Inspiriert von der Senntumsmalerei erzählt Lika Nüssli von den jungen Jahren ihres Vaters Ernst als Verdingbub. In einem berührenden Bild- und Figurenkosmos verschmelzen unbeschwerte Kindheitsmomente mit dem harten Alltag und Überlebenskampf der Toggenburger Bauernfamilien und dem im Nachbarland tobenden Krieg. Kleine Pausen voller Glück bringen der Hauptfigur ihre verlorene Jugend und Freiheit zurück. — Anette Gehrig, Direktorin und Kuratorin, Cartoonmuseum Basel
Inspired by traditional alpine painting, Lika Nüssli tells the story of her father Ernst's young years as a 'Verdingbub', a hired child laborer. In a touching cosmos of images and characters, carefree childhood moments merge with the hard everyday life and struggle for survival of the Toggenburg farming families and the war raging in the neighboring country. Small pauses full of happiness bring back the main character's lost youth and freedom. — Anette Gehrig, Director and Curator, Cartoonmuseum Basel
Lika Nüssli erzählt in «Starkes Ding» von den jungen Jahren ihres Vaters Ernst, der als Kind verdingt* wurde. Hier treffen unbeschwerte Kindheitsmomente auf den harten Alltag der Bauernfamilien, liebevoller Umgang in der Familie auf Ausbeutung und Misshandlung auf dem Hof. Die von der naiven Bauernmalerei des Appenzellerlands inspirierten Panels lassen sich viel Raum, um Erinnerungen und Gefühle einzufangen; kleine Pausen voller Glück bringen der Hauptfigur ihre verlorene Jugend und Freiheit zurück. Ein sehr beeindruckender und berührender Band.
* Verdingung bezeichnete die Fremdunterbringung von Kindern, die in der Schweiz bis in die 1960er Jahre Praxis war. Die aus armen Verhältnissen stammenden Kinder wurden meist auf Bauernhöfe vermittelt, wo sie als günstige Arbeitskräfte ausgebeutet und nicht selten auch misshandelt wurden.
Die Geschichte ist großartig. Es war eine andere, harte Zeit. An die Zeichnungen musste ich mich etwas gewöhnen, recht grob. Aber sie werden der Geschichte schließlich gerecht.