Ich fand den zweiten Teil tatsächlich spannender als den ersten, auch hatte ich persönlich das Gefühl, dass die Geschichte schneller startet, was natürlich auch daran liegt, dass man das Grundkonzept und die Charaktere schon kennt. Wie man erfährt, geht Emily nun regelmäßig mit ihren Eltern in die Mitternachtsstunde, um dort ihre magischen Púca-Fähigkeiten zu trainieren. Da ihre Mutter aktuell jedoch schwanger ist, darf diese nicht in die Mitternachtsstunde. Jedoch erlaubt sie es Emily einmal mit ihrem Vater mitzugehen und alleine zu trainieren, sie soll sich dabei jedoch genau an die aufgestellten Regeln halten. Das funktioniert mal so gar nicht.
Emily trifft auf ihre Púca-Familie.
Kurz darauf taucht auch noch Bibliothek auf und bittet Emily die Mitternachtsstunde zu retten – erneut. In der Mitternachtsstunde tauchen immer mehr Gegenstände aus normalen Welt auf und die Magie entweicht zeitgleich aus der Mitternachtsstunde, was schlussendlich zu deren Zerstörung führen würde.
Man trifft viele Protagonisten aus dem ersten Band wieder. Dazu kommen aber viele neue kreative Ideen sowie die Figuren aus Emilys Familie.
Die Geschichte ist spannend, aufregend und teils sehr rasant. An manchen Stellen ist sie auch ein wenig gruselig. Dank Emilys Mundwerk, das die teils nur schlecht unter Kontrolle hat, kommt es aber auch zur einen oder anderen sehr unterhaltsamen Situation.
Emilys Art und ihre Ausdrucksweise fand ich im ersten Band durchgängig unterhaltsam, jetzt im zweiten war es teilweise jedoch einfach too much. Sie befolgt keine Regeln, ist teilweise unhöflich, trotzig, bricht im Grunde ständig ihre Versprechen, auch wenn sie damit ja nur Gutes erreichen möchte, ist nur genervt und gelangweilt von ihrem Menschen-Freunden. Zeitgleich ist sie dann aber leicht zu verunsichern, was mir sehr sympathisch war, da sie nun mal ein 12(?)-jähriges Mädchen ist, dass sich halt als etwas Besonderes sieht und dabei ein wenig übersieht, dass sie auf sich alleine gestellt in beiden Bänden auf den ersten 50 Seiten verstorben wäre.
Ich hab den zweiten Teil gerne gelesen und bin schon gespannt, was der dritte Teil bringt. Ich hoffe doch sehr, dass es mehr über ihrer Púca-Familie zu lesen geben wird.