Im letzten Drittel ultraspannend. Mit kleinen Längen in der ersten Hälfte. Die aber durch den hohen Anteil Sense of Wonder und die tolle Charakterentwicklung von Farye aufgewogen werden können. Der Audh entwickelt sich zum greifbaren Bösewicht. Anders als der Chaoporter, der in unverständlichen Dimensionen agiert und dadurch eher ein mystisches Überwesen verkörpert. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil. Hat mich gut angefixt.
Das erste Kapitel (“Meister und Mittler”) fand ich sehr gut Hier gelingt es Robert Corvus auf zwei Seiten die Fremdartigkeit des Audh zu schildern und gleichzeitig den Vhasyr zu charakterisieren, diesen Mittler zwischen dem Audh und anderen Lebewesen. Am Ende gibt es eine schöne Szene zwischen Farye und Soynte Abil, bei der Farye die Meisterin der Insel erkennt und die damit überleitet zum zweiten Teil dieses Doppelbandes.
Dazwischen gibt es für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Military SF. Grundsätzlich mochte ich den Roman schon, allerdings enthält er mir zu viele Schlachtbeschreibungen und ich glaube, dies wird im zweiten Teil noch schlimmer. Hier sehe ich auch eine Rückschritt in der Serie: Robert Corvus scheint ausgeguckt, die Rolle des Militärischen zu stärken, was ich mit gemischten Gefühlen sehe.
Man kommt dem Audh und seiner Bedeutung näher. Der Roman war spannend geschrieben und hat mich gut unterhalten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Er war, um es mit Markus Reglers Worten zu sagen #ganznett. 😉
Im ersten Teil seines Doppelbandes erzählt Robert Corvus von den Erfahrungen, die die Einsatzgruppe um die Expeditionsleiterin Farye Sepheroa-Rhodan in der Kleingalaxis Cassiopeia bei einem erneuten Einsatz gegen die Chaostruppen gewonnen hat. Im letzten Band kamen sie in den Besitz von Informationen, die nahelegen, dass sich in einem bestimmten System ein sog. Audh aufhält, der wahrscheinlich für den Chaoporter einen wichtiger und entscheidender Faktor darstellt. Es handelt sich um einen Eistänzer, dessen Eistanz den Verstand zu zerreißen droht, außerdem stammt das Wesen aus einem anderen Universum. Der Auftrag der Einsatztruppe, mit den Mutanten Shema Ghessow und Damar Feyerland ist mehr über den Audh herauszufinden und es eventuell aus dem Spiel zu nehmen, was allerdings mißlingt... Der Roman empfand ich als leidlich spannend, was mir aber gefehlt hat, ist die geheimnisvolle Aura des Audhs (und was er bedeutet), etwas was Wim Vandemaan bei der ersten Begegnung mit diesem Wesen auf einem Weltraumbahnhof zwischen der Milchstraße und Andromeda hervorragend geschildert hat. (PR 3058: "Für Galaktiker verboten") Hier erinnere ich mich an das unterschwelligen Entsetzen in den Szenen, als er seinen Tanz auf dem Hypereis vollzogen hat; übrigenz erschien in diesem Band auch erstmals Soynte Abil. Weitere Enthüllungen hat uns Robert Corvus in diesem Band nicht erwähnt; es gibt aber noch einen 2. Band in der nächsten Woche...
Hmja.. Routiniert geschrieben, etwas holpriger Einstieg. Die Nebenhandlung um den tefrodischen General kam kaum aus dem Knick und hatte am Ende doch Relevanz, konnte so aber kaum überzeugen. Einen Audh mittreissend darzustellen scheitert wie so oft ein klein wenig daran, dass man wirklich fremdes nicht schildern und erfassen KANN. Für Neuleser mag dies klappen, mich als alten Hasen erinnerte es an diverse Schilderungen "nicht erfassbarer Dinge/Phänomene" mit Zusatz "Psi". Alles in Allem solider Roman. Immerhin erfahren wir mal mehr darüber, was die Bastionen und co bringen sollen. Quasi im Nebensatz.
Beinahe vier Sterne, ganz mein Ding! Es geht auch mal ein Einsatz schief, und nicht jede Schlacht wird gewonnen, finde ich gut! Am Ende werden sie trotzdem siegen, kennen wir doch. Aber bis dahin ist es spannend!