„Die Magie der Herrin sickert wie Gift durch den Wald, verhext die Tiere und Menschen und verwandelt sie in blutrünstige Monster. Wenn wir uns jetzt gegeneinander stellen, was bleibt uns dann noch übrig?“
Die Stiefschwestern Yasha und Daphne können sich nicht ausstehen. Als die beiden eines Abends ihre kleine Halbschwester beim Babysitten aus den Augen verlieren, stolpern sie versehentlich in eine düstere Version des Märchenwalds. Hier hat eine böse Hexe – von allen nur Die Herrin genannt – einen grausamen Fluch über die Märchenfiguren ausgesprochen. Platz für glückliche Enden gibt es in dieser Welt keinen, und eine dunkle Macht droht, das Leben im Wald für immer auszulöschen. Um zu überleben, müssen Yasha und Daphne nicht nur endlich ihre Differenzen überwinden, sondern auch mehr über die unerklärlichen Kräfte herausfinden, die langsam in ihnen heranwachsen. Denn eines ist klar: Wenn sie ihre Schwester je wieder nach Hause bringen wollen, müssen sie gemeinsam der Herrin entgegentreten …
Die bekannten Geschichten der Gebrüder Grimm neu interpretiert: Düster, mitreißend und spannend nimmt dich diese Märchenadaption mit in eine finstere Version des Märchenwaldes, wo die böse Hexe ausnahmsweise mal gewonnen hat …
Das musste sich die damals 10-jährige Evelyne über ihre erste Geschichte anhören. Zum Glück wusste sie schon damals, dass das ein Haufen Hundekacke war. Und schrieb unbeirrt weiter.
Fast zwanzig Jahre und mindestens genau so viele Veröffentlichungen später ist Evelyne nach wie vor der Phantastik verfallen, und das mit genauso viel Leidenschaft wie damals. Dabei tobt sie sich gerne innerhalb des Genres aus und hat von Urban Fantasy über High Fantasy, Märchenadaptionen und Dystopien Bücher für fast jeden Geschmack geschrieben. Dabei darf es auch gerne mal bunt und queer sein. Eben wie im echten Leben auch.
3,5 Sterne | ➕: Entwicklungen; Fokus auf den Plot | ➖: Vereinzelte unstimmige Aspekte; wenige Details
Die Stiefschwestern Yasha und Daphne kommen nicht gut miteinander aus, doch als ihre Halbschwester verschwindet, müssen sie zusammenarbeiten. Auf der Suche nach Ida landen sie in einer Version des Märchenwalds, wo der Fluch einer Hexe das Leben aller bedroht…
Der Klappentext von „Die Herrin des Waldes“ hat mich direkt angesprochen. Für Märchenadaptionen bin ich immer gern zu haben und hier hat mich besonders gereizt, dass sich nicht auf ein Märchen beschränkt wurde. Da die Herkunft der einzelnen Aspekte auch nicht immer sofort erklärt wurde, war es zwischendurch sogar eine kleine Ratepartie – man konnte quasi sein Märchenwissen prüfen, was wirklich Spaß gemacht hat. Abgesehen davon hat mir besonders gefallen, wie die Geschichte ihren Lauf genommen hat: Das Buch konnte mich mehrmals überraschen und meine Neugierde sowie Spannung beim Lesen permanent aufrechterhalten. Dass Diversität ohne Betonung darauf eingebaut wurde und zum Beispiel das Thema Liebe nicht viel Raum eingenommen hat, war außerdem eine schöne Abwechslung! Ich konnte mich ganz auf den Plot, die Welt und die Charaktere fokussieren. Allerdings hätte ich mir gerade bezüglich der letzten beiden Punkte mehr Details gewünscht. Ich fand das geschaffene Grundkonstrukt durchaus gelungen, nur hat es mir persönlich nicht gereicht, um die Geschichte richtig fühlen zu können. Ich konnte die Atmosphäre des Märchenwalds nicht immer greifen und die Handlungen sowie Spannungen der Charaktere erschienen mir manchmal wenig nachvollziehbar. Außerdem sind mir vereinzelt Aspekte ins Auge gestochen, die für mich die Stimmung der Geschichte gestört haben oder mir unschlüssig erschienen. Ein angenehmer Auftakt, der die Hoffnung schürt, dass im Folgeband bei der Atmosphäre sowie den Charakteren & ihren Dynamiken noch eine kleine Schüppe draufgelegt wird.
Ich habe dieses Buch seit 3 Tagen ausgelesen, warum denke ich immer noch ständig an Yasha und Daphne und bin gedanklich im Wald :| ?
"Die Herrin des Waldes" ist endlich dieses eine, düstere Buch über Märchenfiguren, einen düsteren Wald und eine Adaption der Grimms, die mit queeren Figuren und ohne Romance auskommt. Yay, yay, yay! Vor allem die Atmosphäre ist sehr dicht und leicht gruselig. Man lernt Yasha kennen, als sie gerade erst von Berlin nach Bayern gezogen ist - nach dem Tod ihrer kranken Mutter soll sie jetzt bei ihrem Vater und dessen neuer Familie leben. Als hätte sie nicht schon genug zu verarbeiten ist ihre neue Stiefschwester Daphne noch dazu richtig ätzend! Und als sie gemeinsam auf die kleine Schwester Ida aufpassen sollen, geht alles schief und Ida verschwindet. Auf der Suche nach ihr landen Yasha und Daphne im Märchenwald, was sie erst einmal nach und nach herausfinden müssen. Hier gibt es für niemanden mehr ein Happy End, denn die Herrin des Waldes hat ihre Verderbtheit über den Wald gebracht ...
Es war richtig unterhaltsam, die einzelnen Märchen wiederzuerkennen und zu rätseln, was es ist! Zudem fand ich den Fokus des Buches einfach wunderschön. Ich lese gern Romance, so ist es nicht, aber es gibt auf dem Markt auch so viel Romance. Hier steht das Thema Familie im Vordergrund, von Found Family zu Stieffamilien und was es eigentlich bedeutet, eine Schwester zu haben. Yasha und Daphne müssen sich langsam annähern, sich vertrauen lernen und in die jeweils andere hineinversetzen. Sie haben einiges zu klären und viele Vorurteile übereinander, aber nach und nach finden sich die Schwestern.
Es ist durchweg spannend und einige Rätsel bleiben offen, die im zweiten Band gelöst werden müssen. Nicht zuletzt der riesige Cliffhanger am Ende! Aber auch was den Mythos der Grimms angeht und den mysteriösen bösen Wolf, der Yasha immer wieder mit "alte Freundin" anredet, lässt noch einiges ungelöst. Ich bin sehr neugierig auf die Fortsetzung und gebe dem Buch eine absolute Leseempfehlung!
Auf der Suche nach ihrer kleinen Schwester geraten die Stiefschwestern Yasha und Daphne in den Märchenwald, doch dieser und seine Bewohner werden von einer bösen Hexe unterdrückt. Die beiden müssen sich der Herrin stellen, um ihre Schwester zu retten… . Erzählt wird aus Yashas Perspektive und auch weil sie gerade einen schweren Schicksalsschlag hinter sich hat, ist es sehr einfach, sie sympathisch zu finden und sich in sie hineinzuversetzen. Daphne hingegen wirkt wahnsinnig unsympathisch und wie eine richtige Zicke. Aber genau das ist total spannend und einfach mal eine tolle Abwechslung. Das sorgt definitiv für super spannende zwischenmenschliche Beziehungen zwischen den Charakteren, denn auch die restlichen Figuren sind wahnsinnig realistisch aufgebaut. Aber mein absolutes Highlight des Buches war der einfach nur umwerfende Weltenbau. Die ganzen grimmschen Märchen werden super toll aufgegriffen und es gibt so viel zu entdecken. Außerdem ist der Schreibstil wieder genial und passt perfekt zu den Charakteren, der Handlung und der Welt. Der Plot ist spannend, man kann das Buch praktisch nicht aus der Hand legen. Gott sei Dank, ich darf mich auf einen zweiten Teil freuen. . Meine allerliebste Märchenadaption
"Die Herrin des Waldes" ist eine der besten Märchen-Adaptionen, die ich bisher gelesen habe. Die stimmungsvolle, teils recht düstere Atmosphäre hat mich von der ersten Szene an begeistert, und auch das Figurenensemble trifft genau meinen Geschmack. Besonders gut hat mir gefallen, dass eine Schwesternbeziehung im Fokus steht und dass es so viel casual Queerness (inklusive ace/aro-Repräsentation) und generell viel Diversität gibt. Außerdem hält die Geschichte auch einige unkonventionelle Twists bereit, was die Aufarbeitung bekannter Märchenstoffe anbelangt. Das einzige Manko war für mich das Ende, weil mir dort die Entwicklungen etwas zu schnell gingen und mich die Motive der Antagonistin nicht vollends überzeugen konnten. Ich vermute jedoch, dass der 2. Band diesbezüglich noch einiges parat hält, und freue mich dementsprechend schon sehr darauf, ihn zu lesen.
Seit Yashas Mutter gestorben ist, muss sie bei ihrem Vater und ihrer Stiefschwester Daphne leben. Diese ist ihr gegenüber kalt und abweisend, wodurch es zu Konflikten kommt. Als ihre kleine Halbschwester beim Babysitten wegläuft, geraten die beiden in einen dunklen Märchenwald. Die Macht einer bösen Hexe hat diesen korrumpiert und die glücklichen Enden für die Figuren darin zerstört. Yasha und Daphne müssen lernen zusammenzuarbeiten, wenn sie ihre kleine Schwester jemals wieder nach Hause bringen wollen. Ich habe ja eine Schwäche für Märchen-Fantasy und so konnte mich auch der düstere Märchenwald in diesem Buch schnell begeistern. Auf ihrer Reise treffen Yasha und Daphne so einige bekannte Figuren, wie etwa Gretel und die Gänsemagd. Einige erkennt man sehr leicht wieder, andere sind so verfremdet, dass es zumindest bei mir ein wenig gedauert hat, bis ich wusste, um welche Figur es sich handelte. Allen gemeinsam ist, dass sie niemals ihr glückliches Ende bekommen haben. Die Geschichte, die sich hieraus ergibt, war interessant und hat es schnell geschafft, mich zu fesseln. Auch wenn Yasha und vor allem Daphne zunächst nur ihre Schwester suchen wollen und mit den Bewohnern im Wald eher ungern kommunizieren merken sie doch schnell, dass sie keine Chance ohne diese haben. Dadurch scheinen sich manchmal die Prioritäten zu verschieben, aber ich hatte dennoch nie das Gefühl, dass die Geschichte zu sehr von der Haupthandlung abdriftet. In diesem Zusammenhang fand ich allerdings Daphne als Charakter oft schwer zu verstehen. Sie hatte oft Probleme damit, dass die Suche nach der Schwester nicht fokussiert genug verlaufen würde. Ihre Charakterentwicklung verlief eher langsam und mit vielen Rückschlägen, was für mich manchmal frustrierend war. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte davon profitiert hätte, wenn einzelne Abschnitte auch aus Daphnes Sicht geschrieben worden wären, einfach um ihre Gedankenwelt etwas besser kennenzulernen. Yasha hat mir dagegen als Charakter sehr gut gefallen. Die Geschichte ist grundsätzlich aus ihrer Sicht geschrieben und ihre Gefühle, Gedanken und Probleme sind dabei sehr gut herausgearbeitet. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass sie eine asexuelle Protagonistin ist, was derzeit noch eher selten in Büchern ist und dass ihre sexuelle Identität zwar in der Geschichte aufgegriffen wird, dies aber nicht ihre einzige Charaktereigenschaft ist, was ja doch öfter bei queeren Figuren ein Problem ist. Allgemein findet sich in diesem Buch eine Fülle von diversen Charakteren, was mir sehr gefallen hat. Leider muss ich gestehen, dass mich das große Finale nicht wirklich packen konnte. Meiner Meinung nach gab es hier viel hin und her, was sich spezifisch auf Daphne bezog und einige Plotttwists waren für mich doch sehr vorhersehbar. Abgesehen davon habe ich die Geschichte allerdings geliebt und ich bin auch sehr darauf gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird. Das Buch endet jedenfalls mit einem spannenden Cliffhanger und ich hoffe sehr, dass Teil 2 sehr bald erscheint! Fazit: „Die Herrin des Waldes“ hat mich mit einer spannenden Geschichte, tollem Worldbuilding und ganz viel Diversität überzeugen können. Trotz eines für mich etwas schwächeren Endes bin ich sehr auf die Fortsetzung gespannt!
Nachdem Yashas Mutter gestorben ist, ist ihr Leben aus den Fugen geraten. Kurz darauf zieht sie zu ihrem Vater, der mit seiner neuen Frau und ihrer Stiefschwester Daphne und ihrer Halbschwester Ida zusammen wohnen. Yasha muss ihr ganzes Leben umstellen und Daphne macht ihr das nicht gerade einfach. Als dann eines Abends die gemeinsame Halbschwester Ida verschwindet, müssen die beiden sich zusammenreißen und sich auf die Suche machen…
Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar von der Autorin erhalten, vielen Dank dafür! Das beeinflusst jedoch in keiner Weise meine Meinung! Und bevor ich gleich loslege, möchte ich gerne auf das Cover eingehen, denn dieses ist unglaublich schön! Es passt zur Stimmung des Buches und passt auch perfekt zum Inhalt.
Yasha hat mir sehr gut gefallen, gerade weil sie das komplette Gegenteil von Daphne ist. Ich habe wahnsinnig mit Yasha gelitten, da ich glaube, dass es überhaupt nicht einfach ist, wenn die Mutter stirbt und man dann zu wem anders ziehen muss. Mir hat es auch richtig gut gefallen, dass man beim Lesen deutlich gemerkt hat, wie verloren sich Yasha gefühlt hat. Man fühlt jede Emotion, weshalb ich immer mit ihr gefühlt habe und man kann sich total gut in sie hineinversetzen. Yasha ist auch mein persönlicher Favorit aus der Geschichte. Gerade mit ihrer Art und ihrem Musikgeschmack, hat sie sich in mein Herz geschlichen!
Mit Daphne musste ich erst ein wenig warm werden, aber nach und nach mochte ich sie dann auch gerne. Manchmal fand ich sie ein wenig impulsiv, aber ich glaube, dass das einfach zu ihr als Person gehört. Daphne macht den Anschein als wäre bei ihr alles perfekt und als wäre sie perfekt. Doch man merkt schnell, dass dem nicht so ist. Dennoch ist Daphne sehr authentisch und realistisch.
Ida ist ein zuckersüßes Mädchen, das ich so gerne in den Arm genommen hatte. Sie ist einfach zauberhaft und ich habe so sehr mit ihr gelitten. Mir hat es richtig gut gefallen, dass ihre beiden Schwestern sich zusammen reißen, gemeinsam arbeiten und versuchen ihr Leben zu retten. Auf dieser Reise erleben die beiden eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die beim Leser direkt ankommen.
Den Schreibstil von Evelyne Aschwanden kannte ich bereits aus anderen Büchern, aber dennoch konnte sie mich erneut mit diesem Überzeugen. Ich mag ihre Art zu schreiben total gerne, weshalb ich auch gerne weitere Bücher der Autorin lesen möchte. Sie schafft eine unglaublich tolle, geheimnisvolle und düstere Atmosphäre, die einen ein wenig bedrückt aber dennoch angenehm beim lesen ist.
,,Die Herrin des Waldes‘‘ ist eine gelungene Märchenadaption, die ich so gerne gelesen habe. Evelyne Aschwanden konnte mich hiermit total begeistern. Gerade die düstere Atmosphäre und das düstere Setting sind richtig gut bei mir angekommen und man hatte das Gefühl, man wäre ein Teil der Geschichte. Der Märchendwald hat mir so gut gefallen, sodass ich ihn selber gerne einmal besuchen und mich verzaubern lassen würde. Außerdem fand ich es richtig toll, dass Evelyne Aschwanden auch Queerness mit in dieses Buch eingebaut hat. Auch das hat sie total gut, authentisch und auch sehr realistisch dargestellt!
Der Schreibstil von Evelyne Aschwanden hat mich gleich gecatcht. Die Schwere von Yashas Schmerz konnte sie gut transportieren und sie dadurch als Person zugänglich machen. Sie versucht immer Nachsicht mit allen Menschen zu haben und niemanden zu verurteilen. Selbst bei Daphnes schroffer Art wird sie nicht müde zu versuchen einen Draht zu ihr zu finden.
Auch die Einbindung von Diversität fand ich sehr gelungen. Zumal es nicht im Vordergrund steht, die Charaktere sich ihrer Sexualität bewusst sind und es sich ganz natürlich in die Handlung mit einfügt.
Es bereitete mir Schwierigkeiten in Daphne hineinzublicken. Sie ließ Yasha und mir kaum eine Chance sie kennenzulernen oder Nachsicht mit ihr zu haben. Warum sie jede Konfrontation sofort abblockte, sich immer alleine durchboxen wollte oder ihre gesamte Wut auf Yasha konzentrierte - konnte ich einfach nicht verstehen.
Anfangs war ich noch richtig in der Handlung gefangen. Doch im Märchenwald habe ich irgendwie den Faden verloren. Gerade Daphne agiert sprunghaft und unüberlegt und jagt uns von einer Ecke zur nächsten. Ich konnte mich gar nicht richtig einstimmen auf den mystischen Wald, die märchenhaften Szenen, die schaurigen Gestalten, weil mir die Zeit, die Protagonisten und die Handlung davonlief.
Fazit: Evelyne Aschwanden hat mit »Die Herrin des Waldes« einen spannenden Auftakt geliefert, der vor allem durch Action und facettenreichen Charakteren punkten kann. Ich hatte ein paar Startschwierigkeiten mit Daphne und der sprunghaften Handlung, sodass ich Mühe hatte in die mystische Atmosphäre einzutauchen.
DIE HERRIN DES WALDES IST EIN GROSSARTIGES BUCH! Ich kann schon im Voraus sagen, dass ich dafür absolute 5 STERNE + echt gerecht finde. ES WAR MEGA! Die Autorin hat einen tollen ☀️Schreibstil☀️, der leicht, flüssig und spannend, mit ganz vielen märchenhaften Inhalten daher kommt. Das Buch ist aber auch teilweise sehr düster. Alles in allem wirklich interessant. Das Buch ist aus der Erzählerperspektive geschrieben, in der Vergangenheit. Es gibt tolle ☀️Charaktere☀️, die sich im Laufe des Buches immer mehr entfalten und sich dadurch in mein Herz schleichen. Die Hauptcharaktere sind Daphne und ihre Schwester Yasha. Das Buch ist aus der Sicht von Yasha. Die zwei motzigen Stiefschwestern werden von vielen weiteren Charakteren auf ihrer Reise um die Suche nach der kleinen Schwester unterstützt. Allesamt sind sie liebevoll gestaltet. Spannend fand ich zudem, dass viele Charaktere mit einem Märchen zu tun haben, dieses Märchen jedoch anders gelaufen ist, als wir es kennen. Für mich einfach ein grossartiges, packendes und mitreissendes Buch! Es gibt viele Emotionen, Beziehungen, wichtige Gespräche, tolle Umgebungen werden beschrieben, die Geschichte verläuft an einem roten Faden mit leichten nebenhandlungen, die sehr gut eingebaut sind. Ich bin schlichtweg begeistert und habe Yasha und Daphne richtig fest in mein Herz geschlossen. Das Ende ist dann ein bombastisch krasser Cliffhanger und ich freue mich sehr auf den nächsten Band! VON MIR EINE ABSOLUTE EMPFEHLUNG! Definitiv ein neues Highlight!
Dieses Cover ist wunderschön. Die Autorin war mir bisher gänzlich unbekannt. Allerdings wird dies bestimmt nicht mein letztes Buch von ihr bleiben. Von der ersten Seite an ist die Geschichte so spannend das man das Buch nicht aus der Hand legen. Teilweise wirkt es am Anfang schon etwas düster. Durch den tollen, flüssigen, leichten & fesselnden Schreibstil kann man die Welt förmlich vor sich sehen. Eine schön beschriebene & fantasiereiche Welt. Yasha hat mir als Charakter sehr gut gefallen, Daphne dagegen hab ich manchmal einfach nicht so richtig verstehen können. Was mir echt gut gefallen hat, ist das man sich mit Vorurteilen & Geheimnissen im Laufe der Geschichte auseinandergesetzt hat. Die Charaktere gefallen mir durchweg sehr gut, sie sind gut herausgearbeitet & wirken sympathisch & authentisch. So eine mega Märchenadaption.
Cover: Ich LIEBE es! Es ist einfach so wunderschön und so perfekt und einfach nur wow!😍
Meinung: Evelyne hat mich wie schon so oft, wieder vollkommen begeistern können. Ich habe schon viele Bücher der Autorin gelesen, als sie bekannt gegeben hat, dass sie an einer Märchenadaption schreibt, war meine Vorfreude groß.
Der Schreibstil ist wie gewohnt superangenehm und einfach zu lesen, sodass ich einen hervorragenden Lesefluss hatte. Evelyne hat einfach ein riesen Talent, Figuren zu entwickeln und diese absolut greifbar sowie authentisch rüber zu bringen, dies zeigt sie auch wieder in dieser Geschichte. Yasha und Daphne sind mal wieder ganz besondere Protagonisten.
Yasha hat vor kurzen ihre Mutter verloren und muss deshalb zu ihren Vater, der neuen Frau, ihrer Stiefschwester Daphne und der gemeinsamen Halbschwester ziehen. Die Autorin hat es extrem gut geschafft, zu zeigen, wie verloren sich Yasha fühlt. Wie starke Narben der tot ihrer Mutter und auch der Weg bis dahin bei Yasha hinterlassen hat. Die beiden Stiefschwestern könnten kaum unterschiedlicher sein, zudem können die beiden sich auch absolut nicht ausstehen. Daphne ist wunderschön und wirkt auf den ersten Blick nahezu perfekt. Yasha welche gern Kapuzenpullis trägt und Metalmusik hört, ist für Daphne einfach lästig und fühlt sich nicht wirklich wohl in ihren neuen zuhause. Auf den ersten Blick wirken die beiden, wie typische "Feindinnen", doch im Verlauf der Geschichte stellt man immer mehr fest, dass dem nicht so ist. Während die zwei Streithähne ungewollt irgendwie miteinander auskommen müssen und schlimmer noch, zusammenarbeiten müssen, um ihre kleine Schwester zu finden, kommen die zwei sich ein wenig näher. Die zwei müssen feststellen, dass sie mehr gemeinsam haben als sich zunächst erahnen lässt, und werden fast schon zu einem Team. Doch nicht nur die zwei erleben eine emotionale Achterbahnfahrt, auch wir als Leser können hier einiges an Emotionen miterleben.
Der Märchenwald als Setting ist einfach absolut fantastisch! Der Autorin ist es extrem gut gelungen, die dort herrschende, düstere Atmosphäre wunderbar darzustellen. Im Verlauf der Geschichte begegnen wir den unterschiedlichsten Märchenfiguren, welche zum Teil ein wenig anders sind, als wir sie kennen. Evelyne hat im Verlauf der Geschichte richtig viele kleine Details eingebaut, welche sowohl bei den Protagonisten als auch bei uns Lesern für Aha-Momente sorgen.
Fazit: Mal wieder hat Evelyne Aschwanden mich vollkommen begeistern können! Diese düstere Märchenadaption überzeugt mich mit Spannung, überraschenden Wendungen und einer genialen sowie tiefgreifenden Geschichte. Der Märchenwald ist ein fantastisches Setting mit einer wunderbar düsteren Atmosphäre, welche gut rüber kommt. Wie die unterschiedlichsten Märchenfiguren eingebaut worden sind und die kleinen Details immer wieder für Aha-Momente gesorgt haben, gefiel mir richtig gut. In dieser tollen Geschichte gibt es wieder queere Figuren, welche ganz selbstverständlich und damit absolut perfekt in der Geschichte eingebaut sind. In "Die Herrin des Waldes" zeigt die Autorin wieder ihr riesen Talent, greifbare und absolut authentische Figuren zu erschaffen. Daphne und Yasha wirken auf den ersten Blick recht Stereo typisch, doch im verlauf merken wir, das sie es ganz und gar nicht sind. Die Entwicklung der Figuren, wie die zwei, welche sich eigentlich nicht mögen, irgendwie zusammenfinden müssen, ist wirklich gut gelungen. Natürlich hat Evelyne ein Ende eingebaut, welches ein direkt auf das Finale hin fiebern lässt. Von mir gibt es auf jeden Fall wieder eine ganz große Leseempfehlung für diese starke Märchenadaption!💖 Ich danke Evelyne Aschwanden von Herzen für dieses Rezensionsexemplar.
Leider hatte ich etwas Startschwierigkeiten, weil ich nicht wusste, dass es Urban Fantasy sein würde. Dennoch mochte ich die Charaktere und vor allem hat mir gefallen, wie unspektakulär normal Queer-sein von Evelyne Aschwanden behandelt wird und wie toll sie die Märchenfiguren und Wesen miteinander verbunden und in die Geschichte gewoben hat.
Auf Band 2 bin ich gespannt, möchte aber dann Band 1 vorher tatsächlich nochmal lesen.
Zunächst muss ich gestehen, dass ich mit ziemlich großen Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin, weil ich ein großer Fan von ihren restlichen Werken der Autorin bin. Allerdings bin ich dabei auch absolut nicht enttäuscht worden! Ich weiß nicht wie Evelyne Aschwanden immer auf die Plots ihrer Bücher kommt, aber ich bin begeistert. Die ganze Thematik hat mich einfach wieder umgehauen und das Märchen Setting hat mir sehr gut gefallen ♡ Gerade die alternative Umsetzung der weitbekannten Geschichten fand ich echt toll. Zwischendrin hatte ich immer wieder die bekannten "Aha"-Momente, in denen ich mir bekannte Märchen erkannt habe, was mir beim Lesen wirklich viel Spaß gemacht hat.
Und wie immer muss ich natürlich auch hier die Charaktere wieder in den Himmel loben. Wie macht Evelyne Aschwanden das? Keine Ahnung, aber ihre Figuren sind jedes Mal so lebendig und alle auf ihre Art liebenswürdig, ich bin jedes Mal begeistert! Gerade die Thematik rund um Yasha ist ein schwierigeres und sensibles Thema, die Umsetzung hat mir aber auch gut gefallen. So eine Figur erfordert Fingerspitzengefühl und vorallem viel Zeit und gerade das habe ich bei ihr gefunden. In Verbindung mit Daphne hat Yasha eine Entwicklung hingelegt, die mir als Leserin auch viel mitgegeben hat :) Die Schwestern Dynamik möchte ich hier an der Stelle gar nicht spoilern, deswegen meine Empfehlung: lest selbst! Ihr werdet euch stellenweise gerne selbst in die Geschichte katapultieren und ein paar wütende Worte verlieren wollen, aber ich garantiere euch, es lohnt sich. Und vollzeit sympathische Charaktere wären ja auch langweilig ;)
Alles in allem kann ich also wieder seeeehr guten Gewissens eine absolute Empfehlung für die Herrin des Waldes von Evelyne Aschwanden aussprechen! Das Buch ist von vorne bis hinten stimmig und verspricht märchenhafte Abwechslung in eurem Bücherregal. Charaktere und Idee sind einfach *chef's kiss* und bieten in Kombination ein lesenswertes Buch mit vielen Up's and Down's. Also haltet die Taschentücher bereit und taucht ein in den Märchenwald!
Anmerkung: Mir wurde ein Rezensionsexemplar zum Rezensieren zur Verfügung gestellt, dies beeinflusst meine Meinung zu dem Buch aber nicht :)
Nach "City of Heroes" und "GHOSTS" habe ich mich auf etwas Neues von Evelyne Aschwanden sehr gefreut. Und mit "Die Herrin des Waldes" konnte sie mich wirklich überzeugen, obwohl düstere Fantasy ja eigentlich nicht so meins ist. Ich fand Daphne und Yasha sehr interessant, weil sie so unterschiedlich waren. Dabei ging mir zwar Daphne manchmal etwas auf die Nerven, weil sie in manchen Momenten zu impulsiv war, doch an sich waren sie mir sehr sympathisch. Den Wald und seine Bewohner fand ich sehr interessant, weil alles im Prinzip die düstere Version unserer Märchen war. Auch die Integration der Grimms in die Geschichte ist sehr spannend. Der Plot hat mir sehr gefallen, weil die Schwestern auf der Suche nach Ida den verschiedensten Gestalten begegneten und lernen mussten, sich mit ihren neu gewonnenen Fähigkeiten zu verteidigen. Alles war generell etwas düster, was sich gut war, schließlich hatte die Herrin ja alles verflucht und damit dieses düstere Setting erschaffen, aber auch das Ende hat sich dieser Düsterkeit angepasst. Es war genial und super krass und danach saß ich erstmal geschockt in meinem Zimmer. Diese düstere Märchenadaption ist also auch durchaus etwas für all diejenigen, die wie ich eher wenig düstere Fantasy lesen.