Zum 90. Geburtstag von Sylvia Plath am 27. 10. 2022
Simone Frieling entwirft ein einfühlsames, vielschichtiges Porträt von Sylvia Plath im Spiegel ihrer Beziehung zu den Eltern sowie zu ihrem Mann Ted Hughes, mit dem sie eine fatale Amour fou verband. Eine kenntnisreiche biografische Annährung an die Ausnahmeschriftstellerin, die Werke der Weltliteratur schuf, die bis heute nichts von ihrer Strahlkraft verloren haben. Mit zahlreichen Zitaten aus Sylvia Plaths Gedichten, Briefen und Tagebüchern sowie aus ihrem autobiografisch inspirierten Roman »Die Glasglocke«.
Nach der eher aggressiven und unangenehmen Einleitung des Buchs, konnte ich das Buch tatsächlich garnicht mehr weglegen. Die Autorin hat es geschafft, Spannung über einen schönen Mix aus Erzählungen aus dem Leben, den Werken und Briefaustauschen von Sylvia Plath zu erzeugen. Vor allem die Timeline, die sie nachgezeichnet hat: Beginnend bei dem Tod der Autorin bis hin zu den Gründen, die dazu geführt haben könnten, ist sehr gelungen. Ein eher kurzes aber intensives Vergnügen!
Ein spannender Einblick in Sylvia Plaths Leidensweg hin zu ihrem Suizid. Doch das Buch ist viel mehr als das - es begegnet der Toten auf Augenhöhe, findet Empathie für sie, erklärt ihre eigene Last und stellt ihr Schaffen in den Vordergrund. Sylvia Plaths Zitate treten in einen Dialog mit ihrem Leben. Angereichert durch Briefwechsel mit engen Vertrauten und engen Peinigern. Es macht Lust in ihre Gedichte einzutauchen und lässt einen fragend zurück, wie vielen Frauen durch Männer die Chance der eigenen Entfaltung genommen wurde und wie vielen psychisch kranken Menschen Unaussprechliches angetan wurde.
Ansich sehr schön Formuliertes Buch über Sylvia plaths selben mit vielen Zitaten von ihr. Die Autorin des Buches hat uns näher zu Sylvia gebracht und gut erklärt wie erschwert doch für Sylvia das leben war. Der anfang war etwas hart und verstörend aber es ist nun mal die echte geschichte des Suizids von Sylvia Plath