»Wenn die eigene Mutter stirbt, ist das ein tiefer Einschnitt für eine Tochter. Egal, wie gut oder schlecht die Beziehung zur Mutter war.«
Das Buch von Britta Buchholz ist eine Liebeserklärung an die Mutter – aber auch ein Appell, sie loszulassen. Als sie ihre Mutter mit 31 Jahren verliert, bricht für sie eine Welt zusammen. Es ist Verzweiflung und die tiefe Erschütterung, in der Trauer zu versinken. Nach und nach jedoch versteht sie, dass es um mehr als Trauer geht. Sie liest Bücher über den Verlust der Mutter, sie tauscht ihre Erfahrungen mit anderen aus, bis sie schließlich erkennt, dass es etwas mit ihrer eigenen Entwicklung, ihrem Weg als Frau und dem Erwachsenwerden zu tun hat. Berührend erzählt sie ihre persönliche Geschichte und setzt sie ins Verhältnis zu Frauen, die ebenfalls ihre Mutter früh verloren haben.
Mutterseelenallein ist eine Mut, Kraft und Hoffnung gebende Lektüre für alle Frauen auf dem Weg zu sich selbst.
Die Autorin hat mit 31 Jahren innerhalb weniger Wochen ihre Mutter an Krebs verloren. Sie beschreibt in diesem Buch sehr eindrücklich ihre Trauerzeit, von der sie drei Wochen auf Lanzarote verbringt. Auf dieser Reise durch ihre Trauer dürfen wir Britta Buchholz begleiten. Diese Teile lesen sich wie ein Roman in Tagebuchform. Darüber hinaus gibt es viele nützliche Informationen und Gedanken zum Thema Trauer.
Mich hat dieses Buch sehr berührt und gefesselt. Insbesondere, weil es nicht das "klassische Trauerbuch" ist, in dem Verstorbene auf einen goldenen Thron gehoben werden und die eigene Beziehung zum Verstorbenen kaum eine Rolle zu spielen scheint. Hier ist es definitiv anders. Britta Buchholz reflektiert sehr ehrlich ihre Beziehung zu ihrer Mutter und was ihr Tod für ihr Weiterleben bedeutet. Sie erlebt die Berg- und Talfahrt der Trauer und teilt offen beides mit uns. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen. Das Thema Trauer und vor allem die Trauer um die eigene Mutter betrifft uns alle. Auch, wenn jemand kein gutes Verhältnis oder keinen Kontakt mehr zu der eigenen Mutter hat, ist das in gewisser Form ein Verlust und eine Trauer. Der Schreibstil ist sehr authentisch und gut lesbar, sodass jeder für sich etwas mitnehmen kann. Leider ist das Thema immer noch ein Tabu in unserer Gesellschaft - dieses Buch hilft es weiter zu enttabuisieren. Trauer ist keine Privatsache, Trauer geht uns alle an. Eine klare Empfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐ von mir.
Wichtiges Thema, gute Ansätze, nur leider keine überzeugende schriftstellerische Ausführung. Redundante Kapitel und bagatellisierende Darstellung von Depression und Suizid haben dafür gesorgt, dass ich dieses Buch eigentlich nicht fertig lesen wollte - weil es aber ein Rezensionsexemplar war, war ich gezwungen es bis zum Ende zu lesen. Eigentlich hat es nur einen Stern verdient wegen Stellen, wo Menschen, die an diagnostizierten Depressionen leiden, Selbstmitleid und eine unnötige Opferrolle vorgeworfen wird. Für die vielen Literaturempfehlungen gibt es dann doch zwei.
★☆ → Das Buch handelt von dem Verlust der Mutter und wie Töchter damit umgehen. Ja, es handelt um die Tochter, die ihren Weg findet, allerdings finde ich es schade, dass hier nur von der Mutter-Tochter-Beziehung gesprochen wird - zu Beginn wird zwar erwähnt, dass es ebenso für die Mutter-Sohn-Beziehung zählt. Im Grunde geht jedes Kind durch den selben Verlust, daher hätte es für mein Gefühl eher eine Reise für Kinder beim Verlust der Mutter sein sollen. Es wird die Reise einer Tochter nach dem Tod der Mutter erzählt und dient als Ratgeber für Töchter, die ihre Mutter verlieren oder verloren haben. Jedes Kapitel enthält allerdings den selben Inhalt - anders wiedergegeben - und bietet mir keinen Mehrwert. Buch wurde bei der Hälfte abgebrochen.