Da wollte ich für den Großteil dieses Buches, mit den schönen Tibetischen Märchen und Sagen schon 5 Sterne geben. Aber dann ist mir auf den letzten Seiten ziemlich das Lachen vergangen.
Im Kapitel "Freche Geschichten" versteckt sich der "Schelm" unter dem Bett der Prinzessin, wartet bis sie tief schläft um sie dann munter zu vergewaltigen (Hahahah, wie amüsant). Und da so beschädigte Ware wie die Prinzessin dann ja schlecht an den Mann zu bringen ist, wird sie unserem frechen Helden gleich zur Frau gegeben. So eine schlaue List von unserem Helden. Hahaha.
Und kurz darauf begegnet der große Meister mit "guten Absichten" dem jungen Mädchen Dölma und wenn sich die mal besser hätte Vergewaltigen lassen wäre sie doch glatt die Mutter für die Wiedergeburt eines hohen Lama's geworden. Jetzt hat das dumme Mädel das ganze gute Karma sausen lassen.
Mir ist schon bewusst, das diese Geschichten aus einer anderen Zeit und Kultur kommen, aber diese Sagen, die offensichtlich den Zeck dienten junge Mädchen zu indoktrinieren, sich dem Manne zu unterwerfen, auch wenn er Gewalt anwendet, sind wirklich nicht mehr Zeitgemäß und sollten heutzutage wirklich nicht mehr ohne kritisches Hinterfragen weitererzählt werden.
Wollen wir wirklich das unsere Töchter oder junge Frauen wo immer sie auch herkommen, lernen die (sexuelle) Gewalt von Männern einfach so hinzunehmen, dass das normal ist? Das du deinen Vergewaltiger am besten heiratest und Fremde sich deines Körpers bedienen dürfen, da sie eventuell "gute Absichten" haben?! Ich möchte das nicht und kann deshalb dieses Buch nicht guten Gewissens weiterempfehlen.