Fentje Jacobsen entspricht nicht dem klassischen Bild einer Rechtsanwältin. Sie betreibt ihre Kanzlei vom Bauernhof ihrer Großeltern in Nordfriesland aus. Dort rauben ihr die beginnende Demenz der Oma, eine renitente 14-jährige Nichte und der leichtsinnige Bruder den letzten Nerv. Als Fentje beauftragt wird, einen jungen Mann zu vertreten, der des Mordes an seiner Freundin verdächtigt wird, stößt sie auf einen alten, sehr ähnlichen Fall. Fast zeitgleich verschwinden zwei Schülerinnen aus einem nahe gelegenen Internat. Bei ihren Nachforschungen lernt sie den weltgewandten, ehrgeizigen Journalisten Niklas John kennen. Trotz unterschiedlicher Ziele beginnen sie gemeinsam zu ermitteln ...
Mit "Akte Nordsee" startet Eva Almstädt eine neue Krimireihe. Angesiedelt ist die Geschichte in der Husumer Bucht und das "Ermittlerteam" besteht aus einer Halbtagsrechtsanwältin und einem Lokalreporter. Fentje Jacobsen ist eigentlich Rechtsanwälten, sie wohnt und arbeitet auf dem Schafhof ihrer Großeltern und erzieht auch noch ihre Teenienichte. Ihre Umgebung ist hauptsächlich damit beschäftigt Ihr einen Ehemann zu suchen, denn der fehlt Ihr noch. Eines Tages findet Fentje einen verletzten jungen Mann auf ihrer Schafsweide und kurze Zeit später stehen beide vor der Leiche seiner Freundin. Die Polizei nimmt ihn wegen Mordverdacht fest und Fentje hat ihren ersten großen Fall. Bei ihrer Spurensuche läuft ihr der smarte Lokalreporter Niklas John über den Weg, der auf der Suche nach einer guten Story ebenfalls in dem Mordfall wühlt. Trotz gegenseitiger Abneigung merken beide, das sie als Team deutlich mehr erreichen als allein. Und der Fall weitet sich aus, 2 Mädchen verschwinden aus einem Luxusinternat und immer mehr Spuren führen in die Vergangenheit. An sich ein guter Plot und sympathische Protagonisten aber das Buch hat auch seine Schwächen. Zunächst einmal finden polizeiliche Ermittlungen faktisch nicht statt, dann ist die fast schon teeniehafte Liebelei zwischen den beiden Hauptakteuren, das nervt und nimmt der Geschichte den Schwung - der so schon eher zurückhaltend daherkommt, einige Aktionen sind auch recht naiv und unrealistisch dargestellt. Dem gegenüber steht der bildhafte Schreibstil, der den Leser gut mitnimmt und viel Lokalkolorit versprüht, auch die einzelnen Charaktere sind gut ausgearbeitet und der trockene nordische Humor lockert die Geschichte auf. Die Kriminalgeschichte ist spannend, halt interessante Wendungen parat und verknüpft gut Dinge aus der Vergangenheit mit dem aktuellen Fall. leider wird sie häufig von Nebensächlichkeiten übertönt. Insgesamt hat mich das Buch trotzdem gut unterhalten und ich werde der Reihe weiter folgen.
Ich sags wie‘s ist: schlecht geschrieben und darin schon wieder unterhaltsam.
Meine Kritik: 1) NIEMAND redet so, wie die Personen in dem Buch. Die gesprochenen Sätze sind viel zu lang und komplex für Alltagskonversationen. Und an den Stellen mit dem Loveinterest todes cringe (das war der unterhaltsame Teil) 2) Der/Dem Hörer:in wird alles bis ins kleinste Detail erklärt, teils mehrfach. Man muss wirklich null mitdenken, und ich dachte mir die meiste Zeit: „Das weiß ich doch alles schon?!“ 3) Der Plot war nicht originell; er fühlte sich an, als wäre er schon 100 Mal gelesen worden. 4) Der Hauptcharakter ist eine Anwältin, und obwohl ich nicht viel davon verstehe, lehne ich mich mal aus dem Fenster und sage, dass es leider eine wirklich schlechte Anwältin ist – hat zu viel Kopfschütteln geführt. Sie hat mir auch die ganze Zeit Gryffindor-Energie gegeben (kein Kompliment).
Ich habe es trotzdem bis zum Ende gehört. Hat sich ein bisschen angefühlt wie Trash-TV schauen und davon bin ich ja auch Fan…
Da war einfach ein One-Bed-Trope und er hat sich AUF DIE COUCH GELEGT. Ich war krass invested in die Liebesgeschichte, der Kriminalfall hat mich nicht so ganz gecatcht, aber ich bin vielleicht einfach keine Krimi-Leserin.
Richtig spannend wars tatsächlich auch nicht, aber die Handlung war schon gut durchdacht. Mir persönlich waren es sehr schnell bisschen zu viele Personen und zu viele Handlungen, die mit den beiden Mädels hat mich mehr interessiert als die Haupthandlung.
Comfort Krimi - liest sich wie ein Krimi aus dem ZDF - unterhaltsam, ganz charmant aber eher unaufregend. Kein nerviges Blut oder viel Gewalt, schöne Natur und liebenswerte Protagonist:innen.
Sehr guter Auftakt Fentje ist eine starke Frau, die weiß, was sie will und kann. Niklas ist ein gutbetuchter Journalist, der an seinem Selbstbewusstsein arbeiten sollte, denn man blickt recht schnell durch seine Fassade. Mir gefallen beide, schon allein, weil sie sich gut ergänzen. Wenn da mal nicht etwas in der Luft liegt. Ich würde mich freuen. Der Fall selbst ist super verworren und das hat mich noch mehr gepackt, denn irgendwie kam man nie so wirklich dahinter, was jetzt eigentlich los ist und wieso die Opfer getötet wurden. Die Auflösung war für mich einfach nur krass, denn solche Menschen sind mir allgemein total zuwider. Der Weg dorthin war so gut, dass ich nicht aufhören konnte. Hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Übrigens auch sehr gut eingelesen von Jona Mues. Hervorragende Leistung!
Dnf - Hälfte es Buches durch und noch immer keine Spannung. Ist das nicht Hauptbestandteil eines Krimis??? Lieblingszitat: „Sie melken die Viecher - richtig an den Zitzen und so?“
Ich durfte bereits ein Rezensionsexemplar über netgalley lesen!
Fentje Jacobsen lebt mit ihren Großeltern auf einem Bauernhof in Nordfriesland.Und außerdem ist sie Rechtsanwältin und hat dort auch ihre Kanzlei. Als sie sich eigentlich um die Schafherde kümmern will, findet sie plötzlich einen orientierungslosen Mann im nassen Gras. Sie findet ihn recht attraktiv, ist aber erstmal total perplex.Dann kommt heraus, dass sich seine Freundin,Sabine Dierks erhängt hat.Da die Polizei nicht von einem Unfall ausgeht, wird erst einmal der Freund verdächtigt. Fentje beschliesst, dass sie ihn verteidigen möchte, da sie von seiner Unschuld ausgeht! Auf verschlungenen Wegen erfährt die Presse in Gestalt des Reporters Niklas John über den Tod der Lehrerin und den Verdächtigen. Nach einigen Diskussionen der beiden ziemlich hasstarrigen Charaktere, beschliessen sie, zusammen zu ermitteln! Dabei kommen beide auf sehr mysteriöse Verstrickungen, sowohl im beruflichen, wie auch privatem Bereich! Und dann verschwinden zwei Schülerinnen spurlos und weitere Morde geschehen!Wer kann dahinterstecken? Ein wahnsinnig spannender Thriller, der mich sofort gefesselt hat und mir viele spannende Lesestunden geschenkt hat!Meine absolute Leseempfehlung!
Fentje Jacobsen ist 29 Jahre alt und Rechtsanwältin und (zum Leidwesen ihrer Oma) unverheiratet. Sie ist die Protagonistin von Eva Almstädts neuer Krimi-Reihe „Akte Nordsee“, deren erster Teil „Am dunklen Wasser“ ist. Neben ihrer Anwaltstätigkeit arbeitet Fentje auf dem Bauernhof ihrer Großeltern in Nordfriesland mit, auf dem sie auch lebt. Zwischen Schafen und Mandanten schlägt sie sich noch mit ihrer pubertierenden Nichte und ihrem Bruder herum, außerdem versucht ihre Oma ständig, sie „an den Mann zu bringen“. Der Serienauftakt war für mich eine Mischung aus Familienroman und Krimi, wobei die Spannung vor allem am Anfang für mich ein bisschen zu kurz kam. Alles in allem hat das Buch mich aber gut unterhalten. Aber von vorn. In der Erwartung, auf der Schafweide einen wildernden Hund oder gar einen Wolf zu finden, macht sich Fentje Jacobsen auf den Weg. Allerdings findet sie im nassen Gras Tobias Asmus, einen verletzten und orientierungslosen jungen Mann. Als sie ihn nach Hause bringt, entdecken sie seine an einem Baum hängende tote Freundin. An Selbstmord glaubt niemand wirklich, für die Polizei ist Tobias der Hauptverdächtige. Fentje übernimmt seine Verteidigung und ist in ihrem ersten Mordfall lange die Einzige, die an seine Unschuld glaubt. Da für die Polizei der Fall klar zu sein scheint, beginnt sie, eigene Ermittlungen anzustellen. Dabei trifft sie immer wieder auf den ehrgeizigen freien Journalisten Niklas John, der seine Chance auf eine große Story wittert. Letztendlich stellen sie fest, dass sie zusammen mehr erreichen können, als jeder für sich und dann verschwinden auch noch zwei Schülerinnen eines nahen Internats. Die tote Freundin von Tobias Asmus war ihre Vertrauenslehrerin. Hat das Verschwinden der beiden mit ihrem Tod zu tun? Fentje und Niklas stehen nicht vor einem, sondern vor mehreren Rätseln. Was soll ich sagen? Trotz der eigentlichen Krimithemen konnte mich das Buch als Spannungsroman nicht überzeugen, denn dazu fehlte ihm die durchgehende Spannung. Für mich war es eher ein Familienroman mit mehr oder weniger sympathischen und cleveren Hobbyermittlern, die aber oft auch sehr dilettantisch an die Sache herangehen. Viele der Neben-Charaktere sind für mich zu platt und klischeehaft beschrieben, aber die Konstellationen, die der neuen Reihe zugrunde liegen, finde ich sehr interessant, die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Auf der einen Seite Fentje, die als Anwältin arbeitet, dazu aber noch zusammen mit Opa und Oma den Hof der Familie schmeißt, der ehrgeizige Journalist Niklas auf der anderen. Da sind Reibereien vorprogrammiert. Dazu steckt Fentje immer noch der Tod ihrer besten Freundin Clara in den Knochen und Niklas ist über die Trennung von seiner Freundin auch noch nicht ganz hinweg. Alles in allem spielen zwischenmenschliche Aspekte spielen für mich eine zu große Rolle, als dass der Krimi mich hätte packen können. Der Schluss war stimmig, aber keine große Überraschung. Sprachlich war das Buch, das aus verschiedenen Perspektiven erzählt ist, gut zu lesen. Es ist weitestgehend unblutig und punktet mit einigem Wortwitz. Formal hatte ich mit den oft abrupt endenden Abschnitten einige Probleme, vor allem, da ich bei manchen das Gefühl hatte, dass die Geschichte dadurch Lücken bekam, von denen nicht alle gefüllt werden. Erst am Schluss werden alle losen Enden verknüpft und es bleiben keine Fragen offen. Was hält mich also davon ab, von dem Buch begeistert zu sein? Der zeitweise Dilettantismus der Protagonisten? Dass die eigentliche Protagonistin oft zur Nebenfigur verkommt? Manche abstruse und unlogische Elemente? Dass trotz einiger Verdächtiger und falscher Fährten zu wenig Spannung aufkommt? Vermutlich alles zusammen, denn von Eva Almstädts „Pia Korritki“-Serie bin ich Besseres gewohnt. Gestehen wir der Autorin zu, dass sie sich mit dem Serienauftakt noch warmlaufen muss und daher noch eine Menge Luft nach oben ist. Ich vergebe drei Sterne.
Fentje Jacobsen, eine junge Anwältin steht vor einem Rätsel. Sie lebt und arbeitet vom Bauernhof ihrer Großeltern, denen sie regelmäßig hilft. Eines morgens sieht sie einen verletzten Mann im Hof liegen. Als sie ihn nachhause fährt, finden die beiden seine Freundin erhängt im Garten. Selbstmord? Nein, alles spricht für einen Mord. Der Mann, der sich nicht an die letzte Nacht erinnert, bietet den perfekten Verdächtigen, doch Fentje ist von seiner Unschuld überzeugt. Sie nimmt ihren bisher größten Fall an. Kurz darauf verschwinden an der Schule, an der die tote Frau unterrichtet hat, zwei Mädchen. Ob die beiden Tatet zusammenhängen möchte auch Niklas John rausfinden. Der ehrgeizige, lockere Journalist geht Fentje erst ganz schön auf die Nerven, da die Polizei sich aber schon auf einen Täter eingeschossen hat, ihr Mandant, beginnen die beiden zusammen zu ermitteln.
Am Dunklen Wasser ist der erste Band der Akte Nordsee Reihe von Eva Almstedt. Ich habe ihre Ostsee-Reihe nicht gelesen und kannte die Autorin bisher nicht, war aber sehr neugierig auf diese Geschichte.
Mich haben vor allem die Charaktere begeistern können. Fentje ist eine schlagfertige, liebevolle Frau und auch Niklas hat einige positive Seiten in sich versteckt. Der Schlagaustausch der beiden hat mich immer wieder gut unterhalten und ich hab beide ein bisschen ins Herz geschlossen. Leider bleiben die anderen Charaktere, vor allem Fentjes Familie sehr blass und klischeebeladen, da wäre mehr drin gewesen. Dafür stimmt das Setting aber. Die Beschreibungen der Umgebung haben mir gut gefallen und zwischendurch hatte ich wirklich das Gefühl, am Meer zu sein.
Der Fall war sehr spannend und die Auflösung hat mich teilweise überrascht. Sie war auf jeden Fall schlüssig und es bleiben keine Fragen offen. Und trotzdem bin ich nicht kompett begeistert.. Mir hatte das Buch zu viele Längen und irgendwas hat gefehlt.
Ein netter Krimi, mit einem interessanten Fall und tollen Charakteren. Ich denke, dass ich dem zweiten Teil noch eine Chance geben werde, hoffe aber, da dann das gewisse Etwas zu bekommen. Krimi und Meer Liebhaber dürften hier auf ihre Kosten kommen.
Akte Nordsee - am dunklen Wasser von Eva Almstädt ist der erste Teil der neuen Reihe um die Anwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niclas John. Wer die Ostseekrimis mit der Ermittlerin Pia Korritki mag, ist hier auch definitiv richtig.
Mir hat von Anfang an das ganze Setting und das Zusammenspiel zwischen Ermittlungen und dann auch wieder Landschaftsbeschreibungen richtig gut gefallen. Ich war bereits öfter in St. Peter-Ording im Urlaub und konnte mich dann direkt mit den Beschreibungen der Umgebung zurechtfinden und das Nordseefeeling genießen.
Die Hauptcharaktere haben mir auch richtig gut gefallen, gerade Fentje die alles für ihre Familie tun würde, aber ebenso ihren Beruf als Anwältin ausüben möchte, hat mich begeistert. Niclas John war mir zuerst etwas suspekt, aber nachdem man ihn näher kennenlernen durfte, konnte man seine Beweggründe und Alleingänge durchaus verstehen.
Man könnte es jetzt als Wohlfühlkrimi auf Grund der Nordseeidylle bezeichnen, die Morde und die Ermittlungen jedoch fallen absolut nicht in diesen Bereich. Für mich sind diese etwas leichteren, regionalen Krimis immer etwas besonderes, gerade wenn die Eigenheiten der Leute miteingebunden werden. Dies ist hier durch die Großeltern und die Arbeit auf dem Hof richtig gut gelungen.
Von mir gibt es deshalb für diese neue Reihe eine Leseempfehlung 😊
Nachdem mir „Akte Nordsee – Der Teufelshof“ letztes Jahr so gut gefallen hatte, war es nun an der Zeit, endlich den ersten Band der Reihe zu lesen. Auch „Am dunklen Wasser“ hat mich schwer begeistert. Mir gefällt, dass „Akte Nordsee“ kein Polizeikrimi ist, sondern dass hier eine Anwältin und ein Journalist Fälle lösen. Fentje Jacobsen und Niklas John sind zwei rundum sympathische Charaktere. Fentje, Ende 20, hat ihre Kanzlei erst kürzlich eröffnet, die eigentlich nur ein Büro auf dem Schafhof ihrer Großeltern, auf dem sie auch aushilft, ist. Bisher hat sie eher Gefälligkeiten oder Bagatellen bearbeitet. Als sie eines Morgens einen orientierungslosen Mann auf einer Schafweide findet, ahnt sie noch nicht, dass dies ihr erster großer Fall wird. Hat ihr neuer Klient etwa seine Lebensgefährtin umgebracht?
Bei ihren Recherchen kreuzen sich Fentjes Wege immer wieder mit Niklas John. Während sie ihn am Anfang noch nervig fand, wächst die gegenseitige Sympathie mit jeder Begegnung. Als Leser sieht man die Funken fliegen, ich bin wirklich gespannt, wie sich diese Bekanntschaft im Laufe der Reihe entwickeln wird und hoffe auf ein Liebes-Happy-End. Was sich liebt, das neckt sich könnte hier gut zutreffen. Die Schlagabtausche zwischen den beiden sind oft richtig witzig und es macht Spass, sie zu verfolgen. Für einen Reporter mag es noch einigermaßen normal sein, tief zu graben aber für eine Anwältin geht Fentje teilweise sehr unkonventionell vor, was sie noch sympathischer macht. Der Fall um die ermordete Lehrerin hat mir gut gefallen. Eva Almstädt legt die ein oder andere falsche Fährte aus, bevor sich am Ende alles logisch aufklärt und ein sehr kaltblütiges Motiv ans Licht kommt. „Am dunklen Wasser“ bekommt von mir die volle Punktzahl. Nun bin ich auf Band 3 gespannt.
Solider Krimi mit interessanten Charakteren und tollem Nordsee-Feeling. Nur die Auflösung ist etwas verstolpert, da hätte man mehr draus machen können.
Mir ist ja immer wichtig, dass ich mit den Hauptpersonen gut auskomme: Und das ist hier auf jeden Fall geglückt. Denn die beiden Protagonisten, die Eva Almstädt hier in den Mittelpunkt der Reihe rückt, sind einfach super.
Zum einen haben wir die Anwältin Fentje Jacobsen, die aber fast mehr in Gummistiefeln über die Schafweiden ihrer Großeltern läuft als in Highheels durch ihre Kanzlei, zum anderen den sehr hartnäckigen und sympathischen Journalisten Niklas John (wobei ich mich beim Lesen immer gefragt habe: Spricht man ihn "Tschonn" und eher deutsch "Jooohn" aus??).
Die Beiden sind für mich ein richtig gutes Ermittler-Paar, da sie zwar irgendwie berufsbedingt schon vorher etwas mit Verbrechen zu tun haben, aber eben nicht mit Mordermittlungen. Ich fand es außerdem richtig toll mitzuerleben, wie die zwei miteinander agieren, immer mehr Vertrauen zueinander gewinnen und schließlich super zusammenarbeiten. Deshalb freue ich mich auch, dass es sich hier um den Auftakt einer Reihe handelt und man noch mehr Fälle erwarten darf.
Auch der Plot an sich konnte mich überzeugen: Zuerst gibt es das klassische Dilemma - eine Leiche, aber war es Selbstmord oder Mord? Die Ermittlungen gehen eher schleppend voran, trotzdem werden viele Hinweise gestreut, sodass man als Leser mitdenken und mitermitteln kann, es gibt Nebenschauplätze, die sich aber gut in die gesamte Story einfügen und man hat keine unnötigen Längen.
Schön sind natürlich auch die Örtlichkeiten. Es kommt ein bisschen Urlaubsfeeling auf, wenn man verschiedene Nordseeinseln bzw. die Küste besucht. Hier darf es für meinen Geschmack ruhig ein bisschen mehr sein. Ich gehe aber davon aus, dass sich die Autorin hier noch Raum gelassen hat und man im Rahmen der weiteren Bände der Reihe sicher noch den ein oder anderen spannenden Ort kennenlernen wird.
Insgesamt fand ich das Buch wunderbar zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig und lebendig, nichts wird unnötig in die Länge gezogen und die Handlung ist nachvollziehbar. Zwischendrin dachte ich, dass ich die Lösung gefunden hätte, wurde dann aber letztendlich von der Auflösung überrascht. Das hat mir richtig gut gefallen.
Von mir gibt es daher 5 Sterne und ich hoffe, dass es nicht so lange dauert, bis der nächste Teil erscheint!
Eine Anwaltskanzlei wie die von Fentje Jacobson hat Seltenheitswert - mit Salzgeruch in der Nase, vermutlich einer frischen Nordseebrise und buchstäblich kräftiger Landlust. Da sollte man auch aufpassen wo man hintritt und sich darauf einstellen, dass die Anwältin zum Mandantengespräch in rustikalem Outfit von der Schafweide kommt. Denn die Juristin betreibt ihre Kanzlei vom nordfriesischen Bauernhof ihrer Großeltern aus.Und wenn sie sich nicht um lammende Mutterschafe kümmern muss, könnte es sein, dass die zunehmende Demenz ihrer Großmutter oder eine Krise ihrer pubertierenden Nichte von Gesetzessammlungen und Vertragsrecht ablenken.
Mit Fentje Jacobsen schickt die bisher mit der Pia Korettki-Reihe vor allem an der Ostsee aktive Eva Almstädt nun eine neue Protagonistin auf Mörderjagd. In "Akte Nordsee. Am dunklen Wasser" ist Fentje weniger vor Gericht im Einsatz, sondern ermittelt selbst, um die Unschuld ihres neuesten Mandanten zu beweisen. Sie hat den Surfertyp mit Filmriss schlafend auf der Schafweide gefunden - wie er dorthin kam, weiß der junge Mann nicht. Er erinnert sich nur noch, am Vortag seine Freundin besucht zu haben - das ist aber auch schon alles. Als Fentje und ihr Schüzling die junge Lehrerin aufsuchen, finden sie nur ihre Leiche. Für die Polizei steht schnell fest, wer ihr Hauptverdächtiger ist - der junge Mann hatte eine Gelegenheit und er hatte, wie sie herausstellt, sogar ein mögliches Motiv.
Da haben die Ermittler jedoch die Rechnung ohne Fentje gemacht. Sie versucht, auf eigene Faust die Unschuld ihres Mandanten zu beweisen, zunächst spöttisch belächelt von dem Journalisten Niklas John, der mitten im Sommerloch eine große Geschichte wittert. Als Sohn aus reichem Haus, der es eigentlich nicht nötig hat zu arbeiten, ist er Fentje zunächst einmal eher suspekt und der ziemlich arrogante Niklas traut der in Strafsachen nicht sonderlich erfahrenen Fentje nicht zu, etwas ausrichten zu können. Nach und nach arbeiten die beiden sehr gegensätzlichen Protagonisten dennoch als Team zusammen - auch wenn jede*r eine eigene Agenda hat.
Überhaupt ist in der nordfriesischen Provinz plötzlich viel los: Zwei Schülerinnen des Nordseeinternats, an dem die tote Lehrerin unterrichtete, sind plötzlich verschwunden, ein Pastor, mit dem sie alte Grabsteine untersucht hat, stirbt bei einem Treppensturz - und was verband die Tote eigentlich mit einem wohlhabenden und sehr viel älteen Reeder?
Die Autorin legt für ihre Leser eine ganze Reihe von Spuren aus und erst nach und nach stellt sich heraus, was eine Finte ist und was zur Lösung des Falls beiträgt. Zwischen Küstensturm und Hamburger Rotlichtmilieu gibt es eine Menge Gelegenheit für Fentje und Niklas, sich zusammen zu raufen. Wie es sich für den Erstling einer neuen Reihe gehört, spielt auch das Menschliche und die Vergangenheit der beiden Protagonisten eine Rolle - hier soll schließlich die Grundlage für weitere Bände gelegt werden. Besonders liebevoll gezeichnet sind einige der Nebenfiguren, ganz besondern Fentjes Großeltern und ihre Nichte. Nicht alles ist ganz logisch beziehungsweise entspricht der "echten" Arbeitsweise von Anwälten oder Journalisten. Dafür überzeugt das Lokalkolorit und die Beschreibung der Menschen am Deich und eine Welt, in der (fast) jeder jeden kennt.
Buchmeinung zu Eva Almstädt – Akte Nordsee - Am dunklen Wasser
„Akte Nordsee - Am dunklen Wasser“ ist ein Kriminalroman von Eva Almstädt, der 2022 bei Lübbe erschienen ist.
Zum Autor: Eva Almstädt, 1965 in Hamburg geboren und dort aufgewachsen, absolvierte eine Ausbildung in den Fernsehproduktionsanstalten der Studio Hamburg GmbH und studierte Innenarchitektur in Hannover. Seit 2001 ist sie freie Autorin. Eva Almstädt lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in einem kleinen Ort zwischen Hamburg und Lübeck
Inhalt: Die Anwältin Fentje Jacobsen wohnt und arbeitet auf dem Bauernhof ihrer Großeltern in Nordfriesland. Neben ihrer Anwaltstätigkeit in ihrer kleinen Kanzlei unterstützt sie ihre Eltern bei den Schafen. Eines Morgens findet sie auf der Schafweide einen jungen Mann ohne Erinnerung. Als dieser des Mordes an seiner Freundin beschuldigt wird, übernimmt sie seine Verteidigung. Auch der Journalist Niklas John ermittelt in diesem Fall, weil er eine gute Story in der Saure-Gurken-Zeit wittert. Sie treffen aufeinander und agieren nun gemeinsam trotz unterschiedlicher Ziele und fehlendem gegenseitigen Vertrauen.
Meine Meinung: Fentje Jacobsen hat es in ihrer Kanzlei mit kleinen Rechtsstreitigkeiten zu tun und ist täglich mehrere Stunden auf dem Bauernhof der Großeltern beschäftigt. Zu ihrem ersten Mordfall kommt sie eher zufällig und anfänglich wirkt sie ein wenig überfordert. Sie bekommt Unterstützung vom Journalisten Niklas John, der gute Kontakte zur Polizei und zur Staatsanwaltschaft pflegt. Beide Figuren haben ihren eigenen Kopf und ihre eigenen Ziele. Sie glauben aber, dass eine Zusammenarbeit beiden Seiten nützt. Niklas John wirkt kompetent, aber auch ein wenig überheblich. Seine Sympathiewerte halten sich zu Beginn in Grenzen. Fentje wirkt sympathisch und bodenständig. Beide haben ihre Geheimnisse, von denen einige im Laufe der Geschichte offenbart werden. Beide betonen, dass sie sich nur fallbedingt zusammenraufen, aber ein romantischer Touch durchzieht das ganze Buch. Die Handlung ist komplex aufgebaut und bietet einige Überraschungen. Die Auflösung ist nachvollziehbar und beantwortet fast alle Fragen. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven geschildert und legt auch die Gedanken des jeweiligen Protagonisten offen. Dies bringt Atmosphäre und Glaubwürdigkeit in die Geschichte. Eine ordentliche Portion Humor lockert die Handlung immer wieder auf, gerade wenn Fentje und Niklas sich gemeinsam in die Ermittlungen stürzen. Der Schreibstil ist packend und angenehm lesbar. Auf der Spannungsseite ist zeitweise noch Luft nach oben. Dies ist aber auch dem Grundkonstrukt mit Anwältin und Journalist geschuldet.
Fazit: Mir hat dieser Serienauftakt sowohl in Handlung, Erzählstil als auch komplexe Figurenzeichnung sehr gut gefallen. Weil ich aber noch Verbesserungspotential sehe, bewerte ich das Werk mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung für die Freunde eher ruhiger und atmosphärischer Krimis aus.
Vielversprechender Reihenauftakt - ein spannender, klassischer, stimmig konstruierter cosy Krimi
Anwältin Fentje Jacobsen lebt mit ihren Großeltern auf einem Bauernhof in Nordfriesland. Sie findet eines Morgens einen orientierungslosen Fremden auf der Schafweide, Tobias Asmus. Diese bittet sie, ihn zu seiner Freundin der Lehrerin Sabrina Dierks zu fahren. Dort machen die beiden eine grausame Entdeckung: Sabrina Dierks ist tot, erhängt. Tobias gerät bald unter Verdacht, seine Freundin ermordet zu haben. Fentje übernimmt die Verteidigung. Zeitgleich wird der Journalist Niklas John, stets auf der Suche nach einer großen Story, auf den Todesfall aufmerksam. Dann verschwinden auch noch zwei Schülerinnen von Sabrina Dierks. Fentje und Niklas beginnen trotz unterschiedlicher Interessen zusammenzuarbeiten und gemeinsam zu recherchieren. Ob sie die Wahrheit herausfinden?
Eva Almstädt erzählt in einfacher, klarer Sprache gut verständlich und flüssig. In die Geschichte und die Figuren konnte ich mich sofort gut hineinversetzen. Das Buch lässt sich flott und unkompliziert lesen.
Fentje Jacobsen ist nicht unbedingt eine typische Anwältin. Ihre Familie, die etwas tüdelig werdende Oma sowie ihre pubertierende Nichte und der Bauernhof stehen für sie an erster Stelle. Fentje trägt öfter Gummistiefel als Kostüme, fährt einen geländegängigen Pickup. Die bodenständige, sympathische Frau hat mit dem weltgewandten, schnöseligen, ehrgeizigen Journalisten Niklas John, dem seine Karriere sehr wichtig ist, recht wenig gemein. Als sich die beiden widerwillig zusammentun, verhalten sie sich anfangs wie Hund und Katze. Doch das ändert sich…Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren gefällt mir, sehr unterhaltsam ihre wiederholten Streitgespräche. Doch der äußere Schein trügt auch manchmal, Niklas ist möglicherweise gar nicht so glatt und oberflächlich, wie er vorgibt zu sein, hat durchaus seine Probleme, auch wenn er damit nicht hausieren geht. Die weiteren im Fall involvierten Figuren, ihre Beziehungen und Motive werden authentisch dargestellt.
Haben die verschwundenen Mädchen und die tote Lehrerinnen etwas miteinander zu tun? Steckt wirklich Tobias Asmus dahinter? Eva Almstädt ist für mich die Königin des norddeutschen cosy Krimis. Das beweist sie mit „Akte Nordsee - Am dunklen Wasser“ erneut. Ein klassischer Regionalkrimi ganz nach meinem Geschmack, der alles hat, was ein guter Krimi braucht: einen interessanten Schauplatz, einen nachvollziehbar konstruierten Fall, eine verzweigte, aber trotzdem übersichtliche Figurenkonstellation und eine runde, stimmige Auflösung. Erzählt wird das Ganze in angenehm nordisch-ruhigem Ton. Hier stehen die Menschen, ihr Leben, ihre Beziehungen im Fokus und keine lauten, reißerischen Gewalttaten. Es machte Spaß, Niklas und Fentje mitzuerleben, die so unterschiedlich sind und dennoch eine besondere Anziehungskraft aufeinander ausüben. Die beiden haben als Team großes Potential. Da geht sicher noch mehr. Für mich ein vielversprechender, gelungener, packender Auftakt, ein Krimi für ruhige, kurzweilige Lesestunden.
Fentje Jacobsen ist keine gewöhnliche Rechtsanwältin. Was schon alleine daran liegt, dass sich ihre Kanzlei auf dem Bauernhof ihrer Großeltern befindet. So teilt sie ihre Arbeit als Anwältin mit den Arbeiten auf dem Bauernhof auf, um ihre Großeltern zu unterstützen. Es hat mir richtig gut gefallen, dass Fentje keine schnieke Anwältin ist, sondern eine bodenständige, herzliche und engagierte junge Frau, die sich nicht davor scheut, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.
Der Journalist Niklas John war mir ebenso wie Fentje sympathisch. Er wirkt an einigen Stellen schon etwas von sich eingenommen, hat aber im Grunde ein gutes Herz und man merkt, dass ihm andere Menschen wichtig sind. So bilden er und Fentje ein tolles Ermittlerduo, das sich meiner Meinung nach hervorragend ergänzt.
Wir begeben uns mit beiden auf die Spurensuche, die sie eine ganze Zeit lang erst mal separat voneinander bestreiten, bis sie sich dann zusammenschließen. Bei ihrer jeweiligen Spurensuche lernen wir die beiden zudem immer besser kennen und können uns so ein Bild von ihnen machen. So wird klar, dass beide ihr Päckchen zu tragen haben und es Dinge in der Vergangenheit gibt, die sie noch heute belasten.
Die Spurensuche von Fentje und Niklas fand ich spannend. Zumal es nicht ganz klar ist, ob Fentjes Mandant Tobias Asmus wirklich unschuldig ist oder wer sonst hinter dem Mord an Sabrina Dierks und dem Verschwinden der zwei Schülerinnen stecken könnte. Die Spannung wird natürlich auch dadurch gefördert, dass die Autorin uns immer nur so viele Informationen an die Hand gibt, wie es unbedingt nötig ist. Zudem hat sie einige Wendungen eingebaut, mit denen ich nicht gerechnet habe. So bin ich gerne mit Fentje und Niklas auf die Spurensuche gegangen und wurde am Ende, was den Mord an Sabrina Dierks angeht, überrascht.
Den Charme von Land und Leuten hat die Autorin wunderbar eingefangen, ebenso wie die Atmosphäre der verschiedenen Orte, sodass ich regelrecht gespürt habe, wie mir der Wind um meine Nase geweht ist.
Fazit: Ein spannender Krimi, in dem die Rechtsanwältin Fentje Jacobsen und der Journalist Niklas John nicht nur versuchen, den Mord an der Lehrerin Sabrina Dierks aufzuklären, sondern auch das Verschwinden zweier Schülerinnen des nahe gelegenen Internats. Ich habe beide gerne bei ihrer Spurensuche begleitet, die durchweg spannend war. Was schon alleine daran lag, dass die Autorin immer nur so viele Informationen preisgegeben hat, wie es unbedingt nötig war. Zudem konnte sie mich mit einigen Wendungen überraschen. Ich freue mich schon auf weitere Ermittlungen mit Fentje und Niklas.
Inhalt: Bei ihrer morgendlichen Kontrollrunde auf der Schafsweide des großelterlichen Hofs findet Anwältin Fentje Jacobsen einen bewusstlosen Mann. Dieser kann sich nicht erinnern, wie er dort hin gekommen ist, doch er sorgt sich um seine Freundin. Kurzerhand begleitet Fentje ihn zu deren Haus - wo sich ihnen ein Bild des Schreckens bietet: die junge Lehrerin hängt erhängt im Garten. Die alarmierte Polizei ist sich sicher, dass es sich um keinen Selbstmord handelt. Und ein Verdächtiger ist auch schnell gefunden: der Freund des Opfers. Dieser bittet Fentje seine Verteidigung zu übernehmen. Fentje willigt ein und beginnt eigene Nachforschungen anzustellen, denn sie ist als einzige von der Unschuld ihres Mandanten überzeugt. Dabei trifft sie mehr als einmal auf den Journalisten Niklas John, der ebenfalls versucht mehr über den Mord an der jungen Lehrerin in Erfahrung zu bringen - wenn auch mit anderen Mitteln. Trotzdem tun die beiden sich notgedrungen zusammen, um endlich Licht ins Dunkel zu bringen. Und bringen sich damit auch selbst in Gefahr.
Meine Meinung: "Akte Nordsee - Am dunklen Wasser" ist der Auftakt der neuen Krimireihe von Eva Almstädt, die dieses Mal an der Nordsee spielt. Wie von der Autorin nicht anders zu erwarten, ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Schon nach wenigen Seiten ist man als Leser vollkommen in die Geschichte eingetaucht.
Die Protagonisten der Reihe sind die Rechtsanwältin Fentje Jacobsen und der Journalist Niklas John, aus deren Sicht auch der Großteil der Handlung erzählt wird. Die bodenständige, beharrliche Fentje hat mir sehr gut gefallen. Sie lebt auf dem Bauernhof ihrer Großeltern, wo sie auch ihre eigene kleine Kanzlei betreibt. Ihre Familie ist wirklich reizend, auch wenn sie Fentje manchmal den letzten Nerv raubt: ihr Bruder ist nur am Wochenende da, ihre Nichte ist in der Pubertät, ihre Großmutter wird dement und versucht sie um jeden Preis zu verkuppeln und ihr Großvater wird langsam zu alt, um den Hof selbst zu bewirtschaften. Entsprechend ist auf dem Hof immer etwas los und Fentje hilft wo sie nur kann.
Während Fentje mir auf Anhieb sympathisch war, habe ich mit Niklas mehr als einmal gehadert, was nicht zuletzt an seiner teilweise fragwürdige Vorgehensweise zur Informationsbeschaffung liegt. Trotzdem ist er im Grunde ein sympathischer, couragierter Typ mit dem Herz am rechten Fleck und ich hoffe sehr, im nächsten Band der Reihe noch ein bisschen mehr über ihn zu erfahren.
Der Plot des Buches ist spannend und fesselnd, was nicht zuletzt einigen ungeahnten Wendungen bzw. Ereignissen sowie von der Autorin geschickt gelegten falschen Fährten liegt. Je mehr Fentje und Niklas nachforschen, umso mehr Verdächtige mit möglichem Motiv bringen sie ans Tageslicht. Trotzdem bleibt lange unklar, ob Tobias (Fentjes Mandant) den Mord an seiner Freundin tatsächlich nicht begangen hat, denn auch er hätte ein Motiv. Ich habe während des Lesens selbst mitgerätselt und lag mit meinem Verdacht bzgl. des Täters richtig. Trotzdem konnte mich das turbulente Ende noch überraschen und gut unterhalten.
Fazit: Spannender Reihenauftakt, der Lust auf weitere Bände macht. Besonders Anwältin Fentje und ihre Familie haben mir gefallen und ich freu mich schon auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen mit ihnen.
Akte Nordsee – Am dunklen Wasser von Eva Almstädt ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, die an der Nordsee spielt. Als Ermittler wurden hier nicht klassische Polizisten gewählt. Die Protagonistin ist Fentje Jacobsen, die auf dem Hof ihrer Großeltern eine kleine Rechtsanwaltskanzlei führt. Ihr nicht ganz so beliebter Gegenspieler ist Niklas John. Er ist Journalist und immer auf der Suche nach einer guten Story. Zusammen bilden die zwei nicht unbedingt ein Team, doch scheinen sie ähnliche Werte zu besitzen.
Ich kenne bisher einige Bücher der Pia Korittki Reihe von Eva Almstädt und habe mich nun gefreut auf einen Roman, der in meiner Heimat spielt. Mein Geburtsort Tetenbüll ist explizit mit dabei und wird in der Danksagung erwähnt. Ich fand es interessant zu wissen, dass ein paar mir bekannter Einwohner bei der Recherche mit Rat und Tat zur Seite standen. Ich finde es immer wieder faszinierend zu sehen, wie klein die Welt doch ist.
Für den Fall wichtige Orte sind fiktiv, haben aber durchaus Ähnlichkeiten mit mir bekannten Orten in meiner Heimat. So hatte ich von Wediskoog sofort ein Bild vor Augen und habe auch eine Idee, wo der Haubarg von den Großeltern von Fentje stehen könnte. Allerdings ist das nur so eine Ahnung. Jeder mag sich beim Lesen selbst ein Bild machen. Die Beschreibungen von Szenen und Orten sind sehr detailliert, so dass bei mir direkt das Kopfkino startete und ich mit Fentje und Niklas durch Nordfriesland gefahren bin.
Das zwischenmenschliche der zwei Hauptpersonen kommt nicht zu kurz. So laden die Szenen mit ihnen zum Schmunzeln ein. Stelle dir jemanden in Designerklamotten auf einem Hofplatz vor, wo es mehrere Tage am Stück geregnet hat. Dann bekommst du einen guten Eindruck von Niklas. Fentje hingegen ist auf dem Land aufgewachsen und wechselt spielend zwischen den Rollen einer Anwältin und einer Landbewohnerin.
Für mich war es ein schöner Ausflug in die Heimat. Der Fall ist durchaus spannend und die Verkettungen der Erzählungen sorgen am Ende für ein logisches Ergebnis. Hin und wieder fand ich die Geschichte etwas zu langatmig, doch im großen und ganzen war es für mich ein spannender Auftakt der Akte Nordsee Krimireihe. Ich bin gespannt, was für einen Fall Fentje als nächstes auf den Tisch bekommt.
Hast du Lust auf einen Nordseekrimi ohne den klassischen polizeilichen Ermittler, dann bist du hier genau richtig. Es ist eine gute Mischung aus spannender Mordermittlung und einem Ausflug an die Nordseeküste von Nordfriesland. Ich empfehle das Buch gerne weiter.
Fentje Jaocbsen hat nicht viel mit einer klassischen Rechtsanwältin gemeinsam. Sie betreibt eine kleine Kanzlei auf dem Bauernhof ihrer Großeltern in Nordfriesland und trägt lieber Gummistiefel als High Heels. Neben ihrer Arbeit beschäftigen sie die beginnende Demenz ihrer Großmutter, ihre Teenagernichte und die Aufgaben auf dem Hof. Als sie eines Abends die Schafweide für ihren Großvater kontrolliert, stößt sie auf einen jungen, niedergeschlagenen Mann, der sich an nichts mehr erinnern kann und verdächtigt wird seine Freundin ermordet zu haben. Fentje übernimmt die Verteidigung und stößt bei ihren Recherchearbeiten auf einen sehr alten, ähnlichen Fall. Und auf Niklas John, den weltgewandten und ergeizigen Journalisten, der sich ebenfalls für den Mord interessiert. Trotz ihrer unterschiedlichen Ziele beginnen beide gemeinsam zu ermitteln... Den Regionalkrimi “Am dunklen Wasser” hat Eva Almstädt am 27. Mai 2022 gemeinsam mit dem Verlag lübbe herausgebracht. Auf dem zum Genre passenden Cover ist der Name des Titels und der Autorin gut lesbar. Es handelt sich um den Start einer neuen Reihe mit der bodenständigen Anwältin Fentje Jacobsen und dem weltgewandten Journalisten Niklas John. Von Eva Almstädt habe ich bereits die gesamt Pia Korittki Reihe gelesen. Als ich dieses Buch gesehen habe, habe ich gleich zugegriffen. Ich war sehr gespannt was mich mit dieser neuen Reihe erwartet. Gelesen habe ich diesen Regionalkrimi in 3 Abschnitten. Jeder dieser Abschnitte lässt sich gewohnt locker und flüssig lesen. Mit ihrem bildhaften Schreibstil gelingt es der Autorin die Besonderheiten der Landschaft, die Gebräuche der Gegend und die Eigenheiten der Menschen in meinem Kopf lebendig werden zu lassen. Von Beginn bis zum Ende ist die Krimihandlung spannend gestaltet und lebt von vielen, kleinen und immer wieder neuen Einzelheiten, die den Leser zum Miträtseln einladen. Zwischenzeitlich durfte ich auch mal Schmunzeln. Das Ermittlerduo ist in seinen Persönlichkeiten eher gegensätzlich angelegt. Die bodenständige Fentje und der weltgewandte Niklas lernen sich in diesem Band kennen. Neben Fentje und Niklas sind auch die anderen Persönlichkeiten, wie z. B. Fentjes Nichte fein genug gezeichnet um lebendig zu wirken. In sich agieren die Haupt- und Nebenfiguren realistisch. Mit dieser Erzählung habe ich viele spannende Lesestunden verbracht und freue mich bereits jetzt auf einen neuen Band, der hoffentlich bald erscheint. Eva Almstädt hat mit “Am dunklen Wasser” einen ausgezeichneten Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, der in Nordfriesland spielt, zum Miträtseln geeignet ist, mit starken Protagonisten, einem sauberen Spannungsbogen und der richtigen Menge Lokalkolorit glänzt. Gerne empfehle ich diese Lektüre allen Krimifans weiter.
Jetzt startet also auch Eva Almstädt eine 2. Krimireihe. Die Ostsee-Fälle um Pia Korittki sind Fixpunkte, auf deren Neuerscheinung ich mich jedes Jahr freue. Trotzdem war ich skeptisch, was die neue Reihe "Akte Nordsee" angeht. Ich habe micht gefragt: Braucht es das wirklich? Die Antwort ist: Ja! Eva Almstädt hat hier einen guten Krimi mit schönem Setting und sympathischen Charakteren abgeliefert. Das macht Lust auf mehr:
Darum gehts: Eine Lehrerin wird erhängt aufgefunden. Ihr Freund gerät unter Mordverdacht. Anwältin Fentje Jacobsen vertritt ihn und versucht der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Dabei kommt ihr der Journalist Niklas John auf seiner Jagd nach einer Titelstory in die Quere...
Wer die Ostsee-Reihe von Eva Almstädt kennt weiß, dass die Autorin einen sehr angenehmen Schreibstil hat. Vor allem hat sie mich aber hier mit ihren beiden Protagonisten eingefangen. Fentje und Niklas waren mir - jeder auf seine Art - vom Fleck weg sympathisch. Vor allem Fentje ist mit ihrem sehr bodenständigen und zupackenden Familienanschluss auf dem Bauernhof samt Schafen total süß beschrieben. Sie und der scheinbar hochnäsige Journalist kabbeln sich auch erst mal ein bisschen. Aber mir war sofort klar, dass die beiden sich gerade wegen ihrer unterschiedlichen Ziele und Ansätze prima ergänzen und ein gutes Team abgeben.
Der Fall ist spannend und vielschichtig. Die Ermittlungen reichen weit zrück in die Vergangenheit. Als Leser kann man hier mitermitteln, eigene Vermutungen anstellen und Schlüsse ziehen. Letztendlich laufen alle Fäden zusammen und es wird eine gelungene und schlüssige Auflösung präsentiert.
Fazit: "Am dunklen Wasser" ist ein gelungener Auftakt der "Akte Nordsee"-Reihe. Die neue Krimiserie von Eva Almstädt ist kein Pia Korittki-Abklatsch, sondern kommt frisch, motiviert und eigenständig daher. Die Autorin legt viel Wert auf Charakterzeichnungen und ein schönes Cosy-Setting. Das macht Spaß und ich kann sagen, dass ich mich schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Fentje, Niklas & Co freue.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Ich finde, dass das Buch grundsätzlich sehr kurzweilig und spannend geschrieben ist. Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass die Charaktere alle Charakter haben und man alle Charaktere gut kennen lernt. Auch von Nebenfiguren erfährt man zumindest kurz die Geschichte. Dadurch ist für mich eine gewisse Nähe entstanden, was ich persönlich sehr wichtig finde. Leider hat sich dadurch die Geschichte gerade anfangs in die Länge gezogen und ich musste mich gerade in der ersten Hälfte oftmals überwinden weiter zu lesen, dadurch bin ich leider nur schleppend vorangekommen. In der zweiten Hälfte konnte mich die Geschichte jedoch richtig packen. Mich hat die "Storyline" auf jedenfall überzeugen können. Der Fall ist spannend, kreativ und mal etwas anderes. Die Auflösung kam für mich überraschend, hat sich jedoch schön angebahnt und war somit auch schlüssig. Die Rolle von Fentje Jacobsen fand ich interessant und gut umgesetzt. der Spagat zwischen den zwei Rollen als Anwältin und Leben auf dem Bauernhof ist der Autorin gut gelungen. Teilweise waren die zwei Protagonisten für mich jedoch zu vorhersehbar ausgestaltet.
Alles in allem werde ich, wenn es einen zweiten Teil gibt, die Reihe gerne weiterlesen und denke, dass dieser nicht mehr so schleppend startend wird, da wir die Protagonisten im ersten Teil bereits recht ausführlich kennenlernen durften.
Das Cover des Buches gefällt mir wahnsinnig gut. Mit den dunklen Wolken passt es perfekt zum Genre. Beim Betrachten des Covers bekommt man richtig Lust diesen Krimi zu lesen. Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm, flüssig und auch durchwegs spannend zu lesen. Durch den bildhaften Schreibstil konnte man der Handlung problemlos folgen. Die Perspektivenwechsel mochte ich ganz gerne, jedoch wäre eine kleine Kennzeichnung zwischen den Perspektivenwechseln noch toll gewesen, so musste ich mich zuerst immer etwas orientieren. Unsere Protagonistin Fentje war mir von Beginn an sehr sympathisch. Die Geschichte konnte ich sehr gut mit ihr miterleben. Fentje ist Anwältin mit einer kleinen Kanzlei am großelterlichen Bauernhof, wo sie selbst auch immer mithelfen muss. Auch der Journalist Niklas John hat mir sehr gut gefallen. Ich mag beide Charaktere sehr gerne. Sie sind trotz ihrer Differenzen ein tolles Team und ich freue mich jetzt schon darauf zu lesen ob und wie es mit den beiden weitergeht. Der Mordfall wurde Großteils von den beiden aufgeklärt. Normalerweise mag ich es nicht so gerne, wenn Laien Polizeiarbeit verrichten, da es oft sehr unrealistisch wirkt. Hier war das aber gar nicht der Fall und es war bis zum Schluss sehr authentisch. Für mich war es das dritte Buch der Autorin, aber auf jeden Fall jenes, das mir am besten gefallen hat. Ich werde die Reihe definitiv weiterverfolgen. Ich vergebe für das Buch verdiente 5 von 5 Sterne.
Gerne eine Fortsetzung Eva Almstädt wechselt für ihre neue Krimiserie von der Ost- an die Nordsee. Am Start ist ein ungleiches Ermittlerpaar. Fentje, Anwältin mit landwirtschaftlichen Nebenerwerb und sehr bodenständig und Niklas, Journalist mit reichem Hintergrund. Also nicht nur das Meer wird gewechselt, sondern auch die Art der Ermittlungen. Weg von der Polizeiarbeit, hin zu mehr oder weniger privaten Ermittlungen. Eva Almstädt ist es wieder gelungen, einen spannenden und unterhaltsamen Krimi vorzulegen. Der Schreibstil ist, wie gewohnt, flüssig, leicht und mit einer guten Prise trockenen Humor angereichert. Der Spannungsbogen wird durch falsche Fährten über das ganze Buch hinweg hochgehalten. Die Umgebung und die Personen (vor allem Fentjes Familie) sind wunderbar detailreich und authentisch beschrieben. Die beiden ungleichen Protagonisten arbeiten, wenn auch mit Misstrauen und vielen Anfangsschwierigkeiten, nach einiger Zeit gut zusammen. Auch privat knistert es, was sich sicher in den kommenden Fällen noch verstärken wird. Die privaten Hintergründe nehmen nur soviel Raum ein, wie unbedingt nötig und überlagern zu keiner Zeit das Krimigeschehen. Der Fall an sich ist nicht unkompliziert, da bis zum Schluss nicht klar ist, wie alles zusammenhängt. Aber die Ermittlungen sind schlüssig und die Auflösung lässt keine Fragen offen. Es hat Spaß gemacht, die Neuen kennen zu lernen und mit ihnen zu ermitteln. Ich freue mich auf Band 2.
Das Buch "Akte Nordsee - Am dunklen Wasser" ist der erste Band von der neuen Krimi-Reihe der Autorin Eva Almstädt.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, so dass die Seiten nur so dahin geflogen sind.
Besonders gut hat mir von Anfang an gefallen, das Fentje Jacobsen nicht so eine strenge, ernste Anwältin ist, sondern eher einfach auf dem Boden geblieben ist. Auch der Ort ihrer Kanzlei ist etwas besonderes, da diese auf dem Bauernhof ihrer Großeltern in Nordfriesland ist.
Über ihren ersten Mandanten, der verdächtigt wird seine Freundin ermordet zu werden, stolpert sie im wahrsten Sinne des Wortes.
Fentje hat es nicht so einfach, da alle außer sie davon überzeugt sind, das ihr Mandant schuldig ist. Sie glaubt aber an seine Unschuld und kommt beim recherchieren einem alten Geheimnis auf die Spur.
Beim Lesen konnte ich merken, das sie nicht einfach nur ein Buch schreibt, sondern sich auch mit der Landschaft und alles drum herum beschäftigt.
Ich bin schon auf den nächsten Teil gespannt.
Überblick der Reihe "Akte Nordsee": Teil 1: Am dunklen Wasser
4,5⭐️ Ein schöner und gemütlicher Krimi in einer kleinen familiären Gegend, der gegen Ende, durch unvorhersehbare Wendungen nochmal an Spannung zunimmt. Die Idee, dass ein Journalist gemeinsam mit einer Anwältin ermittelt, ist in meinen Augen originell und etwas ganz anderes. Durch die kleinen Neckerein der beiden wird die Geschichte aufgelockert und verleiht dem ganzen Charme. Der Handlungsstrang, der neben der eigentlichen Geschichte Coexistiert, hätte in meinen Augen weg gelassen oder gekürzt werden können. Dieser hat die Geschichte leider in die Länge gezogen und mich als Leserin teilweise ermüdet, sodass ich die Kapitel mit kurzen oder auch längeren Pausen lesen musste. Die Hauptgeschichte hingegen habe ich in einem Rutsch weg gelesen und geliebt. Ich habe mich in der ländlichen Umgegbung heimisch gefühlt, konnte über das Ermittler Duo schmunzeln und war gefesselt von den Ereignissen. Ein toller Kriminalroman. Ich freue mich auf den nächsten Fall des ungewöhnlichen Ermittlerduos.
Gestern habe ich Akte Nordsee - Am dunklen Wasser von Eva Almstädt beendet. Der Auftakt einer neuen Reihe, mein erstes Buch der Autorin und ich hätte die Wahl nicht besser treffen können. Bin ja eher ungnädig, wenn es um Kriminalromane geht. 😅
Der Schreibstil war locker flockig, die Schauplätze bildhaft und die Story....bestens. Krimis sind mir ja oft zu lahm, aber hier war es ziemlich rasant, besonders in der zweiten Hälfte des Buches. Und ich stand quasi am Zaun der Schafe und fühlte mich auch als jenes genannte Tier. Null Ahnung, weil Brett vorm Kopf und kurz vor der Auflösung is Frau mal ein Lichtlein im Kopf angegangen. Prima. Super schlau ich bin....nicht.
Die Charaktere fand ich nice. Fentje könnte auch ich sein. Und Niklas erst. Hat super in die Story gepasst. Humorvoll, authentisch, clever und ein geniales Team.