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Ein bisschen Mut, ein bisschen Glück

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Rolf Zuckowski, Träger des Bundesverdienstkreuzes, hat mit seinen Liedern ganze Generationen geprägt. "Wie schön, dass du geboren bist" oder "In der Weihnachtsbäckerei" sind mittlerweile wahre Klassiker, ohne die keine Kindergeburtstagsfeier mehr auskommt und die in der vorweihnachtlichen Backstube für ausgelassenste Stimmung sorgen. Dabei geht es ihm in seinen Liedern immer um die Kinder und Familien.
In seiner bewegenden Autobiografie erzählt der Musiker und Komponist, wie er zu dem wurde, der er ist und um was es ihm bei seiner Musik für Kinder und Erwachsene im Kern geht. Sein Buch lässt dabei nicht nur die wichtigsten Lebensthemen des Musikers anklingen, sondern spiegelt auch ein Stück gesamtdeutsche Geschichte wider.

284 pages, Hardcover

Published January 1, 2022

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439 reviews21 followers
June 27, 2022
Die Musik von Rolf Zuckowski war ein bedeutsamer Teil meiner Kindheit, noch heute gehören die "Dezemberträume"-Lieder für mich untrennbar zur Vorweihnachtszeit und andauernd schleicht sich im Alltag ein vergessen geglaubter Ohrwurm ein, wie z.B. "Stups, der kleine Osterhase". Dass Rolf Zuckowski nicht nur Kinderlieder erschuf, habe ich erst durch seine Autobiographie erfahren.

Sehr detailliert schildert er seinen musikalischen Werdegang und beschreibt, wie er zu dem Musiker wurde, der heute so bekannt ist. Zu jedem seiner populäreren Liedern wird erklärt, wie er zu der Idee kam - manchmal ein bisschen zu detailliert -, doch auch die unbekannteren, aber ihm selbst wichtigen Songs kommen nicht zu kurz.

Anhand seines eigenen Werdegangs liest sich auch die deutsche Geschichte mit, da Rolf Zuckowski die Wende musikalisch begleitet hat und auch nach der Wende viel Leidenschaft in Musik steckte, die Brücken baut - z.B. zwischen Ost- und westdeutschen Kinderchören.
Man merkt auf jeder Seite, dass der Musiker ein sehr harmonischer Mensch ist, der Kinder aufrichtig schätzt und fördert, wo er kann.

Auch für Hamburg-Liebhaber*innen dürfte das Buch interessant sein, da sein Bezug zur Stadt und zur Elbe sehr deutlich wird.

Etwas stutzig hat mich gemacht, dass im Buch kaum Platz für Zweifel oder Fehlentscheidungen ist - es klingt streckenweise so, als hätte es keine Tiefs in Zuckowskis Karriere gegeben. Vielleicht liegt das auch in seinem grenzenlosen Optimismus begründet.

Was mich hingehen wirklich irritiert hat, ist am Ende des Buches ein kurzes Kapitel darüber, dass Rolf Zuckowski sich absichtlich gegen eine gendergerechte Sprache entschieden hat, und zwar mit einer "Alles soll bleiben wie es ist"-Argumentation. Ohne dieses Kapitel wäre es vermutlich niemandem böse aufgestoßen, dass er als 75-jähriger Mann nicht gendert, aber ok.

Davon abgesehen war das Lesen angenehm und porträtiert einen sympathischen, kreativen Musiker, der stets an das Gute im Menschen glaubt.
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