"Kalter Neid" war mein erstes Buch von der Autorin und auch nicht unbedingt mein Letztes. Wir starten entspannt mit dem ersten Todesfall ins Buch, wobei einem nach und nach die Charaktere vorgestellt werden. Allesamt fand ich sie sehr sympathisch, wobei mir die eigensinnige Art von Tante Hedwig doch schon aufdringlich vorkam und sehr naiv. Wobei ihre Nichte mir manchmal zu sehr Stock im Hintern hatte. Ein erfrischender Nebencharakter war definitiv Taxifahrer Yildirim. Der tat mir zeitweilen schon echt leid.
Allesamt haben sie nur ein Ziel: Lösung des Mordfalls (wobei Frau Theresa Sommer am liebsten überhaupt nichts damit zu tun hätte). Da kommt dann der Mann der Stunde ins Spiel: Kommissar Lukas Kampmann. Ein wahnsinnig sympathisch und eigensinnig Charakter, den man einfach lieben muss. Ich mag seinen Spleen zu jedem Mordfall ein eigenes Notitzbuch anzulegen, grünen Tee statt Kaffee zu trinken und dass er auch sonst eher nicht so Klischee Polizei ist. Auch seine Yogaeinheiten finde ich so erfrischend, auch wenn die Entspannung nie lange anhielt.
Die Spannung war eher mittelmäßig, wurde aber durch die humorvolle Art von Hedwig, dem Flirtversuchen von Lukas und den inneren Monologen von Theresa gut ausgeglichen. Leider muss ich doch wieder feststellen das Krimis allein einfach zu wenig Fleisch für mich haben, auch wenn ich durch die Story gut unterhalten würde.
Mir hat es einfach zu lange gedauert bis die losen Fäden verknüpft wurden, wenn sie doch überall lagen. Der Täter/in hat mich dann doch überrascht, aber war jetzt nicht spektakulär. Das Ende fand ich dann platt und unbefriedigend, da ich finde dass Lukas und Theresa gut harmoniert hätten. Aber werde gerne noch weitere Bücher über den Kommissar Lukas Kampmann lesen wollen.