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Morgen werden wir glücklich sein

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Historischer Roman über starke Frauen während der deutschen Besatzung in Paris – für alle LeserInnen von Bettina Storks und Claire Winter

Marie, Amiel und Geneviève sind seit Kindertagen miteinander befreundet. Als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren, wird ihre Freundschaft jedoch auf eine harte Probe gestellt. Lehrerin Marie geht zur Résistance, um ihre jüdischen Schüler vor den Nazis zu retten. Ärztin Amiel unterstützt sie, obwohl sie selbst Jüdin ist. Die Sängerin Geneviève wiederum lässt sich mit den Deutschen ein, um weiter auf der Bühne stehen zu können. Für Marie ist dies ein verheerender Verrat und sie wendet sich von der Freundin ab, die bisher ›alles‹ für sie war. Als Geneviève sie am meisten braucht, verweigert Marie ihr die Hilfe und löst damit eine Katastrophe aus ...

442 pages, Kindle Edition

Published May 26, 2022

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About the author

Lea Korte

13 books3 followers

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Community Reviews

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11 (42%)
4 stars
12 (46%)
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1 (3%)
2 stars
1 (3%)
1 star
1 (3%)
Displaying 1 - 18 of 18 reviews
Profile Image for Klusi.
86 reviews
June 29, 2022
Marie, Amiel und Geneviève kennen sich schon seit Kindertagen und sind eng befreundet. Sie nennen sich „Die drei Unbesiegbaren“. In Paris erleben sie 1940 erst die Bombardierung und später den Einmarsch der Deutschen mit. Mit dem was sie erfahren und durchleiden, gehen die drei jungen Frauen ganz unterschiedlich um. Marie, die Lehrerin, schließt sich der Résistance an und versucht, möglichst viele jüdische Kinder in Sicherheit zu bringen. Dabei gerät sie selbst mehrfach in Gefahr. Amiel ist selbst Jüdin und Ärztin. Auch sie unterstützt die Résistance und kümmert sich um die Verletzten, die es immer wieder bei den geheimen Aktionen dieser Untergrundbewegung gibt. Geneviève ist leidenschaftliche Musikerin und wünscht sich nichts sehnlicher als Normalität, damit sie wieder auf der Bühne stehen kann. Für ihren Traum lässt sie sich sogar mit einem Deutschen ein. Dabei hat sie nicht bedacht, dass sie sich in Peter verlieben könnte. Während Marie und Amiel ihre Ziele geradlinig verfolgen, steht Geneviève zwischen den Fronten, denn einerseits hilft sie ihren Freundinnen, so gut sie kann, aber da ist eben auch die Liebe zu einem Deutschen, die sie nicht aufgeben möchte. Amiel ist, trotz ihrer extrem schwierigen Lage, stets verständnisvoll, während Marie das Verhalten Genevièves nicht akzeptieren möchte, sondern als Verrat ansieht. Dabei merkt sie nicht, welche Opfer die Freundin wirklich bringt.
Es ist ein eindringlicher Roman, der viel Stoff zum Nachdenken mitbringt. Hier zu erfahren, wie sich der zweite Weltkrieg aus französischer Sicht darstellt, war für mich neu und sehr interessant. Über die Arbeit der Résistance wusste ich bisher kaum etwas. Auch war mir neu, wie damals, am Ende des Krieges, mit Frauen wie Geneviève umgegangen wurde.
So unterschiedlich die drei Freundinnen sind und so verschieden ihre Beweggründe, letztendlich konnte ich sie alle drei verstehen. Jede tut aus ihrer Sicht das Beste, und an dieser Geschichte zeigt sich wieder einmal, dass es nie die eine, endgültige Wahrheit gibt, sondern dass jeder Lebensweg viele Abzweigungen hat, die letztendlich alle zu einem Ziel führen, mag es nun das richtige sein oder nicht. Dieser Roman hat nicht nur mein Wissen bereichert, sondern er hat mich auch emotional stark berührt, und bei so mancher Szene hatte ich Tränen in den Augen, was mir eigentlich eher selten passiert.
Es gibt auch einen zweiten Handlungsstrang, der in der Gegenwart spielt. Hier treffen sich die Enkelinnen von Marie und Geneviève. Auch in dieser jungen Generation sind die Fronten, die damals bei ihren Großmüttern durch einige tiefgreifende Missverständnisse entstanden, noch verhärtet, und ich habe mit Spannung verfolgt, ob es den beiden jungen Frauen gelingt, nach all diesen Jahren eine Brücke zu schlagen und Frieden zu schließen.
Dies ist ein Roman, der sicher noch lange nachhallt und mir stark im Gedächtnis bleiben wird. Für mich war er das absolute Monatshighlight im Juni.
Profile Image for Andrea Karminrot.
324 reviews6 followers
September 4, 2022
Morgen werden wir glücklich sein, das behaupten drei Frauen die sich seit Kindertagen kennen. Doch so sicher können sie nicht sein. Denn es ist 1940 in Paris. Geneviève ist eine Pianistin in einem Nachtklub, der bevor die Deutschen die Stadt erobert haben nur noch selten geöffnet hatte. Sie ist das uneheliche Kind einer Hausangestellten. Immer musste ihre Mutter strampeln, um ihr Kind eine ordentliche Ausbildung zukommen zu lassen. Geneviève hatte das Glück gehabt, wie ihre Freundin Marie zum Klavierunterricht zu gehen. Es stellte sich heraus, dass sie ein Naturtalent war. Und hätte Maries Mutter nicht weiterhin dafür gesorgt, dass das Kind ihrer Angestellten den Unterricht bekommt, wäre Geneviève wohl in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten. Marie hatte da weniger Talent, freute sich aber an dem Erfolg ihrer Freundin. Sie wollte lieber Lehrerin werden. Als die Deutschen Paris in Beschlag nahmen fand Marie sich nicht mit dieser Situation ab. Sie schloss sich einer Widerstandsgruppe an und brachte nicht nur jüdische Kinder aus der Stadt und half wo sie konnte.
Die dritte Freundin Amiel ist Jüdin und arbeitet als Ärztin in einem Hospital. Doch ihre Anstellung steht ständig auf der Kippe, seitdem die Deutschen was zu sagen haben. Juden sollen sich möglichst nicht in der Öffentlichkeit sehen lassen und schon gar nicht gut bezahlte Berufe ausüben. Auch Marie unterstützt den Widerstand. Sehr zum Leidwesen von Geneviève. Diese hat viel Kontakt zu den Besatzern. In der Bar, in der Geneviève auftritt, sitzen viele Deutsche und genießen das ungezügelte Leben. Darunter auch ein junger Mann, der ein Auge auf die Pianistin geworfen hat.
Das Leben für die jüdischen Bürger wird immer mehr zum Spießrutenlauf. Immer weniger wird den Juden zugestanden und immer mehr jüdische Freunde und Nachbarn verschwinden. Doch die drei Freundinnen versuchen alles, damit Amiel nicht ebenfalls in einem Zug nach Irgendwo gebracht wird.
Eine andere Geschichte
In der heutigen Zeit versucht die Enkeltochter von Marie, eine alte Geschichte klarzustellen. Dazu besucht sie die Enkelin Genevièves. Zu ihrem Unglück bleiben die jungen Frauen aber in einem Fahrstuhl stecken. Die Beiden sind sich spinnefeind und doch reden sie miteinander. Weglaufen geht ja auf dem engen Raum nicht mehr. Über was kann man wohl besser reden als über die Vergangenheit, über ihrer Großmütter, über das Leben in dem besetzten Paris und über die Geschichten, die in den verschiedenen Familien kursieren. Und so kommt auch der Leser in den Genuss einer alte Freundinnengeschichte.

Wie Glücklich waren diese Frauen damals eigentlich. Ich denke, sie waren glücklich, bis die Deutschen das Land besetzt hatten und alles daran legten, die Menschen zu entzweien. Die Drei hatten sich gegenseitig. Sie waren „Die Unbesiegbaren“, wie sie sich schon in Kindertagen nannten. Geneviève ist die Unnahbare, die nicht immer zeigen konnte, wie glücklich sie war. Sie wirkte etwas überheblich, berechnend und kalt. Marie dagegen, machte alles wieder wett. Sie ist die warmherzige, die Samariterin und erging sich in der Rettung der Menschen, die ihre Hilfe gerne erbaten. Amiel ist die schüchterne, die stille Figur in dem Trio. Vielleicht sogar etwas blauäugig. Doch keine der drei Figuren traf mich ins Herz. Die Geschichte schon. Aber das ist auch kein Wunder, ich mag solche Romane doch sehr gerne lesen. Alles was damals geschah, wie man den Menschen geholfen hat und wie man sich gegen die Besatzer zur Wehr setzte, finde ich spannend. Die Autorin beschreibt in ihrem Nachwort, dass es in ihrem Roman vorwiegend um Schuld und Unschuld geht. Das kann ich nur bestätigen. Außerdem hat sie viele Tatsachen in ihrem Geschriebenen verwendet.
Was mir an diesem Roman missfiel war, dass Lea Korte oft, sehr oft, Worte dreimal hintereinander schrieb. Das war etwas zu viel, zu viel, zu viel! Ansonsten ein unterhaltsames Buch mit vielen interessanten Momenten und reichlich Spannung.
„Im Talmund steht; Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen, achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten, achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter, achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“ Seite 199 (Ebook)
Ein Satz, den man sich wirklich zu Herzen nehmen sollte! In einem anderen Roman habe ich schon über den Widerstand gelesen, bzw. gehört. Die Spionin von von Imogen Kealey
Profile Image for Sabine.
795 reviews22 followers
May 28, 2022
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei Freundinnen, Marie, Genoviève und Amiel, deren Freundschaft aber auf eine harte Probe gestellt wird, als im Jahr 1940 die Deutschen auch in Paris einmarschieren. Marie ist Lehrerin und beginnt, im Widerstand zu arbeiten, Genovieève ist selber Jüdin, will die Stadt aber nicht verlassen, während Amiel als Pianistin arbeitet und hinnimmt, dass zunehmend Deutsche in den Genuss ihrer Kunst kommen. In einer zweiten Zeitebene treffen die beiden Enkel von Marie und Genoviève in der Gegenwart aufeinander, und schnell ist klar, dass es ein Zerwürfnis der Großmütter gab.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, denn ist war spannend und interessant – obwohl ich schon viel in dieser Zeit gelesen habe, gab es für mich auch wieder ein paar neue Aspekte. Gelungen fand ich den Plot, insbesondere weil er die zwischenmenschlichen Konflikte sehr gut aufzeigt – und bestimmt hat es solche Verbindungen und damit aufkommende Probleme häufig gegeben.

Marie engagiert sich in der Resistance – und was sie dort leistet, ist großartig – vieles war sehr gefährlich und nicht selten haben die Menschen auch mit ihrem eigenen Leben bezahlen müssen. Auch Marie gerät immer wieder in brenzlige Situationen, trotzdem gibt sie nicht auf und will möglichst viele Juden vor dem Genozid retten. Auf der einen Seite hat mich ihr Mut sehr beeindruckt, auf der anderen Seite war sie mir aber zu vehement, wenn jemand nicht ihrer Meinung war. Genoviève bekommt das sehr zu spüren – sie will mit der Resistance nichts zu tun haben und hat Sorge, dass sie über Marie da mit reingezogen wird – das führt natürlich zu großen Spannungen, insbesondere, da die drei Freundinnen in einer Wohnung wohnen. Aus heutiger Sicht kann man Genovièves Gesinnung vielleicht verteufeln, ich aber weiß selber nicht, wie ich in der damaligen Zeit gehandelt hätte und will daher keinen Stab über sie brechen. Auch Amiel sorgt für Spannungen, da sie selber Jüdin ist, die Stadt aber nicht verlassen will. Vor ihr ziehe ich den Hut, da sie als Ärztin auch im Untergrund hilft und die medizinische Versorgung dort übernimmt.

Es war spannend, die drei Freundinnen in dem Zeitraum von 1940 bis 1944 zu begleiten. Es gibt einige Wendungen und Überraschungen, die die Spannung erhöht haben, die aber auch nachdenklich stimmen – immer wieder gibt es Situationen, wo ich mich gefragt habe, wie ich wohl selber gehandelt hätte, und mehr als einmal handeln die drei sehr menschlich – dadurch sind die Figuren authentisch und glaubwürdig, weil sie nämlich Ecken und Kanten haben und eben nicht nur „Helden“ sind. Den Erzählstrang der Gegenwart hätte ich dagegen nicht gebraucht, auch wenn er einen Rahmen um die Geschichte baut. Leider aber fand ich die beiden Enkelinnen in ihrer Kommunikation sehr anstrengend, das Ende war mir dann zu gewollt und kitschig.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen und an mancher Stelle vielleicht auch zu locker für die ernste Thematik. Die Seiten sind so aber rasch dahingeflogen, sicher auch, weil es spannend ist und durch die beiden Zeitebenen immer wieder kleine Cliffhanger entstehen, die zum weiterlesen anregen.

Ich gebe diesem Buch gute 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Im Mittelpunkt stehen drei Freundinnen, die mit der deutschen Besatzung in Paris in den Jahren 1940 bis 1944 ganz unterschiedlich umgehen – das führt natürlich zu vielen Konflikten und stellt die Freundschaft der dreien auf harte Zerreißproben. Spannend und interessant hat die Autorin die Zeit dargestellt, durch unerwartete Wendungen war ich immer gefesselt und wollte unbedingt weiterlesen. Ich gebe gute 4 von 5 Sternen.
Profile Image for KruemelGizmo.
524 reviews5 followers
June 3, 2022
Die Freundinnen Marie, Amiel und Geneviève kennen sich seit ihrer Kindheit. Als die Deutschen 1940 in Paris einmaschieren, gerät ihre Freunschaft unter Druck. Marie, die Lehrerein schließt sich der Résistance an, um ihre jüdische Schüler zu retten und um etwas gegen die Deutschen zu unternehmen. Die Jüdin Amiel arbeitet als Ärztin und unterstützt ihre Freundin so gut sie kann. Aber Geneviève, die als Musikerin arbeitet lässt sich mit den Deutschen ein um weiter auf der Bühne stehen zu können. Marie fühlt sich dadurch von ihr verraten und wendet sich immer mehr von ihrer Freundin ab und tut etwas was eine Katastrophe auslöst...

Morgen werden wir glücklich sein stammt aus der Feder von Lea Korte.

Marie, Amiel und Geneviève sind seit Kindheitstage beste Freundinnen und gehen zusammen durch dick und dünn. Durch den Einmarsch der Deutschen verändert sich ihr Leben und auch ihre Freundschaft, die dabei auf eine harte Probe gestellt wird. Marie und Geneviève sind die starken Charaktere, während Amiel die sanftere und ausgleichende der drei Frauen ist. Während Marie die Deutschen zutiefst verabscheut und für sie sehr schnell klar ist das sie etwas gegen sie unternehmen möchte, ist für Geneviève ihr Karriere für die sie hart gekämpft hat, so wichtig das sie sich mit den Deutschen arrangiert. Die Spannung die diese unterschiedliche Haltung zwischen Marie und Geneviève auslöst nimmt immer mehr zu und endet in einer Katastrophe.

Auf ihre Art sind alle drei eigentlich sympathische Charaktere, aber vor allem Marie und Geneviève stehen hier im Vordergrund. Amiel nimmt für mein Empfinden eher eine Nebenrolle ein, die ausgleichend wirkt und die Geschichte, da sie Jüdin ist, zusätzlich würzt. Marie ist durch persönliche Ereignisse von Anfang an ein glühender Gegner der Deutschen, und erwartet dies auch ohne wenn und aber von allen anderen. Ihre wirklich starre Haltung dazu, die nur schwarz und weiß kennt, zeigt ihre unsympathische und egoistische Seite, und sorgt damit das die Freunschaft der drei Frauen immer mehr unter Druck gerät. Geneviève, die aus bescheideren Verhältnissen als ihre Freundin kommt, sieht die Sache mit mehr Pragmatismus, denn sie möchte weiter als Musikerin arbeiten und den Krieg lebend überstehen. Diese unterschiedlichen Anschauungen treffen immer wieder aufeinander und machen diesen Roman aus. Mal konnte ich Marie besser verstehen, mal Geneviève. Aber Maries Entscheidungen, die die Katastrophe auslösen, löste bei mir wirklich Fassungslosigkeit und Verständnislosigkeit aus über so viel Egoismus und Starrsinn.

Durch die Besatzungszeit, Maries Mitwirken bei der Résistance kommen immer wieder sehr spannende Momente in die Geschichte, die mir richtig gut gefallen haben, und damit für ein weiteres vorantreiben der Geschichte sorgten und für ein Zuspitzen der Auseinandersetzungen zwischen den Freundinnen.

Mein Fazit:

Mit einer interessanten Geschichten, die auch ihre spannendnen Momente für mich bereithielt, den Charakteren und dem Setting konnte mich die Autorin wirklich überzeugen.
Profile Image for Ramona (Kielfeder).
203 reviews77 followers
July 1, 2022
Es ist einige Jahre her, seit ich ein Buch von Lea Korte gelesen habe. Aber ich weiß noch, dass die Autorin mit ihrem Roman Die Maurin maßgeblich für meine Begeisterung für historische Romane verantwortlich war. Wie gesagt, lange ist das her. Kürzlich hat mich die Autorin dann gefragt, ob ich nicht ihr nächstes Buch Morgen werden wir glücklich sein lesen möchte. Ich war sofort neugierig und habe nicht gezögert.

Morgen werden wir glücklich sein wird auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. Die Rahmenhandlung spielt im Paris der heutigen Zeit und die Enkelinnen der älteren Protagonistinnen erzählen sich gegenseitig die Geschichten ihrer Großmütter. Diese Zeitebene nimmt aber deutlich weniger Raum ein, als die eigentliche Geschichte von Marie, Amiel und Geneviève.

Marie, Amiel und Geneviève sind sehr enge Freundinnen und drei sehr unterschiedliche Charaktere. Mit dem Voranschreiten der Handlung und des Krieges treten die Unterschiede plötzlich deutlicher hervor, was ihre Beziehungen auf eine harte Probe stellt. Dennoch hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, eine der Frauen mehr oder weniger zu bevorzugen. Ich konnte deren Handlungen und Entscheidungen verstehen und nachvollziehen. Alle drei haben einen etwas anderen Blick aufs Leben, andere Hintergründe. Die Opfer, die sie mit der Zeit immer öfter bringen müssen, die gingen mir sehr ans Herz. Lea Korte hat eine Erzählstimme, die mich sofort gefesselt hat und sehr stark mitfühlen ließ. Nie wurde es kitschig, oder wirkte irgendwie übertrieben. Sie hat viel Fingerspitzengefühl in den unterschiedlichsten Situationen bewiesen, hat Tiefe und Entwicklung geschaffen, sodass ich häufiger einen Kloß im Hals hatte.

Die Geschichte rund um Marie, Amiel und Geneviève hat mich sehr bewegt. Alle drei Frauen haben mit ihren Mitteln ums Überleben von sich und ihren Lieben gekämpft. Dabei entstanden auch immer wieder Wendungen, die mich überrascht haben.

Die Freundschaft steht in Morgen werden wir glücklich sein stark im Vordergrund und ich habe mitgefühlt und mitgefiebert. Aber auch das Pariser Setting und die historischen Hintergründe fand ich gut eingearbeitet und aufbereitet. Man saugt das beim Lesen so nebenbei auf, ohne dass es überladen wirkt.

Einzig die Passagen zwischen den Enkelinnen in der heutigen Zeit haben einige Kapitel gebraucht, bis ich mich fallenlassen konnte. Die waren in der ersten Hälfte zu kurz, als dass ich eine Verbindung zu den Figuren hätte aufbauen können. Aber sie haben der Geschichte einen schönen Rahmen gegeben.

Ich bin sehr froh, dass ich Morgen werden wir glücklich sein von Lea Korte gelesen habe. Die Geschichte war eine Bereicherung meines Lesemonats und sie hat mich durch viele Emotionen geschickt. Ich kann euch diesen historischen Roman nur sehr empfehlen!
Profile Image for Rakkasei.
147 reviews10 followers
June 4, 2022
Durchgehend herrscht passend zu den Geschehnissen eine bedrückende Stimmung und ich war mir nie sicher, ob der Titel des Buches tatsächlich auf alle Hauptprotagonisten zutreffen wird.

Es ist mal schön einen historischen Roman zu haben, der in Paris spielt und einen guten Einblick in das Leben der Bewohner vor und nach der deutschen Besatzungszeit während dem II. Weltkrieg gibt.
Vor allem Amelies Motive konnte ich gut nachvollziehen und sie war mir von den drei Freundinnen am sympathischsten. Marie fand ich wegen ihrer rücksichtslosen Art viel zu anstrengend und sie hat mir schlichtweg zu wenig Einsicht gezeigt. Dann gibt es noch Geneviève, die ich bis zum Schluss nicht wirklich einschätzen konnte.

Dank dem gut lesbaren Schreibstil fiel es mir leicht der Handlung zu folgen und so hatte ich oftmals während dem Lesen die Zeit vergessen. Ich wollte einfach nur wissen wie es für die einzelnen Menschen ausgeht und ob sie tatsächlich glücklich werden. Schließlich gibt es ein paar Kapitel, die in der Zukunft spielen und die lassen was das betrifft viele Zweifel aufkommen.

Die Handlung wird aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt und deshalb bekommt teils sehr tiefe Einblicke in die jeweilige Gefühlswelt. Das hält nicht nur die Spannung oben, sondern zeigt mehr als deutlich wie unterschiedlich die drei Freundinnen sind. Sie gehen komplett anders mit der Situation um und das stellt ihre Freundschaft nicht nur einmal auf die Probe.

Das Buch zeigt wie wichtig die Arbeit der Résistance zu der Zeit war und wie wenig man wirklich im Leben braucht. Und vor allem wie wichtig es ist niemals die Hoffnung in schwierigen zu verlieren.
Was mir eher weniger gut gefallen hat waren an manchen Stellen die Formulierungen, die mir schlichtweg zu modern wirkten.

Zudem hatte ich mich mehrfach während dem Lesen gefragt, wie diejenigen an bestimmte Informationen kamen. Diesbezüglich hätte ich mir definitiv zumindest teilweise detaillierte Beschreibungen gewünscht. Einiges kann man sich herleiten, jedoch hat nun einmal nicht jeder Leser das nötige Hintergrundwissen um die dadurch entstandenen Lücken zu füllen. Ich hätte mir schlichtweg mehr Informationen vor allem über die Arbeit der Résistance gewünscht und wie sehr der Alltag der Frauen verändert wurde. Bildhafte Beschreibungen hätten das alles viel greifbarer und fesselnder gemacht.

Fazit:
Alles in allem hat mir der historische Roman gut gefallen und hat mich nachdenklich zurück gelassen. Wie wäre ich mit der Situation umgegangen und hätte ich tatsächlich an meinen eigenen Idealen festgehalten oder hätte die zum Beispiel der Liebe wegen aufgegeben?
Profile Image for mellidiezahnfee.
1,047 reviews6 followers
May 29, 2022
Dieses Buch durfte ich im Rahmen der NetGalley Challenge 2022 lesen, und ich muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen. Anfangs habe ich noch ein wenig am Schreibstil herumgeknabbert, ich lese aber auch sehr selten historische Romane, deshalb dauerte es bei mir ein wenig länger, bis ich mich auf die Geschichte einlassen konnte. Aber nach sehr kurzer Zeit hatte mich die Story dann gepackt. Sehr bildhaft und emotional beschreibt die Autorin hier das Leben dreier Freundinnen im von den Nazis besetzten Paris.
Für mich war das meiste, was die drei erleben mussten, unvorstellbar. Grauenvoll. Alleine diese Willkür, jemanden zu deportieren, nur weil er eine andere Religion ausübt. Extrem. Und wie schnell Menschen in solchen Situationen kollaborieren. Während die beruflichen und jugendlichen Werdegänge der drei Damen oft nur nebenbei erwähnt werden, liegt das Hauptaugenmerk dieses Buches auf der Nazizeit, den Gräueln des Krieges und wie jede der drei damit umgeht. Durch diesen unterschiedlichen Umgang entzweien sie sich nicht nur, sondern werden auch gewaltsam immer wieder entzweit. Aber auch das Gegenteil, die Liebe, kommt in diesem Buch zu Wort. In Form dreier Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem für ihre jeweilige Dame die Liebe ihres Lebens sind.
Die Geschichte ist sehr plastisch und eindrucksvoll beschrieben und die Charaktere haben sehr viel Tiefe und Emotionen, was ich sehr bewundernswert gelöst finde, da die Autorin ja diese Vielschichtigkeit auf jede Ebene des damaligen Lebens anwenden muss. Also z. B. tiefster Hass auf die deutschen Besatzer und trotzdem glücklich verliebt sein. Diese Vielschichtigkeit macht das Buch sehr lebendig, die Charaktere emotional und nachvollziehbar , und die Geschichte tatsächlich nah – und erlebbarer als jedes Geschichtsbuch es je könnte.
Einzig den Teil der in der Jetzt - Zeit spielt, finde ich nicht ganz so gelungen. Da fehlt mir die komplette Charakterisierung der Personen und auch ein emotionales Ende. Das Ganze war zu abrupt und es blieben einige lose Fäden übrig.

Fazit: Fünf emotionale Sterne für ein zauberhaftes Buch über starke Frauen in einer grässlichen Zeit.
Profile Image for Falk Przewosnik.
15 reviews
May 28, 2022
Lea Korte beschreibt spannend und gefühlvoll mit ihrem Roman einen Abschnitt der jüngeren französischen Geschichte, der deutschen Besetzung von Paris während des Zweiten Weltkriegs. Deshalb auch einen Teil unrühmlicher deutscher Geschichte.
Vorweggenommen, finde ich ihr Buch sehr lesenswert. Vorallem auch im Hinblick auf die differenzierte Darstellung der widersprüchlichen Protagonistennen.
Drei junge Pariserinnen, seit ihrer Kindheit eng miteinander befreundet, leben zu Kriegsbeginn gemeinsam in einer Pariser Wohnung: Amiel, eine jüdische Ärztin, Marie, eine Lehrerin und Genevieve, eine Pianistin. Zusammen die drei Unbesiegbaren. Mit Beginn der deutschen Besatzung ändert sich jedoch vieles, nicht nur im Alltag der drei, sondern auch in ihrer Beziehung zu einander. Marie und Amiel engagieren sich in der Resistance und kämpfen gegen die Besatzungsmacht. Genevieve hingegen arrangiert sich mit den Veränderungen, um weiter öffentlich als Pianistin auftreten zu können. Allerdings ist nichts schwarz und weiß. Weder bei den Franzosen noch bei den Deutschen. So kommt es, dass Genevieve ihren Freundinnen hilft, rettet Leben, ohne das andere davon erfahren. Schließlich kommt es zum Zeitpunkt der Befreiung von Paris zum Bruch zwischen den überlebenden Freundinnen. Und ich habe mich beim Lesen gefragt, wer von ihnen schuldiger, und das nicht nur am Zerwürfnis, ist.
Flankiert wird dies im Buch vom Zusammentreffen der Enkelinnen von Marie und Genevieve, Malou und Josephine, in der Gegenwart. Eine Art Kammerspiel. Der Großteil dieses Geschehens handelt in einem Fahrstuhl. Damit konzentriert sich alles auf die Interaktion der beiden. Überflüssiges vermeidend zeigt Lea Korte hier, wie die Geschichte bis in die Gegenwart reicht und selbst noch die übernächste Generation mitprägt.
Profile Image for Tiaras Bücherzimmer.
329 reviews5 followers
June 8, 2022
"Morgen werden wir glücklich sein" ist eine Geschichte, die dem Leser einiges abverlangt.
Lea Korte erzählt wie die drei besten Freundinnen Marie, Amiel und Geneviéve die Zeit erleben, als die Deutschen in Paris einmarschieren.
Marie ist Lehrerin und engagiert sich im Widerstand, Amiel ist eine jüdische Ärztin, Geneviève lebt für die Musik, tritt als Pianistin auf und verliebt sich in einen Deutschen.
Die drei nennen sich die Unzertrennlichen und Unbesiegbaren, doch die Situation stellt ihre Freundschaft schnell auf eine harte Probe.
Wir alle kennen ja die Zeit um 1940, doch so intensiv beschrieben habe ich sie noch nie gelesen.
Ich war emotional so sehr mit den dreien verbunden. Ich habe mitgefiebert und mitgebangt, teilweise machten sie mich wütend, weil sie so unüberlegt handelten und sich oft sehr schnell gegenseitig verurteilten, ohne zu wissen, wie es genau war.
Zum Schluß hin war ich dann nur noch schockiert, was sich Marie geleistet hat und was dies für enorme Folgen hatte.
Ich wollte öfters Lesepausen einlegen, weil die Geschichte wirklich sehr heftig ist, musste aber wie unter Zwang ständig weiterlesen.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, intensiv und bildhaft.
Die Autorin erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen, immer abwechselnd zwischen den Protagonisten, was für eine enorme Spannung und oftmals überraschende Wendungen sorgte.
Fazit: Eine sehr ergreifende Geschichte, die unter die Haut geht und von Krieg, Liebe, Verrat und unzertrennlicher Freundschaft handelt.
Für mich war es mein Halbjahreshighlight. Sehr gerne vergebe ich 10/5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.
Profile Image for Zimtstern'S Bücherregenbogen.
657 reviews1 follower
September 21, 2022
Wieder ein Buch, das ich unbedingt haben & lesen wollte. Leider ist es dann immer weiter nach hinten im Regal verschwunden. & ich habe es total vergessen. Letzte Woche habe ich es dann wieder entdeckt & direkt durchgesuchtet. Kennt ihr das, wenn man mit einem Buch beginnt & von den ersten Seiten an direkt an das Buch gefesselt ist? & von Kapitel zu Kapitel einfach immer weiterlesen muss? So ging es mir hier bei diesem Buch mal wieder. Aber jetzt zu der Story.
Im Buch geht es um drei Freundinnen, die sich seit Kindertagen kennen. Sie leben in Paris. & bis 1940 die Nazis in Paris eingefallen sind, ist auch alles gut. Doch dann…"Die Unbesiegbaren", wie sich die drei Freundinnen seit Kindertagen nennen, werden auf eine harte Probe gestellt. Marie, Amiel & Geneviéve teilen nicht die gleichen Ansichten. Dieses stellt ihre Freundschaft auf eine harte Probe. Marie kümmert sich beim Widerstand auch um die jüdischen Kinder. Geneviéve verliebt sich in einen Deutschen. Sie möchte als Pianistin einfach weiter auftreten können. Amiel weigert sich als jüdische Ärztin, Frankreich zu verlassen.

Die Autorin hat so einen fantastischen, einfühlsamen, emotionalen, flüssigen & angenehmen Schreibstil. Die Geschichte ist super herausgearbeitet & lässt sich so gut lesen. Die Charaktere sind so authentisch & einfach mega. Ein wirklich faszinierender Roman, den ich immer wieder lesen könnte.
Lest diesen Roman! Klare Kauf - & Leseempfehlung!
20 reviews
May 22, 2022
Die drei Unbesiegbaren - doch als der Krieg ausbricht ändert sich alles. Plötzlich müssen sich Marie, Amiel und Geneviève neuen Herausforderungen stellen. Es war herzzerreißend den verschieden Schicksalen zu folgen.

Die meiste Zeit haben wir Marie begleitet, die mir teilweise sehr uneinsichtig vorgekommen ist. Auch wenn ich sie für ihren Mut bewundere. Nicht viele wären diese Risiken eingegangen. Aber auch Geneviève konnte ich verstehen, als sie sich von ihren Freundinnen etwas distanzierte. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten hätte, ob ich den Mit gehabt hätte so viel gutes zu bewirken wie Marie. Mich schockiert es immer wieder was alles während des 2. Weltkriegs passiert ist, Bücher zu diesem Thema lese ich sehr gerne. Wie zum Beispiel „Der Tättowierer von Auschwitz“, wo ich so heulen musste. 🙊😭

Wir folgen auch noch die Handlungsstränge von Josephine (Enkelin von Geneviève) und Malou (Enkelin von Marie). Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn man nicht sehr viel über die beiden liest, will man immer wissen wie es weitergeht.
Profile Image for Dragonreading.
297 reviews1 follower
July 31, 2022
Frankreich während der Besatzung durch die Deutschen 1940 - drei Freundinnen Amiel, Marie und Genevieve stehen plötzlich auf unterschiedlichen Seiten. Lea Korte beschreibt die historische Situation sehr eindringlich und nachvollziehbar, ebenso die verschiedene Entwicklung der Frauen. Ein wenig gestört haben mich die vielen Hackereien zwischen Marie und Genevieve. Ich hätte eher vermutet, dass bei so guten Freundinnen, dann doch der Krieg eher zusammenschweißt und unterschiedliche Meinungen zwar bestehen, aber man gerade unter Besatzung eher aufeinander zugeht. Dieser 'Streit' setzt sich in der zweiten Zeitebene im Roman, der immer wieder aufblitzenden Jetztzeit, bei den Enkelinnen der Protagonistinnen fort, dies zeigt leider, die Unfähigkeit einer Versöhnung und schürt neuen Unfrieden. Ich glaube nicht, dass die Autorin so etwas wollte, vor allem, da der Roman an ihre eigene Familiengeschichte angelehnt ist.
Wer Interesse an historischen Romanen hat, mag diesen gut lesen können, muss allerdings auch kritisch hinterfragen.
226 reviews
June 5, 2022
Das Cover erzählt eine historische Geschichte über drei Freundinnen. Da ich Romane, die in den Kriegsjahren spielen, sehr gerne lese, musste ich mir das Buch besorgen. Die Autorin Lea Korte schreibt leicht, locker und bildlich über starke Frauen während der Besetzung in Paris, so das ich mittendrin im Geschehen war. Das Schicksal der Freundinnen Marie, Amiel und Genevieve wird durch die Deutschen besiegelt. Es kommt zur Katastrophe, was bei mir zur Fassungslosigkeit und Verständnislosigkeit aus. Lea Korte hat für die Handlung super recherchiert und sie sehr gut mit mutige Frauen, über Liebe, Freundschaft, Verrat und historischen Begebenheiten ausgearbeitet. Es wird in zwei unterschiedlichen Zeiten erzählt. Zum einen in der Gegenwart von den Enkelinnen von Marie und Genevieve und dieselben erzählen aus ihrer Sicht in der Vergangenheit.
Ich wurde sehr gut unterhalten und konnte durch die Spannung das Buch nicht zur Seite legen, da ich mit den Charakteren mitgefiebert habe.
Profile Image for Monika Caparelli-Hippert.
311 reviews5 followers
November 2, 2023
Ein historischer Roman über drei starke Frauen während der deutschen Besatzung in Paris – so weit zur Ankündigung des Romans, und ich lese sehr gerne historische Romane, und finde auch speziell diese Zeit extrem interessant. Also habe ich hier zugegriffen, aber ich mach es jetzt kurz, ich habe null Zugang zu den drei Protagonistinnen gefunden. Und auch zu deren Enkelinnen (eine zweite zeitliche Ebene spielt im hier und jetzt; damit beginnt der Roman auch) konnte ich keine Beziehung aufbauen. Ich weiss nicht, es hat mich überhaupt nicht abgeholt, der Erzählstil hat mich nicht mitgerissen, ich fand es recht langatmig erzählt. Ich habe nach relativ kurzer Zeit nur noch quergelesen. Die Story selbst, bzw die Geschichten der Freundinnen, ist eigentlich von der Idee her interessant, aber es war nicht meins. Meine Bewertung ist - da ich einen Grossteil des Romans nur überflogen habe – nicht wirklich aussagekräftig, ich will das Werk jetzt auch nicht zerreissen; ich verteile 2,5 Sterne.
Profile Image for Kathrin Schröder.
Author 11 books3 followers
December 12, 2024
Morgen werden wir glücklich sein von Lea Korte gelesen dank Netgalley
3 Freundinnen – die Unbesiegbaren. Die jüdische Ärztin, die Pianistin aus armen Verhältnissen und die Lehrerin, in Paris zum Einmarsch der Deutschen.
Im Widerstand, mehr oder weniger stark; beim Auftritt vor Deutschen und in einer Liebesbeziehung mit einem; versteckt und trotzdem bereit für den Widerstand zu arbeiten.
Wenig scheint diese 3 Frauen trennen zu können und doch versucht eine Enkelin über eine der Anderen Kontakt wieder aufzubauen.
Alle 3 verlieben sich, 2 Kinder werden geboren, eine opfert sich und alle verlieren viel.
Die Geschichte bleibt spannend bis zum Schluss, Grenzen zwischen Gut und Böse sind stellenweise durchlässig und die Geschichte ist ein Sittenbild aus einer sehr dunklen Zeit.
#Morgenwerdenwirglücklichsein #LeaKorte #NetGalleyDE! #KathrinliebtLesen #Bookstagram #Rezension
Profile Image for Franzi.
68 reviews
May 20, 2022
Rezension folgt zum Erscheinungstermin.
Profile Image for Bella (Bella's Wonderworld).
706 reviews38 followers
November 22, 2022
Beschreibung

Die innige Freundschaft von Marie, Amiel und Geneviève wird einer harten Zerreißprobe unterzogen, als 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren und als Besatzungsmacht das Leben der Franzosen umkrempeln. Marie kann in den Kriegswirren schon bald ihren Beruf als Lehrerin nicht mehr ausüben und schließt sich der Résistance an. Als Ärztin unterstützt Amiel den Widerstand, obwohl für sie als Jüdin das Leben in Paris immer gefährlicher wird. Geneviève hingegen kann endlich wieder als Musikerin arbeiten, auch wenn ihre Auftritte vor den Deutschen sind, gibt es für sie nichts Wichtigeres, als endlich wieder auf der Bühne stehen zu können. Doch als sie sich mit einem Deutschen einlässt, fühlt sich Marie von ihrer engsten Freundin verraten…

Meine Meinung

Vor über zehn Jahren konnte mich Lea Korte bereits mit ihren historischen Mittelalter-Romanen »Die Maurin« und »Die Nonne mit dem Schwert« mit ihrem mitreißendem Schreibstil begeistern. Deshalb war ich gleich Feuer und Flamme als sie mich über ihren neuen Roman »Morgen werden wir glücklich sein«, der zur Zeit der deutschen Besatzung von 1940 bis 1945 in Paris während des 2. Weltkrieges angesiedelt ist, informierte.

Das historische Setting von einem kriegsgebeutelten Paris, welches sich durch die deutschen Besatzer noch einmal verändert, ist Lea Korte hervorragend gelungen. Anhand ihrer Protagonistinnen bildet sie zudem gleich unterschiedliche Schicksalsgeschichten ab, die stellvertretend für viele Menschen der damaligen Zeit stehen und zudem beleuchtet die Autorin gekonnt, wie die einschneidenden Erlebnisse auch in die nächsten Generationen weitervererbt werden.

Die Hauptstory über die drei ›Unbesiegbaren‹ Freundinnen Marie, Amiel und Geneviève ist eingebettet in eine kleine Rahmenstory, die sich in der Gegenwart zuträgt und in der Malou, die Enkelin von Marie, versucht mit Johanna, der Enkelin von Geneviève, ins Gespräch zu kommen, um die beiden entzweiten Freundinnen wieder zusammenzubringen. Zwar hätte die Geschichte den Rahmen nicht unbedingt benötigt, doch hiermit zeigt sich hervorragend, dass sich die Auswirkungen des Krieges auch noch in die nächsten Generationen übertragen haben.

Besonders gut gefallen hat mir neben den historischen Details, die unterschiedlichen Charaktere der Freundinnen, auch wenn mir Marie mit ihrer schwarz-weiß-Sicht nicht gerade die symphatischte Zeitgenossin war. Kein Wunder, dass Marie immer wieder mit der pragmatischen Künstlerinnenfreundin Geneviève aneinandergerät, denn diese versucht aus der Situation das Beste zu machen und verliebt sich sogar in einen Deutschen, denn sie erkennt, dass nicht alle Deutschen über einen Kamm geschert werden können. Amiel ist die beschwichtigende Vermittlerin des Trios und sorgt sich als Ärztin immer zuerst um andere als sich selbst. Leider besiegelt sie damit auch ihr eigenes Schicksal, denn sie schiebt eine Flucht aus ihrer Heimatstadt immer wieder auf.

Das Thema über die Trennung von ›Schuldigen‹ und ›Unschuldigen‹ bekommt dank Lea Kortes umfassender Abbildung der Gesellschaft einen komplexen Anstrich, der die Schwierigkeit einer eindeutigen Verteilung deutlich macht. Eines wird jedoch sehr klar, dass der Krieg für alle daran beteiligten Seiten schreckliche Auswirkungen mit sich bringt.

Fazit

Ein bewegender Roman über die deutsche Besatzungszeit der Weltmetropole Paris zur Zeit des 2. Weltkrieges, in dessen Fokus die Freundschaft dreier Frauen steht.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 09.09.2022
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April 1, 2024
Ich persönlich bin ein großer Fan von historischen Romanen und lese vor allem gerne im Bereich 1920-1945 die Geschichten. Daher hat "Morgen werden wir glücklich sein" von Lea Korte also perfekt gepasst. Denn es spielt während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich. Die Hauptzeit ist während der deutschen Besatzung.

Es geht um drei Freundinnen, die in Paris leben. Eine ist Lehrerin, eine andere Ärztin und die dritte Sängerin. Alle haben ein eigenes Leben und trotzdem sind sie fest miteinander verbunden. Bis sie die Auswirkungen des Krieges zu spüren bekommen. Es entsteht ein gewaltiger Kraftakt, die Freundschaft weiterhin aufrecht zu erhalten, denn die Freundinnen haben teils unterschiedliche Meinungen zu den aktuellen Themen. Noch dazu ist Amiel, die Ärztin, auch noch Jüdin und muss sich bald um ihr Leben sorgen. Während Geneviève, die Sängerin, innigere Beziehungen zu den Deutschen pflegt.

Ich hatte anfangs etwas Sorge, dass sich das Buch für mich ziehen könnte und ich vielleicht nicht richtig in die Geschichte eintauchen könnte, weil ich das Gefühl hatte, es wäre gerade nicht die richtige Stimmung bei mir für das Genre. Zum Glück habe ich das ignoriert und das Buch einfach begonnen. Denn es war einfach richtig toll! Mir hat die Geschichte gefallen und vor allem die Charaktere. Es stecken drei wahnsinnig starke Frauen hinter den Protagonisten und es war einfach fesselnd, sie auf ihren Wegen zu begleiten. Ich habe mitgelitten, mitgefiebert und einfach richtig tolle Lesestunden gehabt!

Natürlich ist die Geschichte aufgrund der Thematik schon teilweise harte Kost. Aber eben auch einfach ehrlich und realistisch. Es ist nun mal die Vergangenheit und wir kennen alle die Historie. Lea Korte hat das richtig toll in diesem Roman verarbeitet und es wird für mich sicher nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein.
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