März 2020 in der Ausgerechnet während der pandemiebedingten Ausgangssperre verschwindet eine junge Frau an einem alten Kanal, der mitten durch einen Berg führt. Capitaine Roger Blanc und seine Kollegen finden bloß einen den linken Schuh des Opfers, der neben dem Wasser steht, als hätte ihn jemand mit Absicht dort platziert. Genauso war es schon vor 23 Jahren, als am selben Ort vier Frauen verschwanden, von denen ebenfalls nur die linken Schuhe zurückblieben. Diese Verbrechensserie wurde niemals aufgeklärt. Schlägt der Täter von einst jetzt wieder zu? Als nach wenigen Tagen ein zweites Opfer vermisst wird und wieder nur ein Schuh zurückbleibt, wird der Druck auf Blanc unerträglich. Zugleich fragt er sich, wie die Frauen überhaupt verschwinden Es herrscht Ausnahmezustand, die Bevölkerung ist eingesperrt, die Städte sind leer, überall hat die Gendarmerie Straßensperren errichtet. Wie konnte der Täter unter solchen Bedingungen zuschlagen? Wohin könnte er seine Opfer gebracht haben? Blanc und seinen Kollegen kommt nach und nach ein schrecklicher Was, wenn es einer der ihren ist?
1965 in Flensburg geboren, studierte in Köln und Washington Anglo-Amerikanische Geschichte, Alte Geschichte und Philosophie und lebt heute mit seiner Familie in der Provence.
Seit einigen Jahren Redakteur bei GEO sowie Geschäftsführender Redakteur des Geschichtsmagazins GEO EPOCHE. Außerdem schreibt R. historische Romane und Sachbücher.
Die Freundin von Brigadier Sylvain ist verschwunden. Sie war mit dem Rad an einem Kanal unterwegs, an dem vor über zwanzig Jahren schon einmal ein eine junge Frau verschwand. Und wie damals ist das Einzige, was zurückbleibt, ein linker Schuh. Capitaine Roger Blanc und sein Team beginnen mit den Ermittlungen. Doch alles ist anders als gewohnt, es kommen Meldungen von einer seltsamen Krankheit herein und die Krankenstationen füllen sich. Bald schon ist das ganze Land geprägt von Maßnehmen, von denen wohl kaum ein Politiker je geglaubt hätte, dass er sie treffen müsste.
In seinem neunten Fall muss Capitaine Roger Blanc unter sehr ungewöhnlichen Bedingungen ermitteln. Es ist März und die ersten Corona-Fälle treten auf. Die Suche nach der verschwundenen Studentin, der Freundin seines Kollegen Sylvain, sollte doch Vorrang vor allem anderen haben. Doch ein großer Teil der Mannschaft wird zu Straßenkontrollen abkommandiert, um die Einhaltung der Corona-Maßnahmen zu überprüfen. Blanc und seine Kollegen stehen vor einem Rätsel. Sollte die Mordserie von vor 23 Jahren wieder von Neuem begonnen haben? Doch wieso dann diese Lücke? Möglicherweise ist in den Unterlagen zu dem alten Fall ein Hinweis zu finden. Und Roger Blanc muss sich beeilen bevor der Täter noch einmal zuschlägt.
Gut wie selbstverständlich der Autor die Pandemie in seine Krimihandlung einbaut. Es gibt dem Roman einen speziellen Touch, weil so beleuchtet wird, vor was für Problemen die Menschen und eben auch die Polizisten plötzlich standen. Etwas schwierig ist es dann allerdings mit dem Zeitgefüge, dass dadurch deutlich wird. Roger Blanc ist noch nicht einmal ein Jahr in der Provence. Es dauert eine Weile bis der Fall Fahrt aufnimmt. So recht will zunächst nichts zusammen passen. Und manchmal gewinnt man den Eindruck, dass die Beschreibungen von Umgebung und markanten Punkten doch ein wenig ausführlich geraten sind. Doch so langsam treten Details ans Tageslicht, die den Fall so richtig spannend werden lassen. Und die Lösung kommt schließlich aus einer Richtung, die einem selbst garnicht in den Sinn gekommen wäre. So soll ein guter Krimi sein.
Spannend gut geschrieben, wie immer. Der für mich erste Krimi, der auch das Thema Corona und die Einschränkungen des Lockdowns ( hier in Frankreich) beschreibt.
Hochspannung in idyllischer Kulisse Es ist März 2020. In der Provence wird eine junge Frau vermisst. Ihre Spur verliert sich am Canal du Rove, einem alten, eingestürzten Kanal der durch einen Berg führt. Am Wasser finden Capitaine Roger Blanc und seine Kollegen den linken Schuh der jungen Frau. Es ist genau wie vor 23 Jahren als 4 Frauen verschwanden und immer nur ein linker Schuh am Canal platziert wurde. Die Frauen oder die Leichen der Frauen wurden damals nie gefunden, der Täter nie gefasst. Als kurz darauf eine zweite Frau verschwindet und wieder ein Schuh am Canal platziert wurde fragt Capitaine Roger Blanc sich, ob es sich um den selben Täter wie vor 23 Jahren handelt oder jemand den Fall nachahmen will. Wird es weitere Opfer geben? Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Dabei stehen Capitaine Roger Blanc nur wenige Polizisten zur Verfügung da alle zur Kontrolle der Straßensperren wegen der Ausgangssperre in der Pandemie gebraucht werden.
„Geheimnisvolle Garrigue“ ist der 9. Fall der Krimireihe um Capitaine Roger Blanc von Cay Rademacher. Das Buch hat mich, wie auch seine Vorgänger bereits von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Ich mag den kauzigen und unkonventionellen Capitaine der, wenn es darum geht einen Fall zu lösen, sich nicht darum schert was seine Vorgesetzten von ihm verlangen. Das hat ihm schon seine Versetzung von Paris in die Provinz eingebracht. Auch seine Mitstreiter Marius Tonon und Fabienne Souillard sind mir von Anfang an sympathisch gewesen. Der Fall und die dazugehörigen Ermittlungen sind auch in diesem Band wieder sehr spannend erzählt. Es macht Spaß mit zu ermitteln, abzuwägen und zu rätseln wer der Täter ist. Bei diesem Fall war es recht schwierig, Es gab verschiedene Verdächtige, einer davon sogar aus den Reihen der Polizei Der Autor weiß einfach, wie er seine Leser in die Irre führen und wie er Spannung erzeugen kann. Bei all den Ermittlungen schwebt die Pandemie wie eine dunkle Wolke über der Geschichte. Ausgangsspeere, Straßenspeeren, zu wenig Masken, zu wenige Tests und niemand kann die Lage richtig einschätzen. Wenn man sich zurückerinnert an den Anfang der Pandemie weiß man, ja genau so war es. Und ja, auch das gehört für mich zu einer authentischen Geschichte wie ein heißer und trockener Sommer. Es war eben prägend für die Zeit der Handlung. Der Schreibstil von Cay Rademacher gefällt mir sehr gut. Er versteht es seinen Protagonisten Leben einzuhauchen, beschreibt die Landschaft so, dass man sie vor seinem inneren Auge sehen kann. In jedem Band der Krimireihe gibt es neue Orte und Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
Die Hauptsequenz des Inhalts liegt bei den Ermittlungen aber auch das Private liest sich gut. Es bringt einen den Kommissar etwas näher und ist ein Bindeglied zwischen den einzelnen Bänden der Krimireihe. Die Fälle sind in sich abgeschlossen. So kann auch „Geheimnisvolle Garrigue“ unabhängig von den vorherigen Bänden gelesen werden. Aber ich denke spätestens nach einem Band wird auch dich die Sucht erfassen.
Vielen Dank an den DuMont Verlag für ein Rezensionsexemplar!
In diesem Abenteuer von Capitaine Blanc verschlägt es ihn in einen Tunnel, der nach einem Felssturz schon Jahrzehnte nicht mehr benutzt wird, nachdem die Freundin seines Jungen Kollegen Sylvain spurlos verschwindet. Beinahe spurlos, zumindest. Ihr Fahrrad und ein Schuh bleiben zurück. Der Schuh und der Ort an dem er liegt erinnern an eine ungelöste Verbrecherserie, die vor 23 Jahren plötzlich begann und dann genauso plötzlich wieder aufhörte. Wir begleiten Blanc und seine Kollegen während sie das vermisste Mädchen suchen, alte Geschichten wieder ausgraben und neue Spuren verfolgen.
Das Buch findet in den ersten Wochen nach Beginn der Corona-Pandemie in Europa statt. Es ist schon fast gruselig wie genau die Schilderung der Realität entspricht. Wie man es am Anfang nicht richtig ernst genommen hat, davon ausgegangen ist, dass sich das in zwei Wochen erledigt hat (HAHAHA Emily von 2020, you wish) und nach und nach gemerkt hat, dass das echt gefährlich werden kann und definitiv nicht bald vorbei ist. Dann die Hamsterkäufe, improvisierten Masken, leergefegte Straßen. Jede Ausrede, das Haus zu verlassen dankend angenommen (mein Hund ist noch nie so viel gelaufen), nicht mal um andere Leute zu treffen sondern einfach, um seine eigenen vier Wände nicht mehr anzustarren. Das war echt super getroffen und verlieh dem Krimi eine extra Portion pfiff.
Das Rätsel an sich war sehr spannend aufgebaut. Am Anfang schien nichts zusammen zu passen, bis man nach und nach mehrere Theorien zusammen puzzeln konnte. Ich wusste bei ca 75% des Buches schon, wer es getan hat, aber trotz dem blieb es bis zur Auflösung spannend. Das macht für mich einen guten Krimi aus: die Lösung muss erratbar sein, aber am besten sollten noch ein paar kleinere Fragen da sein, die dann doch überraschen. Das war hier toll gemacht!
Ich liebe die Charaktere der Serie und finde es cool, dass wir auch mehr von den Leuten in der Forensik mitbekommen. Die Storyline mit Paulette und Blanc gefällt mir auch super gut und meine allerliebste, Fabienne, hat auch eine gute Bücherübergreifende Geschichte, die spannend bleibt. Ich finde allerdings, dass ihr solangsam auch was gutes passieren könnte! Marius hat eine unglaubliche Charakterentwicklung, die ich auch echt gerne sehe. Ich hoffe außerdem, dass wir in den nächsten Teilen noch mehr von Sylvain sehen. Der arme musste hier ja echt was durmachen :D.
Insgesamt ein echt gelungener Krimi in einer super Serie, die ich sehr gerne lese.
Im März 2020 verschwindet eine junge Frau in einem alten Kanal. So, wie der vermeintliche Tatort aussieht, erinnert er an eine Reihe von Verbrechen, die vor über zwanzig Jahren verübt wurde. Die Serie hörte abrupt auf und der Täter wurde nie gefunden. Schlägt er jetzt wieder zu? Besondere Brisanz erhält der aktuelle Fall durch die Tatsache, dass die Verschwundene die Freundin eines Kollegen ist. Capitaine Roger Blanc und sein Team ermitteln auf Hochtouren, aber bevor sie zu ersten Erkenntnissen kommen können, verschwindet eine zweite Frau.
In ihrem neuen Fall ermitteln Roger Blanc und seine Kollegen unter erschwerten Bedingungen. Die Geschichte spielt im Frühjahr 2020, zu Beginn der Pandemie. Das ist für alle Beteiligten eine stressige Zeit, beruflich und emotional. Wegen der Ausgangssperre müssen sie Verkehrskontrollen durchführen, was sie zum einen immer unbeliebter macht, ihnen aber auch wertvolle Zeit für die Ermittlungen nimmt. Auf der anderen Seite ist es dadurch auch leichter, verdächtige Bewegungsabläufe zu erkennen. Aber gerade dadurch fällt ihnen etwas auf, was die Ermittlungen in eine neue, dramatische Richtung lenkt.
Der Autor legt im neunten Fall für Roger Blanc genauso viel Augenmerk auf die damalige Situation wie auf den Fall und weckt so Erinnerungen an die Unsicherheit und Ängste, die herrschten. Für Jeden aus dem Ermittlerteam hat die Pandemie eigene Auswirkungen, die Cay Rademacher zwar erwähnt, weil sie zu einem gewissen Teil auch wichtig sind, aber nicht weiter thematisiert.
Dieses Mal wurden die Spuren schon früh gelegt. Das Team hat schnell einen ersten Verdacht, aber bald bildet sich auch eine zweite Spur heraus, die alle bisherigen Erkenntnisse wieder in Frage stellt. Während Blanc und sein Team in alle Richtungen ermitteln, war für mich diese zweite Spur schlüssiger. Für mich war der Fall deshalb stellenweise sehr durchsichtig, auf der anderen Seite war ich aber gerade deswegen auch manchmal in einer Sackgasse. Trotzdem war die Auflösung für mich keine Überraschung, aber der Weg dorthin war es. Das ist der Grund, warum der Krimi trotz aller Vorhersehbarkeit für mich nie langweilig wurde.
Die Reihe um Roger Blanc ist gehört zu den eher ruhigen Krimis, bei denen Landschaft und Leute eine große Rolle spielen. Gerade deswegen schätze ich sie aber auch.
Meckern auf hohem Niveau aber mich ärgern Dinge, die mir als Leser auffallen, aber scheinbar nicht dem Lektor. Die Ehefrau von Hervé Guerini heißt erst Marie und dann plötzlich Christine. Sowas verwirrt mich, besonders wenn Sylvain ein Nachname ist. Außerdem finde ich es albern, dass Blanc erst 9 Monate in Gadet sein soll, wenn die Buchreihe sich schon über Jahre streckt. Buch an sich ist super
Wie ich die Robert Blanc Bücher liebe! Auch “Geheimnisvolle Garrigue” war ein sehr schönes Buch. Spannend, gut erzählt und tolle Hauptpersonen mit schönen Nebengeschichten. Für mich ist Cay Rademacher ein unheimlich guter Geschichtenerzähler - von seinen ersten Geo Reportagen vor vielen Jahren bis hin zu all’ seinen Büchern, bin ich immer begeistert.
Spannend geschrieben und in einem Rutsch gelesen. Covid19 gut miteingebunden, dadurch Einblicke wie es in Frankreich für die Bevölkerung war. Insgesamt klasse!
story line: **** main characters: **** side characters: **** world building: ***** editing: ***** 4.5 Bisher der beste Band der Reihe. Das Aufeinandertreffen des Falls mit der Beginn der Pandemie ist gut beschrieben und verwebt die Beunruhigung und Unsicherheit dieser Zeit mit Blancs neuem Fall. Bin gespannt, wie es weitergeht.