Mit "Sturm & Sand" gehen die Andral Chroniken von Kai Herrdum in die zweite Runde.
Dunkelheit und Krieg ziehen über das Königreich Ilwyss. Während aus dem Süden die Tobor’ákin das Land mit Blut überziehen, kommen die Norg aus dem Norden und bringen noch mehr Gewalt und Schmerz mit sich.
Seido zieht mit Vika Feinklinge, der Großmeisterin der Letzten Wacht, dem seranischen Kundschafter Ilai mit seinem Gefolge und dem Gelehrten Estári durch die Wüste Seranis, um in der Bibliothek von Harith die erste geheime Schrift der Letzten Wacht zu suchen und darin hoffentlich die ersehnte Hilfe gegen Karthos, den gefürchteten Magier zu finden. Doch die Wüste steckt voller Entbehrungen und Gefahren.
Zen, Shiva und Aschenvogel machen sich auch auf, um die Tobor’ákin zu bekämpfen. Sie stoßen auf Thóran und seine Getreuen, die aus Ulerion geflüchtet sind, um sich mit den auswärts stationierten Truppen und Söldnerheeren zusammenzutun, damit sie vereint gegen Karthos vorgehen können.
Unterdessen gerät der Überlebende in eine Rolle, die er eigentlich nicht spielen wollte. Erst Beschützer und Begleiter für Thórans Familie, dann durch Einfalls Drängen, zum Anführer der Flüchtlingsgruppe nach Kehrwacht.
Mir hat die Fortsetzung sehr gut gefallen. Nicht zuletzt, weil sie mit einigen überraschenden Begebenheiten aufwartet und wir das Ein oder Andere über die Charaktere erfahren. Gegen Ende des zweiten Bandes rückt der Autor endlich auch mit dem wahren Namen des Überlebenden raus - lasst euch überraschen... Die Charaktere haben in diesem Band viele Aufgaben zu bewältigen und müssen daran wachsen, was nicht jedem leicht fällt. Die Entwicklung, welche Zen durchmacht, hat mir ganz gut gefallen und auch für Seido habe ich nun im zweiten Band ein besseres Gefühl bekommen. Nach wie vor bin ich sehr neugierig, was wir noch alles vom Überlebenden erfahren werden und auch bei Shiva scheinen wir noch nicht gänzlich im Bilde zu sein - irgendwas verschweigt uns der Autor hier.
Die Schlachten, die geschlagen werden sind wunderbar inszeniert und beschrieben und ließen mich quasi mitten im Geschehen stehen und beobachten. Generell sind die Beschreibungen sehr bildlich und beschwörten beim Lesen Bilder und Gerüche herauf.
Ein besonderes Lob gebührt dem Autor für all die kleinen Details und Nebenszenen, die die ganze Geschichte abgerundet und echt gemacht haben.