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München 72: Ein deutscher Sommer
Die Olympischen Spiele von München in einem allumfassenden Panorama
Die zweiten Olympischen Sommerspiele auf deutschem Boden sind das erste Weltereignis in der Bundesrepublik: München 72 bietet die einmalige Chance, das moderne Deutschland vorzuzeigen. Für die Bundesbürger ist Olympia, was für die Amerikaner die Mondlandung war – ein Aufbruch in eine neue Zeit, dem die ganze Nation entgegenfiebert. Alle wollen zum Gelingen der Heiteren Spiele beitragen: berühmte Athleten, unbekannte Helfer, eifrige Hostessen. Es ist ihr deutscher »Summer of Love«. »München 72« erzählt die Geschichte und Geschichten hinter dem Sportfest. Von Deutschland West und Ost, von »Willy wählen« und alltäglichem Rassismus, von Mode und Musik, von Aufklärung und Sex. Von Frieden und Krieg – und vom Terroranschlag auf die israelische Mannschaft, der über Nacht die Erinnerung an Berlin 1936, die ersten Olympischen Spiele auf deutschem Boden, wachrief.
Die zweiten Olympischen Sommerspiele auf deutschem Boden sind das erste Weltereignis in der Bundesrepublik: München 72 bietet die einmalige Chance, das moderne Deutschland vorzuzeigen. Für die Bundesbürger ist Olympia, was für die Amerikaner die Mondlandung war – ein Aufbruch in eine neue Zeit, dem die ganze Nation entgegenfiebert. Alle wollen zum Gelingen der Heiteren Spiele beitragen: berühmte Athleten, unbekannte Helfer, eifrige Hostessen. Es ist ihr deutscher »Summer of Love«. »München 72« erzählt die Geschichte und Geschichten hinter dem Sportfest. Von Deutschland West und Ost, von »Willy wählen« und alltäglichem Rassismus, von Mode und Musik, von Aufklärung und Sex. Von Frieden und Krieg – und vom Terroranschlag auf die israelische Mannschaft, der über Nacht die Erinnerung an Berlin 1936, die ersten Olympischen Spiele auf deutschem Boden, wachrief.
386 pages, Hardcover
Published May 9, 2022
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Community Reviews
Displaying 1 - 11 of 11 reviews
September 8, 2022
Ich bin selber Münchnerin. Ich war im Olympiadorf habe dort Freunde besucht, bin durch den Park flaniert und war auch schon ein oder zwei Mal im Olympiastadion und der Olympiahalle. Ich bin unter den großen Zeltdächern gestanden und hab mich dort klein gefühlt. Ich glaube ich hab nie besonders viel nachgedacht über die Olympischen Spiele 1972 (obwohl sie mir so präsent waren – verrückt, oder?) bis zu diesem Jahr. Heute, fast genau 50 Jahre später springt mir Olympia an jeder Ecke ins Gesicht – und dankenswerterweise, denn sonst hätte ich mich vielleicht gar nicht mehr für das Thema interessiert.
Ich hab Werbung auf Instagram für dieses Buch gesehen und in einer Kurzschlussreaktion hab ich beschlossen – das will ich jetzt lesen! Dabei bin ich sonst eigentlich überhaupt keine Sachbuchleserin, aber ich hatte zu dem Zeitpunkt schon so viel darüber mitgekriegt, dass ich wusste das mich das Thema interessiert. Und was für eine Lektüre!
Die Olympischen Spiele 1972 waren das Mammutprojekt nach dem zweiten Weltkrieg, man wollte wieder wer sein in der Welt und das negative Bild der ersten Spiele 1936 in Berlin mit fröhlichen Farben und heiteren Spielen übermalen. Schlussendlich ist das nur halb gelungen, denn was vor allem von diesen Spielen bleibt ist der Geschmack von Terror und Verzweiflung.
„München 72 – ein deutscher Sommer“ ist aufgebaut wie eine Chronik. Aufgegliedert in Kapitel die sich jeweils mit einem Tag beschäftigen, ist es wunderbar stringent und es ist leicht, dem roten Faden zu folgen. Es ist nicht nur ein bloßes Runterrattern von Fakten, es werden richtige kleine Geschichten erzählt. Geschichten von einer Vision, einer Herkulesaufgabe, von Sportlern und ja, auch eine schreckliche Geschichte von Terror, Angst und Tod. Der Text bleibt sachlich und unpolitisch, lässt aber auch die Figuren des Dramas Olympische Spiele sprechen. Für das Buch wurden zahlreiche Sportler, Mitarbeiter und Angehörige interviewt und es verleiht dem Buch so viel Farbe.
Ich habe lächeln müssen. Ich habe weinen müssen. Mein Herz hat geschmerzt und mein Kopf war randvoll zum Ende. Nicht voll genug, denn das nächste Buch zum Thema wartet schon auf mich, aber dieses Buch hat auf jeden Fall eine hohe Marke gesetzt. Spannend wie ein Krimi, Emotionen von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Nichts ist so tragisch, wie das echte Leben.
Ich hätte mir noch mehr Bilder gewünscht, aber das wäre auch schon mein einziger Kritikpunkt. Ein wirklich gutes Sachbuch.
Ich hab Werbung auf Instagram für dieses Buch gesehen und in einer Kurzschlussreaktion hab ich beschlossen – das will ich jetzt lesen! Dabei bin ich sonst eigentlich überhaupt keine Sachbuchleserin, aber ich hatte zu dem Zeitpunkt schon so viel darüber mitgekriegt, dass ich wusste das mich das Thema interessiert. Und was für eine Lektüre!
Die Olympischen Spiele 1972 waren das Mammutprojekt nach dem zweiten Weltkrieg, man wollte wieder wer sein in der Welt und das negative Bild der ersten Spiele 1936 in Berlin mit fröhlichen Farben und heiteren Spielen übermalen. Schlussendlich ist das nur halb gelungen, denn was vor allem von diesen Spielen bleibt ist der Geschmack von Terror und Verzweiflung.
„München 72 – ein deutscher Sommer“ ist aufgebaut wie eine Chronik. Aufgegliedert in Kapitel die sich jeweils mit einem Tag beschäftigen, ist es wunderbar stringent und es ist leicht, dem roten Faden zu folgen. Es ist nicht nur ein bloßes Runterrattern von Fakten, es werden richtige kleine Geschichten erzählt. Geschichten von einer Vision, einer Herkulesaufgabe, von Sportlern und ja, auch eine schreckliche Geschichte von Terror, Angst und Tod. Der Text bleibt sachlich und unpolitisch, lässt aber auch die Figuren des Dramas Olympische Spiele sprechen. Für das Buch wurden zahlreiche Sportler, Mitarbeiter und Angehörige interviewt und es verleiht dem Buch so viel Farbe.
Ich habe lächeln müssen. Ich habe weinen müssen. Mein Herz hat geschmerzt und mein Kopf war randvoll zum Ende. Nicht voll genug, denn das nächste Buch zum Thema wartet schon auf mich, aber dieses Buch hat auf jeden Fall eine hohe Marke gesetzt. Spannend wie ein Krimi, Emotionen von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Nichts ist so tragisch, wie das echte Leben.
Ich hätte mir noch mehr Bilder gewünscht, aber das wäre auch schon mein einziger Kritikpunkt. Ein wirklich gutes Sachbuch.
June 18, 2023
Thirty-three summer Olympic games have been held since 1896. It’s hard to make a case that any were more historically significant than the 1936 Berlin Olympics with the sole exception of the 1972 Munich Olympics. But the explanation of why could be complex, which is what makes this history so valuable.
The Munich games are most remembered for an early morning terror attack in the Olympic village conducted by Palestinians against Israeli athletes and coaches on September 5. Near midnight the next day, a chaotic hostage situation ended on an airfield after the deaths of eleven Israelis, one West German police officer, and five of the terrorists. The depth of the tragedy, juxtaposed with an Olympics celebration, threatened to taint the memory of the 1972 Munich games forever.
With time, however, it is now clear that with Munich in 1972, the Olympic ideal seeming reached its peak. From the perfect opening in the perfect stadium in perfect weather with perfect German efficiency, the Games from Saturday, August 26 through the early hours of September 5, consensus was virtually unanimous that these were the best ever. Indeed, all future Olympic host bids, when they described how important the Games could be both to humanity and the host city were unknowingly referring to those ten days.
Munich gave the city one of the most modern subway and public transportation systems in the world, one that is still state-of-the-art today. Architecture of the main grounds, with its sweeping peaks of flowing glass are as modern and functional today as they were when built; visualizing Munich without the grounds with the television tower overseeing it all would be incomplete without them. The athletes’ village, despite the poor security that contributed to the terrorist attack, would become a fashionable place to live. They weren’t some temporary structures or, like the housing remnants of 1960 Rome Olympics, one a dilapidated youth hostel, the other the city jail surrounded by razor wire.
The Munich games also were examples of the era’s East-West superpower struggle, but in a somewhat orderly universe — with occasional blips like the farcical ending of the basketball final in which it seemed as though the fix was in for the Soviet Union to defeat the United States. And these were the last games that weren’t tainted by professionalization. These were, by and large, the ideal we like to think of: athletes who worked hard, sacrificed, and weren’t getting rich off their sports.
This book is the standard work to understand the complexity of the last real Olympic games of the modern era – at least as advertised. An exemplary achievement.
The Munich games are most remembered for an early morning terror attack in the Olympic village conducted by Palestinians against Israeli athletes and coaches on September 5. Near midnight the next day, a chaotic hostage situation ended on an airfield after the deaths of eleven Israelis, one West German police officer, and five of the terrorists. The depth of the tragedy, juxtaposed with an Olympics celebration, threatened to taint the memory of the 1972 Munich games forever.
With time, however, it is now clear that with Munich in 1972, the Olympic ideal seeming reached its peak. From the perfect opening in the perfect stadium in perfect weather with perfect German efficiency, the Games from Saturday, August 26 through the early hours of September 5, consensus was virtually unanimous that these were the best ever. Indeed, all future Olympic host bids, when they described how important the Games could be both to humanity and the host city were unknowingly referring to those ten days.
Munich gave the city one of the most modern subway and public transportation systems in the world, one that is still state-of-the-art today. Architecture of the main grounds, with its sweeping peaks of flowing glass are as modern and functional today as they were when built; visualizing Munich without the grounds with the television tower overseeing it all would be incomplete without them. The athletes’ village, despite the poor security that contributed to the terrorist attack, would become a fashionable place to live. They weren’t some temporary structures or, like the housing remnants of 1960 Rome Olympics, one a dilapidated youth hostel, the other the city jail surrounded by razor wire.
The Munich games also were examples of the era’s East-West superpower struggle, but in a somewhat orderly universe — with occasional blips like the farcical ending of the basketball final in which it seemed as though the fix was in for the Soviet Union to defeat the United States. And these were the last games that weren’t tainted by professionalization. These were, by and large, the ideal we like to think of: athletes who worked hard, sacrificed, and weren’t getting rich off their sports.
This book is the standard work to understand the complexity of the last real Olympic games of the modern era – at least as advertised. An exemplary achievement.
June 4, 2022
München im Sommer 1972. Vor 50 Jahren begannen dort die zweiten Olympischen Spiele auf deutschem Boden, nach 1936. Für die Veranstalter war es die Herausforderung nach den Propaganda Spielen der Nazis in Berlin einen Gegenpol zu zeigen, heitere Spiele auszutragen und der Welt zu zeigen, wie sehr Deutschland sich gewandelt hat. In diesem Buch erfahren wir als Leser nun w es dazu kam, wer alles mit dazu beigetragen hat und wie die Spiele abgelaufen sind. Die Autoren berichten dabei von prominenten Zeitgenossen, deren Namen man heute noch mit diesen Spielen verbindet, wie Otl Aicher, Blacky Fuchsberger, Ulli Hoeneß und andere. Aber eben auch von Menschen, an die sich heute vielleicht niemand mehr erinnert, wie der Fackelläufer Günther Zahn.
Wir erleben die Wettkämpfe, die Triumphe und Niederlagen und natürlich auch das Grauen des Attentates auf die israelische Mannschaft.
In zwanzig Kapiteln, die chronologisch aufgebaut sind, erinnern die Autoren an diese Spiele, die so heiter begannen und so tragisch endeten. Dabei gelingt es ihnen nicht nur den Flair der Spiel einzufangen, sondern auch ein Bild der Bundesrepublik und der Weltpolitischen Lage zu zeichnen.
Die Leser:innen werden mitgenommen auf eine Zeitreise in die frühen siebziger der Bunderepublik, als Willy Brand noch um seine Annäherungspolitik kämpfen musste und Frauen in Deutschland außer Küche, Kirche und Kinder noch nicht viel zugetraut wurde.
Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Ich bin selbst in München aufgewachsen und habe von den Neuerungen, die die Spiele der Stadt brachten, profitiert. Die Spiele selbst habe ich nicht miterlebt, dafür bin ich einige Monate zu spät geboren worden. Dieses Buch hat mir meine Geburtsstadt noch einmal nähergebracht. Ich fand es toll von den kleinen und großen Skandalen und Anekdoten der Spiele zu lesen und mich in diese Zeit versetzen zu lassen.
Der Vergleich zu Berlin 1936 von Oliver Hilmes drängt sich natürlich auf und die Autoren erwähnen auch im Nachwort, dass sie sich durchaus an diesem Buch orientiert haben. Die Aufteilung in Wettkampfstage ist dieselbe und auch der Blick über den Tellerrand hinaus. Allerdings hatten die Autoren hier das Glück noch Zeitzeugen interviewen zu können, die selbst Teil der Spiele waren. Das gibt dem Ganzen noch einmal einen anderen Blick.
Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, er ist eine gelungene Chronik dieser olympischen Spiele und ein gut zu lesendes Sachbuch.
Wir erleben die Wettkämpfe, die Triumphe und Niederlagen und natürlich auch das Grauen des Attentates auf die israelische Mannschaft.
In zwanzig Kapiteln, die chronologisch aufgebaut sind, erinnern die Autoren an diese Spiele, die so heiter begannen und so tragisch endeten. Dabei gelingt es ihnen nicht nur den Flair der Spiel einzufangen, sondern auch ein Bild der Bundesrepublik und der Weltpolitischen Lage zu zeichnen.
Die Leser:innen werden mitgenommen auf eine Zeitreise in die frühen siebziger der Bunderepublik, als Willy Brand noch um seine Annäherungspolitik kämpfen musste und Frauen in Deutschland außer Küche, Kirche und Kinder noch nicht viel zugetraut wurde.
Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Ich bin selbst in München aufgewachsen und habe von den Neuerungen, die die Spiele der Stadt brachten, profitiert. Die Spiele selbst habe ich nicht miterlebt, dafür bin ich einige Monate zu spät geboren worden. Dieses Buch hat mir meine Geburtsstadt noch einmal nähergebracht. Ich fand es toll von den kleinen und großen Skandalen und Anekdoten der Spiele zu lesen und mich in diese Zeit versetzen zu lassen.
Der Vergleich zu Berlin 1936 von Oliver Hilmes drängt sich natürlich auf und die Autoren erwähnen auch im Nachwort, dass sie sich durchaus an diesem Buch orientiert haben. Die Aufteilung in Wettkampfstage ist dieselbe und auch der Blick über den Tellerrand hinaus. Allerdings hatten die Autoren hier das Glück noch Zeitzeugen interviewen zu können, die selbst Teil der Spiele waren. Das gibt dem Ganzen noch einmal einen anderen Blick.
Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, er ist eine gelungene Chronik dieser olympischen Spiele und ein gut zu lesendes Sachbuch.
February 14, 2023
Der Sprecher war wirklich gut und hat alles aus dem Buch rausgeholt, was rauszuholen war. Für das Hörbuch gibt es deswegen gerne vier Sterne. Wenn ich das Buch gelesen hätte, hätte ich ihm nur drei Sterne gegeben.
Ich habe eine Menge gelernt - darunter nicht viel erfreuliches. Es gab witzige und interessante Nebengeschichten. Und manchmal (ich bin Jahrgang 1969) ist es wirklich kaum nachvollziehbar, dass ich schon auf der Welt war, als es diese seltsamen Ansichten zu vielen Dingen gab. Und ja, Rassisten gab es wirklich schon immer....
Leider ist vieles sehr oberflächlich geblieben. Und gelegentlich hatte ich das Gefühl, dass man sich eine Geschichte hätte schenken können - aber dann wäre halt das Buch kürzer gewesen und deswegen ist sie drin geblieben.
Alles in allem ist das Buch hörbar. Aber ich habe ehrlich mehr erwartet.
Ich habe eine Menge gelernt - darunter nicht viel erfreuliches. Es gab witzige und interessante Nebengeschichten. Und manchmal (ich bin Jahrgang 1969) ist es wirklich kaum nachvollziehbar, dass ich schon auf der Welt war, als es diese seltsamen Ansichten zu vielen Dingen gab. Und ja, Rassisten gab es wirklich schon immer....
Leider ist vieles sehr oberflächlich geblieben. Und gelegentlich hatte ich das Gefühl, dass man sich eine Geschichte hätte schenken können - aber dann wäre halt das Buch kürzer gewesen und deswegen ist sie drin geblieben.
Alles in allem ist das Buch hörbar. Aber ich habe ehrlich mehr erwartet.
September 9, 2026
Also, es ist ganz gut, es funktioniert als Zeitmaschine zurück in die Jugend, wenn man heute so alt schon ist. Vor 50 Jahren war zum zweiten Mal Olympia in Deutschland. Und das erste Mal war Nazi-Olympia 1936 (natürlich schon vorher vergeben) und 1972 war ja genau zwei Mal 36 und, wie damals ständig verkündet wurde, immer noch oft zu lesen ist: „Die heiteren Spiele! Das moderne Deutschland! Ein Volk kann auch anders.“
Aber nöö, im Unterschied zu vielen anderen hat dieses Buch mich nicht recht glücklich gemacht. Ich würde sagen: „Iss ja okay, ja jaah.“
Für mich persönlich ging es mit dem Missverständnis los, dieses wäre überhaupt kein Sport-Buch (Sport hat mich nie im Leben begeistert, auch im September 1972 am Fernseher nicht und nachher auf dem Trimm-dich-Pfad nicht), vielmehr ein historisches Zeitgeistbuch mit Schwerpunkten vor allem auf dem Verkehrssystem der Landeshauptstadt München (S-Bahn-Netz), der modernen Architektur des Stuttgarter Büros Behnisch & Partner (das „gläserne“ Dach, es war selbstverständlich aus Stahl und Plastik), dem peppigen Design der Farben und Piktogramme von Otl Aicher und natürlich auch „dem Anschlag“, der Ermordung von 11 israelischen Sportlern durch 8 palästinensische Verbrecher. (Sie waren alle gefesselt, als man sie tötete, die meisten durch eine Handgranate, die man zwischen sie warf. Wenn das kein Verbrechen ist, dann weiß ich nicht was. Doch die Teilnehmer aus den Ostblock- und arabischen Staaten blieben der großen Trauerfeier im Olympiastadion „aus Solidarität mit der Sache“ fern.)
Jenes von mir imaginierte Buch hätte ich halt lieber gelesen. Und ich bin ein wenig angegangen, weil es ein DVA-Buch ist, ich die Deutsche Verlagsanstalt in der Stuttgarter Neckarstraße „zu meiner Zeit“ vor allem als Architekturverlag wahrgenommen hatte, allerdings werden heute alle Verlage ständig verkauft und so ist aus dieser großen Tradition ein kleines Nebenbei-Pflänzchen im globalen Hause Bertelsmann geworden, das sich im Kleingedruckten in diesem Fall hinter dem ja auch nett klingenden Namensschildchen Penguin verbirgt.
Es stellt sich heraus, es gab zuvor schon ein, von diesen zwei Autoren als vorbildlich empfundenes, Buch, „Berlin 1936“ von Oliver Hilmes (2016 in der Bestsellerliste), dem sie nacheiferten. Das hatte die Spiele anhand von Wettkampftagen chronologisch nacherzählt – und das machen sie hier auch. 16 Tage Berlin und also werden es hier 17 Tageskapitel zu München 72 (ein Tag kam wegen dem, aus leicht nachvollziehbaren Gründen eingeschobenen, Ruhetag hinzu). Und dann suchen sie, die alte Hasen der eigentlich fast „leichteren Muse“ sind (Pro Sieben; Attachéausbildung für den Diplomatischen Dienst), so in etwa zu jedem Tag einen nach Möglichkeit deutschen (auch ostdeutschen, davon gab es entschieden mehr) Gewinner heraus und dazu noch eine möglichst dramatische Situation, wo irgendwas bis zum letzten Moment „auf der Kippe“ stand.
Schon haben wir eigentlich nicht mehr die Zeit-Aufnahme, West-Deutschland wird modern, als die es mir die Review eines mir befreundeten, englischsprachigen Kollegen dargestellt hatte, sondern ein ziemlich konventionelles, ziemlich „typisches“ Sportler-Buch, wie sie, vor allem als Fotobildbände, schon damals zu Hauf in den Markt geworfen wurden. (Wir hatten auch eines zu Hause, ich habe es nie gelesen, bisschen geblättert mal.)
Klar, es gibt im Grunde drei von 17 Kapiteln (dazu kommen noch zwei Vorspanne und zwei kurze „Wie es weiterging“-Nachklapps), die sich fast nur mit der Geiselnahme, der überforderten, versagenden Polizei, dem weltweiten Schock, der Furcht vor einer zweiten Attacke, der Frage, ob die Empathie für die Familien und Freunde der Opfer überzeugender gewesen wäre, wenn man nach Tag 11 aufgehört hätte und heimgefahren wäre, befassen, aber ansonsten kam's mir wie das Rückrufen (in die Erinnerung) jener paar Reckennamen vor, die alle Halbwüchsigen 1972 kannten und mittlerweile großenteils doch wieder vergessen haben: Die rheinischen Leichtathletinnen Heide Rosendahl und Ulrike Meyfarth und die „Ostzonen“-Turnerin Karin Janz, der Speerwerfer Klaus Wolfermann, der Schütze Conny Wirnhier, der Basketballer Holger Geschwindner, die Fußballer Ottmar Hitzfeld und Uli Hoeneß. Mit ihnen oder ihren Verwandten hat man sich für die Recherche noch mal unterhalten. Und es bleibt fürs „Ausland“ so viel Platz gar nicht mehr über, man stopft den schönen Superschwimmer Mark Spitz, den von einem „blinden Passagier“ düpierten Marathon-Sieger Frank Shorter aus den USA und den lustigen, langbeinigen Hürdenläufer John Akii-Bua aus Idi Amins Uganda hinein. Das muss dann auch reichen.
Diese Deutschtümelei bei etwas, das doch angeblich ein internationales Fest der Jugend und der Freundschaft war, hat mich ein wenig gestört. Wie auch, dass von mir, nach über 50 Jahren noch immer erwartet wird, mein Puls ginge etwas schneller, wenn ich von Tag zu Tag den aktuellen Medaillenspiegel gezeigt bekomme, der natürlich nicht sämtliche Länder anzeigen kann, – dann in seiner Auswahl ständig auf angebliche Duelle zwischen den USA und den UdSSR, BRD und DDR zurückkommt. Irgendwelche Medaillen für Kanada, Brasilien, Indien, Australien, Süd-Korea interessieren hier niemand! Zur Fraglichkeit der westdeutschen und erst recht amerikanischen Amateurstatus-Regeln (auf die der greise Funktionäre Avery Brundage, er war schon 1936 nicht ohne Einfluss gewesen, abhebt) lässt mach sich vernehmen, - die eine Supersportlerin Janz mag man den Ostdeutschen auch gönnen (um sich ansonsten nicht mit all den anderen Siegern der DDR befassen zu müssen) -, aber in so einem Fall ist die lebensdurchziehende Vermischung von Training und „Brotberuf“ nur noch „vorbildliche Sportförderung“, die die Bedeutung von Soft Power fürs nationale Image früh erkannt hat. Und nach der Rolle, die Doping „drüben“ (vielleicht nur in den Aufbaujahren) gespielt hat, wird nicht mehr gefragt. Sport heißt offenbar „Helden“, die soll das Volk nun auch weiterhin kriegen. (Ich, wie erwähnt, wollte mehr über Stadtplaner, Architekten, Designer, Medienmenschen, Politiker lesen. Dort von „Helden“ zu sprechen, wäre lustig geworden. Das heißt, einen haben sie sogar: Stadionsprecher Fuchsberger.)
Aber okay, okay, ich fand's okay.
Was mich dann ein ums andere Mal wirklich genervt hat, ist die täppische Tour, mit der sie „Krimispannung“ aufziehen wollen. Wie gesagt, sind es 17 Tage, in 17 Kapiteln immer so etwa zwei (Haupt-)Geschichten, die sie erzählen. Nun geht das natürlich (?) nie, indem man zuerst Geschichte A, dann Geschichte B erzählt. Vielmehr müssen die zerschnitzelt und dann „in Parallelmontage“ nebeneinander gestellt werden. Weil man das Ende ganz lange noch nicht kennt, soll man gespannt sein. „Meanwhile --- in another part of the forest --- a young girl...“ Als Sportfernsehzuschauer (der ich nie gewesen bin) kennt und liebt man das: Simultanschaltung Stadion-Reportage, „Moment, ich höre gerade, bei den Schwimmern sieht es unglaublich aus!“ Okay, man muss es mögen, aber man kann's mögen.
Stellen Sie sich vor, die eine Geschichte erzählt gerade, wie Ulrike oder Heide von der Regenbogenpresse ein „erster Freund“ oder ein „reges Partyleben“ angedichtet werden – und auf dem anderen Kanal versucht ein Polizeimensch seine Kollegen von einem Szenario zu überzeugen, dass ein Trupp Terroristen sich ins Olympische Dorf schleicht, Athleten gefangen nimmt, um von Bundeskanzler Brandt und Innenminister Hans-Dietrich Genscher was zu erpressen. Das könnte nett laufen, wenn es rege hin und her geht. Aber nun nein! Brauckmann und Schöllgen haben von irgendwem gelehrt bekommen, mitreißend sind Geschichten nie, wenn man sie mit ihrem Anfang anfängt! Sondern man sucht sich einen gewissen Höhepunkt, aber natürlich nicht den Riesenknaller, den man fürs Ende aufhebt, steigt dort dann zuerst ein. (Die Frau von Dings in Dingskirchen biegt um die Ecke und jemand umarmt sie und küsst sie ab. Wir wissen nicht, wer diese Frau Dings überhaupt ist. Aber wir erfahren es gleich. Denn es wird umgeschaltet. Und zugleich legt Herr Dings auf dem Schießplatz auf 22 Tontauben an, holt sie alle perfekt vom Himmel.)
Grummpfff! So wird also zwischen zwei roten Fäden gewechselt und bei jedem dieser zwei Fäden dann auch noch zwischen „jetzt gerade“ und „davor aber noch“ und „später wird es“. Alles ganz schön bunt hier. (Außer den Fotos, ein Bildband ist es nicht, ein Schwarzweißfoto je Kapitel.)
Aber nöö, im Unterschied zu vielen anderen hat dieses Buch mich nicht recht glücklich gemacht. Ich würde sagen: „Iss ja okay, ja jaah.“
Für mich persönlich ging es mit dem Missverständnis los, dieses wäre überhaupt kein Sport-Buch (Sport hat mich nie im Leben begeistert, auch im September 1972 am Fernseher nicht und nachher auf dem Trimm-dich-Pfad nicht), vielmehr ein historisches Zeitgeistbuch mit Schwerpunkten vor allem auf dem Verkehrssystem der Landeshauptstadt München (S-Bahn-Netz), der modernen Architektur des Stuttgarter Büros Behnisch & Partner (das „gläserne“ Dach, es war selbstverständlich aus Stahl und Plastik), dem peppigen Design der Farben und Piktogramme von Otl Aicher und natürlich auch „dem Anschlag“, der Ermordung von 11 israelischen Sportlern durch 8 palästinensische Verbrecher. (Sie waren alle gefesselt, als man sie tötete, die meisten durch eine Handgranate, die man zwischen sie warf. Wenn das kein Verbrechen ist, dann weiß ich nicht was. Doch die Teilnehmer aus den Ostblock- und arabischen Staaten blieben der großen Trauerfeier im Olympiastadion „aus Solidarität mit der Sache“ fern.)
Jenes von mir imaginierte Buch hätte ich halt lieber gelesen. Und ich bin ein wenig angegangen, weil es ein DVA-Buch ist, ich die Deutsche Verlagsanstalt in der Stuttgarter Neckarstraße „zu meiner Zeit“ vor allem als Architekturverlag wahrgenommen hatte, allerdings werden heute alle Verlage ständig verkauft und so ist aus dieser großen Tradition ein kleines Nebenbei-Pflänzchen im globalen Hause Bertelsmann geworden, das sich im Kleingedruckten in diesem Fall hinter dem ja auch nett klingenden Namensschildchen Penguin verbirgt.
Es stellt sich heraus, es gab zuvor schon ein, von diesen zwei Autoren als vorbildlich empfundenes, Buch, „Berlin 1936“ von Oliver Hilmes (2016 in der Bestsellerliste), dem sie nacheiferten. Das hatte die Spiele anhand von Wettkampftagen chronologisch nacherzählt – und das machen sie hier auch. 16 Tage Berlin und also werden es hier 17 Tageskapitel zu München 72 (ein Tag kam wegen dem, aus leicht nachvollziehbaren Gründen eingeschobenen, Ruhetag hinzu). Und dann suchen sie, die alte Hasen der eigentlich fast „leichteren Muse“ sind (Pro Sieben; Attachéausbildung für den Diplomatischen Dienst), so in etwa zu jedem Tag einen nach Möglichkeit deutschen (auch ostdeutschen, davon gab es entschieden mehr) Gewinner heraus und dazu noch eine möglichst dramatische Situation, wo irgendwas bis zum letzten Moment „auf der Kippe“ stand.
Schon haben wir eigentlich nicht mehr die Zeit-Aufnahme, West-Deutschland wird modern, als die es mir die Review eines mir befreundeten, englischsprachigen Kollegen dargestellt hatte, sondern ein ziemlich konventionelles, ziemlich „typisches“ Sportler-Buch, wie sie, vor allem als Fotobildbände, schon damals zu Hauf in den Markt geworfen wurden. (Wir hatten auch eines zu Hause, ich habe es nie gelesen, bisschen geblättert mal.)
Klar, es gibt im Grunde drei von 17 Kapiteln (dazu kommen noch zwei Vorspanne und zwei kurze „Wie es weiterging“-Nachklapps), die sich fast nur mit der Geiselnahme, der überforderten, versagenden Polizei, dem weltweiten Schock, der Furcht vor einer zweiten Attacke, der Frage, ob die Empathie für die Familien und Freunde der Opfer überzeugender gewesen wäre, wenn man nach Tag 11 aufgehört hätte und heimgefahren wäre, befassen, aber ansonsten kam's mir wie das Rückrufen (in die Erinnerung) jener paar Reckennamen vor, die alle Halbwüchsigen 1972 kannten und mittlerweile großenteils doch wieder vergessen haben: Die rheinischen Leichtathletinnen Heide Rosendahl und Ulrike Meyfarth und die „Ostzonen“-Turnerin Karin Janz, der Speerwerfer Klaus Wolfermann, der Schütze Conny Wirnhier, der Basketballer Holger Geschwindner, die Fußballer Ottmar Hitzfeld und Uli Hoeneß. Mit ihnen oder ihren Verwandten hat man sich für die Recherche noch mal unterhalten. Und es bleibt fürs „Ausland“ so viel Platz gar nicht mehr über, man stopft den schönen Superschwimmer Mark Spitz, den von einem „blinden Passagier“ düpierten Marathon-Sieger Frank Shorter aus den USA und den lustigen, langbeinigen Hürdenläufer John Akii-Bua aus Idi Amins Uganda hinein. Das muss dann auch reichen.
Diese Deutschtümelei bei etwas, das doch angeblich ein internationales Fest der Jugend und der Freundschaft war, hat mich ein wenig gestört. Wie auch, dass von mir, nach über 50 Jahren noch immer erwartet wird, mein Puls ginge etwas schneller, wenn ich von Tag zu Tag den aktuellen Medaillenspiegel gezeigt bekomme, der natürlich nicht sämtliche Länder anzeigen kann, – dann in seiner Auswahl ständig auf angebliche Duelle zwischen den USA und den UdSSR, BRD und DDR zurückkommt. Irgendwelche Medaillen für Kanada, Brasilien, Indien, Australien, Süd-Korea interessieren hier niemand! Zur Fraglichkeit der westdeutschen und erst recht amerikanischen Amateurstatus-Regeln (auf die der greise Funktionäre Avery Brundage, er war schon 1936 nicht ohne Einfluss gewesen, abhebt) lässt mach sich vernehmen, - die eine Supersportlerin Janz mag man den Ostdeutschen auch gönnen (um sich ansonsten nicht mit all den anderen Siegern der DDR befassen zu müssen) -, aber in so einem Fall ist die lebensdurchziehende Vermischung von Training und „Brotberuf“ nur noch „vorbildliche Sportförderung“, die die Bedeutung von Soft Power fürs nationale Image früh erkannt hat. Und nach der Rolle, die Doping „drüben“ (vielleicht nur in den Aufbaujahren) gespielt hat, wird nicht mehr gefragt. Sport heißt offenbar „Helden“, die soll das Volk nun auch weiterhin kriegen. (Ich, wie erwähnt, wollte mehr über Stadtplaner, Architekten, Designer, Medienmenschen, Politiker lesen. Dort von „Helden“ zu sprechen, wäre lustig geworden. Das heißt, einen haben sie sogar: Stadionsprecher Fuchsberger.)
Aber okay, okay, ich fand's okay.
Was mich dann ein ums andere Mal wirklich genervt hat, ist die täppische Tour, mit der sie „Krimispannung“ aufziehen wollen. Wie gesagt, sind es 17 Tage, in 17 Kapiteln immer so etwa zwei (Haupt-)Geschichten, die sie erzählen. Nun geht das natürlich (?) nie, indem man zuerst Geschichte A, dann Geschichte B erzählt. Vielmehr müssen die zerschnitzelt und dann „in Parallelmontage“ nebeneinander gestellt werden. Weil man das Ende ganz lange noch nicht kennt, soll man gespannt sein. „Meanwhile --- in another part of the forest --- a young girl...“ Als Sportfernsehzuschauer (der ich nie gewesen bin) kennt und liebt man das: Simultanschaltung Stadion-Reportage, „Moment, ich höre gerade, bei den Schwimmern sieht es unglaublich aus!“ Okay, man muss es mögen, aber man kann's mögen.
Stellen Sie sich vor, die eine Geschichte erzählt gerade, wie Ulrike oder Heide von der Regenbogenpresse ein „erster Freund“ oder ein „reges Partyleben“ angedichtet werden – und auf dem anderen Kanal versucht ein Polizeimensch seine Kollegen von einem Szenario zu überzeugen, dass ein Trupp Terroristen sich ins Olympische Dorf schleicht, Athleten gefangen nimmt, um von Bundeskanzler Brandt und Innenminister Hans-Dietrich Genscher was zu erpressen. Das könnte nett laufen, wenn es rege hin und her geht. Aber nun nein! Brauckmann und Schöllgen haben von irgendwem gelehrt bekommen, mitreißend sind Geschichten nie, wenn man sie mit ihrem Anfang anfängt! Sondern man sucht sich einen gewissen Höhepunkt, aber natürlich nicht den Riesenknaller, den man fürs Ende aufhebt, steigt dort dann zuerst ein. (Die Frau von Dings in Dingskirchen biegt um die Ecke und jemand umarmt sie und küsst sie ab. Wir wissen nicht, wer diese Frau Dings überhaupt ist. Aber wir erfahren es gleich. Denn es wird umgeschaltet. Und zugleich legt Herr Dings auf dem Schießplatz auf 22 Tontauben an, holt sie alle perfekt vom Himmel.)
Grummpfff! So wird also zwischen zwei roten Fäden gewechselt und bei jedem dieser zwei Fäden dann auch noch zwischen „jetzt gerade“ und „davor aber noch“ und „später wird es“. Alles ganz schön bunt hier. (Außer den Fotos, ein Bildband ist es nicht, ein Schwarzweißfoto je Kapitel.)
August 13, 2022
Einfach nur großartig!
Ich liebe den Schreibstil der beiden Autoren einfach sehr.
Sie fassen oft mit einem leicht süffisantem Unterton die damaligen Geschehnisse zusammen, es werden alte Zeitungsartikel, aber auch Wetterberichte und Polizeiberichte zitiert, welche einen tollen Einblick auf die damalige (sehr besondere) Zeit geben.
Zudem fand ich es super das mit so vielen Zeitzeugen noch gesprochen werden konnte, sogar einige richtige Promis wie Uli Hoeneß oder Uschi Glas, aber auch einige Gewinner von München '72 (sowohl der DDR als der BRD) kommen zu Wort und erzählen ihren Weg zum Sieg.
Auch wie das Attentat auf die israelische Mannschaft beschrieben wird, der ganze Ablauf des Schreckens sichtbar wird und die ganze Atmosphäre des Terrors aufgedröselt wird hat mir imponiert; wahrlich kein einfaches Thema um darüber ein Buch zu schreiben.
Fazit: Wenn man ein wenig geschichtsinteressiert ist und man neues lernen möchte ist dieses Buch einfach nur grandios.
Ich habe es in nur wenigen Tagen durchgelesen Bild gebe deshalb 5/5 Sternen, einfach nur großartig, ein riesiges Lob an die Autoren!
Ich liebe den Schreibstil der beiden Autoren einfach sehr.
Sie fassen oft mit einem leicht süffisantem Unterton die damaligen Geschehnisse zusammen, es werden alte Zeitungsartikel, aber auch Wetterberichte und Polizeiberichte zitiert, welche einen tollen Einblick auf die damalige (sehr besondere) Zeit geben.
Zudem fand ich es super das mit so vielen Zeitzeugen noch gesprochen werden konnte, sogar einige richtige Promis wie Uli Hoeneß oder Uschi Glas, aber auch einige Gewinner von München '72 (sowohl der DDR als der BRD) kommen zu Wort und erzählen ihren Weg zum Sieg.
Auch wie das Attentat auf die israelische Mannschaft beschrieben wird, der ganze Ablauf des Schreckens sichtbar wird und die ganze Atmosphäre des Terrors aufgedröselt wird hat mir imponiert; wahrlich kein einfaches Thema um darüber ein Buch zu schreiben.
Fazit: Wenn man ein wenig geschichtsinteressiert ist und man neues lernen möchte ist dieses Buch einfach nur grandios.
Ich habe es in nur wenigen Tagen durchgelesen Bild gebe deshalb 5/5 Sternen, einfach nur großartig, ein riesiges Lob an die Autoren!
October 9, 2022
Die einzelnen Olympiatage sind der rote Faden eines Zeitgemäldes über das Jahr 1972, das vom Olympiasport ausgeht und zu diesem immer wieder zurückkehrt. Dabei erfährt der Leser vieles zur gesellschaftlichen Situation 1972, lernt Olympioniken, aber auch Mitarbeiter der Olympischen Spiele von 1972 shr persönlich kennen - auch indem von 1972 auf die folgenden Jahre weitergeblickt wird. Manchesmal wird der Exkurs jedoch zu lang und das jeweilige Sportereignis wird erst nach vielen Ausflügen weitererzählt. Alles in allem ein lesenswertes, kurzweiliges Sachbuch über mein eigenes Geburtsjahr, wenngleich es den Autoren nicht gelingt, die Ereignisse so originell zu verdichten, wie Florian Illies dies in seinem unübertroffenen Jahresporträt 1913 gelungen ist.
October 30, 2022
Olympische Spiele lassen mich kalt, ich verfolge das Spektakel so gut wie nie. Trotzdem hat mich dieses Sachbuch gefesselt. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um den Zeitgeist, um die Begleitumstände und das Lebensgefühl der damaligen Generation im Jahre 1972, als der Olympia-Zirkus zum zweiten Mal nach 1936 in Deutschland stattgefunden hat. Die Autoren schreiben kurzweilig, informativ, lassen viele Augenzeugen zu Wort kommen und erschaffen somit ein sehr lebhaftes und interessantes Gesamtbild der damaligen Spiele.
January 8, 2025
Viel mehr als ein Sportbuch, dieses Tagebuch über die 17 Tage der olympischen Sommerspiele und das schreckliche Attentat von München 1972 ist auch ein Gesellschaftsbild von Deutschland wie sie damals war und teilweise noch ist. Sehr gelungen, absolut empfehlenswert
August 31, 2022
Highlight
April 19, 2024
Viele Rechtschreibfehler, ansonsten großartig.
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