Ana Jagoda wächst in einer patriarchalisch geprägten Welt auf, in der Gewalt auf der Tagesordnung steht. Der Alltag in dem kroatischen Dorf "Glück" ist primitiv und aussichtslos, vor allem Frauen und Mädchen leiden unter der Grobheit der Männer. Der Gewalt ihrer kriegstraumatisierten Väter ausgesetzt, werden sie von Opfern selbst zu Täterinnen. Als Ana mit Igor zusammenkommt, sieht sie darin die Chance gekommen, ihrem Elternhaus zu entfliehen. Auf eine glücklichere Zukunft hoffend, wandert das Paar nach Chicago aus. Doch der Ortswechsel bringt keine Besserung mit sich, im Gegenteil: Igor verfällt zusehends dem Alkohol und wird gewalttätig. Ana flüchtet sich ins Schreiben, welches sie als befreiend empfindet, letztlich jedoch kein Befreiungsschlag aus ihrer Ehe ist ... - Der 1. Roman der Lyrikerin erstreckt sich von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart und wird zumeist aus Anas Perspektive erzählt