Bevor diese Geschichte beginnt, fliegt eine Kaffeemaschine aus dem Fenster des Lehrerzimmers. Dann fliegt Kim. Und zwar von der Schule. Ihre Mutter schickt sie in ein Dorf im Nirgendwo, zu ihrem Exfreund René. Dort geht Kim zur Schule und arbeitet nebenbei an einer Tankstelle, wo sie Janne trifft, der süchtig nach Erdnussbutter-Schokoriegeln ist. Gegen ihren Willen werden Janne und Kim so etwas wie Freunde. Doch sie bleiben nicht lange zu zweit. Aus Janne, Kim und Alex(andra Sofie) entsteht ein Dreiergespann. Bald wissen sie nicht mehr so richtig, wer genau was für wen empfindet. Und wäre das nicht schon kompliziert genug, muss Kim immer wieder den Drang bekämpfen, alles zu zerstören, was ihr zu nahe kommt.
teilweise recht langweilig, da die handlung einfach gehalten ist und nicht so viel passiert. irgendwie zäh an manchen stellen. jedoch sind die figuren ansprechend, man konnte sich gut in sie hineinversetzen und sich teilweise in ihnen wieder finden.
„Schnabeltier deluxe“ von Sarah Jäger fiel mir super spontan beim letzten Buchhandlungsshopping in die Hände. Nach Lesen des Klappentextes hab ich es einfach kurzerhand mitgenommen und direkt angefangen zu lesen.
Handlung: Kim ist rebellisch, hat eventuell sogar ein Problem mit ihrer Wut/ihrer Aggression. Sie wird von ihrer Schule geschmissen, und muss in einem kleinen Dorf ohne ihre Mutter neu anfangen.
Meinung: Bei diesem Coming-of-Age Roman spürt man als Leser:in die Emotionen und Gedanken im Kopf ganz deutlich. Sarah Jäger hält die Nebencharaktere eher auf Distanz, die Geschichte wird von Kim erzählt. Teilweise sehr ironisch, sehr distanziert und ab und an auch deutlich abwertend. Der Schreibstil lässt sich locker und leicht lesen. Ich hätte mir gerne noch ein paar Seiten mehr gewünscht, aber fand die Geschichte dennoch gelungen.
„Schnabeltier deluxe“ ist das dritte Jugendbuch der Autorin Sarah Jäger. Hier erzählt sie von Kim.
Sarah Jäger hat wieder einen Volltreffer gelandet! Ihre Sprache ist poetisch und ausdrucksstark. Ihre Charaktere sind alle so unterschiedlich und liebenswert – egal, ob es sich um die Protagonisten oder die vermeintlich kleinen Nebenfiguren handelt. Vermeintlich deshalb, weil sie die Geschichte mittragen und Stellschrauben für die Entwicklung der Handlung und der Hauptfiguren sind. „Schnabeltier deluxe“ ist eine Geschichte der Heilung. Kim, immer auf der Suche nach dem Warum, findet am Ende Akzeptanz und Verständnis – bei anderen, aber auch und vor allem bei sich selbst!
Kim hat gerade die Kaffeemaschine aus dem Fenster ihrer Schule geworfen. Hinterher noch ein paar Untertassen, weil „der Gedanke an fliegende Untertassen so lustig“ ist. Jetzt fliegt auch Kim – von der Schule. Weil es sich scheinbar von Schule zu Schule herumgesprochen hat, wird Kim in ihrer Stadt an keiner anderen Schule angenommen. Da fällt ihrer Mutter ihr Ex-Freund ein. Dieser lebt jetzt in einem kleinen Dorf und ist mit dem dortigen Schulleiter bekannt. Also soll Kim jetzt für ein Jahr dorthin ziehen – ohne ihre Mutter.
In der Provinz angekommen, macht Kim sich zunächst keine Freunde – im Gegenteil: sie gerät mit dem Busfahrer und mit der Tante des Ex-Freundes aneinander. Kim lässt niemanden an sich heran und baut die Mauern um sich immer höher. Als sie einen Job an der Tankstelle annimmt, trifft sie auf Janne. Janne mit dem roten Haarreif und einem silbernen, aber nur für Feiertage. Janne schafft es, Kims Mauern ein wenig einzureißen und gegen Kims Willen werden sie sowas wie Freunde – oder zumindest Bekannte. Dann taucht Alexandra Sophie auf. Plötzlich sind da Gefühle im Spiel, die über Freundschaft hinausgehen. Aber wer was für wen empfindet, wissen sie selbst nicht so genau.
Und dann muss Kim sich endlich noch dem Drang stellen, alles zu zerstören, was ihr zu nahe kommt.
Es ist ein bisschen wie ein Coming-of-Age-Road-Trip. Nur eben zuhause. Oder viel eher, in einem fremden Dorf. Die Handlung ist schlicht, aber das darf sie auch. Viel mehr belebt Sarah Jäger die Hauptfiguren mit Worten, die man in Jugendliteratur unbedingt braucht. Alle Menschen in der Geschichte sind nicht normalerweise und so findet man sich ganz einfach selbst irgendwo zwischen Kim, dem Jungen aus dem Friseursalon oder der Ex Freund dee Mutter.
«Weil man immer schneller fühlt, als man denken kann.»
das ist eines der Bücher, bei denen man nur ganz schwer beschreiben kann, wieso es so gut war. Denn es war einfach rundum gut. Ein toller und auch emotionaler Jugendroman, der mit einem sachlichen und dennoch tiefgängigen Schreibstil die Geschichte eines Neuanfangens beschreibt und von neuen Freunschaften und Gefühlen erzählt
Kim, die Hauptfigur in Sarah Jägers Roman "Schnabeltier Deluxe", fühlt schneller als sie denken kann. So fliegt die Kaffeemaschine ihrer Lehrerin aus dem Fenster und Kim von der Schule. Sie zieht beim Exfreund ihrer Mutter in einem kleinen Dorf ein und trifft dort auf Menschen, mit denen sie nichts zu tun haben will und dann doch auf Janne und Alex(andra Sofie), die ihr näherkommen, als sie zulassen will. Als Leser*in taucht man tief in Kims Gedankenwelt ein, in das Wütende, das Impulsive, lernt sie aber nach und nach besser kennen und verstehen. Ihre Gedanken sind sehr greifbar beschrieben und lassen einen mitfiebern. Ein Jugendroman, den ich sehr empfehlen kann, nur das Ende kommt etwas abrupt.
Super Buch, durchweg interessante Charaktere, spannende Handlung, sehr berührend, die Protagonistin und ihre emotionalen Welten. Schöne und originelle Sprachbilder.