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Nicht ohne meine Schwester

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1944, Deutschland. In diesem erschütternden und unvergesslichen Roman über Familienbande, Mut und Überleben müssen zwei Schwestern unmögliche Hindernisse überwinden, um wieder vereint zu sein.

Sie hatten nur noch einander. Bis die Nazis sie auseinanderrissen.

Nachdem sie sich jahrelang vor den Nazis versteckt haben, werden Rachel Epstein und ihre kleine Schwester Mindel von der Gestapo gefangen genommen und in das Konzentrationslager Bergen-Belsen gebracht. Ihr einziger Lichtblick ist, dass sie zusammen sind.

Doch bei ihrer Ankunft werden sie getrennt. Als fast Erwachsene wird Rachel zur brutalen Zwangsarbeit in eine Fabrik geschickt, während die vierjährige Mindel in das so genannte Sternlager für jüdische Häftlinge kommt. Rachel weiß, dass ihre Schwester ganz auf sich allein gestellt keine Überlebenschance haben wird – es sei denn, sie findet jemanden, der sich um sie kümmert.

In der fensterlosen, stickigen Fabrik befüllt Rachel Munitionshülsen mit Chemikalien, die ihre Finger verätzen und ihre Augen reizen. Das Einzige, was sie am Leben hält, ist der Gedanke an ihre kleine Schwester. Wenn es eine Chance gibt, dass Mindel noch am Leben ist, muss Rachel versuchen, sie zu finden.

Aber können die beiden verwaisten Schwestern, die durch Stacheldraht voneinander getrennt sind und von SS-Aufsehern aufs Unmenschlichste behandelt werden, überhaupt darauf hoffen, einander wieder in die Arme zu schließen? Oder gar von Freiheit zu träumen?

298 pages, Kindle Edition

Published April 14, 2022

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About the author

Marion Kummerow

135 books454 followers
Marion Kummerow was born and raised in Germany, before she set out to "discover the world" and lived in various countries. In 1999 she returned to Germany and settled down in Munich where she's now living with her family.

After dipping her toes with non-fiction books, she finally tackled the project dear to her heart. UNRELENTING is the story about her grandparents, who belonged to the German resistance and fought against the Nazi regime.

It's a book about resilience, love and the courage to stand up and do the right thing.

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Claudia Stückner.
642 reviews5 followers
May 16, 2022
"Du brauchst keine Angst zu haben, solange ich hier bin. Weil ich dich beschützen werde." (Buchauszug)
Hessen 1944: Familie Epstein ist bisher der Deportation entgangen, was sicher an dem abgelegenen Bauernhof in einem kleinen Dorf liegt. Zwar mussten sie diesen als Juden abgeben, doch sie konnten weiter dort arbeiten und leben. Eines Tages allerdings werden ihre Eltern abgeholt. Während die Brüder fliehen, werden Rachel und Mindel von der Gestapo gefasst und ins KZ nach Bergen-Belsen deportiert. Für die vierjährige Mindel ist ihre Schwester Rachel nun der einzige Halt, den sie noch hat. Doch bei der Ankunft verlieren sie sich aus den Augen. Jetzt muss jeder selbst um sein Überleben kämpfen. Während Rachel zur anstrengenden Zwangsarbeit eingeteilt wird, harrt Mindel einsam im Sternenlager, dass sie ihre Schwester wiedersieht. Einziger Lichtblick ist ihre Puppe Paula und ihr kleiner Freud Laszlo, mit dem sie sich anfreundet. Währenddessen versucht Rachel alles, um ihre kleine Schwester zu finden. Doch gibt es Hoffnung für die beiden?

Meine Meinung:
Ein kleines trauriges Mädchen am Stacheldrahtzaun passt sehr gut zum Inhalt. Erschütterndes Setting und beeindruckende Charaktere in einem unterhaltsamen, emotionalen Buch. Ausgang ist ein einsamer Bauernhof, bei dem eine jüdische Familie mit vier Kindern unbescholten lebt. Doch dann verstirbt der Besitzer, an den sie ihren Hof damals abtreten mussten und alles verändert sich. Was mit den Eltern und den beiden Brüdern geschieht, erfahren wir erst am Ende des Buches. Hier geht es allein um die beiden Schwestern, die zwar im selben Lager, jedoch durch Zäune voneinander getrennt sind, sodass sie sich nicht begegnen. Die Beschreibung der Begebenheiten des KZ Bergen-Belsen gibt mir eine Vorstellung, wie es dort aussah und was die Betroffenen alles erleben und mitmachen mussten. Neu für mich war, dass dort so viele Kinder untergebracht waren. Ich dachte immer, die Mehrzahl der Kinder wurde sofort bei der Ankunft getötet. Ebenso neu ist für mich der Kannibalismus unter den Insassen und dass es wohl vereinzelte Züge in die Schweiz gab, bei dem einige Insassen mitfahren und überlebt haben. Wie muss es für ein vierjähriges Mädchen gewesen sein, ganz allein unter diesen Zuständen zu überleben! Ich bin echt erstaunt, wie mutig und wie viel Kraft die kleine Mindel hat. Mitunter kam sie mir ebenso wie der siebenjährige Laszlo etwas zu übertrieben und reif für ihr Alter vor. Ich dachte, dass gerade so kleine Kinder doch eher mit bestimmten Situationen überfordert sind. Klar wächst der Mensch mit seinen Aufgaben und Ansprüchen allerdings, ob das für so kleine Kinder zutrifft? Gut fand ich es, diese Perspektive einmal durch kindliche Augen mitzuerleben. Einige der Kapitel haben mich dabei emotional extrem berührt, besonders wenn Kinder den Tod so brutal und real begreifen müssen. Erschüttert hat mich, dass selbst Kinder zu langen Appellen anstehen mussten. Berührt hat mich auch Rachels Handlung, besonders als sie in den Fabriken arbeiten musste, wo sie dann zudem noch gesundheitliche Probleme bekam. Sehr stark betont die Autorin, wie schnell bei jedem Einzelnen die Kräfte zehren und nachlassen. Erschüttert war ich vor allem über die Härte der Aufseher gegenüber den Kindern. Trotzdem das Buch fiktiv ist, ist es für mich eine bemerkenswerte Geschichte, die mich schwer erschüttert hat. Allerdings zeigt sich hier, wie stark Hoffnung und Kampf das Überleben bestimmen kann. Deshalb von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.
Profile Image for Kathrin Schröder.
Author 11 books3 followers
March 8, 2023
Gelesen dank Netgalley.

Zwei jüdische Geschwister werden nach jahrelangem Verstecken von der Gestapo verhaftet und landen am Ende in Bergen-Belsen. Im Gedränge werden die 4jährige Mindel und ihre fast erwachsene Schwester Rachel getrennt. Rachel kommt zur Zwangsarbeit, Mindel ins Sternlager. Alleine hat die Kleine kaum eine Überlebenschance und der Wechsel in andere Lagerbereiche ist unmöglich.

In wechselnder Perspektive verfolgt die Geschichte das Schicksal der beiden Schwestern bis zur Befreiung des Lagers mit einem Ausblick danach.

Es ist eine fiktive Geschichte, deren Details aus den Erfahrungen tatsächlicher jüdischer Opfer zusammengesetzt wird. Dass unbegleitete Kinder in KZs eine, wenn auch minimale Überlebenschance hatten, war mir bisher nicht bekannt. Auch einige Details der Zwangsarbeit wurden hier in einem neuen Licht dargestellt. Gestört hat mich der Einbau bekannter Häftlinge als eine Art Verankerung der Geschichte in die Realität.

Ansonsten erschien die Geschichte gut recherchiert und solide erzählt.

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