Die Europäische Union hat, zehn Jahre nachdem dem Staatenbund für den »erfolgreichen Kampf für Frieden und Menschenrechte« der Friedensnobelpreis verliehen wurde, mit ihrem brutalen Vorgehen gegen schutzsuchende Menschen auf der Flucht die tödlichste Grenze der Welt geschaffen, das Mittelmeer zum Massengrab gemacht. Es ist die Aufkündigung der vielbeschworenen »europäischen Werte«, die zivilisatorische Kapitulation vor einer der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, in dem so viele Menschen wie nie zuvor auf der Flucht sind – Krieg, Verfolgung, Hunger und Klimawandel. Das Buch des Autorinnenkollektivs »mEUterei« bilanziert minutiös die Systematik der tagtäglichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Europas Grenzen. So gerät es zur Anklageschrift gegen die Friedensnobelpreisträgerin EU. Es ist zugleich ein Aufruf zu globaler Solidarität und für die Rechte von Geflüchteten.
Bin ja nicht so der politische Typ, aber das hat durchaus eine Einsicht in die Verbrechen im menschenverachtenden Krieg gegen Menschen von Menschen um ihre Reihen vor Verzweifelten - dem Tode nahen, Schwachen, Verletzten, Missbrauchten - zu schützen. Man sollte das Stigma um Flüchtende überdenken. Es geht um systematische Verachtung der Menschenrechte, Hürden und Zurückweisung - Asylrecht trifft Einreiseverbot (wenn Flüchtende überhaupt erst an den Grenzen ankommen, bevor sie in der Wüste verdurstet, im Wald erfroren, im Meer ertrunken oder gar nicht erst aus ihrem Land rausbekommen sind (Ausreiseverbot)) Glück und wirklich nur dieses trifft uns, die wir in Europa geboren sind.