ich unbedingt erfahren wollte, sodass es sehr schwer war, mit dem Lesen aufzuhören. Mal davon abgesehen, dass mir der Schreibstil auch sehr gefiel, sodass man sehr leicht durch das Buch kam.
Der Plot wurde spannend umgesetzt und eine sehr interessante Welt wurde geschaffen. Das Ende war schon echt hart, weil ich damit nie gerechnet hätte, aber ich irgendwie mag ich das wieder echt gerne, weil es einen nachhaltig zum Nachdenken bringt. Man erkennt einige Parallelen zum Märchen und doch bin ich sehr begeistert, Frau Holle nochmal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Besonders mochte ich aber die Komplexität ihres Charakters.
Auch Mary ist mir sehr sympathisch geworden, ein starker Charakter, aber auch nicht zu sehr. Was ich ganz gerne mochte, ist, dass sie nicht plötzlich sehr gut im Kämpfen ist, obwohl sie vorher nie damit in Berührung kam, sondern ihre Fähigkeiten sehr realistisch wirkten. Genauso fand ich auch die anderen Charaktere sehr passend und bedeutend für die Geschichte. Ich hätte irgendwie total gerne mal aus Moiras Perspektive gelesen, weil es mir doch schwerfiel, sie zu mögen und dennoch konnte ich sie irgendwie nachvollziehen.
Insgesamt ist „Frau Holles Labyrinth“ eine große Empfehlung meinerseits für jeden, der auch ein großer Fan von Märchen Adaptionen ist oder mal Lust auf eine hat.
Profile Image for Sarah.
506 reviews5 followers
November 30, 2023
Ach naja, es hat ganz gut angefangen, aber dann immer mehr abgebaut und die Auflösung am Ende hat mir dann gar nicht gefallen, der Endkampf war auch unnötig in die Länge gezogen.
Profile Image for Lilly.
3 reviews
March 23, 2023
An sich eine schöne Idee, um alte Märchen im Stil von Christina Henry aufzuarbeiten, leider ist für meinen Geschmack viel zu viel Humor verbaut, als dass ein düsteres Horror-Feeling beim Lesen entstehen würde. Wäre das Buch wie der Epilog geschrieben, würde ich ihm sofort 3,5 - 4 Sterne geben, besonders im Mittelteil empfand ich die Protagonistin für ein solches Genre aber als sehr unpassend gewählt/beschrieben: zu viele (nicht besonders witzige) Witze gerissen, sie hat sich das ganze Buch über immergleiche Fehler ihrer Person beschwert (jedoch nichts daraus gelernt) und die Beziehungen zwischen Charakteren kamen z.T. aus dem Nichts und wurden zu schnell vorangetrieben. Besonders Frau Holles Charakter hatte unglaubliches Potential, was leider nicht genug genutzt wurde. Zum Worldbuilding, wieder eine gute Idee, aber nicht genug ausgearbeitet. Das Magiesystem wird nicht erklärt (manche Menschen haben einfach Magie und die funktioniert irgendwie anders bei allen) und wirklich überraschend war kein Plottwist in meinen Augen.
Profile Image for Marschmaedchen.Liest.
4 reviews5 followers
January 21, 2023
Hat mir leider gar nicht gefallen. Die magische Welt war mir zu umständlich und nicht sinnig konstruiert, viele Stellen zu langatmig. Schade.
Profile Image for Rana :).
29 reviews
May 2, 2024
2.5🌟
Ich bin enttäuscht vom Ende und eine schöne Liebesbeziehung fehlt mir auch in diesem Roman. Trotzdem war die Geschichte interessant. Immer wenn ich dachte es ist langweilig kam etwas Neues :)
Profile Image for Ichbinshelen.
50 reviews4 followers
January 17, 2023
Dunkle Nacherzählungen von Märchen? Immer her damit!
Irgendwie war das Buch irgendwo gewöhnungsbedürftig, dabei kann ich nicht einmal wirklich sagen, woran es gelegen hat. Aber ich fand es soo gut!
Die Kapitel waren mir zwar des Öfteren zu lang, aber ich bin bei einem Buch schon lange nicht mehr so durch die Seiten geflogen. Hätte ich die Zeit gehabt, wäre das in 2 Tagen gegessen gewesen.
Ich fand die Charaktere und generell die ganze Welt total spannend gemacht und zum Teil auch echt amüsant (Moira ist mein Spirit Animal).
Dazu muss man sagen, dass es an der ein oder anderen Stelle gut brutal zugegangen ist, aber wenn man Lied von Eis und Feuer gelesen hat, schreckt einen so schnell nichts mehr ab.
Als Letztes möchte ich nur sagen, dass dieses Cover so GAR NICHT zum Vibe des Buches passt😂 I mean, das Cover ist ohne Frage unfassbar schön und es ist mein erster (!!) Buchschnitt, den ich jemals hatte. Aber es wirkt irgendwie so lila lala, während es in dem Buch mega abgeht und eigentlich alles permanent dunkel ist lol. Ich hatte beim Lesen einfach permanent die Farbe Schwarz im Kopf.

Dicke Leseempfehlung!
13 reviews
July 7, 2024
Ich fand das Buch okay. Die Geschichte über Holle am Ende war interessant. Was mit nicht so sehr gefiel war der Schreibstil. Und das Ende/ Epilog, ich hab es nicht ganz verstanden. Aber trotzdem lesenswert würde ich sagen.📖 ( 3- 3.5⭐️)
1 review
June 7, 2025
Wenn ein Buch die Verkörperung von dem Spruch "Beurteile ein Buch nicht nach seinem Einband" wäre, dann wäre es dieses Buch. Schönes Cover mit einem noch schöneren Farbschnitt (auch wenn der Farbschnitt seitlich das gleiche Motiv hat wie das Cover sieht es trotzdem gut aus). Äußerlich ist es prachtvoll, der Titel sowie der Klapptext erschaffen Interesse beim Leser, Innerlich hingegen... Ich sag mal so, dass ich während des Lesens sehr viele Notizen geschrieben habe, was mich beim Buch stört. Vorab möchte ich noch sagen, dass zu den Kritikpunkten nicht das Fehlen einer Liebesgeschichte dazu gehört. Ich weiß nicht, warum manche das überhaupt kritisieren und ob diese Reviewer auch andere Buchgenres lesen außer Romantik.
Aber beginnen wir mit meiner Review (*Warnung*: Es wird eine lange Review, wo ich auch das Buch kurz zusammenfassen werde, also Spoiler vorgewarnt):

Das Buch beginnt wie Mary vor ihrem Arbeitgeber davonläuft, weil sie die Konsequenzen von ihrem Einbruch nicht ertragen kann. (Schon guter Anfang für unsere Protagonistin.) Um Zeit zu schinden, besucht sie ihre Tante Eve und ihre Schwester Moira, die übrigens Geburtstag hat. An der Stelle möchte ich noch nebenbei anmerken, dass in Marys Welt Magie Gang und gebe ist. Es wird nicht viel darauf eingegangen und ist nur nebensächlich, dennoch ein riesiger Kritikpunkt. Wo ich das Buch 1/4 gelesen habe, habe ich mich sogar gefragt, warum Mary die ganze Zeit magisches Talent sagt und nicht einfach Talent, und wollte schauen, ob es jemanden auch auffällt. Bei einer Review stand am Anfang dass Mary in einer magischen Welt wohnt, wo jeder ein magisches Talent hat. Ernsthaft! Zum Beginn glaubte ich, dass Mary einfach gut Schlösser aufknacken konnte, Tante Eve eine gute Gärtnerin war und Moira, keine Ahnung, niedlich war oder sowas. Ich versuchte es mir logisch zu erklären, weil eigentlich 2 von den Fähigkeiten gewissermaßen normal sind. Aber nein, es ist wirklich MAGIE!! Keine Übertreibung als Stilmittel, sondern Magie! Das wird nicht einmal im Klapptext gesagt. Wieso soll die Brunnenwelt interessant sein, wenn es in Marys Welt MAGISCHE TALENTE gibt?!?! Zeigt mir mehr von ihrer Welt und wie Magie im Alltag eingesetzt wird. Gibt es Gesetze wie in MHA oder wie läuft es dort ab?
Weiterer Kritikpunkt, denn ich noch eingliedern möchte, ist der Schauplatz in Marys Welt. Das erste Kapitel spielt in den USA, was man im Buch eigentlich nicht erwähnen musste, weil erstens Frau Holle ein Grimm Märchen ist und somit eher in einem deutschsprachigen Raum stattfinden sollte, und zweitens gibt es MAGISCHE TALENTE! Wie läuft bei denen Geschichte ab, wenn jeder ein magisches Talent hat?! Es gibt die USA, aber was ist mit den anderen Ländern. Gibt es die anderen auch? Ist die Geschichte auch wie bei uns? Aus diesem Grund meinte ich, dass man das Land nicht hätte sagen müssen, da es nur zu weiteren Problemen beim Weltenaufbau führt und unwichtig ist.
Zurück zur Erzählung: Moira zeigt Mary das Amulett von ihrer "verstorbenen" Mutter und sowie Gollum den einen Ring haben möchte, möchte Mary die Kette anfassen. Ihre Katze, Miss Kraski, will das anscheinend verhindern und irgendwie landet die Kette in den Brunnen. Moira, die zu recht sauer wird, ruft ihre Tante Eve, die Mary kurz ausschimpft, aber dann mit Moira wieder zu den Gesten geht. Nach mehreren Seiten von Marys Widerwillen die Kette zu holen, steigt sie schließlich doch in den Brunnen und fällt hinein.
Beim zweiten Kapitel (was auch das beste Kapitel ist, da es ca.10 Seiten hat und Spannung erzeugt) wird sie von einem Fresser angegriffen, da sie beim Schlafen nicht die Fresse halten konnte. Sie träumte von damals als ihre Mutter noch da war und wie sie nach dem Eiscafe ein Maislabyrinth besuchten. Diese Erinnerung kommt paar mal im Buch vor, und ist eigentlich nur da, damit das Wort "Labyrinth" öfters vorkommt. Mary trifft auf Ruth und Dale, und die Kapitel mit ihnen sind nur da um die Welt ein bisschen zu erklären.
Beim dritten Kapitel zeigt sich auch Marys nicht so toller geistiger Zustand: Zum Beginn von paar Kapiteln im Buch kommt Marys "Tagebuch" vor. Es ist kein echtes, sondern nur eins, was sie sich vorstellt. In unserer Welt nennen wir das Gedankengänge und sie müssen nicht mit "Liebes Tagebuch..." beginnen. Alle diese Tagebucheinträge sind unnötig und wiederholen meistens nur Dinge die schon passiert sind. Wo wir schon bei Mary sind, reden wir doch ein wenig über sie. Für einen Charakter der sich über das Verhalten ihrer Schwester beschwert, ist sie genau wie diese. Sie ist unsympathisch, arrogant, undankbar und auch faul. Ihr habt richtig gehört! Hin und wieder sagt Mary, dass sie lieber Essen bestellt als die Küche zu putzen und dass sie keinen Bock hat zu arbeiten. Jetzt fragt ihr bestimmt euch, wo das Problem liegt? Ich sags euch! Das sollte Moiras Eigenschaft sein! Wenn sie einen Unterschied zwischen den beiden Schwestern machen will, warum gibt die Autorin Mary auch dieses Verhalten? Mir kommt es so vor, als wäre Mary genau wie Moira nur wird es ihr nicht gegönnt auch ständig faul zu sein. Dieses Verhalten wird zu oft erwähnt. Natürlich darf ein Charakter Fehler oder schlechte Gewohnheiten haben, aber Mary wirkt mit diesen wie eine Moira 2.0. Selbst verständlich hat Mary noch weitere tolle Eigenschaften. Wie eine Katzenlady redet sie gerne über ihre Katze, und dass sie alleine zu recht kommt und nur sich selber braucht und sonst niemanden, außer ihre Katze, den Lieferboten und die tausenden One Night Stands (Mary --> Lone Wolf Meme). Viele empfinden Moira als einen schrecklichen Charakter. Sie ist langweilig, nervig und ein bisschen paranoid, aber ich kann keine Figur wirklich hassen, die nur in paar Kapiteln auftaucht (Im Gegensatz zur Hauptprotagonistin).
Wie dem auch sei, Mary verlässt Ruth und Dale, welche übrigens nie wieder im Buch auftauchen; sie besucht Frau Holle und lernt den Gärtner Florens (Jacks) kennen. Im Haus muss sie arbeiten und verliert dabei allmählich mehr ihre Erinnerungen (außer an Tom, einen Typen den sie vor langer Zeit kannte und sich sogar noch den Namen gemerkt hat (Auf S.105). Zu diesem Zeitpunkt hat sie schon den Brunnen und das Amulett vergessen). Es wird viel erzählt, wie Mary arbeitet und Holle immer mehr mürrischer wird, aber es wird nicht durch Dialoge gezeigt. Das eine Mal, wo es gezeigt wurde, war, wo Holle Mary die Kekse verbietet, die sie immer isst. Und weil unsere Protagonistin natürlich "sympathisch" ist, wirft sie daraufhin einen Teller gegen die Tür und stürmt aus dem Haus. Da Florens schon eine Weile weg ist, beginnt Mary mit sich selber zu reden, erzählt von ihrer Begegnung mit ihm, und lockt somit 2 Fresser an. Das Mary die Warnung mit den Erinnerungen-erzählen vergessen hat, kann ich noch verstehen, aber was ich nicht glauben kann, ist dieses unnatürliche Verhalten von ihr. Bitte was?! Wer redet den so?! Florens ist nur für paar Tage weg und schon stellt sie sich vor, wie sie mit ihm redet (wobei Mary hat ein mentales Tagebuch also...). Das fühlt sich so gezwungen an, und ist nur da um zur nächsten Handlung zu kommen. Sie muss gegen die Fresser kämpfen, weil das Tür aufsperren zu lang gedauert hätte oder so. Halt eine banale Ausrede.
Nachdem sie die Fresser besiegt hat, findet sie einen langen Knochen und glaubt, dass dieser von Florens ist (Als gäbe es keine anderen große Menschen). Im nächsten Kapitel ist sie wieder im Haus; sie geht spontan zu einem geheimen Gang, findet dort den Vorrat an Keksen und haut mit der Box ab, wo ihr Name drauf steht. Sie sucht den Ausgang, und findet dabei heraus, dass das Buch "Frau Holles Labyrinth" heißt und sie im Labyrinth ist und jetzt die ganze Zeit nach dem Ausweg suchen muss und... sie findet ihn schnell. Tolles Labyrinth!!👌 Sie stürmt nun zum zweiten Mal aus dem Haus, und wird von Zeta und Gideon K.O. gehauen und in die Stadt verschleppt. Dort trifft sie wieder ihre Schwester Moira, die auch in den Brunnen gestiegen ist (doch nicht so faul). Moira verbrennt die Kekse und leistet damit einen größeren Beitrag als Mary, die dadurch ihre Erinnerungen zurückbekommt.
Im Mittelteil wird noch erzählt über die Miliz, die Eminenz, der Plan mit Moira, der Bürgermeister Jeb, die Chroniken + die fehlenden Seiten und blabla... Wäre es nicht so langatmig, könnte das sogar Interessant sein, ist es aber nicht. Am Ende kommt es noch zu einem langweilen Kampf zwischen der Miliz und den Truppen von Jeb. Mary kämpft auch mit; sie ist für eine magere und untrainierte Kämpferin so gut, dass sie ihren vollen Namen enthüllt: Mary Sue. Und auch wenn sie Selbstverteidigung von ihrem Arbeitgeber gelernt hat, bezweifle ich, dass sie so gut mit einer Waffe kämpfen kann. Die Schlacht wird unterbrochen, als die Truppen die Fresser sehen. Sie flüchten aber Plottwist, es war nur eine Illusion und Plottwist, die Eminenz ist die Mutter von Mary und Moira. Ja... Das wars. Mary hat sie natürlich erkannt als sie die Täuschung sah, weil es das magische Talent ihrer Mutter ist, welches nie erwähnt wurde. Ich kann mich an keiner Stelle im Text erinnern, wo das Talent ihrer Mutter genannt wurde. So unnötig war es.
Durch eine Luke kommen sie zum berüchtigten Labyrinth und finden ein Grab von einem Kind, und somit auch die Hintergrundgeschichte von Holle, die wortwörtlich aus dem Nichts kommt. Es wird kurz angedeutet dass sie Kinder mag, weil sie die Fresser bestraft hat, die das Sternenheim angegriffen haben. Aber es wird nicht gesagt oder angeteasert, dass sie selber ein Kind hat! Das kommt so aus dem NICHTS!!! Überhaupt kommt Frau Holle so selten im Buch vor, obwohl sie die Titelgeberin ist! Sowie auch das Labyrinth, was nie zu einem Problem wird. Im Gegensatz zu Zeta, die die Miliz auf einmal verrät (ein plötzlicher Sinneswandel). Mary und Holle treffen sich wieder aufeinander wie alte Feinde oder besser gesagt wie Ex- Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Eminenz/Mutter erzeugt ein Trugbild von Holles Tochter, Holle weint und das Gewölbe stürzt auf einmal ein. Sie treffen sich mit Moira wieder, Gideon rettet Zeta und alle bekommen ihre magischen Talente wieder. Im letzten Kapitel bekommen wir noch etwas Erklärung. Die gefälschten Seiten in Jebs Haus werden schnell von Calvert (Jebs Sohn) erklärt. Diese wurden für Mary gefälscht, damit sie auf Jebs Seite kommt, weil ihr mAgIsChEs tALenT ja soooooo SUPER ist!!! Moira sagt, dass Holle ein Fan von ihr ist und sie nie in Gefahr war. Die Mutter erzählt ihnen, dass sie ihre Fähigkeit verbessert hat, indem sie das Blut von Menschen trinkt (ein Versuch wie Christina Henry zu wirken und um es "blutiger" zumachen). Aber warten Sie, das Beste kommt noch! Und zwar warum die Mutter in den Brunnen gelandet ist: Tante Eve hat Marys und Moiras Mutter in den Brunnen geschubst, weil sie auf ihre Fähigkeit neidisch war. Äh... Was?! Wollte sie deswegen nicht, dass die Kinder nicht in die Nähe des Brunnens gehen? Warum aber auf einmal geht es, wenn sie älter sind und wo sie auffordert Mary die Kette wieder zu holen? Hätte Mary nicht dann die angebliche Leiche der Mutter gefunden oder wusste Eve von dieser anderen Welt? Die Mutter will das natürlich mit Tante Eve unter vier Augen regeln, damit sie wieder in den Brunnen geschubst werden kann. Gideon findet den Brunnen und das Amulett (was für die Geschichte keine große Rolle mehr gespielt hat) wieder und die Familie haut ab. Ende. Oder?
(Kurze Spoiler für die Märchenbücher von Lasthaus!)
Lasthaus hat eine seltsame Angewohnheit unnötige, offene Epilogs Büchern zugeben, die keine (bestätigte) Fortsetzung bekommen und somit die Geschichte am Ende noch unvollständiger zurücklassen. Ein Paradebeispiel ist genau dieses Buch: Gideon läuft vor Zeta, Pike und Calvert davon und stirbt anscheinend. Ende!
So ein besch*ssenes Ende!! Als hätte die Autorin sich gedacht, wie sie das Buch noch schrecklicher machen kann, damit man es definitiv nicht nochmal lesen will!
1. Warum ist am Anfang des Epilogs ein Tagebucheintrag von Mary? Sie denkt sich diese nur aus, aber wieso wird dieser hier mit "aus Marybeths Tagebuch" zitiert?
2. Hätte Gideon Zeta sterben gelassen, hätten wir kein Epilog und somit ein besseres Ende!
3. Für jemanden der sehr gegen Magie ist und sogar ihre eigene Gruppe verraten hat, scheint Zeta ihre Begabung sehr zu mögen. Der zweite plötzliche Sinneswandel! Was ist ihr Plan? Wenn Zeta alle Magiebegabte auslöschen will, muss sie das nur sagen und ihre Opfer werden das ausführen. Sie muss nur ein Sprachrohr basteln und das wars. Dafür braucht sie Calvert und Pike nicht. Außerdem ist ihr Talent übertrieben schlimmer als bei Moira.
4. Seit wann ist Mary die Retterin der Welt? Sie hat nicht viel mehr gemacht als alle anderen, und trotzdem wird gesagt, sie hat die Welt gerettet. Aha?! Gideon hofft, dass sie ihm helfen wird, aber was soll sie gegen die drei Gegner machen? Schlösser aufknacken? Oder wird Mary (Sue) gegen alle kämpfen und gewinnen?
5. Warum gibt es einen Epilog? Ist es ein letzter Versuch um genau so düster zu wirken wie Christina Henry? Wenn es keine Fortsetzung gibt, ist er sinnlos. Ich sehe keinen erdenklichen Grund, warum er hier ist, außer um (wie oben genannt) einen finsteren und unlogischen Abschluss zu bilden.

So viele Fragen wurden nicht beantwortet: Holle kann Erinnerungen stehlen, aber was ist mit den anderen Fähigkeiten die sie hat, wie zb. Kissenschütteln um Schnee zu erzeugen: Konnte das jemand vor ihr und wenn ja, wie kann sie die Fähigkeit nutzen oder warum nutzt sie die überhaupt?
Dann wird noch gesagt, dass wenn Magiebegabte die Fähigkeiten zu oft benutzen sie schwächer werden. Ist Moira deswegen faul, weil sie die nicht steuern kann und deswegen nicht viel macht? (Diese Frage ist nur eine Theorie von mir, weil sonst niemand darauf hingewiesen hat.)
Was hat es jetzt mit der Brunnenwelt auf sich? Wie groß ist die Welt? Warum gibt es nur eine Stadt, ein Dorf und paar Höfe? Wo kommen die Menschen her? Warum ist bei denen noch das Mittelalter?

Einen Kritikpunkt, denn ich hin und wieder angemerkt habe, war das Fehlen der Frau Holle. Es wird viel über sie gesprochen, aber als Figur kommt sie nur paar Seiten vor. Die Holle-Kapitel (ca. S.100-160) sollten um Holle handeln, aber im wesentlichen verbringen wir die Zeit gefühlt mehr mit Florens/Jacks als mit Holle. Florens raubt die Seiten von Holle und später, wenn er tot ist, stiehlt er sie weiter, da es jetzt dann um seine Schwester Sibri geht und wie sie mit seinem Tod klar kommt. Holles letzter Auftritt ist ganz am Schluss, wo sie noch eine billige Vergangenheit bekommt, damit sie nicht so flach aussieht wie vorher. Sie kann Erinnerungen stehlen, Fresser erschaffen, Licht manipulieren und vieles mehr. Trotzdem stellt sie keine echte Bedrohung dar, da sie nur passiv handelt. Wenn man die Erinnerungen-stehlen-Sache ignoriert, sind die schlimmsten Dinge, die sie in den Holle-Kapitel gemacht hat, Kekse zu verbieten und ihre "Angestellten" unterbezahlen.

Was noch schlecht auffällt, sind die Dialoge und Beschreibungen. Jede Vorstellung, die ihr von der düsteren Brunnenwelt habt, kann die Autorin mit nur einem Satz zerstören. Als Beispiel habe ich eine Textstelle im Buch herangezogen, die die Angreifer und ihre Waffen beschreibt:

"[...] die Dreck und raue Haut freiließen, und Waffen, die in Marys Welt für Spott und Hohn gesorgt hätten. Für lustige Memes auf Social Media. Aber in den richtigen Händen und mit ausreichend Entschlossenheit konnte etwas Harmloses verdammt gefährlich sein." (S.328)

- Über was zum Teufel redet die da?! Was sind die jetzt genau? Sind es Schläger? Minecraft-Spitzhacken? Holzbretter? Welche Waffen haben die den?! Die Autorin hätte einfach Waffen sagen müssen und Schluss! Die Sätze zerstören die Illusion beim Lesen und lassen es lächerlich aussehen.
Apropo lächerlich! Marys mühselige Versuche taff zu sein und unlustige Witze zu reißen, sind unglaubwürdig und lassen Mary wie ein noch größeres Arschloch darstellen als sonst. Immer wenn jemand etwas zu ihr sagt, muss sie (weil sie ja so stark und witzig ist) schnippisch antworten. Und oft sind ihre Antworten zu dem Gesagten nicht mal notwendig. Aber auch andere Charaktere können mit ihren Dialogen nervig sein. Manchmal kommen in den Textstellen wiederholende Muster vor, wie zum Beispiel: Person A (meistens Mary) fragt über was --> Person B weiß nicht was sie meint --> Person A fragt genauer --> Person B antwortet...

Genaueres Beispiel dazu: "Hast du sie gefunden?", fragte Gideon.
"Was?"(Mary)
"Die fehlenden Seiten. In Jebs Haus." [...] "Nein, [...] Da war nichts." (S.309-310)

- Und so laufen sie ganze Zeit ab, wenn jemand Fragen stellt. Wenn es nur 1-2 mal vorkommt passt es, aber dieses Muster kommt gefühlt bei fast jeder Befragung vor. Und dann sind es meist nur Dinge, die eh schon vorher im Gespräch drin waren. Von den Figuren werden die Erinnerungen gestohlen, aber nicht vom Leser. Dieses ständige Gegenfragen stört nur noch!

Die Idee des Buches hört sich vielversprechend an, aber es hadert an der Umsetzung. Man kann beim Cover (auch wenn es schön ist) und an der Geschichte sehen, dass sie versucht wie Christina Henry zu sein. Frau Holle stellt keine wirkliche Gefahr dar, die Fresser werden zu schnell besiegt, Mary ist unsympathisch, die Handlung zu langatmig und der Epilog grauenhaft. Die magische Talente wirken eher, als wären sie erst am Schluss eingefügt worden und nicht als wären diese ein Bestandteil des Schreibprozesses gewesen; kurz gesagt: Fehl am Platz. Warum musste in Marys Welt Magie existieren? Warum konnte die Brunnenwelt nicht die Einzige sein die Magiebegabte hat? Generell der Name "magisches Talent" passt nicht. Leute zu befehlen oder Steine schweben zulassen, sind eher Fähigkeiten als Talente. Es wirkt am Ende alles zusammen gewürfelt nur damit das Buch endlich fertig ist.

Im Grunde genommen könnte man die Prosieben/Orf Märchenstunde von "Frau Holle - Im Himmel ist die Hölle los" schauen. Da gibt es wenigstens bessere Charaktere, besseren Humor und eine interessantere Geschichte als hier. Ja, ich weiß, dass das andere eine Fernsehserie ist und kein Buch. Dennoch für diejenigen, die Lust auf eine lustige Neuinterpretation von "Frau Holle" haben, können das anschauen.

Fazit: 1½ Sterne
Während des Lesens ist die Bewertung von 4 auf 3 Sterne und dann zum Schluss auf 1-2 Sterne gelandet. Das Buch hat mich leider sehr enttäuscht, weswegen ich meinen Frust durch die Review aufarbeiten musste.
Profile Image for Felistuous.
43 reviews
June 30, 2023
Holle hat in dieser Geschichte nichts zu suchen, hätte alles viel mehr sinn gemacht wäre Holle als einem Tatsächlichen Charakter der in diese Welt gehört geschrieben worden.

Bin im allemeinen kein Fan der ganzen Charaktere in diesem Buch und wie es geschrieben ist und überhaupt ist es unnötig lang.
Außerdem dache ich nach dem Epilog was die ganze Geschichte überhaupt gebracht hat.
Profile Image for Sarahs bunte Welt.
704 reviews3 followers
January 3, 2023
MUST READ??? Für mich war es leider ein kleiner Reinfall. Tolle Idee, tolles Cover, aber ich wurde leider so gar nicht warm mit dem Stil der Autorin. Manchmal war mir alles zu schnell, dann wurden manche Szenen so in die Länge gezogen. Für mich kam dadurch keine Spannung auf.
Profile Image for Yanthara Morgenstern.
35 reviews
July 23, 2023
Frau Holle ist eigentlich eins meiner Lieblingsmärchen, darum hat mich der Titel auch angesprochen - der Klappentext klang auch sehr vielversprechend und das Cover ist auch sehr schön gestaltet mit den Blautönen, und auch der Buchschnitt ist sehr schön gestaltet.

Die Idee, dass jeder Mensch eine besondere Gabe hat war sehr spannend und auch wie 'ungerecht' das verteilt ist. Mary kann Schlösser öffnen, ihre Tante kann Pflanzen wachsen lassen und ihre Schwester hat die Gabe, das alle Menschen sie mögen. Das Buch beginnt damit, das Mary mehr oder weniger auf der Flucht ist, weil sie ihr Talent falsch genutzt hat und ist auf dem Weg zum Geburtstag ihrer Schwester. Von da an geht alles schief. Durch einen Streit landet die Kette ihrer verschwunden Mutter im Brunnen der Tante und Mary entscheidet sich dann, in den Brunnen zu klettern. Der Brunnen erinnert an das Märchen Frau Holle, eine der wenigen Dinge.
Das Buch ist ziemlich düster und greift wenig aus dem tatsächlichen Märchen auf. Es gibt zwar wie schon geschrieben, das Motiv des Brunnens und zwei Schwestern. Dann hört es gefühlt schon auf. Ja es gibt auch eine Frau Holle, aber anders als im Märchen ist es eine scheinbar bösartige Frau, die ab und zu mal Betten aufschüttelt. Frau Holle hat in ihrer Welt alle Magie an sich gebündelt und auch um ihr Haus ist der einzige Flecken Sonnenschein in der sonst so düsteren Welt. Klar ist es eine Adaption des Märchens, aber da wurden nur lose ein paar Dinge aus dem Märchen gewählt, sodass es wirklich sehr wenig damit zu tun hat. Die Charaktere sind etwas eintönig geschrieben, ihnen fehlt es an Tiefe. Manchmal agieren sie etwas planlos, bzw so das man es nicht nachvollziehen kann. Manchmal passiert auch recht wenig, so dass es langweilig wird. Es ist auch arg düster und hat an manchen Stellen auch wie eine Dystopie gewirkt. Die Auflösung des ganzen hatte ein paar coole Stellen, die überraschend waren. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht bei der Ausarbeitung. Die Charaktere leben auch viel nebeneinander her. Auch wenn das Buch Frau Holles Labyrinth heißt, spielt das Labyrinth nur eine sehr kleine Rolle. Frau Holle als Person kommt auch nicht sehr oft vor. Ich glaub die Geschichte hätte besser als Kurzgeschichte oder Novelle funktioniert - weil man meiner Meinung nach einiges rauskürzen könnte.
386 reviews2 followers
April 1, 2023
Die Protagonistin Mary landet in besagtem Brunnen, somit in der Welt von Frau Holle. Ab da versucht sie natürlich wieder zurück in ihr eigenes Leben zu gelangen. Die Lesenden werden auf diesem Weg immer wieder in die Gedanken und Empfindungen der Protagonistin eingelassen.

❄️DER EINSTIEG❄️ in die Geschichte ist gut gemacht, teilweise etwas wirr. Immerhin geht es doch recht schnell zur Sache. Man merkt die Parallelen zu Frau Holle gleich, auch wenn das Setting und die Familienverhältnisse noch nicht so ganz klar definiert sind wie im Original.

Das Buch ist wird mittels ERZÄHLERPERSPEKTIVE über Mary erzählt (was ich dieses Mal wirklich irgendwie komisch empfand), welche lange im Unwissen blieb, was eigentlich los ist. Dass ihr niemand sagt, wie sie an diesem seltsamen Ort zu überleben hat, finde ich sehr komisch.
Naja, dann macht sich Mary auf jeden Fall auf den Weg zu der geflüchteten Frau Holle. Spannend ist hier vielleicht zu erwähnen, dass Mary ziemlich schnell ihre Vergangenheit, ihre Erinnerung vergisst.

Allgemein finde ich MARY sehr angenehm, Frau Holle interessant und auch die anderen Charaktere teilweise gut gestaltet. Manchmal denke ich mir aber auch, dass da einfach noch ein 'Lückenfüller' her musste.
Moira, die Schwester von Mary, kommt auch einige Male vor. Sie haben in meinen Augen kein warmes Verhältnis. Allgemein finde ich Moira sehr kalt und nicht wirklich liebevoll, auch ein wenig charakterlos dargestellt.

❄️ZITAT: "Sie vergass immer häufiger die Zeit. Und dann tat die Zeit dasselbe und vergass Mary."❄️

❄️MEINE MEINUNG❄️
Das Buch baut eine gute Spannung auf, es passiert viel. Auch viel, das hätte weggelassen werden können, aber auch viel interessantes. Mary lernt neue Leute kennen, einige sind gut, andere böse, wieder andere sind wahrscheinlich einfach kurze Begegnungen, die der Geschichte eine Richtung geben. DAS ENDE kommt nach einem langen Weg der Anbahnung erstaunlich leise, aber mit so einigen ungeahnten Verknüpfungen.
Alles in allem ein etwas durchzogenes Buch, für mich weder mega packend, noch schlecht.
Ehrlich gesagt hätte ich mir etwas mehr "Frau Holle Feeling" gewünscht, beziehungsweise habe ich mit einer ganz anderen Geschichte gerechnet, die in meinen Augen noch viel mehr Spannung und Grusel möglich gemacht hätte.
Profile Image for Yvonne.
283 reviews4 followers
October 30, 2025
Nach meiner positiven Leseerfahrung mit „Rapunzels dunkler Turm“, habe ich dieses Buch hier leider mehr als enttäuscht geschlossen.
Obwohl ich ein großer Fan von Frau Holle und ihrer Geschichte bin, konnte ich mit dieser Version davon irgendwie so gar nichts anfangen. Die Story selbst ist gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Auch hat mir die Grundidee der Geschichte, insbesondere die Figur von Holle und die Hintergründe dazu, gut gefallen. Leider gab es aber ansonst zu viele Unstimmigkeiten und im Laufe der Story sind mir einfach zu viele Dinge ungut aufgestoßen. Nicht nur, dass auf die hier geschaffene Welt kaum eingegangen wurde und man als Leser das Gefühl hatte, dass hier pausenlos nur an der Oberfläche gekratzt wird, hat es auch den Charakteren eindeutig an Tiefe gefehlt. Mary als Hauptprotagonistin hat eindeutig die meiste Aufmerksamkeit von der Autorin bekommen und zumindest zu ihr konnte ich irgendwie einen Draht finden. Die restlichen an der Handlung beteiligten Charaktere waren alle nur oberflächlich beleuchtet, was es dem Leser nahezu unmöglich gemacht hat, hinter die Fassaden zu blicken und mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Besonders unsympathisch war mir dann auch noch Mary‘s Schwester Moira, die mir mit ihrer Rolle schlicht und ergreifend von der ersten Minute an auf die Nerven gegangen ist. Auch, wenn sie ihren Teil zur Geschichte beigetragen hat, fand ich sie einfach nur störend. Das am Ende des Buches dann so viele für mich essenzielle Fragen unbeantwortet geblieben sind, war zusätzlich frustrierend und es will mir einfach nicht aus dem Kopf gehen, warum sich Holles Verbündete/r auf ihre Seite geschlagen hat.
Unterm Strich kann man wohl sagen, dass dies hier einfach nicht meine Geschichte war. Zu allem Übel hat mich dann auch noch das letzte Kapitel in diesem Buch total unerwartet getroffen und so fassungslos zurückgelassen, dass ich dieses Buch einfach nur zutiefst unglücklich geschlossen habe. Für den guten Schreibstil und die grundsätzlich wirklich interessante Idee hinter Holle selbst vergebe ich hier trotzdem 2 1/2 Sterne.
Profile Image for Natalie Hosang.
1,456 reviews22 followers
January 28, 2023
Rezension „Frau Holles Labyrinth: Roman“ von Stefanie Lasthaus




Meinung

Ein jeder kennt das Märchen um Frau Holle. Doch in dieser Geschichte begegnen wir einer Version, die mit ihrem Mix aus Fantasy, Dark, Horror und Märchen etwas völlig neues schafft. Eine Darbietung für Erwachsene, die unglaublich gelungen ist und mich noch lange nach dem lesen in Atem hält.

Binnen Sekunden fand ich in die Story rein und dank des angenehmen, bildhaften und mitreißenden Stils fühlte ich mich gleich wie magnetisch angezogen. Ich konnte die Seiten nicht los lassen und war hoffnungslos gefangen. Denn wir alle kennen und lieben die Klassiker, doch was hier geboten wird ist so erfrischend anders und aufregend.

Besonders spannend war es, als Mary in den Brunnen steigt, um das Amulett zu finden, aber stattdessen in einem Dunklen, düsteren Reich landet. Jeder Moment ab da fühlte sich so lebhaft an, als sei ich tatsächlich ein Teil des Geschehens. Doch zur Mitte hin verlor sich dieses Gefühl ein wenig, da gelegentlich die ein oder andere Länge auftrat und somit auch die Spannung etwas abnahm.

Nicht lange dauerte es allerdings und ich befand mich wieder im Hochspannung. Die düstere und teils beklemmende Atmosphäre ist ein Teil des gesamten Buches und ich persönlich mochte die Stimmung unglaublich, weil es so verdammt perfekt zur Handlung passte und sich so real anfühlte. Die Frage, ob Mary das dunkle Reich wieder verlassen kann schwebte die ganze Zeit über mir und ließ mich nicht los.

Eine Märchenadaption der anderen Art und gerade deshalb ein Geheimtipp!



Fazit

Frau Holles Märchen begegnet uns neu und anders erzählt. Mit einer düsteren, dunklen und blutigen Stimmung fängt die Autorin den Leser regelrecht ein und lässt ihn nicht wieder los. Und insbesondere mit dem Ende glänzt diese Geschichte a la Hollywood Blockbuster und zeigt, dass wir, dass ich mehr brauche. Tauche ein in eine skurrile Welt!



Ich vergebe 4 von 5 Sterne
Profile Image for Vanessa.
141 reviews
December 23, 2022
+ Neue Märcheninterpretation
- Charaktertiefe, Mittelteil

Auf das Buch bin ich aufgrund seines Titels aufmerksam geworden. Zum einen weil ich in letzter Zeit viele Märchen Neuinterpretationen gesehen, allerdings noch keines von Frau Holle und ich muss sagen, dass ich an vielen Stellen das Märchen durchblitzen gesehen habe, obwohl die Story eine ganz andere ist.
Zum anderen hat mich der Teil mit dem Labyrinth hellhörig gemacht, ich habe hier etwas wie Mazerunner erwartet und das viel Zeit in diesem Labyrinth verbracht wird. Leider nimmt dieses aber nur einen sehr sehr kleinen Teil der Story ein, was ich schade fand.
Der Schreibstil war eher modern und einfach gehalten und ermöglichte einen leichten Lesefluss.
Die Charaktere waren für mich persönlich am schwierigsten. Durch den früh einsetzenden Gedächtnis- und Persönlichkeitsverlust war es schwer für mich einen Bezug zu der Protagonistin herzustellen, da ihr Verhalten zudem sehr unvorsichtig und naiv war. So hat sich der Mittelteil mit seinen Dialogen oftmals gezogen. Mit ihrer Schwester hatte ich allerdings die größten Probleme, da sie ständig genervt und bockig war. Hier habe ich aber den Bezug zum ursprünglichen Märchen und den Schwestern gesehen.
Die Aufmachung des Buchs war wirklich märchenhaft, da ich finde, dass Buchschnitt und Cover sehr gut miteinander harmonieren und das Format sowie Schriftgröße und Zeilenabstände haben das Lesen stark vereinfacht.
Fazit: Ich denke Fans von Märchen und deren Neuerzählungen (wie z.B von Christina Henry) denen die Charaktertiefe nicht über allem geht und die auch mal mit einem unsympathischen Charakter leben können, werden ihren Spaß an dem Buch finden, vor allem da es mal eins der nicht so oft für Neuinterpretationen ausgewähltes Märchen ist. Aber lasst euch von dem Labyrinth im Titel nicht zu sehr verwirren 😉
Profile Image for Vanessa.
388 reviews2 followers
January 3, 2023
Meine Meinung:
Ich lese ja wirklich gerne Neuerzählungen von Märchen und bin ja ein Großer Fan von den Düsteren Erzählungen von Christina Henry. Als ich dann gesehen habe, dass es eine Neuerzählung zu Frau Holle gibt die zwar nicht von Christina Henry ist aber ebenfalls Düstern sein soll wusste ich, dass ich das Buch unbedingt lesen muss.
Ich muss sagen, ich hatte zu Beginn ein paar Schwierigkeiten in das Buch zu finden da es in der Erzählerperspektive geschrieben ist und man sich zuerst einmal zurechtfinden muss. Nach den ersten fünfzig Seiten habe ich mich jedoch an den Schreibstile gewöhnt und konnte das Buch innerhalb von zwei Tagen lesen.
Die Geschichte an sich fand ich wirklich sehr interessant da die Welt im Brunnen doch sehr eigen ist und man diese zusammen mit Mary erleben darf. Das Konzept Frau Holle in diesem Sinne umzuschreiben, mochte ich wirklich sehr gerne und gerade zu Beginn habe ich viel mitgerätselt, was es mit allem auf sich hat.
Gegen Ende Hin konnte ich einige Sachen schon erahnen, diese werde ich wegen Spoiler Gefahr hier jedoch nicht genauer erläutern. Leider ging es mir gegen Ende hin dann doch etwas zu schnell, hier hätte man ruhig noch ein paar Seiten mehr schreiben können, damit es für mich etwas abgerundeter wäre.
Ich muss noch sagen, dies ist für mich keine Geschichte, bei der mir die Protagonisten ans Herz gewachsen sind. Es war viel eher das Geschehen an sich was mich zum Lesen motiviert hat. Jetzt gegen Schluss würde ich gerne noch wissen in wieweit die Brunnenwelt denn mit der „normalen“ zusammenhängt.
Abschließende Meinung:
Das Buch kommt in meinen Augen zwar nicht an die Bücher von Christina Henry ran, aber ich kann es trotzdem empfehlen, wenn man düstere Neuerzählungen von Märchen liebt. Vorallem der Schluss lässt mich auf eine Fortsetzung des Buches hoffen.
Profile Image for Christinasbooklove.
16 reviews1 follower
February 26, 2023
In »Frau Holles Labyrinth« geht es um Mary, die in einen Brunnen klettert, um die Kette ihrer Schwester rauszuholen und dabei in einer seltsamen fremden Welt landet.
Magie, die in ihrer Welt normal ist, gehört hier gebündelt einer Person, Holle. Alle anderen Menschen dort fürchten sie und warnen Mary vor ihr. Doch sie scheint die einzige zu sein, die Mary helfen kann, in ihre Welt zurückzukehren.

Was mir bei dem Buch als aller erstes aufgefallen ist, dass es sehr den Büchern von Christina Henry ähnelt. Sowohl vom Cover, als auch von der Richtung, die die Story einschlägt.

Den Start und dass es so schnell losging fand ich sehr gelungen, doch alles was danach kam zog sich extrem. Obwohl ich insgesamt schnell durchgekommen bin, haben mich die langen Kapitel sehr gehemmt.

Ein weiterer Aspekt, der mir das Lesen erschwert hat, war dass ich keinerlei Verbindung zur Protagonistin oder zu sonst einem der Charaktere aufbauen konnte. Sie wirkten recht flach, hatten keine Entwicklung und Mary‘s Schwester ist die unsympathischste Person überhaupt. Dass ihre magische Fähigkeit ist, alle Personen um sie herum zu bezirzen, kam bei mir gar nicht an.

Ein Pluspunkt konnte die Geschichte immerhin damit sammeln, dass die Stimmung sehr gut rübergebracht werden konnte und ich immer dran geblieben bin und wissen wollte, wie es weitergeht.

Welche Rolle Holle zum Schluss eingenommen hat, konnte ich nicht ganz verstehen und es sind einige Fragen für mich offen geblieben.

Insgesamt bin ich jetzt nicht super begeistert, aber es war okay. Zumindest optisch ist echt sehr gut gelungen und ich liebe den wunderschönen Farbschnitt!
Profile Image for xbuchmagiex.
62 reviews3 followers
January 3, 2023
Wir begleiten hier die Protagonistin Mary. Aufgrund eines Vorfalls bei der Arbeit beschließt sie ihre Schwester Moira zum Geburtstag zu besuchen, die noch bei ihrer Tante Eve lebt und stets bevorzugt wird. Als Mary dann vor Ort erfährt, dass Moira die Kette ihrer Mutter zum Geburtstag erhalten hat, ist Mary zutiefst verletzt und so entsteht ein Streit, bei dem das Amulett in den Brunnen fällt. Mary sieht sich gezwungen in den Brunnen zu klettern und die Kette wiederzuholen. Als sie unten ankommt, befindet sie sich in einer anderen Welt, Frau Holles Labyrinth und so beginnt der Kampf ums Überleben…

Diese Neuerzählung der Geschichte hat mir persönlich sehr gefallen. Es ist düster und teilweise auch sehr brutal und packend. Die Geschichte entwickelt sich sehr interessant und auch die spannenden Wendungen empfand ich als sehr gelungen, jedoch waren teilweise die Gedankengänge von Mary ein wenig zu viel und wiederholten sich öfters, sodass es sich ein wenig in die Länge zog. Dennoch hat mir der Aufbau der Welt und die Charaktere sehr gefallen sowie die düstere Atmosphäre, die sich über Geschichte hinweg, hielt. Man spürt regelrecht die düstere Atmosphäre und die Hoffnungslosigkeit der Bewohner und kann sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzten.

Besonders hervorzuheben ist der sehr angenehme und flüssige Schreibstil der Autorin, dass dazu führte, dass man sich alles sehr gut vorstellen konnte, zudem ist das Cover und der wunderschöne Buchschnitt ein absoluter Eyecatcher.

Dieses Buch ist für jeden geeignet, der gerne Märchenadoptionen/Neuerzählungen liebt.
Profile Image for WildForWords - Kathy K. -.
26 reviews
February 1, 2023
Interessante Neuinterpretation mit Potenzial für eine Fortsetzung…☁️

Ich bin ein absoluter Fan von Märchenadaptionen und habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich bisher keine Neuauflage von Frau Holle kannte. Schon der Klappentext hat eine gute Mischung aus modernem Märchen und düsterem Nervenkitzel versprochen.

Es ging wirklich spannend los und sowohl die Charaktere als auch die Welt und die Einarbeitung des Märchens in eine neue Umgebung haben mir sehr gut gefallen. Leider nahm meine anfängliche Begeisterung aber ab der Buchmitte nach und nach ab. In der zweiten Hälfte fing ich an mich zwischendurch zu langweilen und ich konnte mich mit dem Verlauf der Geschichte nicht ganz anfreunden. Zwischen all den Gesprächen und Erklärungen fehlten mir die Highlights und die Spannung vom Anfang ging langsam aber sicher verloren. Auch Frau Holle trat immer mehr in den Hintergrund, was ich etwas schade, aber nicht störend fand. Das Ende gefiel mir dann wieder etwas besser, auch wenn ich mit dem unerwarteten Cliffhanger am Ende ehrlich gesagt nicht ganz so viel anzufangen wusste. Dennoch eine interessante Interpretation und ein rundum gelungenes Buch!

Ich hoffe sehr, dass ein zweiter Teil die Auflösung des Endes liefert und auch den märchenhaften Thrill zurückbringt, denn ich fand das Buch auf jeden Fall gut genug, um die Fortsetzung zu lesen! Die Geschichte hat meiner Meinung nach Potenzial und ich würde mich freuen, noch einmal mit Mary durch den Brunnen in eine andere Welt voller Magie und Gefahren hinabzusteigen. 💙
Profile Image for Merlinxbooks.
174 reviews5 followers
December 18, 2022
𝐌𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐌𝐞𝐢��𝐮𝐧𝐠:
Ich mag Märchen Neuerzählungen total gerne und so war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Die Geschichte verbindet die Moderne mit der Märchenwelt, das hat mir gut gefallen. Besonders Marys Sprache, war sehr der heutigen Welt angepasst. Die meisten Dialoge und Gedankengänge waren für mich authentisch.

Die Geschichte ist düster und an einigen Stellen auch ziemlich spannend, sodass ich ganz ins Buch versunken bin. Jedoch gab es auch einige Längen und eher langweilige Passagen, wo sich das Buch dann etwas gezogen hat.

Was mich gestört hat, ist, dass ich keine einzige Person wirklich sympathisch fand. Besonders mit Moira hatte ich es schwer, ich war von ihrer Art irgendwann richtig genervt. Vielleicht hätte es geholfen, wenn man mehr über sie erfahren hätte.
Der Epilog hat mich extrem enttäuscht, da hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Ich wurde jetzt auch im Nachhinein nicht warm damit. Sehr schade.

Märchenstimmung ist bei mir immer mal wieder aufgekommen, es hätte aber ruhig etwas mehr sein können. Die Neuerzählung insgesamt und die Ideen, die die Autorin hatte, mochte ich ganz gerne und ich hatte definitiv Spaß beim Lesen.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: Trotz meiner Kritikpunkt würde ich das Buch empfehlen, weil mich das Buch dennoch gut unterhalten konnte.

3/5🌟

Profile Image for Astrid.
312 reviews1 follower
June 17, 2024
Das andere Gesicht von Frau Holle
Stefanie Lasthaus greift den Trend der Märchenadaptionen auf und widmet sich Frau Holle. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet.
Die Geschichte beginnt in einer realen Welt, wobei aber auch hier schon magische Fähigkeiten eine Rolle spielen.
Die Rollen der ungleich geliebten Schwestern sind klar verteilt und die Geschichte nimmt mit dem Fall in den Brunnen an Fahrt auf. Wir folgen Mary durch unwirkliche, düstere Welten bis hin zu Frau Holle, die so gar nicht den Vorstellungen aus den Märchen entspricht. Die Adaption ist gelungen, obwohl sie stellenweise schon sehr brutal daherkommt. Aber wenn man es genau nimmt, Grimms Märchen waren alles, aber nicht gewaltfrei. Gut gefallen hat mir die Rolle, die das Thema Erinnerungen gespielt hat. Auch die anderen Charaktere, auf die Mary während ihrer “Reise” trifft, sind gut ausgearbeitet. Obwohl die Rolle von Marys Schwester nicht sehr groß ist, habe ich sie und ihre Art sehr gemocht.
Im letzten Drittel hätte ich mir noch ein bisschen mehr “Frau Holle” gewünscht.
Der Epilog war nicht so meins, da ich inhaltlich ein Problem mit der Einordnung hatte.
Insgesamt eine tolle Geschichte, die eine neue, spannende Variante von Frau Holle mit einer starken Gegenfigur bietet.
Profile Image for Finn Steffen.
2 reviews
April 19, 2025
Ich bin ein Märchenfan, ganz klar. Kann ich nicht leugnen; werde ich nicht leugnen! Und deshalb war ich auch angetan von dem Gedanken, dieses Buch zu lesen.
Meine vorige Neugier wurde auch nicht enttäuscht.
Die Story ist packend und eine wirklich clevere Idee. Einfach mal ein Perspektivwechsel altbekannter Geschichten können begeistern. Und wann ist es schon nicht interessant, wenn Charaktere in eine neue, ihnen unbekannte Welt eintauchen und sich zurechtfinden müssen?
Was mir leider ab und an aufstieß war, dass der Schreibstil manches Mal zu eintönig war und so das Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Zudem gab es das ein oder andere Mal einen Bruch in der Erzählperspektive, was mich teils irritierte.
Und ehrlicherweise der Epilog: Warum bitte so ein Epilog?? Hätte ich ihn nicht gelesen, hätte mich das Ende absolut zufriedengestellt. So überzieht ein dunkler Schatten den Abschluss der Geschichte (vielleicht in Anlehnung an diese erschaffene Welt?).
Doch trotz dieser Gefühle beim zuklappen des Buches bleibt mir insgesamt zu sagen: Mir bleiben gute und positive Erinnerungen an diese Geschichte…die ich auch wage laut auszusprechen (kleiner Insider für die Wissenden). ;)

#buchclubbuchnr3
#seitenzauberer
Displaying 1 - 30 of 51 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.