Die Periode ist politisch – ihr Ausbleiben aber auch. Als Miriam Stein von Hitzewallungen, Schlafstörungen und weiteren unangenehmen Vorboten der Menopause überrascht wird, erkundet sie die ihr von der patriarchalen Gesellschaft zugedachte Stellung neu. Leicht gereizt stellt sie fest: Die sogenannten Wechseljahre sind das letzte Tabu der Frauengesundheit. Bis zum heutigen Tag bestimmen Mythen und Fehlinformationen den Diskurs: Das Klimakterium erscheint als peinliche Hormonmangel-Krankheit. Der unfruchtbar – und somit unattraktiv – gewordenen Frau wird geraten, sich neu zu erfinden. Ganz so, als sei während der hormonellen Umstellung ihre gesamte "alte" Identität verloren gegangen. Miriam Stein räumt mit alten Vorurteilen auf und holt das Thema aus dem gesellschaftlichen Abseits. In Die gereizte Frau verbindet sie unterhaltsam und klug persönliche Erfahrung mit feministischer Gesellschaftskritik. Ausgehend von häufigen klimakterischen Symptomen und den damit verbundenen misogynen Klischees und Behauptungen schreibt sie die Geschichte vom weiblichen Älterwerden neu. Eine wichtige Lektüre für jede Frau, die selbstbestimmt altern möchte.
Ein wunderbar "fluffig" geschrieben äes Buch über die Periode und die Menopause mit vielen Tipps, guten Fakten und Interviews mit Mensch, die einem weiterhelfen können. Ein Muss für jedes weibliche Wesen...Und gerne auch für männliche, damit sie wissen, was mit ihren Frauen los ist 😉
Weniger ein Ratgeber, mehr eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation („Zustände“) - ganz aus der Nähe einer Frau, die verstehen möchte. Mir gefiel, dass die Autorin die Chancen der Veränderung aufzeigt. Dieser positiver Blick tut mir gut.
Sie spricht mit von der Seele. Gereizt fühle ich mich auch. Die Menopause ist ein persönliches Thema und auch ein Gesellschaftliches. Deshalb gefällt mir, wie die Autorin unterhaltsam und klug persönliche Erfahrung mit feministischer Gesellschaftskritik verbindet.
Leider konnte mich das Buch nicht abholen. Der Schreibstiel ist speziell und war nicht meins. 2 Sterne vergebe ich, weil ich das Thema für absolut relevant halte und gut finde, wie ehrlich und offen die Autorin über ihre eigenen Erfahrungen und die Erfahrungen aus ihrem Umkreis spricht. Keine 3,4 oder 5 Sterne gibt es, weil ich leider oft den Eindruck hatte, dass die Autorin zynisch und teilweise wertend über andere Personen schreibt. Ich durch den Buchrücken die Erwartungshaltung hatte, dass das Thema Menopause in den gesellschaftlichen und politischen Diskurs stärker eingeordnet wird - es blieb allerdings sehr beschränkt auf die persönlichen Erfahrungen der Autorin und hat auch Themen angeschnitten, die mich im Zusammenhang mit Menopause nicht interessierten. Den größten Abzug erhält das Buch von mir, weil die Quellen nicht korrekt den Kapitel zugeordnet sind und unvollständig sind. Gerne hätte ich hier an der ein oder anderen Stelle weitere Literatur gelesen, konnte diese dann aber nicht im Quellenverzeichnis finden.
Verstörend bildliche Beschreibungen und die Frage, ob man sich das letzte Kapitel auch hätte schenken können. Ein dicker Bonus für die Enttabuisierung eines vollkommen natürlichen Verlaufs im Leben jeder Frau.