Der Oktopus: kaum erforscht, Einzelgänger, undurchschaubar, seiner Umwelt überlegen – ein bisschen wie ein Alien. Und ein bisschen wie Fabienne, 16. Fabienne hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und damit auch ihre Freunde verloren. Hilfesuchend macht sie einen Termin mit einem Psychiater – und erfährt die Diagnose: Asperger. Vielen Dank auch! Aber damit kommt sie klar und andere müssen das jetzt auch! Selbstbestimmt versucht sie neue Freunde zu finden – und ein Sexualleben.
Michael Szyszka erfasst Fabiennes Beobachtungen und bissige Analysen ihrer Umwelt und verwandelt sie in bunte, wilde Collagen. Facettenreich, und schillernd – genau wie ein Oktopus.
Ich frage mich wie viele Sorgen ich mir machen muss, wenn ich Parallelen finde..... Manchmal etwas wirr. Für mich nicht wirklich eine Graphic Novel. Bilder sind zu abstrakt und tragen nicht unbedingt zur Geschichte bei. Meiner Meinung nach zumindest.
"Die 17-jährige Fabienne, deren Initialen bezeichnenderweise "FCK" ergeben und damit subtil auf die ganz eigene Wahrnehmung ihrer Umwelt verweisen, erzählt in Tagebuchform über ihre Sommerferien. Für sie gilt es, ihren "Gedankenstrudel" nach der Trennung von ihrem Freund wieder in den Griff zu bekommen. Hilfe holt sie sich dafür bei einem Therapeuten, der sukzessive die Diagnose "Asperger" erstellt.
Mit viel Ironie und Humor gibt Fabienne ihre Sichtweise auf sich selbst, aber auch ihre Umweltbeobachtungen und -bewertungen wieder. Der Oktopus in einer Kokosnussschale, auf den der Titel verweist, ist dabei die zentrale Metapher für ihr Erleben. Sie gibt sich als mysteriöse und intelligente Einzelgängerin und ist hinter einem Panzer aus entwaffnenden Worten eine verletzliche Person.
Vielschichtig erzählt Cornelia Travnicek von einer jungen Frau im Autismus-Spektrum, und vermeidet dabei jegliche Verharmlosung oder Vereinfachung. Ergänzt wird der Erzähltext durch variantenreiche Illustrationen, die die Themen und Motive des Textes verdichten. Dabei arbeitet das Buch stark mit seiner Materialität: Ganze Seiten bleiben leer, Haftzettel werden angedeutet, karierte Notizbuchseiten sind eingebettet und die mit Tusche gemalten Illustrationen von Michael Szyska fügen sich (ver)fließend ein."
Vielleicht kann man einen anderen Menschen nie ganz kennenlernen, weil Menschen sich eben ständig ändern. Kaum hat man etwas über sie gelernt, bewegen sie sich schon wieder davon.
Super süßes Buch, auch wenn die Illustrationen meiner Meinung nach nicht allzu viel beigetragen haben. Obwohl auch zu erwähnen ist, dass die Bilder wunderschön sind. Auf wenigen Seiten wird der Lesende gelehrt aber auch unterhalten. Super schön für zwischendurch.
Aus der Sicht einer Autisten sehr nahbar und real. Liebe die Gestaltung. Eine gute Möglichkeit sich zu bilden und Dinge besser zu verstehen. Wenn man sich darauf einlässt.
Ich habe mich noch nie so sehr in einem Buch wiedererkannt. Seit letztem Jahr bin ich mit Autismus diagnostiziert und es war wirklich interessant die eigenen Gedanken gedruckt zu sehen.
Diese detailreichen, wunderschönen Illustrationen, dieser trockene Humor, diese beeindruckenden Fakten über Geschöpfe der Tiefsee oder Großstadt – dieses Buch verbindet so viele Geschichten, die manchmal wirken, als könnten sie gar nicht zusammenhängen, zu einem größeren Ganzen. Immer wieder habe ich innegehalten und geschmunzelt, gestaunt oder lange gegrübelt. Manchmal auch alles auf einmal.
Ein sehr einfühlsam geschriebenes Tagebuch mit schönen Illustrationen von Oktopoden und anderen Tintenfischen! Mir hat besonders gut gefallen, wie Fabienne von ihrem Alltag und ihrem Umgang mit der Asperger-Diagnose erzählt. Es ist sehr unterhaltsam (ironisch) geschrieben, aber regt auch zum Nachdenken und Recherchieren an.
2/5 The idea to present Fabi' story in this way was interesting. Unfortunately that was pretty much the only interesting thing about this book (and even that was not very well implemented). I can't say too much about the story itself because there rarely were any story. Dissapointing.