In der Schweiz kommt es zu einer beispiellosen Häufung von Internetstö gelöschte Webseiten, geleakte Passwörter, ungewollt verschickte Pornografie. Das lässt die aufstrebende Online-Journalistin Mia Abderhalden und den jungen Hacker Maxi Winter aufhorchen. Was hat es mit den groben Sicherheitslücken auf sich? Die beiden ermitteln. Dabei bahnt sich eine Gefahr an, welche die Eidgenossenschaft in eine Katastrophe stürzen könnte. Was passiert, wenn jemand das Internet im gesamten Land lahmlegt?
Die Idee fand ich genial; Internetstörungen, die zuerst relativ harmlos beginnen, aber dann zu nationalen Katastrophen ausbreiten? Eine Regierung, die (natürlich) mit dem Ganzen überfordert ist und das Land scheinbar in einen üblen Niedergang hineinstürzt? Entsprechend hatte ich hohe Erwartungen und die ersten Seiten des Buches haben mich auch sofort gefesselt. Leider konnte ich absolut nichts mit Mia anfangen, und auch die Beziehung zwischen Mia und Maxi hat sehr gezwungen gewirkt. Mir wäre es lieber gewesen, hätte man die Szenen zwischen den beiden komplett rausgeschnitten und auf die Haupthandlung konzentriert. Auch wäre es mir lieber gewesen, hätte man sich stärker auf das humoristische (wie z.B. bei Marc-Uwe Klings Qualityland) oder das dystopisch-fatale (wie z.B. bei Orwells 1984) entschieden. Der Ton der Geschichte war irgendwo im Mittelfeld, sodass die Spannung nicht bis zum Ende getragen werden konnte. Alles in allem fand ich es schade, dass die Geschichte selbst durch die beiden Hauptcharaktere nicht getragen werden konnte (wobei ich Maxi eigentlich ganz OK fand).
** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **
In den letzten zwei Jahren ist durch das Homeoffice die eigene Internetverbindung immer wichtiger geworden. Ziemlich nervig, wenn es einfach ausfällt und man nichts machen kann. Deshalb fand ich den Gedanken sehr spannend, welche Konsequenzen es hätte, wenn es mehr als nur eine kurze Störung gäbe.
Im Mittelpunkt des Buches stehen Mia und Maxi. Er ist Hacker, sie Journalistin. Nachdem ihm zufällig Ungereimtheiten in Bezug auf das Internet auffallen, wendet er sich an Mia. Zusammen versuchen sie, die Hintergründe zu erkennen.
An sich haben mir die beiden als Team gut gefallen. Sie ergänzen sich und jeder spielt seine Stärken aus. Und dabei hätte es für meinen Geschmack auch bleiben können: Eine gute Zusammenarbeit zwischen zwei Menschen. Leider hat es dem Autor nicht gereicht und es wurde immer wieder eine sexuelle Spannung bzw. Anziehung in die Geschichte hineingebracht. Das wirkte eher gezwungen und hat auch nicht wirklich etwas zur Story beigetragen.
Ansonsten war es nämlich sehr spannend. Ich habe überhaupt keine Ahnung von digitaler Technik, deswegen kann ich nicht beurteilen, inwieweit das ganze Szenario realistisch war - aber es wurde auf jeden Fall sehr glaubwürdig herübergebracht. Dabei wurden immer wieder technische Details aufgegriffen, die aber so aufbereitet waren, dass auch Laien sie verstehen konnten. Dabei waren sie auch nicht zu lang.
Ein bisschen gestört hat mich, dass alles fast zu glatt lief. Hier hätten ein paar mehr Stolpersteine die Spannung noch erhöht.
Ansonsten war es für mich aber eine gelungene, runde Story und definitiv mal etwas ganz anderes. Dabei war das Szenario erschreckend realistisch, was für Gänsehaut gesorgt hat.