Die Menschheit ist am Abgrund - der Countdown läuft.
Ein Stromausfall stürzt die ganze Welt ins Chaos. Zwei Jahre später sind die Folgen davon noch immer gewaltig. Die ausweglosen Umstände von Ressourcenknappheit und überfüllten Städten bringen Lena und ihre Familie dazu, Unterschlupf in einer Aussteigersiedlung zu suchen. Dort trifft sie ihren alten Klassenkameraden Ben wieder. Als die beiden herausfinden, dass der Stromausfall nur der Beginn von einem größeren Plan ist, müssen sie sich entscheiden: Wollen sie weiter in der Sicherheit der Siedlung bleiben oder sich auf den schwierigen Weg machen, um die Menschheit vor einer Macht zu retten, von deren Existenz diese noch nicht einmal etwas ahnt?
Das neue Buch von Abenteurer und Bestsellerautor Thomas Thiemeyer: unerbittlich, fesselnd und actionreich
Thomas Thiemeyer (*1963) is a German illustrator and writer.
He studied art and geology in Cologne. His first children's book was published in 1989 by the Ravensburger publishing house, where Thiemeyer already worked as graphic advisor. 2 years later he became freelance artist. As freelance artist, he illustrates plays, children's books, book envelopes and much more. Among others he has worked for Heyne, Arena, Fantasy Productions, Beltz & Gelberg, HarperCollins, Random House and Wizards of the Coast. In recent time he co-operated with the American director Darren Aronofsky. His work was distinguished several times with Kurd Laßwitz prize and the German Fantasy prize.
In 2004 his debut novel "Medusa" was published by Droemer Knaur. The international success was followed by "Reptilia" in 2005 and "Magma" in 2007. All his novels have become best-sellers. His works were translated into numerous languages: Spanish, Dutch, Czech, Polish, Russian, Korean as well as Slovenian.
Thomas Thiemeyer lives in Stuttgart with his wife and two sons.
Ich bin großer Fan von Thomas Thiemeyer! Er schreibt tolle Abenteuergeschichten mit einem Hauch SciFi und manchmal auch etwas Mystery… daher war ich auf COUNTDOWN besonders gespannt. Die Story beginnt wie eine klassische Dystopie: Ein Stromausfall legt unsere technologisierte Welt lahm und die Menschheit muss sich wieder auf ihre Wurzeln besinnen. Plötzlich ist der Tesla nichts mehr wert und auch das Smarthome nützt nur noch bedingt. Ben lebt in einer Siedlung von „Aussteigern“ – wie man sie früher genannt hat. Jetzt ist das die einzig logische Lebensweise. Auch die Familie von Lena muss sich das eingestehen und schließt sich der Gruppe an. Diese neue Welt scheint erstmal wie ein großes Abenteuer zu sein, bis den Jugendlichen auf einem ihrer Beutezüge etwas völlig Verrücktes passiert… Die Survival Geschichte nimmt in voller Fahrt eine komplette Kehrtwende mit und wird zu Science Fiction vom Feinsten! Die Story spielt in gar nicht so so ferner Zukunft, das macht sie greifbar. Und für mich das coolste – die Handlung findet quasi vor meiner Haustür statt!!! Ich wohne ja mitten im Ländle – oder The Länd wie uns die neuste Werbemasche suggerieren will ;-) Ich bin oft in Ludwigsburg oder in Stuttgart auf dem Schlossplatz. Sich vorzustellen, dass da plötzlich ganz andere Mächte herrschen als unser Winfried, ist schon komisch… Wer da die Herrschaft übernommen hat, verrate ich Euch nicht. Diesen Überraschungsmoment möchte ich Euch nicht nehmen. „Russen vielleicht“, schlug Liam vor. “ Dad sagt immer, die Russen sind an allem schuld.“
Der Genremix ist cool. Noch cooler sind eigentlich die Interaktionen der jungen Protagonisten. Absolut authentisch und auf Augenhöhe wachsen die jungen Helden in Countdown über sich hinaus – nehmen aber die alterstypischen Ängste und Herausforderungen des Teenagerlebens mit. Ähnlich wie bei Stranger Things gibt es hier eine „normale“ Story und das übergeordnete Abenteuer. Das mag ich sehr.
Star Trek Feeling in The Länd – COUNTDOWN – Der letzte Widerstand ist spannend, humorvoll und macht es uns Lesenden unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen, bevor der Countdown zu Ende ist. Absolute Leseempfehlung!
Da ich so gut wie jedes Buch von Thomas Thiemeyer gelesen habe, war ich sehr gespannt auf seinen neuen Jugendroman.
Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen und das Setting fand ich von Beginn an sehr gelungen und unterhaltsam. Die Thematik über den weltweiten Stromausfall und wie sich die Menschheit wieder aufrappeln muss fand ich sehr spannend. Auch die weitere Thematiik fand ich sehr interessant, da diese Richtung doch eher selten eingeschlagen wird.
Lena und Ben waren sympathische Protagonisten und ich fand es sehr interessant sie durch die Geschichte zu begleiten. Die Handlung hat jede Menge Spannung und Action und ich habe mich eigentlich nie gelangweilt.
Der Schreibstil des Autors war wie gewohnt flüssig zu lesen und ich habe mich von dem Buch sehr gut unterhalten gefühlt.
Es geschieht kurz vor den Zeugnisferien, als Ben und seine Mitschüler Zeugen eines weltweiten Stromausfalls werden. Und plötzlich hört das Leben, wie man es bisher kannte, auf. Sämtliche Schüler reißen sich die Armbanduhren von den Handgelenken und müssen zuschauen, wie ihre Handys durchschmoren. Innerhalb weniger Tage bricht das gesamte Wirtschafts- und Finanzsystem zusammen.
Der Vorfall markiert eine Zeitenwende. Viele Geschäfte stehen leer. Nach dem schrittweisen Absturz der Zivilisation bilden sich schnell neue, in Zügen mittelalterliche Verhältnisse heraus. Es bilden sich autarke Dörfer, eine neue Regierung ergreift die Macht.
Sowohl Bens Familie, die Kowalskis, als auch die seiner Mitschülerin Lena, die Familie Arendt, haben schon vor den jüngsten Ereignissen auf alternative Energien zurückgegriffen. Doch lediglich den Kowalskis hat es geholfen, sich als Prepper auf die neue Situation vorbereitet zu haben. Nach dem Vorfall nehmen sie wenige Familien bei sich in ihrem Containerdorf auf. Hier gibt es sogar eine Schmiede, eine Schweißerei sowie eine Gießerei. Es gelingt ihnen Abfall zu recyclen, als Energiequellen dienen Wind- und Solaranlagen. Sie bauen selbst ihr Gemüse an.
Die Arendts hingegen haben in der Zeit vor dem Stromausfall viel Geld in ihr Haus investiert. Das hilft ihnen zwar, eine Zeit lang über die Runden zu kommen, doch irgendwann müssen sie Unterschlupf bei den Kowalskis suchen. So kommen sich Ben und Lena näher.
Als beide von einer beabsichtigten Razzia bei den Rebellen erfahren, berichtet Ben von seiner Mom, die die Familie verlassen hat, um sich einer Widerstandsgruppe gegen die neue Regierung anzuschließen und sich nunmehr in Gefangenschaft befindet. Als die Jugendlichen dann auch noch in den Besitz einer Waffe von Regierungsagenten gelangen, die diese offensichtlich unbedingt zurückhaben möchten, suchen sie den Rat von Bens Onkel Oswald und geraten in ein gefährliches Abenteuer.
Meinung:
Thomas Thiemeyer verspricht bereits auf den ersten Seiten seines Buches ein ambitioniertes Projekt mit spannenden Ansätzen. Nach der Explosion eines Sterns namens Beteigeuze, verändert sich das Leben auf der Erde radikal. Die Stromversorgung und mit ihr sämtliche Telefon- und Mobilfunknetze brechen zusammen. Fahrzeuge lassen sich nicht mehr starten. Schon bald werden Läden geplündert. Eine neue Regierung bildet sich heraus und sorgt für Ordnung im Chaos.
Sie erschafft Wohnkasernen und Fabriken. Jeder Mensch ist verpflichtet tagsüber zu arbeiten, um einen Platz zum Leben zur Verfügung gestellt zu bekommen. Nicht jedem gefällt dieses neue Lebensregime, denn Leben bedeutet in dieser neuen Welt: Arbeiten rund um die Uhr.
Auch die Architektur wird zum Instrument des neuen totalitären Staates: Das Regierungsoberhaupt lebt in einer riesigen Pyramide aus Obsidian.
Erst über die Seiten hinweg wird klarer, in welche Richtung die Geschichte gehen soll. Ben möchte seine Mutter finden und es kommt zu einer Rebellenbewegung. Thomas Thiemeyer kreiert einige überraschende Wendungen. Seine Figuren bleiben dabei aber zu oft distanziert und emotionslos.
Fazit:
„Countdown – Der letzte Widerstand“ war mein erstes Buch von Thomas Thiemeyer. Leider reichte ein spannendes, fantasievolles Setting alleine nicht aus, um das Buch am Anfang zu tragen.
Der Autor schildert die Katastrophe gekonnt, protokolliert die Veränderungen seiner Figuren und ihrer Umgebung nachvollziehbar. Allerdings werden die Hauptfiguren nur langsam zu Menschen mit Persönlichkeit, denen man teilnahmsvoll durch das Werk folgen möchte.
In der zweiten Hälfte des Buches findet sich dann aber plötzlich eine den Leser in ihren Bann ziehende Geschichte, die Unterhaltung gekonnt in Szene setzt.
Wer ein Buch sucht, das zwischen Action, Thriller und Science Fiction angesiedelt ist, das erst ein wenig verhalten beginnt, dann aber mit großem Elan daherkommt, der ist mit dem Werk gut bedient
Zwei Jahre, nachdem ein Blackout die Erde heimgesucht hat, kämpft die Menschheit ums Überleben. Entweder gehen sie in die Städte, wo sie versorgt sind, aber den Regeln der Atlas-Union folgen müssen, oder sie bestreiten ihre Existenz auf dem Land, mit Landwirtschaft, Tauschhandel oder Plünderungen. Ben lebt mit seinen Geschwistern in einer solchen freien Siedlung. Bei der Entdeckung einer alten Tankstelle entdeckt er ein Geheimnis hinter der Atlas-Union, die eine ganze Reihe an Ereignissen ins Rollen bringt, bis hin zur Rettung der Welt vor den Unterdrückern, die das natürlich zu verhindern suchen.
Der Autor greift einige interessante Theorien auf und verwebt sie zu einem insgesamt konsistenten Szenario in der nahen Zukunft. Gefallen hat mir, dass die Leute, die in unserer heutigen Gesellschaft als "schräge Vögel" dastehen würden, weil sie sich auf ein autarkes Überleben vorbereiten, im Buch diejenigen sind, die am besten zurechtkommen. Der Gesamtplot ist für sich schlüssig und folgt einem insgesamt recht interessanten Bogen. Überraschende Wendungen hält das Buch kaum bereit, denn diese sind schon weit im Voraus erkennbar.
Leider hat es sich damit auch schon an den Aspekten, die mir gefallen haben. Sie wiegen leider nicht die Dinge auf, die ich störend fand, so zum Beispiel: Der Schreibstil war für mich recht zäh zu lesen, da er etwas sperrig wirkte. Insbesondere haben die Figuren ein Talent für Dialoge, die entweder sprunghaft oder aufgebläht sind - und vor allem finden sie zumeist in Situationen statt, in denen sie mir völlig unangemessen erscheinen. Somit erscheint das Verhalten der Charaktere auch in vielen Situationen inkohärent. Oder plump ausgedrückt: Ich habe mich beim Lesen manchmal gefragt, wie sie damit durchkommen. Vielleicht dadurch, dass ihre Widersacher mit scheinbar noch weniger Intellekt gesegnet sind. Vom den Hauptfiguren hat mich keine wirklich begeistern können, da sie für mich kaum unterscheidbar waren. Ein paar der Nebenfiguren erschienen mir interessanter.
Insofern für mich kein wirklich gutes Buch, habe aber auch schon Schlechteres gelesen.
Countdown entpuppte sich als eine Dystopie, spannend und unvorhersehbar wie ich es schon lange nicht mehr erlebte. Ich hätte am Anfang des Buches nie vermutet, was mich in dessen Verlauf noch alles erwarten und was ich entdecken würde, welche Geheimnisse noch zwischen den Seiten schlummern und was alles erstaunliches ans Licht kommen könnte. Echt cool!
Allen voran gefiel mir natürlich, dass eine der Protagonist*innen Lena heißt. Das finde ich immer besonders, vor allem da Lena als Allerweltsname nicht ganz so beliebt bei Schreibenden scheint, was mich jetzt ehrlich gesagt auch nicht sonderlich wundert. Zwar wird von keiner der Figuren aus der Ich-Perspektive berichtet, aber ich konnte mich nach einigen Kapiteln Gewöhnung dennoch gut in alles einfinden. Das Geschehen tauchte langsam aber sicher detailreich in meinem Kopf auf, und auch wenn stets eine gewisse Distanz zu den erzählenden Figuren blieb, konnte ich davon abgesehen mitfiebern und war dem Sog der Geschichte verfallen.
Das Szenario, was sich zu Beginn des Buches anspielt, ist für viele sicherlich ein Albtraum. Stromnetze werden lahmgelegt, Autos fahren nicht mehr, Handys funktionieren nicht, eine landesweite Katastrophe ereilt sich und man ist auf sich selbst gestellt. Man muss seine Versorgung sicherstellen können, doch wie und worauf soll man sich vorbereiten, wenn keiner einem sagt, was wirklich Sache ist? Ich bin froh und dankbar, dass ich nicht zwischen den Buchdeckeln lebe, denn die Situationen der Menschen sind teilweise echt haarsträubend, besonders in der zweiten Hälfte des Buches, wo die Spannung und das Tempo merklich anziehen und nach und nach immer mehr Geheimnisse gelüftet werden. Ich hing gebannt an der Geschichte und konnte und wollte mich nur schwer lösen.
Mein Fazit: Eine wunderbare Dystopie für Jugendliche und Junggebliebene! Ich werde dem Autor auf jeden Fall treu bleiben und freue mich auf weitere Abenteuer von ihm. Einen halben Stern muss das Buch aufgrund der nicht so intensiven Nähe zu den Figuren einbüßen, und so lande ich bei 4,5 von 5 Sternen.
Da ich schon mehrere ähnliche Bücher zu diesem Thema gelesen habe, hatte ich eine gewisse Vorstellung davon, was mich erwarten könnte. Aber es kam dann doch ganz anders als gedacht. Die Feinde sind ganz andere als ich zunächst angenommen habe. Mit der Auflösung hätte ich wirklich nicht gerechnet und ich war zunächst skeptisch, aber im Endeffekt ist es gut umgesetzt worden und die Idee finde ich originell. Es war jedenfalls nichts, was ich erwartet hätte. Auch sonst war das Buch zwar interessant und spannend.
Lediglich manche Charaktere blieben etwas schwach und ich habe mich ihnen nicht besonders verbunden gefühlt. Sie waren zwar nicht unsympathisch, aber irgendwie wurde auch keine Verbindung zu ihnen aufgebaut. Aber das lässt sich noch verkraften und ist nur ein kleiner Minuspunkt.
Wer der Verräter ist, inmitten der Widerstandsbewegung, war für mich relativ schnell klar. Diese Wendung habe ich jedenfalls kommen sehen und es war gar keine Überraschung für mich. Da hatte ich mit einem heftigeren Plottwist gerechnet.
Alles in allem eine schöne und kurzweilige Unterhaltung. 😊
Ich mochte den Beginn des Buches mit Ben und Jennifer bei der Tankstelle, es fing wirklich vielversprechend an. Leider brach das dynamische Duo direkt danach jedoch auseinander und Ben umgab sich nur noch mit Lena, der Neuen. Nicht dass ich sie nicht mochte, aber die beiden Geschwister hatte ich zusammen geliebt und das hätte nicht wegfallen dürfen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich allerdings auch noch nicht gewusst, wie viele Geschwister Ben (der für mich übrigens am Anfang acht oder so, später eher dreizehn oder gar noch älter war) hatte, die alle kaum vorkamen. (SPOILER) I mean, den einen (Liam) hatte ich nicht einmal gekannt, bevor er fast im Sterben lag. (SPOILER ENDE) Die besagte „Aussteigersiedlung“ war für mich sehr übertrieben. Zumal Lena auch noch in so einem unabhängigen Haus wohnte. Ich hatte mir unter dem Buch eher eine nahbare Geschichte wie „Dry“ von Neal und Jarrod Shusterman vorgestellt, aber das war sie leider überhaupt nicht. (SPOILER) Spätestens als die Aliens kamen, war bei mir alles vorbei. (SPOILER ENDE) Ich meine, das Buch hatte gute Stellen (SPOILER), zum Beispiel die, bei der die drei Unionsagenten auf den Hof von Oswald kommen (SPOILER ENDE), dazwischen war es dann aber wieder total verrückt. Ich mag Science-Fiction und Fantasy einfach nicht wirklich, weswegen ich hiermit auch so wenig anfangen konnte. Ich habe gelesen, wie hier jemand schreibt, es werde zu wenig World-Building betrieben, worüber ich sehr froh war, denn so etwas finde ich meistens langweilig. Zwischen Zukunftstechnologie hatte ich aber auch manchmal das Gefühl, mich nun im Mittelalter zu befinden. Die langen Märsche, der Markt und die Pferde erinnerten mich stark daran. Mich hätte eher die Zeit direkt nach dem Blackout interessiert und nicht zwei Jahre danach, wenn irgendeine Union an die Macht gekommen war. Dieses Thema ist, ebenso wie „Dry“ eine Grundidee, gar nicht so fern von der Realität. Ich hätte mir dann auch eine entsprechende Umsetzung gewünscht. Ich wollte eine Geschichte, in der die Menschen auf den Blackout reagieren, in der alles langsam den Bach runtergeht, keine, bei der (SPOILER) Aliens den Planet erobern wollen und das vereitelt werden muss. (SPOILER ENDE) Es war spannend erzählt, ja, doch ich hätte mir gewünscht, dass die Science-Fiction-Elemente kommuniziert worden wären. Ich weiß, genaues zu nennen hätte die Überraschung vermiest, aber da hätte man sicher eine Lösung finden können. Dann wäre mir auch klar gewesen, worauf ich mich einlasse.