Jump to ratings and reviews
Rate this book

Alles ist Arbeit - Mühe und Lust am Ende des Kapitalismus

Rate this book
»Eine provokante und wichtige Auseinandersetzung damit, wie Arbeit und ihre Anforderungen unsere Sehnsüchte und unsere Imaginationen von Zukunft durchdringen.« Nick Srnicek

»Ein einzigartiger Überblick über die derzeitigen Paradoxien der Anti-Arbeits-Politiken.« Sophie Lewis

Ob bewusst oder unbewusst, gewollt oder nicht: Wir arbeiten ständig. Der globale Kapitalismus hat unsere Lebenszeit, unsere Subjektivität, unsere Erfahrungen, Wünsche und Sehnsüchte in nie dagewesener Weise zu Arbeit und zu Geld gemacht. Gleichzeitig wird die formale Lohnarbeit immer stärker prekarisiert.
Packend zeichnen Mareile Pfannebecker und James A. Smith nach, wie sich ein Regime etablieren konnte, das sie Lebensarbeit nennen. Dabei stützen sie sich auf soziologische Erhebungen, philosophische wie politische Theorien, Berichte von Arbeiter*innen und Popkultur – von Adorno zu Tiqqun, von Jean-Luc Nancy zu Amy Winehouse.
Weil jeder Aspekt des Lebens von Arbeit kolonialisiert wird, ohne dass diese noch unseren Lebensunterhalt garantiert, müssen wir neue Fragen stellen: Kann uns ein nostalgisches Bild davon, wie Arbeit früher war, heute noch weiterhelfen? Wie konnten Arbeit und Arbeitslosigkeit gleichermaßen zu prekärem malemployment werden, und wie können wir unsere Sehnsüchte der kapitalistischen Verwertung entziehen? Und schließlich: Wie lässt sich eine Post-Arbeits-Gesellschaft denken, in der wir auch tatsächlich leben wollen – in einer Zeit, in der das Ende der Arbeit und eine vollautomatisierte Zukunft gleichermaßen von Tech-Ideolog*innen aus dem Silicon Valley wie auch von sozialdemokratischer Politik und linker Theorie proklamiert werden?

224 pages, Paperback

Published March 1, 2022

8 people are currently reading
177 people want to read

About the author

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
8 (20%)
4 stars
9 (23%)
3 stars
13 (33%)
2 stars
6 (15%)
1 star
3 (7%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for juliazlr.
127 reviews8 followers
May 17, 2023
„Arbeitskampf ist Klassenkampf“

Dieses Buch greift diese Aussage nur indirekt auf, was etwas schade ist. Aber dafür bietet es einen viel grundlegenderen Blick auf Arbeit, welche soziologisch, kuturell und philosophisch beleuchtet wird.

Das Buch hat mir viele neue Perspektiven aufgetan, gerade zu Themen wie Arbeit und Nicht-Arbeit ohne in die gängigen Denkfehler der Nicht-Arbeit Bewegung zu verfallen. Es beschreibt neue formen von Arbeit und Präkarität- Missbeschäftigung, Scheissjobs und Bullshitjobs. Etwas verwirrend war für mich jedoch das Kapitel des Jungen-Mädchens, in welchem zu schnell und viel gedanklich gesprungen wurde und das Konzept nicht ganz klar wurde. Trotzdem konnte das Kapitel klarheiten in Hinsicht der Verschmelzung von Arbeit und Leben in Sphären von Social Media und auch ausserhalb in Form der monetarisierten Selbstoptimierung der breiten Masse im 21. Jahrhundert.

Darunter fällt auch das Playbour der Sozialen Netzwerke und die Pornofizierung der Arbeit: „weil Arbeit in der postfordistischen Gesellschaft immer und in jedem Fall im Verkauf der Kommunikations- und Erregungskraft der lebenden Körper besteht“ (109).

Alles in allem ist das ein super Buch, was manchmal etwas anstrengend zu lesen und zu akademisch geschrieben ist, aber sehr lohnenswert ist, gerade im Hinblick auf die neuen aufkommenden Arbeits- und Streikkämpfe in Deutschland und Europa.
1 review
November 14, 2025
The book has two authors, although it’s not mentioned who wrote what. Still, I could tell that I liked the way one of them wrote, and somehow I didn’t engage with the way the other one argued.
It felt like being in two different courses: one more playful and open to discussion, and the other important (maybe just because other classmates say so) but boring.
I loved the chapter We Young-Girls very much.
Profile Image for Katharina Mrazek.
19 reviews
April 16, 2023
Es ist wirklich schade, dass kapitalismuskritische Auseinandersetzungen oft dermaßen kryptisch formuliert sind, dass niederschwellige Bildung einfach nicht möglich ist.
1 review
May 13, 2023
Gives an important breakdown of our relationship with work, how we’re working longer than ever, and how this shapes our conception of free time and desire. Only giving two starts because the writing is really inaccessible, far too academic and unnecessarily wordy.
Profile Image for Remo.
24 reviews
October 8, 2024
Am Anfang des Buches hat es mich wirklich gepackt, trotz der Akademischen Sprache und die vielen Philosophischen Diskursen. Jedoch gegen Ende liesen die Autor*innen, den Lesern alleine mit der Frage was denn nun Arbeit ist.
Ansonsten mochte ich die subversiven Ansichten sehr.
Profile Image for Ietrio.
6,948 reviews24 followers
April 5, 2020
Academic paper pushers doing papers in order to justify their existence to their bosses and get more money from the taxes. Hurray for a system that works for itself!
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.