Habibi, es ist ein Schwabe: Amaya will keine Almans mehr daten – doch dann verliebt sie sich in einen Stuttgarter ...
Amaya ist in Hamburg geborene Marokkanerin, 30 und Single. Eine Konstellation, die ihre Eltern in stete Sorge versetzt und ihre Schwester dazu veranlasst, das Projekt „Heirat“ für sie anzukurbeln. Bei einer Familienfeier lässt Amaya sich dazu überreden, Minder zu installieren, eine Dating-App speziell für Muslime – und selbst ihre Mutter swipt begeistert für sie.
Kässpätzle mit Minztee: Die überraschendsten Kombinationen sind manchmal die besten!
Als Amaya mit Ismael, einem der potenziellen Ehemänner ausgeht, ist es jedoch dessen bester Freund, der ihr Herz schneller schlagen lässt. Daniel ist allerdings nicht nur Deutscher, was bei Baba schon für Sodbrennen sorgen würde, sondern schlimmer: Schwabe. Das ist von Amayas norddeutschem Aufwachsen weiter entfernt als Marrakesch, wie sie beim ersten Besuch in Stuttgart feststellen muss. Und als Amaya dann auch noch vor lauter Sorge vor der Ablehnung ihrer Eltern den beiden Ismael als potenziellen Schwiegersohn vorstellt, während Daniel staunend danebensitzt, ist das Chaos perfekt. Darauf erst mal ‘ne Portion Spätzle, Habibi.
Wer sich von einer zauberhaften Liebesgeschichte mit sprühendem Humor und feinfühligem Zeitgeist mitreißen lassen will, sollte sich Abla Alaouis Debüt nicht entgehen lassen.
Abla Alaoui ist Musicaldarstellerin und Hamburgerin mit marokkanischen Wurzeln. Sie hat ein Herz für gutes Essen, mutige Menschen und gemütliche Schmökertage. Humorvoll und warmherzig schreibt sie in ihrem Debütroman über etwas, das wir alle kennen: die liebe Familie und das, was das Herz will.
Dreh und Angelpunkt der Geschichte ist Amaya. Sie hat marokkanische Wurzeln und bringt uns im Laufe des Buches ihrer Kultur immer ein Stückchen näher. Man lernt sowohl die schönen Seiten kennen, als auch die Seiten, die Amaya besonders viel Stress und Druck bereiten. Wir erfahren auch viele Details aus ihrer Kindheit und Jugend, die zeigen, wie es für sie war als Teil einer Minderheit in Deutschland aufzuwachsen. Besonders dieser Punkt wurde meiner Meinung nach grandios übermittelt.
Die Geschichte ist definitiv Charakter-driven. Unterhaltende Elemente könnt ihr auch erwarten, es wird definitiv chaotisch, aber es gibt auch viele Szenen die zum nachdenken anregen. Wir erleben zwar wie Amaya ihren Love-interest Daniel kennenlernt, kurz darauf setzt die Geschichte jedoch ein Jahr später an.
Meine Kritik gilt hauptsächlich dem Klappentext. Der weckt nämlich meiner Meinung nach ganz falsche Erwartungen. Er ist überspitzt und spiegelt die Geschichte kaum wider. Allein das Wording „Alman“. In der Geschichte wurde es meines Wissens nach gar nicht verwendet und die schwäbische Kultur, die ja sehr Präsent im KT ist, spielt eigentlich auch eher nur eine Nebenrolle. 🙈
Wenn man den Klappentext jedoch ignoriert, ist das Buch alles in allem ein wirklich gelungenes Debüt, dass ich auch weiterempfehlen kann. Es bekommt insgesamt 4 Sterne von mir. ✨
Nachdem ihre jüngeren Geschwister beide (fast) verheiratet sind, sind die Blicke erst recht auf die 30-jährige Amaya gerichtet. Als Schauspielerin, die bisher nur nicht-muslimische Männer gedatet hat, sieht ihre Mutter es als ihre Pflicht, ihrer ältesten Tochter immer wieder geeignete Heiratskandidaten vor die Nase zu setzen. Amaya entscheidet sich, der muslimischen Dating-App "Minder" eine Chance zu geben und trifft Ismael - nur um sich dann in dessen besten Freund Daniel zu verlieben, der den Anforderungen ihrer Familie nicht genügen würde.
Ihre Eltern machen ihr Druck, während sie versucht, ihr Leben, ihre Karriere und ihren Glauben unter einen Hut zu bringen. Nicht jeder ihrer Lebensentscheidungen wird von ihren Eltern gutgeheißen und deswegen behält Amaya einiges, das ihrer Familie nicht gefallen würde, lieber für sich, sowie den Alkohol und ihre Gefühle für Daniel. Auch wenn sie schon so lebt, wie sie es selbst für richtig hält, ist ihr die Meinung ihrer Eltern sehr wichtig und sie möchte auch niemanden enttäuschen.
Ich fand den Klappentext etwas irreführend, er hat mich schon eine etwas andere Geschichte erwarten lassen, denn es dauert eine ganze Weile, bis die Liebesgeschichte an Fahrt aufnimmt. Außerdem spielen Amayas Beziehungen zu ihrer Familie und ihrer besten Freundin eine sehr große Rolle und auch, wie Amaya als junge Muslima in Deutschland aufgewachsen und was für Vorurteilen sie begegnet ist. Wie hier auch thematisiert wird, lebt jeder seine Religion auf seine Weise. Aber ich, selbst eine Muslimin in Deutschland, konnte schon so viel von Amayas Leben wiedererkennen, sodass ich mich auch sehr gut in ihre Lage versetzen konnte.
Zwar konnte mich nicht jedes Detail ihrer Geschichte packen, aber insgesamt konnte sie mich wirklich mitreißen und ich kann "Bissle Spätzle, Habibi?" jedem empfehlen, der Lust auf Einblicke in das Leben einer deutschen Muslimin hat.
Worum geht es?: Amaya ist 30 und Single. Eine Konstellation, die ihre marokkanischen Eltern in stete Sorge versetzt. Um ihnen einen Gefallen zu tun, geht Amaya auf ein Date mit Ismael, den ihre Mama auf der muslimischen Dating-App Minder gefunden hat. Doch es ist sein bester Freund Daniel, der ihr Herz höherschlagen lässt. Daniel ist allerdings nicht nur Atheist, was bei Amayas Baba schon für Sodbrennen sorgen würde, sondern Schwabe – kulturelles Neuland für Amaya. Als sie ihren Eltern aus der Not heraus schließlich Ismael als potenziellen Schwiegersohn vorstellt, während Daniel staunend daneben sitzt, ist das Chaos perfekt...
Das Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut und ist sehr farbenfroh gestaltet. Es passt super zur Handlung. Auch der Schriftzug wirkt ein wenig verspielt und passt super ins Bild.
Der Schreibstil: Die Geschichte wird ausschließlich aus der Sicht von Amaya erzählt. Weitesgehend spielt die Geschichte in der Gegenwart, wobei einige Kapitel auch Rückblenden aus der Vergangenheit sind. Anfangs hatte ich so meine Probleme mit der Geschichte. Die Handlung zog und zog sich bis dann mal endlich die eigentliche Liebesgeschichte begann. Einige witzige Stellen wurden mit eingebaut, allerdings hatte ich mit deutlich mehr Humor gerechnet. Die Geschichte liest sich sehr leicht und man kommt schnell durch die Seiten, dennoch fehlt es mir an Tiefe. Alles wird recht oberflächlich erzählt.
Die Hauptfiguren: Amaya ist die älteste Tochter einer marokkanischen Familie. Da ihre jüngeren Geschwister bereits einen Partner gefunden haben, drängen sie nun ihre Eltern dazu einen muslimischen Partner zu finden. Amaya hatte in der Vergangenheit schon viele Dates mit deutschen Männern und versucht nun zur Liebe ihrer Eltern Minder (ähnlich wie Tinder nur für muslimisches Dating). Über einige Umwege lernt sie Daniel kennen. Er ist ihre große Liebe, aber sie weiß auch, dass ihre Eltern dies nicht gutheißen werden.
Daniel ist ein junger Mann, welcher in einer typisch schwäbischen Familie großgeworden ist. Als er mit Amaya zusammenkommt, geht er sehr viele Kompromisse ein. Ich habe ihn dafür bewundert, dass er ihr so viel Freiraum lässt. Seine Familie war zuckersüß und gerade der Kontrast vom islamischen zu einer typisch deutsch-schwäbischen Familie war sehr witzig zu verfolgen.
Endfazit: Das Buch hat mich gut unterhalten und ist war nettes für zwischendurch. Der Islam in ihrer modernen Form wurde super dem Leser näher erklärt. Man hat ihr ein tollen Eindruck bekommen, dass auch beim Thema Religion man nicht immer in schwarz und weiß denken kann. Mir persönlich hat es beim Schreibstil ein wenig an Emotionalität gefehlt. Bis zum Ende hatte ich das Gefühl, den Charakteren nicht wirklich nahe zu stehen.
Das Buch erhält von mir solide 2,5 von 5 Sterne.
Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.
Ich kann selbst kaum glauben was ich sage, aber das ist ein wirklich gutes Buch!
Das Buch war witzig (ja, ich habe mehrmals laut gelacht), super einfach und unkompliziert geschrieben und las sich daher weg wie Butter. Es gab mehrere Erwähnungen und Anspielungen an die moderne Pop-Kultur (Musik und Film) und selbst die waren sehr gut im Buch untergebracht ohne "cringe" zu wirken. Dafür ein Shoutout an die Autorin!
Amaya war eine unheimlich sympathische Protagonistin! Amayas Familie, Freunde und Daniel als Partner waren alle ziemlich nah an perfekt geschrieben. Damit meine ich die einzelnen Persönlichkeiten und ihren Charakter, als auch an die Zusammenstellung und das Miteinander.
Die Freundschaft zwischen Amaya und Klara und die Beziehung zwischen den Mädels und den jeweiligen Familien war so toll mitzuerleben.
Es gab im Buch in regelmäßigen Abständen Rückblenden, die bis hin zur Gegenwart führen. Einige dieser Rückblenden waren traurig, andere eher witzig. Aber alle haben ihren Teil dazu beigetragen, um die Beziehung zwischen Amaya und ihren Geschwistern, Amaya und ihren Eltern und Amaya und Klara verständlich zu machen.
Meine Lieblingsstelle war der Besuch in Stuttgart! Da wurde geschwäbelt bis zum Ende und es war ein Fest es zu lesen!
Ich bin mir sicher, jeder der mit einem entsprechenden Migrationshintergrund wird Amayas Bedenken, Sorgen und den Konflikt bzgl. ihrer Arbeit, dem Privatleben und ihrer Religion verstehen können.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung! Käsespätzle ftw.
Überhaupt nicht meins. Die Beziehung von Amaya und ihren Geschwistern war eigentlich mein einziges Highlight, mit ihr selbst bin ich so gar nicht warm geworden, insbesondere ihre selbstmitleidige und inkonsequente Art hat mich irgendwann nur noch genervt. Sie weiß, dass jemanden gegen seinen Willen zu outen falsch ist, macht es aber trotzdem gegenüber ihren Freunden. Das zählt dann aber wohl nicht, weil sie sagt es ja nicht der Presse, oder wie? Und auch sonst bestanden die Gespräche mit ihren Freunden irgendwie fast nur aus Belanglosigkeiten. Die vielen Rückblenden waren teilweise zu lang um danach wieder flüssig in die Handlung einsteigen zu können, und auch inhaltlich gab es einige Verwirrungen - erst ist Daniel nur OP Assistent und auf einmal Kinderchirurg? Eine Runde Lektoriat mehr hätte wahrscheinlich nicht geschadet. Ich hatte das Gefühl das Buch wusste selber nicht was es eigentlich sein wollte. Schade eigentlich, hatte mich echt drauf gefreut mal ein bisschen abseits der 08/15 Romanzen zu lesen.
Der Roman hat mir gut gefallen. Es war toll, in Hamburg über Hamburg zu lesen und ich habe viel über die marokkanische Kultur und den modernen Islam gelernt. Normalerweise bin ich überhaupt kein Fan von Rückblenden, aber hier sind sie wirklich gut gemacht und helfen zu verstehen, warum Amaya so ist wie sie ist.
(Off topic noch die Geschichte, wie "Bissle Spätzle, Habibi?" in meinen Besatz kam. Ich war vor ein paar Wochen in Thun bei den Thuner Seespielen, um Mary Poppins zu sehen, und in der Nähe des Veranstaltungsortes entdeckte ich das Buch in einem öffentlichen Bücherschrank. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon seit Wochen die Reise nach Hamburg für die Eiskönigin mit Willemijn und Abla gebucht. :) Und der Kreis schließt sich mit Thun und Abla gleich doppelt, denn nächstes Jahr kommt der Glöckner von Notre Dame nach Thun und Abla habe ich 2022 in Wien als Esmeralda gesehen)
Der Anfang war wirklich vielversprechend. Ich mochte die Charaktere und den Schreibstil sehr. Im Laufe des Buches haben mich aber zunehmend mehr Dinge gestört. Am schlimmsten fand ich die unnötig häufigen Harry Potter Erwähnungen, die wirklich jedes Mal komplett unorganisch und Fehl am Platz waren. Außerdem hat mir der Umgang mit Lukas, dem einzigen schwulen Charakter, nicht gefallen. Amaya selbst hatte kaum Charakterentwicklung und hat sich oft einfach dämlich verhalten. Und ihre "innere Löwin" hat mich irgendwann auch genervt. Am besten fand ich Daniel und seine Familie.
Cute Geschichte über den Clash zweier Kulturen. Ein bisschen hat es mich an "Türkisch für Anfänger" erinnert.
Ich mochte die Erzählweise, die sich sehr echt und realitätsnah angefühlt hat.
Was mir allerdings gefehlt hat, war die Kennenlernphase zwischen Maya und Daniel, die durch einen Zeitsprung übergangen wurde.
Auch hätte ich mir mehr Fokus auf die Zusammenführung der beiden Familien gewünscht.
Alles in allem aber eine nette und süße Geschichte, wobei die Protagonistin Maya teilweise etwas anstrengend war und sich immer weiter in ihre Lügen verstrickt hat. Am Ende war es mir ein klein wenig too much. Natürlich ist die Story auch absolut vorhersehbar, aber ich hatte dennoch Spaß beim Lesen.
Pluspunkt gibt es dafür, dass das Buch in Hamburg spielt ⚓
Eine super süße Geschichte, die mich so viel zum Lachen gebracht hat und mein Herz erwärmt hat.
Es geht um Liebe, Freundschaft und Familie und um die Frage, wie man sich verhalten soll, wenn die eigene Familie den gewählten Partner oder die gewählte Partnerin nicht akzeptiert.
Das Buch hat mir richtig gut gefallen, allerdings war ich auch ein klein wenig enttäuscht, weil der Titel und der Klappentext eigentlich etwas anderes versprechen und was mich anfangs zu dem Buch hat greifen lassen.
Es geht um eine Liebe zwischen einer Marrokanerin und einem Schwaben. Leider kommt, meiner Meinung nach, der Schwäbisch-Anteil hier viel zu kurz. Über die erste Hälfte des Buches ist er nicht mal existent.
Das wäre im Grunde auch überhaupt nicht schlimm, weil die Geschichte auch ohne Schwäbisch richtig toll ist, aber es wurde eben in diesem Fall sehr stark zur Vermarktung verwendet, so dass ich ein wenig enttäuscht war, als ich gemerkt habe, dass dieser Teil nur sehr wenig Beachtung erhält.
Allen in allem aber eine richtig tolle und einzigartige Geschichte. Eine perfekte Wohlfühlgeschichte, die mich zum Lachen und zum Weinen gebracht hat.
Ich habe Abla schon auf mehreren Musicalbühnen Wiens gesehen, war demnach super gespannt auf ihren Debutroman. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht!
Im Roman geht es um Amaya, die sich zwischen deutscher und marokkanischer Kultur bewegt, als Muslims im christlich sozialisierten Hamburg lebt. Ihre Eltern haben die Hoffnung, dass sie auf Minder, dem „muslimischen Tinder“, den perfekten Moslem findet, doch dann tritt Daniel, Schwabe, in Amayas Herz und Leben, das Chaos ist somit vorprogrammiert ✨
Ich mochte die Geschichte wirklich gerne! Die Charaktere haben direkt auf den ersten Seiten mein Herz erobert. Neben den Kapiteln, die in der Gegenwart spielen, gibt es immer wieder Rückblicke in Amayas Vergangenheit, welche dem Roman nochmal eine zusätzliche erzählerische Ebene verliehen haben, die ich super spannend fand! Abgerundet wurde das Ganze vom Humor, welcher das Buch für mich unfassbar unterhaltsam gemacht hat. Ernste und gar auch lehrreiche Themen wurden perfekt mit der richtigen Prise an Humor versehen und gingen mit diesem Hand in Hand. Sehr spannend fand ich auch die Auseinandersetzung mit Religion, insbesondere dem Islam, und den verschiedenen Facetten dessen, was gezeigt hat, dass Religion nicht immer konservativ und stur nach einer heiligen Schrift leben sein muss.
Ein Minuspunkt waren für mich die vermehrten Harry Potter Referenzen, die bei mir, gerade in aktuellen Büchern, immer etwas ungut aufstoßen.
Aber dennoch hat mir „Bissle Spätzle, Habibi?“ wirklich gut gefallen. Der Schreibstil war so angenehm zu lesen und die Geschichte hat mich sehr in ihren Bann gezogen. Wenn ich im Lesefluss war, konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen!
Weitere Romane aus Abla‘s Feder würde ich definitiv lesen und „Bissle Spätzle, Habibi?“ kann ich definitiv empfehlen! 🥰
Amaya. Traditionell als Muslima in Hamburg erzogen, denkt doch westlicher und moderner als ihre Geschwister und steht damit oftmals vor der Entscheidung, zwischen ihrem Leben und den Erwartungen und Traditionen der Familie. Wir erleben mit ihr ihre Freundschaften, ihren außergewöhnlichen Beruf, kollegiale Beziehungen und die Liebe. Die niemals einfach nur einfach ist. Eine Geschichte der Ambivalenz.
Meinung
Humorvoll und interessant. Und emotional. Schöne Geschichte, interessante Einblicke. Toller Schreibstil. Mit jedem Mal, wenn ich das Buch kurz weggelegt hatte und wieder mit dem ersten Satz einstieg, habe ich mich sofort wieder an den Ort und die Stimmung der Handlung versetzen können. Mittendrin! Toll! Ich fand es ganz spannend, mal eine Geschichte aus der Sicht einer „modernen Muslima“ und ihren Gedanken, Bedürfnissen und Problemen im westlichen Alltag zu lesen.
Mit diesem Roman hatte ich nette Unterhaltung für zwischendurch erwartet. Mir aber gleichzeitig auch erhofft etwas über die marokkanische Kultur zu lernen. Ich hatte auf ein bisschen "Darius the great is not okay"-Gefühl gehofft. Die Erwartungen wurden erfüllt, die Hoffnung leider nicht.
Der Roman ist humorvoll und hat mich einmal sogar wirklich zum Lachen gebracht. Sprachlich konnte ich allerdings nicht wirklich überzeugt werden und zum Ende hin hat mir der Roman leider immer weniger gefallen.
Es war durchaus kein schlechter Roman und hat mich für eine kurze Zeit gut unterhalten. Jedoch gab es auch die eine oder andere Unaufmerksamkeit, die mich gestört hat (Beispielsweise wird anfangs erklärt, dass Daniel chirurgischer Assistent ist und später im Roman wird er immer wieder als Kinderchirurg bezeichnet. Da ich selbst in einem Gesundheitsberug tätig bin, fand ich es sehr shön, dass einmal nicht die Rolle des Mediziners gewählt wurde und sogar der Unterschied erläutert wurde, nur um mich dann wieder zu enttäuschen.)
Alles in allem habe ich meine unterhaltsame Liebesgeschichte bekommen, jedoch auch nicht mehr.
Danke an Vorablesen und den Ullstein Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.
Ich LIEBE diesen Titel und die Idee dieses Buches.
Als ich die Leseprobe gesehen habe, ist mir der Name der Autorin sehr bekannt vorgekommen. Abla Alaoui ist nämlich auch Musical Darstellerin/Schauspielerin und eine kurze Recherche hat ergeben, dass ich sie vor 10 Jahren als Sister Mary Robert in Sister Act in Oberhausen gesehen habe :D. Und nach der Lektüre dieses Buches kann ich guten Gewissens sagen, dass sie nicht nur phänomenal singen kann, sondern auch gute Bücher schreibt! Und nicht nur ihre Kenntnisse über die Schauspiel-Branche hat die Autorin in das Buch einfließen lassen, sondern auch ihre Herkunft: sie hat marokkanische Wurzeln, wie die Familie Baysan.
Durch Flashbacks lernen wir viel über das Aufwachsen von Amaya in einer Einwanderer-Familie, aber auch in der Gegenwart spielt ihre Kultur immer wieder eine Rolle. Das Essen, die Feste, der Familienfokus, ihre Religion und das Ausleben eben dieser - hier kommt z.B. immer wieder die Diskussion um Muslime und Alkohol trinken auf, was in meinen Augen auch einfach einer sehr stereotypische Frage ist, die „nur von uns Deutschen“ kommen kann. Ich mochte es, wie hier die marokkanisch-arabische Kultur eingewoben war und wie kulturelle Unterschiede sichtbar gemacht wurden, aber ohne dass dieses Buch eine belehrende Haltung angenommen hat. Es wurde in meinen Augen nicht gewertet zwischen verschiedenen Verhalten, sondern einfach eine Ko-Existenz mit möglichen Konfliktpunkten beschrieben, und genau diese Atmosphäre lädt zum abschalten und schmökern ein.
Ich habe dieses Buch wirklich gerne gelesen und bin durch die Seiten geflogen! Jedes Kapitel beginnt übrigens mit einem arabischen Zitat/Sprichwort, dass dann auch auf Deutsch übersetzt darunter steht. Mein Favorit ist eindeutig: „Alle Menschen sind weise. Die einen früher, die anderen später“. Zwischendurch gibt es auch Stellen auf Schwäbisch und ich als Ruhrgebietlerin hatte meine Mühen, das zu verstehen – aber im Kontext wurde es dann ja auch klar und so fand ich das sehr passend. Ansonsten ist das Buch sehr humorvoll geschrieben und die schlagfertige Amaya hat immer einen Spruch auf den Lippen, wie z.B. hier: „Stopp! Der Wein muss doch noch atmen!“- „Ich mache Mund-zu-Mund-Beatmung, dann geht’s schneller“.
Allerdings gab es eine Sache, die man in meinen Augen hätte verbessern könnten. Und zwar das Pacing bezüglich der Liebesgeschichte, bzw. die Liebesgeschichte generell. Daniel und Amaya lernen sich kennen, und schwupps Zeitsprung mehrere Monate nach vorne. Es gab auch noch andere Zeitsprünge und mir hat dadurch der Aufbau der Verbindung zwischen den beiden gefehlt. Auch der Klappentext (von wegen Ismael wird als potentieller Schwiegersohn den Eltern Baysan vorgestellt, während Daniel daneben sitzt) hat mich in die irre geführt, da ich etwas mehr in Richtung Fake Dating Chaos erwartet habe. Der Fokus der Geschichte lag in meinen Augen eher auf Amaya, ihren Dating-Erfahrungen, ihrem Job und ihrer Familie, sowie der großen Frage, wie sie ihre Eltern dazu bringen kann, einen nicht-muslimischen Schwiegersohn zu akzeptieren. Und das ist auch okay so, das war eine interessante und lustige Lektüre, aber bei so einem Klappentext und dann die Einordnung als Liebesroman ist es denke ich nachvollziehbar, wenn ich jetzt sage: mir war das zu wenig Liebesroman, zu wenig Annäherung und Kennenlernen, und zu viel vollendete Tatsachen.
Ich kann euch dieses Buch wirklich wärmstens empfehlen – ich habe ja schon gesagt, was ich alles gut fand. Den Humor, den Schreibstil, die gut ausgedachten Charaktere, die marokkanischen Einflüsse. Ich glaube einfach, dass man an dieses Buch mit anderen Erwartungen rangehen muss und sich nicht vom Klappentext verwirren lassen sollte. Ich gebe 4 Sterne und hoffe, von Abla Alaoui bald wieder etwas zu lesen (oder sie mal wieder auf einer Bühne zu sehen!).
3.5 ⭐️ Titel und Cover ließen mich glauben, es wäre eine Romance Novel, war dann aber doch eine Familiengeschichte. Bin einfach mit einer falschen Erwartungshalrung reingegangen 🤷♀️
4,5/5 Sterne. Das Buch "Bissle Spätzle, Habibi?" hat mir das Gefühl gegeben, nach Hause zu kommen. Die Geschichte spielt teilweise im schwäbischen Ländle, wo ich selbst aufgewachsen bin. Es war sehr erfrischend, einige Charaktere schwäbeln zu „hören“. Doch es war nicht nur die Kulisse, die mich angesprochen hat, sondern vor allem die Themen Migrationshintergrund und Religion und die damit kommenden Herausforderungen, der sich die Protagonistin stellen musste. Im Zusammenhang damit behandelte das Buch einfühlsam Themen wie das Nicht-Verstanden-Werden, Klischees und Vorurteile, mit denen Menschen mit Migrationshintergrund oft konfrontiert sind. Als Leserin konnte ich die Gefühle und Gedanken der Protagonistin sehr gut nachvollziehen, da ich selbst immer wieder ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Die Charaktere waren wunderbar ausgearbeitet, die Darstellung von Liebe, Freundschaft und Familie einfach nur herzerwärmend. Es hat mir gefallen, dass emotionale Themen mit einem lockeren, flüssigen Schreibstil verbunden wurden. Die knapp 470 Seiten flogen nur so dahin. Trotzdem war das Buch keineswegs oberflächlich, sondern absolut realitätsnah, begleitet von Leichtigkeit und Humor. Einen halben Stern Abzug gibt es lediglich für das Ende, das meiner Meinung nach etwas zu schnell und einfach gelöst wurde. Dennoch konnte mich das Buch von Anfang bis Ende begeistern.
Fazit: „Bissle Spätzle Habibi“ thematisiert auf einfühlsame Weise die Herausforderungen von Minderheiten in Deutschland und erzählt dabei eine unterhaltsame, authentische Geschichte. Eine Story, die ich jedem empfehlen kann, der sich mit den Themen Identität, Heimat und kulturelle Vielfalt auseinandersetzen möchte.
Bissle Spätzle, Habibi? von Abla Alaoui Bewertung: ⭐⭐✨️/5 Schreibstil: 📝📝📝/5 Handlung: 📖📖📖/5 World building: 🌍🌍🌍/5 Charakter: 👩🏽🦱🧑🏻🦰👱🏻♀️/5 Charakterentwicklung: ↗️↗️/5 Beziehungsdynamik: 👥👥👥/5 Romantik: 💖💖/5 Persönliche Meinung: Ganz nett, um kulturelle Einblicke zu erhalten, besonders im Hinblick auf andere Beziehungsdynamiken. Leider war die Geschichte an uninteressant Stellen in die Länge gezogen und interessantere Dinge wurden teilweise übersprungen. Schade. Auch manche Verhaltensweisen der Protagonisten waren für mich teilweise schwer nachzuvollziehen..
Vielversprechender Anfang - abgebrochen - leider mies.
Ich mochte den Beginn des Buches wirklich gern. Leider gingen mir die Protagonistin und (fast) alle weiteren Figuren irgendwann sehr auf die Nerven. Aber der Umgang mit der einzigen queeren Person hat mich letztendlich dann dazu gebracht es einfach abzubrechen. Schade.
Auch sprachlich war es wirklich nicht meins, was zum Teil wahrscheinlich auch an dem Humor lag, der mir irgendwie zu erzwungen gewirkt hat.
Es ist wirklich eine tolle Geschichte, versteht mich nicht falsch. Aber hier hat sich einfach nichts entwickelt. Wir sind live dabei als sich die beiden zum ersten Mal treffen. Und whups, wird ein einjähriger Vorsprung gemacht und die beiden sind zusammen? Bitch, please. Das was hier erzählt wurde ist definitiv ein spannendes Thema gewesen und ich habe es auch ganz gerne gelesen.. aber als Liebesgeschichte? Sorry, da bin ich raus. Bisschen schade fand ich auch das letzte Drittel. Ich hätte mir gewünscht das sie aufsteht, für sich eintritt. Aber das findet hier nicht statt. Stattdessen sagt Daniel es ihren Eltern am Ende und das komplett ohne ihr Einverständnis? Konfliktgespräche wurden allgemein nicht viel geführt. Wie ging es Daniel mit dem ganzen? Wie sind die beiden am Ende damit umgegangen das sie sich nicht durchringen konnte ihren Eltern die Wahrheit zu sagen? Und können wir mal kurz über die zweite Wohnung reden von der sie Daniel nichts gesagt hat?? Ich fand es wurden hier einfach zu viele Themen aufgemacht um die Beziehung der beiden richtig zu beleuten. Dabei hatte die so viel Potenzial!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Das Buch ist als Liebeskomödie deklariert, dabei ist das nur ein Bruchteil des Buches. Es soll humorvoll und herzlich sein und zeitgleich die kulturelle Unterschiede und die Herausforderungen interkultureller Beziehungen thematisiert. Gerade zweiterem stimme ich gerne zu (Herausforderungen hab es einige). Die Geschichte folgt Amaya, einer 30-jährigen marokkanischen Frau, die in Hamburg lebt und sich in einen Schwaben verliebt, trotz ihrer Vorsätze, keine Deutschen mehr zu daten. Dieser ist der beste Freund ihres Online-Dates, welches (im Spaß) ihre Mutter und ihre Schwester für sie auf Minder (Tinder für Muslime) geswiped haben. Natürlich entstehen daraus diverse, tatsächlich unterhaltsame Missverständnisse. Das Buch ist teilweise durchaus humorvoll, Amaya in ihrer teils chaotischen, nah am Wasser gebauten, durchaus sympathischen Art war ein guter Hauptcharakter. Zwar auch wenig blass, wie die meisten Nebenfiguren, hat aber dennoch gepasst.
Was für mich nicht mehr passend war, war ein Thema, welches mich aktuell regelmäßig in Büchern aufregt. Unabhängig von Kultur, Religion, Herkunft oder sonst was. Kinder haben gegenüber ihren Eltern keine Bringschuld! Kinder entscheiden sich weder geboren zu werden, noch in welcher Familie sie aufwachsen. Aber auch in diesem Buch wird das wieder allzu deutlich dargestellt. Als Amaya sich in der Vergangenheit für eine Ausbildung samt Beruf entschieden hatte, der der Familie (bzw. dem Vater) nicht passt (was könnten denn die Verwandten sagen????), wurde sie mal für ein paar Jahre verstoßen. Einer der Hauptgründe, warum Amaya nicht nur ihre Familie, sondern auch ihre Beziehung anlügt, da sie Sorge hat, wieder verstoßen zu werden (denn was könnten denn die Verwandten denken???? Und ach!!!!! In unserer Kultur macht man dieses, jenes, bla nicht!!!!). Diese ständige Panik, wie die Eltern reagieren würden, das ständige Erfinden von Ausreden und Notlügen – den emotionalen Stress habe ich richtig gefühlt. Ein besonderes Zuckerl war für mich Amayas Schwester, die brav adäquat geheiratet hat, einen Mann, der den Eltern gefällt, und das nach wenigen Monaten. Es gibt eine Szene, die ganz deutlich macht, dass die Schwester nicht nur nicht glücklich ist, sondern unglücklich, der Mann anders ist, als sie erwartet hat, aber mit dem Mann lange Gespräche führen, dass auch er sich einzubringen hat, oder sogar über eine Trennung nachzudenken, weil er eben nicht dem entspricht, was er vorgab zu sein – never ever. Wir thematisieren das auch im Verlauf des weiteren Buches nicht. Am Ende ist dann alles happy peppy und wird schon passen, Hauptsache die Familie ist zufrieden.
Auf die anderen Sachen geh ich mal gar nicht mehr ein.
Unterm Strich hat mich das Buch mehr aufgeregt als unterhalten.
Der Klappentext von „Bissle Spätzle, Habibi?“ hat mich sofort angesprochen, da es nach einer modernen, romantischen Komödie klang. Die Autorin schreibt frei von der Leber weg und spricht thematisch vermutlich vor allem ein Publikum zwischen 25 und 45 an. Ich denke, wer selbst gerne auf Social Media, bei Prominews etc. unterwegs ist, wird sich hier wohlfühlen. Der Roman ist in der Ich-Form aus Sicht der Schauspielerin Amaya geschrieben. Sie ist seit mehreren Jahren bei der Telenovela „Turm der Liebe“ (hihi, witzige Anspielung). Als Älteste von drei Geschwistern ist sie immer wieder Kommentaren und Verkupplungsversuchen von ihrer Mutter ausgesetzt. Ihre Eltern wünschen sich nichts mehr, als dass ihre 30-jährige Tochter endlich einen guten, muslimischen Ehemann findet. Die Autorin beschreibt anschaulich und für mich realistisch, den Spagat, in dem Amaya sich befindet. Sie liebt ihre Familie und ihre Herkunft. Nur leider lässt sich ihr westlich geprägter Lebensstil nicht immer mit ihren marokkanischen Wurzeln vereinbaren. Bisher dachte sie, ihr schlimmstes Geheimnis wäre, dass sie heimlich Alkohol trinkt. Doch als sie sich in den Schwaben Daniel verliebt, erreicht ihr Zwiespalt das nächste Level. Sie weiß einfach nicht, wie sie ihren Freund in die Familie einführen soll. „Bissle Spätzle, Habibi“ ist nicht ganz so komödiantisch, wie ich es mir zu Beginn des Romans vorgestellt hatte. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto ernstere Töne schlägt die Autorin an, denn Amayas Verzweiflung wächst mit jedem Kapitel. Daniel ist ihr Traummann. Er respektiert ihren Glauben und ihre Entscheidung, ihn geheim zu halten. Doch nach über einem Jahr Beziehung spürt Amaya, wie sich bei Daniel Frustration einstellt. Parallel zur Handlung in der Gegenwart gibt es immer wieder kurze Rückblenden in Amayas Jugend. Diese Rückblenden tragen dazu bei, besser zu verstehen, warum sie so eine immense Angst vor der Ablehnung ihrer Eltern hat. Auch wenn ich wirklich mit Daniel mitgelitten habe und es nicht fair war, seine Gefühle so lange zu verletzten, konnte ich doch nachvollziehen, warum Amaya so handelt. Diese Buch hat tolle Charaktere. Neben Amaya und Daniel machen insbesondere auch Klara, Ismael und Daniels Eltern Spass. Ich fand den Roman super, auch wenn er anders als gedacht war. Zwar weniger witzig, aber dafür auch mit mehr Tiefgang als man allein von Titel und Covergestaltung her erwartet. Abla Alaoui hat auf jeden Fall Talent und ich hoffe, dass nach diesem Debüt noch mehr kommen wird.
Was mit gut gefallen hat: - die Einblicke in die marokkanische Kultur - die Atmosphäre bei Festen - die Herzlichkeit der Familie in Amayas Kindheit (so ein süßer, grummelnder Baba) - die Freundschaft zwischen Amaya und Klara in den Rückblenden - die Beziehung zwischen der Protagonistin Amaya und ihrem Bruder Mounir - die herzerwärmende Darstellung des schwäbischen Dialekts (Omarma <3)
Was mir gefehlt hat: - die Charakterentwicklung der Protagonistin, sie bleibt bis zum Schluss passiv (Ohne Mounir wäre sie von David getrennt geblieben) - die Authentizität des love interests: David ist eine eierlegende Wollmilchsau ohne Hobbys, sein einziger Charakterzug ist, Amaya in ihrer Angst und ihrer Lügengeschichte zu unterstützen (Wirklich, wer hat denn bitte so viel Geduld???) - die Liebesgeschichte: Warum wurde das Verlieben übersprungen? Sie lernen sich kennen und es gibt einen Zeitsprung von einem Jahr??? Ich dachte, es wäre eine romantische Geschichte...
Was mich gestört hat: - Amayas Charakter - Amayas Entscheidungen - Amayas Egozentrik - die Hintergrundgeschichte mit Amayas Karriere, die schließlich auch keine Charakterentwicklung hervorgebracht hat - die überzogene Darstellung der Frauen (so laut und dramatisch und klischeehaft) - die Darstellung kultureller Unterschiede und die Kommunikation darüber, z.B., wie Vieles auf Amayas Religion bezogen wurde und sie sich dadurch so oft angegriffen gefühlt hat (Auch hier hätte es viel Potential für eine Charakterentwicklung durch Kommunikation gegeben, das leider nicht ausgeschöpft wurde.)
This entire review has been hidden because of spoilers.
[Rezensionsexemplar]Dieses Buch hat mich so überrascht! Auf eine so positive Weise, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Die Geschichte war so schön und so realistisch, ich konnte es einfach alles mehr als nachvollziehen, was Maya gemacht hat. Religion ist immer eine schwierige Sache, egal ob nun wie hier Islam oder auch Christentum, das sind oft so scharfe Reibungsstellen, die hier unfassbar gut und sensibel dargestellt wurden. Es ist zwar eigentlich eine ganz andere Altersklasse, als ich normalerweise lese, aber ich hatte so viel Spaß mit Maya und Daniel, wirklich. Die beiden sind mir ziemlich ans Herz gewachsen, genauso wie ihre Familien. Obwohl ich eigentlich eher New Adult lese, weil es viel näher an meiner Realitätswelt dran ist, war dieses Buch einfach ein Genuss. Spätestens als Daniels Eltern angefangen haben, zu schwäbeln, war ich komplett in der Geschichte. Aber das auch die Problematik eines öffentlichen Lebens thematisiert wurde, fand ich sehr gut! Da muss auch so viel Arbeit und Recherche einfach drinstecken, es war einfach wirklich ein Genuss. Zwischendurch hat es sich für mich ein wenig gezogen, aber insgesamt hatte ich einfach wirklich sehr viel Spaß an der Geschichte.
Es fällt mir schwer, meine Meinung zu dem Buch in Worte zu fassen, weil die Story in mir so kräftig nachhallt, als wäre ich noch mitten im Lesen. Wow. Was für ein Buch.
Amaya ist 30 und Single. Ihre marokkanischen Eltern sehen das gar nicht gern – zumal ihre kleine Schwester längst verlobt ist! Also wird Amaya von ihrer stürmischen Familie auf Minder, einer Art Tinder für Muslime, angemeldet. Sie machen sich einen Spaß daraus, den perfekten Schwiegersohn für Amaya zu finden – und Ismael ist besagter Auserwählter. Nur was, wenn Amayas Herz bei Ismaels bestem Freund Daniel – einem Schwaben! – sehr viel höher schlägt?
Zu Beginn hatte ich keine Ahnung, wo die Reise hingehen wird. Doch schon im Prolog werden wir mit Amayas lustigen Geschwistern und ihren strengen Eltern konfrontiert. Obgleich ihre Mutter manchmal sehr einengend sein kann, hat das alles einen Grund. »Bissle Spätzle, Habibi?« war nicht nur ein amüsantes Buch mit einer Liebesgeschichte, sondern vor allem ein Buch, das die Geschichte einer jungen Muslima erzählt, die sich in einen Mann verliebt, der nicht dem Islam angehört. Der innere Konflikt, der dabei aukommt, spielt eine wichtige Rolle. Zudem finden auch Themen wie Xenophobie hier einen Platz. Unglaublich rührend, amüsant und bewegend. Ein Buch, das ich wirklich sehr empfehle!
Ach! Was für ein absolut erfrischendes und tolles Buch! Zugegeben, erst hat mich der Titel gecatcht, danach der Klappentext und schließlich die ersten positiven Rezensionen. Dann MUSSTE ich das Buch einfach haben und ich habe es an einem Tag durchgesuchtet und zu hundert Prozent genossen. Der Plot hat nicht nur meine Erwartungen erfüllt, sondern übertroffen. Ich liebe ja culture-clash Geschichten und diese hier ist so liebenswert und humorvoll erzählt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Abla Alaoui hat ihre Charaktere authentisch und detailliert herausgearbeitet, Amaya ist eine hinreißende Protagonistin mit all ihren Schwächen und Stärken und Fehlern… und ihrem Humor. Es ist nicht einfach nur eine wunderbare Liebesgeschichte, sondern auch ein Bericht darüber wie Menschen zwischen zwei Kulturen leben und versuchen Kompromisse zu finden, wir erfahren (ohne hoch-erhobenem Zeigefinger) von Alltagsrassismus und Sexismus. Bravo! Ein durch und durch gelungener Debütroman, der mich komplett überzeugt hat und perfekt unterhalten. (Ich habe auch die arabischen Weisheiten am Anfang jedes Kapitels sehr gemocht) Absolute Leseempfehlung, da gibt es nix dran zu rütteln!
Bissle Spätzle, Habibi ist ein gutes Buch für zwischendurch mit spannendem Feeling. Für mich war es kurzweilig und damit genau richtig. Die Probleme einer traditionellen jungen Muslima mit ihrer Familie, ihrem Glauben und ihrem Umgang damit fand ich gut dargestellt, begünstigt auch durch die Zeitsprünge im Buch. Ihre Geschwister hab ich sehr gemocht und auch Daniels Familie. Was mich allerdings gestört hat, war das Pacing der Geschichte, es gab Zeitsprünge, wo mich sehr interessiert hätte, wie es da weitergegangen ist und nicht Monate später. Für mich kamen diese an unpassender Stelle, bzw. hätte ich mir mehr Seiten für die Geschichte gewünscht, damit das auch erzählt hätte werden können. Nichtsdestotrotz hatte ich schöne Lesestunden und freue mich auf eventuelle weitere Werke der Autorin!
Der Roman von Abla Alaoui ist die perfekte Sommerlektüre. Viel Humor, Spass, Dramen und Feste. Amaya ist Schauspielerin, ob Sie ihre Rolle bei Turm der Liebe weiterhin halten kann? zudem lernt sie Ismi kennen, doch deren bester Freund hat es ihr noch mehr angetan. Wie das wohl bei ihren Eltern, vorallem deren Vater ankommt? Doch halb so wild, eine Schüssel Käsespätzle bringt der ganze Tumult wieder in geordnete Bahnen.
Schade - Klappentext und Titel haben eigentlich vermuten lassen, dass man mehr Witziges und Kurioses aus einem clash of cultures erfährt. Am Ende bleibt bleibt die Story samt Protagonistin eher seicht und mit ca 450 Seiten zieht sich die Handlung enorm, auch weil Vieles fast Pubertär und wenig erwachsen wirkt.