Packend und atmosphärisch: Spannung aus den Hamburger Marschlanden von der Erfolgsautorin Nora Luttmer. Freiwillig ist Bette Hansen, 53, nicht ins idyllische Ochsenwerder, den Ort ihrer Kindheit, zurückgekehrt. Die ehemalige Kommissarin wurde von ihrer Narkolepsie dazu gezwungen. Immer wieder wird sie von Schlafattacken heimgesucht. Ihren Beruf kann die sonst so toughe Frau nicht mehr ausüben. Als ein junges Mädchen verschwindet, reißen im Ort alte Wunden auf, denn es scheint eine Verbindung zu einem Mord im Jahr 1986 zu geben. Damals wurde ein Teenager getötet, eine Freundin von Bette – und das ausgerechnet im Tiefergrund, diesem düsteren Uferabschnitt an der Elbe, der ihnen als Kindern solche Angst eingeflößt hatte. Fieberhaft ermittelt Bette unter der Hand. Kann die Vergangenheit heute immer noch Leben zerstören?
Nora Luttmer, geboren 1973 in Köln, lebt in Hamburg und arbeitet als Autorin und freie Journalistin. Sie hat Südostasienkunde mit dem Schwerpunkt Vietnam in Passau, Hanoi und Paris studiert. Anschließend absolvierte sie in Mainz den Aufbaustudiengang Journalistik. Seit Mitte der 1990er Jahre verbringt sie regelmäßig längere Zeit in Hanoi. Sie spricht Englisch, Französisch und Vietnamesisch.
Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an den Rowohlt Verlag: Das Cover und der Klappentext haben mich neugierig gemacht. Außerdem hatte ich von der Autorin noch nichts gelesen. Ich wurde nicht enttäuscht, ich habe einen spannenden, fesselnden Kriminalroman erhalten. Die Story lässt sich angenhem lesen und schneller als es mir lieb war hatte ich das Buch beendet.
Außerdem haben mir die Protagonisten sehr gut gefallen, es hatte jeder sein Päckchen zu tragen. Außerdem wird das Buch aus der Sicht der Protagonisten geschildert. So konnte ich mich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen.
Was für mich sehr überraschend kam war das Ende, damit hätte ich ja nun mal gar nicht gerechnet.
Zusammenfassend bekommt das Buch 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung
*Inhalt* Bette Hansen ist 53 Jahre alt und ehemalige Komissarin, doch auf Grund ihrer Narkolepsie kann sie ihren Beruf nicht mehr ausüben. Als sie aus diesem Grund nach Hamburg-Ochsenwerder zurückkehrt, verschwindet plötzlich ein junges Mädchen und erinnert sie an ein Ereignis aus ihrer eigenen Jugend. 1986 wurde ein Mädchen im Tiefengrund ermordet und das verschwinden des Mädchens in der heutigen Zeit könnte damit in Verbindung stehen...
*Erster Satz des Buches* "Böen peitschten die Elbe auf, und Wetterleuchten erhellte den ansonsten dunklen Himmel.“ -N. Luttmer (2022) - Tiefer Grund-
*Meine Meinung* "Tiefergrund" ist der zweite Band der Autorin um die Ermittlerin Bette Hansen. Die Lektüre des Vorgängerbandes ist für das Verständnis dieses Buches nicht unbedingt nötig. Bette ist 53 Jahre alt und war bis vor kurzem Kommissarin, doch ihre Narkolepsie hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht und dafür gesorgt, dass sie ihren Beruf nicht weiter ausüben kann. Sehr zu Bettes Leidwesen, denn sie liebt ihren Beruf und kann das ermitteln nicht sein lassen. Doch die Narkolepsie hindert sie und macht die toughe und starke Frau angreifbar. Gerade diese verletzliche Seite der Protagonistin, die aber dennoch ihr altes Leben weiterführen will, gefällt mir richtig gut, denn sie kämpft an allen Ecken und Enden.
Nora Luttmer schafft es, nicht nur die Schlafkrankheit in all ihren Facetten und Einschränkungen des Alltags zu beschreiben, sondern auch eine grandiose Geschichte um eine interessante Person zu schaffen. Sowohl Bette Hansen, als auch die übrigen auftretenden Charaktere waren alles andere als flache und eindimensionale Figuren und überzeugten mich daher auf ganzer Linie.
Die bildhaften Beschreibungen der Gegenden an der Elbe und in Hamburg ließen mich so manches mal ein wenig frösteln und ich fühle mich oft, als ob ich den Figuren über die Schulter schauen würde.
Wägt man sich schon in trügerischer Sicherheit, was den Mörder und das Tatmotiv angeht, so wird man bald eines besseren belehrt, denn oft ist nicht alles so, wie es scheint.
*Infos zur Autorin* "Nora Luttmer, geboren 1973 in Köln, lebt in Hamburg und arbeitet als Autorin und freie Journalistin. Sie hat Südostasienkunde in Passau, Hanoi und Paris studiert. Ihr Roman «Schwarze Schiffe» wurde für den Glauserpreis in der Sparte Debüt nominiert."
*Fazit* Ein gelungener Krimi mit authentischen Figuren und einem spannenden Plot.