Mit dem Auto in zweiter Reihe parken, um kurz die Hemden aus der Reinigung abzuholen, kostet Autofahrer ein Bußgeld von 55 Euro. Wer noch dazu mit dem Warnblinker auf sein stehendes Fahrzeug aufmerksam macht, zahlt 10 Euro extra. Hätte man den Warnblinker doch besser nicht eingeschaltet … doch woher soll man das wissen? Ganz »Der Taschenanwalt« verrät es!Der deutschlandweit bekannte Rechtsanwalt Christian Solmecke, dessen YouTube-Kanal »WBS.LEGAL« rund eine Million Abonnenten begeistert, erlebt in seinem Kanzleialltag die verrücktesten Dinge, über die es sich zu berichten lohnt. In seinem Buch behandelt er die wichtigsten, interessantesten und kniffligsten Rechtsfragen, mit denen er im Laufe seiner Anwaltskarriere konfrontiert von Namensrechten bei der Geburt eines Kindes über Rückerstattungen für eine misslungene Reise bis hin zu Problemen im Arbeitsleben, im Straßenverkehr, beim Scheitern einer Ehe oder in einem Erbschaftsstreit. Vieles gilt es im Alltag zu wissen, einiges zu beachten. Mit dem »Taschenanwalt« hat man stets die passende Antwort auf alle Fragen parat.
Habt ihr euch schon mal gefragt, ob freche Kinder aus der Kita geworfen werden können? Lässt sich gegen Mobbing im Netz etwas machen? Darf man posten, was immer man will, weil es lediglich die persönliche Meinung ist? Was tun, wenn der Sex der Nachbarn zu laut ist?
Diese und viele andere Rechtsfragen, werden in diesem Ratgeber von dem Rechtsanwalt Christian Solmecke sehr einfach, zusammengefasst und für jedermann verständlich erklärt. In seinem Alltag als Rechtsanwalt bekommt er die verrücktesten und interessantesten Fragen gestellt, über die es sich einfach zu schreiben lohnt. Zudem betreibt Herr Solmecke ein YouTube-Kanal „KanzleiWBS“ und beleuchtet dort die aktuellen Fälle aus der juristischen und rechtlichen Sicht.
Dabei ist der Aufbau der Themen nach jedem Bereich des Lebens unterteilt. Man startet mit den „Rechtfragen beginnend schon vor der Geburt“ und endet mit „Der Tod: Auch sterben ist nicht so einfach“. Vor jedem Kapitel erhält man zudem eine lustige Comic-Zeichnung passend zu dem Inhalt.
Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Auch zum Verschenken ist dieser Ratgeber sehr gut geeignet.
„Der Taschenanwalt“ gibt Antworten auf viele juristische Alltagsfragen. Kompakt und verständlich auf 270 Seiten.
Als die Rezensionsanfrage für dieses Buch bei mir eintraf, hatte ich direkt Lust mein Rechtswissen zu überprüfen und neue Erkenntnisse mitzunehmen. Beides hat dieses Buch erfüllt. In leichter, unkomplizierter Sprache beantwortet der Rechtanwalt Christian Solmecke (vor allem bekannt vom YouTube-Kanal WBS Kanzlei) anschaulich allerlei Fragen zu verschiedensten Rechtsgebieten und -themen, z.B. Darf man beim Radfahren Musik hören?, Darf man im Supermarkt naschen? oder Braucht auch ein Social-Media-Kanal ein Impressum? und viele weitere mehr.
Vor 10-15 Jahren wäre mir so ein kompakter Taschenanwalt sehr gelegen gekommen, denn gerade im Alter von 13-21 Jahren befasst man sich einmal näher mit rechtlichen Angelegenheiten. Dementsprechend habe ich nicht zur eigentlichen Zielgruppe gehört, was im Prinzip mein größter Kritikpunkt ist. 80 % des Inhalts waren für mich keine große Überraschung. Lediglich die zugehörigen Paragrafen zum erklärten Gesetz sowie die Fakten zu den Gerichtsurteilen waren mir unbekannt. Diese werden sicherlich leider schnell in Vergessenheit geraten. Dennoch gut zu wissen, dass ich sie jederzeit wieder nachschlagen kann.
Auch am Schreibstil wurde schnell deutlich, dass die junge heranwachsende Leserschaft angesprochen werden soll. Es wirkt wie ein lockeres Gespräch – simple Frage, unkomplizierte Antwort. So gut wie kein Fachchinesisch. Ich persönlich als Ü30-Leserin (Baujahr 1990) konnte dem gesamten Stil allerdings nicht so viel abgewinnen, auf mich wirkte es zu übertrieben „hipp“ formuliert, was ich dem Buch aber nachsehen kann, da es, wie gesagt, eine andere Zielgruppe erreichen soll.
Ein paar interessante Fakten als auch kleine Auffrischungen im Rechtswesen konnte mir die Lektüre dennoch bieten. Es war zudem sehr kurzweilig und gut für Zwischendurch geeignet.
Fazit: Für junge Leser von 13 bis 21 Jahren absolut einen Blick wert. Für jene mit einem fundierten Allgemeinwissen in Rechtsangelegenheiten aber eher ungeeignet, da ihr euren Wissensschatz kaum erweitert.