Bekenntnisse, Selbstgespräche, Notate, Erzählungen... Franz Schuhs brillantes Werk, in dem die Nebensachen die Hauptsache sind. Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse.
Diesem Allroundintellektuellen bei seinen dialektischen Verrenkungen zu folgen ist zwar nicht einfach, aber dafür sehr lohnend. Eva Menasse trifft es sehr gut: "Geistreich, amüsant, scharfsinnig: Der Essayist und Alltagsphilosoph Franz Schuh ist ein legitimer Erbe der Wiener Kaffeehausliteratur." http://images.zeit.de/text/2006/25/L-...
Ein Schlüsselzitat zu Schuhs' Melancholie ist.
Und dann soll der Hausmeister so eindrucksvolle Sätze gesprochen haben, daß mein Informant sie nicht vergessen konnte: »Wer nie sein Brot mit Tränen aß«, soll der Hausmeister im Flur gesagt haben, »wer niemals einsam auf seinem Hotelbett saß, der wird vielleicht auch nie begreifen, daß Melodien wie ›Die kleine Kneipe‹, ›Griechischer Wein‹, ›Du kannst nicht immer 17 sein‹ tatsächlich etwas Tröstendes, ja geradezu Humanes haben.«