Ein Wasserschaden hat sein Atelier geflutet. Hagen – mitsamt Kater, vielen Gemälden und Farben – sucht einen Unterschlupf. Da kommt die Nachricht gerade recht, dass er für einige Monate ein Anwesen mit einer umgebauten Wassermühle hüten darf.
Mit einem altersschwachen Bulli und seiner Staffelei zieht er also in ein beschauliches norddeutsches Kuhdorf. Kopfsteinpflaster, alte Gemäuer und malerischer Kirchhof inklusive. Außerdem kreuzt alsbald der ebenfalls malerische Dorfgärtner Nico Hagens Weg. Wortkarg und pragmatisch scheint ihn nichts aus der Ruhe zu bringen, bis eines Nachts Nordlicht über der Wassermühle auftaucht. Und mehr …
Denn die ländliche Idylle zwischen Kirche, Dorfladen und Moor trügt. Auch wenn Hagen so sehr wünscht, dass Nicos Stimme der Vernunft den nächtlichen Spuk vertreibt …
Die Romane der Reihe sind in sich abgeschlossen und können in beliebiger Reihenfolge gelesen werden.
Geboren 1968 als echte Kieler Sprotte im nördlichsten Bundesland, wohne ich mit vielen Tieren auf dem Land. Katzen, Hunde und Pferde beeinflussen Leben, Alltag und natürlich das Schreiben.
Nach zahlreichen Geschichten, die ich rückblickend als „Versuche, das Schreiben zu lernen“ bezeichne, habe ich neben meinen bisherigen und zukünftigen Verlagsveröffentlichungen das Abenteuer Selfpublishing für mich entdeckt.
Ich schreibe Fantasy in allen möglichen Richtungen: Urban, Geistergeschichten, Gay Romance und Heroic Romance („Schmachten & Schlachten“, wie ich dieses Subgenre mit einem Augenzwinkern nenne) und noch viel mehr.
Wohlfühllektüre … mit leichtem Gruselfaktor Hagen braucht dringend eine neue Unterkunft und landet samt Kater in Klaxdonnersbüll, einem kleinen Dörfchen, gegen das Rendsburg wie eine pulsierende Metropole wirkt. Allerdings bemerkt Hagen schnell, dass das Landleben auch so seine Vorteile hat. Einer davon heißt Nico, sieht aus wie ein echter Wikinger, bringt Hagens Kopfkino zum rotieren und wohnt praktischerweise gleich nebenan. Deswegen outen will sich Hagen aber nicht gleich. Könnte ja unangenehm werden … Der wortkarge Nico dagegen weiß schnell, woher der Wind weht, wartet aber auf ein Zeichen von Hagen. Derweil nimmt das Schicksal seinen Lauf und ein Geist wütet plötzlich des Nachts ausgerechnet in der alten Mühle. Könnten Hagen und Nico das Rätsel um den Spuk lösen? Und ganz nebenbei auch noch den Grundstein für eine Beziehung legen? Schon der erste Band der Geschichten aus Klaxdonnersbüll ist einfach herrlich, wie ein kleiner Urlaub im hohen Norden. Mit „Ein Maler, ein Gärtner und ein Spuk“ führt Tanja Rast die Reihe genauso charmant fort – wobei „Reihe“ eigentlich das falsche Wort ist, da die Storys in sich abgeschlossen sind und nicht zwingend aufeinander aufbauen. Sie teilen allerdings den idyllischen Handlungsort und seine liebenswerten, bisweilen auch leicht schrulligen Bewohner. Viel Lokalkolorit sorgt dafür, dass man sich beim Lesen wirklich in das kleine Dorf versetzt fühlt. Die Story um Hagen und Nico entwickelt sich ruhig, aber sie macht Spaß. Man spürt die Anziehung zwischen den Männern, kann ihre (Selbst-)Zweifel gut nachvollziehen und hat seinen Spaß an der lustvollen Beschreibung all der kleinen Genüsse, die Hagen in den diversen Läden seiner neuen Heimat so entdeckt. Der Gruselfaktor hält sich in Grenzen, sorgt aber schon für ein paar echte Gänsehautmomente. Für mich war die Story echte Wohlfühllektüre … mit Suchtpotential. Kaum ist man mit dem einen Buch fertig, sehnt man sich schon nach dem nächsten. Eine bessere Empfehlung kann es meiner Meinung nach für eine Geschichte nicht geben. Fazit: Herrlich! Unbedingt lesen!!! Von mit gibt es 5 (Nord-)Sterne und eine Leseempfehlung.