Spring Storm von Marie Graßhoff habe ich wieder im Buddyread zusammen mit Annika (hier ⭐Anny⭐(Book Princess)) gelesen. In dem Zuge hat es Spaß gemacht es zu lesen, aber um ehrlich zu sein weiß ich nicht, ob ich es nicht abgebrochen hätte, wenn ich es nicht im Buddyread gelesen hätte.
Ich bin seit der Neon Birds Trilogie totaler Fan von Marie Graßhoff und hatte dementsprechend sehr hohe Erwartungen an Spring Storm.
Das Cover finde ich nicht sehr ansprechend und entgegen der Aussage der Autorin in der Danksagung, finde ich auch nicht, dass es zu der Geschichte passt. Obwohl mich Spring Storm nicht so überzeugt hat, finde ich schon, dass die Geschichte etwas besseres verdient hat als das 0815 deutsche Gesicht mit Blumen.
Der Klappentext war sehr ansprechend und der Anfang des Buches war auch ziemlich cool mit viel Action und unglaublicher Atmosphäre in den Quellbereichen. Die Quellbereiche generell mit allen Szenen, die in ihnen spielten, haben mir auch unglaublich gut gefallen. Marie Graßhoff ist eine Meisterin darin Atmosphären zu erschaffen. Die Rückblenden in Coras Vergangenheit waren auch mega.
Nun, alles andere jedoch...die gesamte Geschichte an der Akademie, konnte mich leider nicht überzeugen. Alle Charaktere, außer Cora, blieben für mich blass und unausgearbeitet, was schade ist. Ich hätte unglaublich gerne mehr über Himari oder Grant erfahren, nur um ein paar Beispiele zu nennen. King hingegen ist zwar ausgearbeitet, aber komplett unzusammenhängend. Nach der ersten Begegnung wollte man noch mehr über sie erfahren, aber bei jedem Auftritt danach wurde sie unsympathischer, unzusammenhängender und gerade zu Bitch - like (um es mal so zu formulieren) und das noch ohne Begründungen. Als die zweite Protagonistin ist das ein bisschen ungünstig und das wurde gegen Ende hin nicht besser.
Manche Situationen und Beziehungen der Figuren zueinander waren daher auch etwas unverständlich und nicht zusammen passend, was die Atmosphäre in den finalen Szenen etwas zerstört hat.
Mache Handlungen der Figuren haben zudem nicht zueinander gepasst. "Oh, ich habe jemanden getötet? Naja passiert." (nach dem Motto) bei einer Figur, die eigentlich sehr einfühlsam ist, zum Beispiel.
Die Storyline war am Anfang sehr stark, hat im Verlauf des Buchs jedoch extrem abgenommen. Es wurde immer unspannender und das Finale erschien irgendwie sehr blass, der Cliffhanger versucht das wieder zu retten, schafft es aber nicht.
Schade.
Pluspunkt für die Illustrationen, die sind in dem Lineartstyle unglaublich hübsch.
Ad on: Bob. Einfach Bob. Ich will so einen Kater mit Blumen haben.
Wenn man Bücher von Marie Graßhoff lesen möchte, dann kann ich nach wie vor Neon Birds als eine meiner absoluten Lieblingsreihen nur empfehlen. Spring Storm als ihr erstes Jugendbuch war...naja nicht schlecht, aber leider auch nicht gut. Mich konnte es leider nicht überzeugen.