Ilvy und Kaja. Zwei Mädchen, die im selben Haus aufwachsen und doch aus ganz unterschiedlichen Welten kommen. In ihrer Kindheit stehen sie sich fast so nah wie Schwestern. In der Pubertät ziehen sie zusammen los. Gemeinsam entdecken sie Jungs, Partys und Drogen. Aber mit der Zeit zeigt sich ein Riss. Was Ilvy gleichermaßen fasziniert und beunruhigt, wird für Kaja zum Mittelpunkt. Sie droht immer mehr in die Sucht abzurutschen. Ilvy muss herausfinden, wie sie Kaja schützen kann, ohne sich selbst zu verlieren.
"Wir holen uns die Nacht zurück" sprach mich weniger optisch an, eher des Klappentextes wegen, von dem ich mir eine tiefgründige, hochemotionale Geschichte mit unheimlich wichtigen Botschaften, die einen zum nach- und umdenken anregen, doch am Ende liegen meine Nerven aus ganz anderen Gründen blank!
Dieses Buch hier ist mein erstes von Nora Hoch, die mir bisher nicht bekannt war und obwohl ich keine deutschen Settings mag, habe ich mich auf die Geschichte eingelassen, doch leider beginnt meine Kritik schon beim Schreibstil, den ich durch die ganzen Rückblenden und dem Slang der Protagonisten, die scheinbar keinen anständigen Namen verdient haben, sondern unmögliche Spitznamen bekamen, teilweise echt verwirrend und nervig:
Ilvy und Kaja. die ihre ganze Kindheit, ihre ganze Jugend miteinander verbracht haben und eine ganz besondere Freundschaft zueinander haben, von der man leider nichts gespürt hat, weder in den Rückblenden noch in der Gegenwart, weil Ilvy die ganze Zeit damit beschäftigt war ihr Leben, ihre Sorgen und ihre Gedanken auf Kaja auszulegen, die ständig nur gefordert, genommen und an sich selbst gedacht hat und sich für nichts und niemand anderen interessierte außer sich selbst, das ging mir wirklich so sehr gegen den Strich, das ich mehrmals kurz davor war dieses Buch abzubrechen.
Warum ich´s nicht getan habe ? Weil in dieser Geschichte noch etwas passieren sollte, von dem ich dachte, das würde der Geschichte DEN Tiefgrund verleihen und Kaja zum umdenken anregen, Ilvy begreiflich machen, das sie nicht für ihre beste Freundin verantwortlich ist, sondern ausnahmslos für ihr eigenes Leben, stattdessen hat sich NIEMAND, in allererster Linie ihre Eltern, darum gekümmert, das ihre Tochter in eine Entzugsklinik kommt und einen Therapeuten erhält. Nein, es kümmerten sich wieder einmal Ilvy und ihre Mutter Paula um Kaja, die ach so tollen Freunde wollten ihr wieder Drogen unterjubeln und schauten zu, wie sie den Alkohol wie Limo in sich hineinkippte, bis dann ganz plötzlich doch mal jemand auf die Idee kam, das es so nicht weitergehen kann und all das während Ilvy alles zurücksteckt, was ihr wichtig ist!
Das Ende ging dann wirklich relativ zügig und bietet auch nicht wirklich sinnvolle Infos... schade!
Das schönste an dem ganzen Buch waren die Zeichnungen.....
Vielen Dank an den DTV Verlag für das über Netgalley Deutschland bereitgestellte Exemplar,dies beeinflusst meine Meinung in keinster Weise!
Im zweiten Teil der Geschichte ging die Drogenthematik etwas zurück, obwohl es ein wirklich schlimmes Ereignis gab und ab da dümpelte die Handlung etwas vor sich hin. Die Enge zwischen den Mädchen war weg, es wurde aber auch nicht richtig aufgegriffen, wie sie sich entfremdet haben.
Dieses Buch abschließend zu bewerten fällt mir echt schwer, weil ich es einerseits wirklich klasse fand, dann aber feststellen musste, dass es für mich an einigen Stellen nicht ausgereift wirkte. Die Freundschaft zwischen Ilvy und Kaja war etwas ganz besonderes. Besonders zu Beginn hat man gespürt, wie nah die beiden sich sind, obwohl sie so unterschiedlich sind. Kaja geht unerschrocken und kommunikativ durchs Leben, sie hasst Ungerechtigkeit und scheint immer genau zu wissen, was sie will. Ilvy ist ruhiger, sie steht immer ein wenig in Kajas Schatten – aber genau dort fühlt sie sich wohl. Die Charaktere der Mädchen schienen mir authentisch und ich mochte Ilvy als Erzählerin gerne, habe verstanden, weshalb und wie sie sich um ihre beste Freundin sorgt, obwohl diese immer nur nimmt und kaum etwas zurückgibt. Ilvy saugt Kajas Selbstbewusstsein auf, fühlt sich in ihrer Nähe größer, jedoch ist sie auch genervt von Kajas Drogenkonsum. Ich hätte mir gewünscht, das auf diesen etwas mehr eingegangen wird. Ja, letzten Endes ist es egal, was genau Kaja alles konsumiert, aber es hätte dem Buch in meinen Augen mehr Tiefe verliehen. Im zweiten Teil des Buches ging die Drogenthematik dann auch etwas zurück, obwohl deswegen etwas passiert ist, das Ilvy sehr traumatisiert hat – hier haben mir tiefere Gespräche gefehlt, wie pubertäre Mädchen sie eben oftmals führen. Ilvy hat viel zu viel in sich hinein gefressen, es nicht einmal mir als Leser wirklich mitgeteilt, das fand ich doch sehr schade, weil es mir einfach wie verschwendetes Potenzial vorkam. Auch dümpelte die Story im letzten Drittel etwas vor sich hin, bevor sie dann noch einmal Fahrt aufnahm und dann viel zu schnell zu Ende war und einen etwas unbefriedigt zurückließ. Der Schreibstil hat mir an und für sich gut gefallen. Er war an einigen Stellen sehr metaphorisch, manchmal sogar ein wenig poetisch. Gelegentlich fühlte er sich, gerade zu Beginn, etwas wirr an, fast wie schnelle Gedankensprünge, ließ sich aber super weglesen.
Bedanken möchte ich mich beim Verlag und NetGalley für die kostenlose Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Dies war mein erstes Buch von Nora Hoch und wird es vorerst auch bleiben. Weder der Schreibstil noch die Story an sich konnten mich catchen. Laut KT habe ich eine tiefgründige, höchst emotionale, intensive und mitreißende Story erwartet, die mich zum Nachdenken anregen würde, doch nichts dergleichen habe ich bekomme.
Stattdessen habe ich den Schreibstil als holprig und lähmend empfunden, Emotionen sind bei mir in keiner Weise angekommen und ausgelöst worden. Die Story an sich ist, meiner Meinung nach, nicht dem KT entsprechend umgesetzt worden. Weder tiefgründig noch mitreißend. Eher belanglos und nicht aussagekräftig.
Dieses Buch hab ich als freiexemplar die dze Buchhandlung bekommen und es klang nicht so schlecht, aber ich muss zugeben, dass es am Anfang noch gut zu lesen war, aber irgendwann hab ich dann so richtig den roten Faden verloren und das Ende ergab für mich leider auch nicht so viel Sinn. Es war zwar ein gutes Thema, das nicht in Vergessenheit geraten darf, aber die Geschichte dahinter hat mir leider absolut nicht gefallen. Ich bin auch eher ein Happy End Mensch und das ist hier leider auch nicht vorhanden. Ich tat mir so schwer mit Ilvy, ich konnte ihre Gefühle so oft nicht nachvollziehen. Ich weiß nicht, mir kommt es leider so vor, als hätte ich wegen diesem Buch Zeit für ein besseres Buch verloren. Es fällt mir gerade wirklich schwer das zu schreiben, aber diese Geschichte war Zeitverschwendung. 🥺😶 2,5 Sterne
Mit „Wir holen uns die Nacht zurück“ ist Nora Hoch ein gelungener Coming-Of-Age Roman gelungen. Anfänglich stand ich dem Buch etwas skeptisch gegenüber, da ein doch recht sensibles Thema den Mittelpunkt der Geschichte bildet. Tatsächlich aber schaffte Hoch es Kajas allmähliches Hineinschlittern in die Sucht authentisch und hochemotional darzustellen, ohne dieses in irgendeiner Weise als zu beschönigen. Einzig und allein der Schreibstil konnte mich nicht all zu sehr überzeugen, diesen hab ich persönlich als teilweise schon sehr störend empfunden, vor alle, durch den immer wiederkehrenden Slang und die doch recht fragwürdige Kosenamen, mit denen jegliche Nebencharaktere nahezu ausschließlich benannt wurden.
An sich eine gute Geschichte, die sich nach ein paar Seiten auch gut lesen ließ. Aber dennoch..... Warum sieht Paula nicht, dass ihre Tochter überfordert ist? Warum sieht sie weg, obwohl sie weiß, dass häusliche Gewalt im Spiel ist? Über all die Jahre? Ja, weil Menschen eben wegschauen.... Mag sein, ich hätte mir an dieser Stelle andere Impulse gewünscht, andererseits wäre dann natürlich die Story so nicht möglich gewesen. Das Ende mit Kayas Weggang kam plötzlich, was okay ist. Ilvys Sich-Abwenden von Kaya, ihre zunehmend negativen Gefühle der einstigen Freundin gegenüber hätten noch stärker dargestellt werden können. Aber das ist meine Sicht. Ich bin auch nicht Teil der Zielgruppe. Für diese ist das Buch sicher mehr als gelungen und geeignet. Ich habe es gern gelesen.
Es ist kein schlechtes Buch und Nora Hoch ist eine tolle Autorin, aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass sie entweder ins Kinderbuch oder die Belletristik gehört. Ihr Schreibstil passt einfach nicht ins Jugendbuch :/