»Meine beste Freundin Gertrud heiratet! Was es da alles zu organisieren gibt! Die Hochzeitssuite ist reserviert, an die Heizdecke und den Duschhocker habe ich die Hausdame erinnert, und das Büffet ist bestellt. Es sollte eigentlich alles klappen. Hoffentlich versucht Gunter nicht, Gertrud über die Schwelle zu heben. Wissen Se, sie hat ein paar Polster auf den Hüften, und Gunter hat die Bandscheiben frisch zusammengetackert. Da geht man besser kein Risiko ein.«
Renate Bergmann, geb. Strelemann, wohnhaft in Berlin. Trümmerfrau, Reichsbahnerin, Haushaltsprofi und vierfach verwitwet: Seit Anfang 2013 erobert sie Twitter mit ihren absolut treffsicheren An- und Einsichten - und mit diesem Buch jetzt die ganze analoge Welt.
Torsten Rohde, Jahrgang 1974, hat in Brandenburg/Havel Betriebswirtschaft studiert und als Controller gearbeitet. Sein Twitter-Account @RenateBergmann, der vom Leben einer online-Omi erzählt, entwickelte sich zum Internet-Phänomen. "Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker" unter dem Pseudonym Renate Bergmann ist seine erste Buch-Veröffentlichung.
Über das Erscheinen einer neuen Bergmann-„Episode“ habe ich mich sehr gefreut; ich bin Fan der Online-Oma, während ich dem ersten Auftritt des mutmaßlichen Online-Opas Günter Habichtletzthin ja doch eher verhalten gegenüberstand, und so war ich froh, dass statt eines weiteren Habicht-Bandes nun erneut ein Bergmann-Buch veröffentlicht wurde. An den Geschichten rund um Renate Bergmann schätze ich vor Allem, dass sie tatsächlich immer andere Themen haben und Frau Bergmann trotz ihres fortgeschrittenen Alters eben immer wieder völlig andere Dinge (neu) erlebt, wie nun eben eine im Rentenalter stattfindende Hochzeit, in deren Rahmen sie sich im Grunde genommen als Wedding Plannerin auslebt, um immer wieder zu betonen, dass Hochzeitsplaner eigentlich völlig überflüssig sind – tatsächlich war Renate Bergmanns Engagement hier für mich letztlich auch ein kleiner Wermutstropfen, denn ich habe mich schließlich tatsächlich zu wundern begonnen, ob Gertrud und Gunter überhaupt irgendetwas zum Ablauf ihrer eigenen Hochzeit wussten, da es hier kaum Unterhaltungen, insbesondere mit Gertrud (da war im Vergleich selbst Gunter dieses Mal schon fast geschwätzig), gab. Da hätte ich mir definitiv sehr viel mehr ganz explizites „Miteinander“ gewünscht.
Man kann nicht bezweifeln, dass Renate Bergmann angesichts ihrer mehrfachen Verwitwungen definitiv hochzeitserfahren ist, und ich fand es schön, dass in „Man muss sich nur trauen“ doch relativ viel aus der Vergangenheit erzählt wurde und wie Hochzeitsfeiern früher gemeinhin so abliefen und inwiefern sich das im Vergleich zu Heute doch, oder auch nicht, gewandelt hat. Allerdings hatte ich an zwei, drei Stellen auch das sichere Gefühl, dass die Online-Omi uns exakt das Gleiche schonmal einige Seiten zuvor erzählt hatte, so dass ich schon zu überlegen begonnen habe, ob da beim Lektorat geschludert wurde oder ob man die Fans subtil darauf vorbereiten möchte, dass Renate Bergmann allmählich doch ein wenig tattrig wird und es auf ein Ende der Serie zuläuft. Denn diese deutlichen Wiederholungen sind mir bislang in keiner anderen Bergmann-Geschichte aufgefallen.
Letztlich reicht es für mich zwar für knapp vier Sterne (leicht aufgerundet) in der Wertung, zumal Renate Bergmann sich hier auch wieder als Unikat positioniert, aber grad den letzten Band „Und fertig ist die Laube“ habe ich doch noch als deutlich heiterer und auch ein wenig kurzweiliger empfunden. Generell aber auch wieder ein sehr nettes Stück Online-Omi!
Auf das neue Buch von Renate Bergmann, der allseits bekannten Online Oma habe ich mich riesig gefreut. Hinter Renate Bergmann steckt ja, wie die Fans wissen, Torsten Rohde, dessen Twitter-Account @RenateBergmann sich zu einem Internet-Phänomen entwickelt hat. Neuerding schreibt er auch unter dem Namen Günther Habicht. Aber nun wieder zu Renate, die ja die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Der Inhalt: Jetzt wird endlich ja gesagt! Renates beste Freundin Gertrud heiratet! Kaum zu glauben, was es da alles zu tun gibt! Die Hochzeitssuite ist reserviert, an die Heizdecke und den Duschhocker habe ich die Hausdame erinnert, und das Büffet ist bestellt. Es sollte eigentlich alles klappen. Hoffentlich versucht Gunter nicht, Gertrud über die Schwelle zu heben. Wisse Se, sie hat ein paar Polster auf den Hüften, und Gunter hat die Bandscheiben frisch zusammengetackert. Da geht man besser kein Risiko ein.“ Renate packt Taschentücher und Reis ein und bringt ihre beste Freundin Gertrud unter die Haube. Was für eine tolle Unterhaltungslektüre. Wenn Renate anfängt zu erzählen, da bleibt einfach kein Auge trocken. Ich habe jetzt noch ein Dauergrinsen im Gesicht und dafür sorgt auch der herrliche Schreibstil des Autors. Ich liebe ja den Dialekt von der Online-Oma. Es ist aber einfach auch zu göttlich, wenn man ihrer Erzählungen folgt und dabei tauchen die wunderbarsten Bilder vor meinem inneren Auge auf. Es ist unfassbar was im Vorfeld alles passiert und welche Gedanken sich Renate macht, dass der schönste Tag im Leben ihrer Freundin unvergesslich wird. Und Erfahrung hat Renate, die ja bereits viermal verheiratet war, genug. Man darf sich wirklich auf jede Menge Hochzeitspaß freuen. Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch, das mir wunderbare unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Natürlich vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse gerne 5 Sterne.
Im Mittelpunkt des Buches „Man muss sich nur trauen“ von Renate Bergmann steht die Hochzeit der besten Freundin Gertrud und von Gunter. In ihrer typischen Art und Weise erklärt Renate Bergmann, wie sich Gertrud und Gunter kennenlernten, die Entscheidung zur Hochzeit fiel und welche Gedankengänge da noch so kreisen (Auswahl der Hochzeitsgäste, Trend zur späten Hochzeit, Hochzeitskleider, „Smoltock“, Hochzeitsmessen, Doppelnamen usw.).
Gelegentlich sind die Gedankengänge vielleicht etwas überzogen (z. B. wenn es um Gertruds Frisur innerhalb der Hochzeitsvorbereitungen geht oder über die Tanzlehrerin Frau Taddeus-Pomarenko geplaudert wird).
Ansonsten wird aber im Buch wieder sehr viel über die ältere Generation erzählt. Eingepackt mit entsprechenden Augenzwinkern. Renate Bergmann schreibt sehr direkt, bildhaft und unwahrscheinlich realitätsnah. Das Buch ist empfehlenswert und wird sicher ein weiterer Erfolg der Reihe. Ein derartiges Buch benötigt man einfach für zwischendurch. Es ist wirklich voller Witz und Ironie geschrieben und an vielen Stellen einfach unnachahmlich herrlich. Die Sicht einer Rentnerin auf gewisse Dinge und auf die Welt. Da ist Lachen garantiert. Der Humor von Renate Bergmann ist dabei manchmal einfach trocken und abgeklärt. Ihre Weisheiten machen den Leser irgendwann einfach nur sprachlos. Auch das Buchcover schließt sich weitestgehend an die Vorgängerbücher an. Unwahrscheinlich nett illustriert und passend zum Buch. „Man muss sich nur trauen“ kann vielleicht auch mal als ein kleines Geschenk oder als eine kleine Aufmerksamkeit dienen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Viel Spaß beim Lesen.
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Aber nein, nicht Renate Bergmann, denn sie war ja schon viermal verheiratet. Nun ist ihre Freundin Gertrud dran. Schon lange mit Gunter Herbst verlobt, der bereits auch bei ihr eingezogen ist. Jetzt hilft Renate dem Glück ein Stückchen auf die Sprünge. Gunter und Gertrud suchen einen Termin. Jetzt geht es ans Organisieren: Brautkleid, Buffet, Location, Einladungen, Brautjungfern und und und. Sie nehmen uns mit auf eine Hochzeitsmesse, denken an allerlei Bräuche und, wie man das von Renate Bergmann schon aus den vorherigen Büchern gewohnt ist, erzählt sie so wie ihr in "der Schnabel gewachsen ist". Das Buch ist herrlich erfrischend. Ich fand es schon ein bisschen schade, als ich dann am Ende angekommen bin. Ich hatte auch das Gefühl, dass gerade im letzten Drittel die Geschichte doch etwas schnell erzählt wird. Sie hat mir aber rundum gut gefallen und es hat mir wieder einmal Spaß gemacht Renates alten Geschichten zu lauschen. Aber mal so nebenbei, das ist nun bereits das 16. Buch von ihr und trotzdem ist und bleibt sie 82 Jahre alt. Auch eine Renate Bergmann wird älter:-)
Meinung: Die Renate Bergmann Reihe zählt zu einen meiner liebsten und lustigsten Reihen, die ich jedes Jahr aufs neue gerne lesen und auch dieses Mal habe ich das neue Buch der Reihe durchaus gerne gelesen. Denn nachdem ich von dem vorherigen Band der Reihe beinahe etwas enttäuscht war, muss ich sagen, dass dieser Band wieder zur alten starke zurückfindet und mich mehr als begeistern konnte.
Denn dieser Teil hat wieder den typisch altbekannten Renate Bergmann Charme, der mich immer so begeistern konnte. Hinzu kommt ein unglaublich schöner und pointiert eingesetzter Humor. Der vielleicht nicht der klügste und kultivierteste oder sehr durchdacht ist, aber der eben die alltäglichen Dinge des Lebens aufgreift und dabei so unglaublich viel Spaß macht.
Dieses Buch ist mal wieder ein absolutes Wohlfühlbuch, welche Spaß macht, einen zum Schmunzeln bringt und einem dabei die sorgen des Alltags ein bisschen weniger groß und humorvoller erscheinen lässt.
Zum Inhalt: Na, wer hätte das gedacht, auch im hohen Alter wird geheiratet, das wäre doch gelacht. Aber nicht Renate heiratet, sondern ihre beste Freundin Gertrud. Und Renate ist natürlich an ihrer Seite und mutiert zur Weddingplanerin und es gibt viel zu organisiert, sei es die Hochzeitstorte oder das Blumengesteck. Aber Renate kann nichts erschüttern, denn alles soll perfekt werden. Meine Meinung: Auf Renate Bergmann ist einfach Verlass, wenn es um amüsante Lektüre geht. Es gibt wie immer skurrile Figuren, die oft sehr chaotisch sind aber immer irgendwie liebenswert. Die Geschichte ist gut aufgebaut und steigert sich immer mehr. Ich habe mehr als einmal lauthals gelacht. Schon das Cover lässt auf eine heitere Geschichte schließen und genau das ist es auch. Schrillen und einzigartig ist eben nur Renate. Fazit: Sehr amüsant
Renate Bergmann, die Online-Omi, bereitet die Hochzeit ihrer besten Freundin Gertrud vor. Humorvoll von der ersten bis zur letzten Seite. Dies war mein erstes Renate Bergmann-Buch und ich bin begeistert und freue mich auf Nachschub. Für meinen Geschmack wurde leider ein wenig zu oft von der eigentlichen Geschichte abgeschweift. Ein bisschen ist ok bei so einem lockeren Buch, aber nicht zu viel. Ein perfektes Buch für eine Zugfahrt😊