Inhalt:
Die junge Rain Arnold, die in den Slums von Amerika heran gewachsen ist, findet sich plötzlich in einer Familie wieder, die reich und wohlsituiert in Richmond lebt. Die Hudsons haben die unehelich geborene Rain nach ihrer Geburt an ein armes Paar verkauft – nun ist sie in der Familie zurück. Als sie von Großmutter Hudson nach England auf eine Schule für bildende Künste geschickt wird, ahnt sie noch nicht, wie ihr weiteres Schicksal sich stricken wird…
Schreib-/Erzählstil:
Die Hudson Saga entwickelt sich langsam zu meinem Favorit nach meinem absoluten Highlight der Cutler Saga, die für mich immer mein heimlicher Liebling bleiben wird. V. C. Andrews geht in der Hudson Saga doch sehr auf Spannung und schafft es dadurch mehr als genug, den Leser mitzureißen und ihm immer wieder Wendungen an die Hand zu geben. Die Charaktere bilden sich noch mehr heraus und auch das Ende sorgt für den richtigen Auftakt eines dritten Bandes.
Meine Meinung:
Ich bin immer glücklich, die Sagas jeweils im Gesamtpaket ersteigert zu haben. Leider werden die Bände nicht mehr aufgelegt – hier und da findet man zwar noch einzelne Ausgaben, aber zusammenhängend sind diese nicht verfügbar. Man fragt sich zu Recht: Warum? Wieso kann man es verschmerzen, diese Autorin untergehen zu lassen und ihre potentiellen Leser auszugrenzen? V. C. Andrews’ Reihen schaffen es immer wieder, dem Leser zu zeigen, welchen Sog das Leben entwickeln kann – dabei dreht sich zwar vornehmlich viel um inzestuöse Beziehungen, aber in der Hudson-Saga wird davon nur wenig Gebrauch gemacht. Vielleicht hat der Ghostwriter, der nach Andrews Tod engagiert worden ist, auch keine rechte Lust mehr, auf dieses Stilmittel zurück zu greifen. Finde ich überhaupt nicht schade, sondern eher positiv.
So entwickelt sich vor dem Hintergrund eines modernen Londons die aufblühende Karriere einer viel versprechenden jungen Frau, die sich nicht scheut, Paroli zu bieten, Missstände aufzudecken und ihr Recht einzufordern, beachtet zu werden. Mich packte schier die Lust, das ganze Buch an einem Nachmittag zu lesen, weil es so spannend und ausgefeilt geschrieben ist – und das habe ich dann schlichtweg getan.
Fazit:
Nach meinem Tipp der Saga rund um die Cutlers muss man Rain Arnold (eigentlich Hudson) eine Chance geben, mit ihrer markanten Stimme den Menschen zum Lesen zu bewegen.