Caroline, Jule und Marlene stehen am Grab ihrer jüngsten Schwester. Vivienne ist mit 44 Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Bei der Beerdigung machen sie sich gegenseitig Vorwürfe, sie hätten Vivi im Jahr zuvor zu sehr vernachlässigt. Hätten sie den Unfall verhindern können, wenn sie mehr füreinander da gewesen wären? Plötzlich tritt ein alter Mann hinzu und bietet ihnen eine unglaubliche Möglichkeit: Sie können das letzte Jahr erneut erleben. Die Frauen nehmen die zweite Chance an und stürzen sich in ein gemeinsames, intensives Jahr, das sie als Schwestern auf viele Proben stellt. Schaffen sie es, das Schicksal zu ändern?
Ein berührender Roman über Familie, der von der ersten Seite an fesselt
»Wie weit kann, wie weit muss Schwesternliebe gehen? Hatte nach dem Lesen das dringende Bedürfnis, meine Schwester anzurufen. Ein Buch für Schwestern - aber nicht nur für die!« Evelin König, Fernsehmoderatorin
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte aus Perspektive der vier Schwestern erzählt wird, man also Einblick in das Leben aller vier Frauen hat, die in diesem Buch eine Hauptrolle spielen. Dadurch wurde den Charakteren richtig Leben eingehaucht - sie wirkten keineswegs oberflächlich, sondern echt, was mich zu jeder von ihnen eine Art Verbindung hat aufbauen lassen.
Die Autorin bringt auch sehr viel aus ihrem Coaching-Dasein mit in das Buch ein. Anfangs dachte ich, dass das eventuell ein bisschen too much sein und belehrend wirken könnte, doch das tut es keineswegs, regt vielmehr zum Nachdenken an. Die Autorin hat es geschafft, diese Einflüsse gekonnt in der Geschichte zu verweben.
Ab und zu haben mich die Schwester ein wenig genervt/aufgeregt, doch das zeigt, dass sie alle ihre Ecken und Kanten haben, keine perfekt ist und auch das ist es, was sie so echt hat wirken lassen. Jede hat mit ihren eigenen Problemen, Schicksalsschlägen, Hoffnungen und Träumen zu kämpfen und das hat mir wahnsinnig gut gefallen.
Tatsächlich muss ich aber auch sagen, dass die erste Hälfte des Buches stärker ist, als die zweite. Das Ende kam mir dann doch ein bisschen abrupt, bei vielen Dingen hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin noch ein wenig näher drauf eingegangen wäre, doch im Grunde stört es mich nicht, dass ein paar Fragen offengeblieben sind. Ich bin ein Fan von (teilweise) offenen Enden und davon, als Leserin selbst noch ein wenig in das Ende hineinzuinterpretieren.
Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Buch, finde die Idee auch einfach klasse und freue mich schon jetzt auf das nächste Buch der Autorin!
Glaube basically will das Buch vermitteln, dass man das Schicksal nicht ändern kann, aber seine Perspektive darauf. Oder viel mehr, dass man, wenn man es ändern will, sehr stark selber in die Hand nehmen muss.
Es wäre kein Schaden entstanden, wenn man dieses Buch nicht gelesen hätte. Eine etwas skurille unwahrscheinliche Geschichte um das Wiederholen des vergangenen Jahres und Beeinflussung des Schicksals. Banal!