»Auserwählte finden sich immer wieder. Wie viele Leben auch verstreichen mögen.«
Fenris ist ein Jäger ohne Herz, der Letzte seiner Art.
Um seine Familie zu rächen, ermordet er die verantwortlichen Hexen, doch ihr Tod bringt ihm nicht die erhoffte Ruhe. Daher beschließt er, den Jägerfluch zu brechen und sein herzloses Dasein zu beenden. Um seiner Unsterblichkeit zu entfliehen, muss er in den Märchenwald reisen und die böse Hexe töten. Seine Pläne ändern sich jedoch, als Fenris auf seiner Reise der wunderschönen Amara begegnet. Sie lässt den Hexenjäger schnell erkennen, dass nichts ist, wie es scheint – auch sie nicht.
Wer ist Amara, und was ist damals, im Jahre 1864, wirklich passiert?
Melina Coniglio schreibt düstere Fantasy und Romance, die prickelt. Sie wurde im Jahr 1997 als e kölsch Mädche geboren, wohnt aber mittlerweile in der Nähe von Paris, zusammen mit ihrem Croissant und ihrer Coonie Frey. Seit September 2020 arbeitet sie als freiberufliche Lektorin und veröffentlicht Bücher in verschiedenen Verlagen.
Achtung, hier folgt eine zu 100% subjektive und nicht ganz spoilerfreie Rezension zu „Heartless Hunter“ von Melina Coniglio. Der Verlag hat mir dafür ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Melina Coniglio ist eine Hybrid-Autorin, die ich schon länger im Auge hatte. „Heartless Hunter“ ist ihr 10. Werk und als ich es auf Instagram gesehen habe, habe ich sofort zugegriffen, denn die düstere Märchenadaption klang wahnsinnig spannend. Ich mochte an „Heartless Hunter“ vor allem das Wordbuilding. Die Autorin lässt in ihrem Buch zahlreiche Figuren aus den Grimm’schen Kinder- und Hausmärchen auftreten und auch die Gebrüder Grimm selbst. Die Märchenfiguren haben bis zum Tod der Gebrüder friedlich im Märchenland gelebt, doch dann ist die böse Stiefmutter aus Schneewittchen durchgeknallt und hat sie alle verbannt. Nun leben die Märchenfiguren in Düsterwald, einer Kleinstadt in Deutschland. Dieses Setting fand ich sehr erfrischend, den Rest der Story leider nicht. Der Protagonist von „Heartless Hunter“ ist Fenris, der letzte Hexenjäger, der kein Herz besitzt. Er ist leider ein ziemlicher Gary Stu. Denn er ist nicht nur der letzte, sondern auch der beste seiner Art und obwohl er kein Herz hat, liegt ihm seine Umwelt nur so zu Füßen. Er hat kein Problem damit Frauen aufzureißen, obwohl er als „rücksichtloser Liebhaber“ bekannt ist, der nur auf die eigene Befriedigung aus ist. Er hat extrem aufmerksame und loyale Freunde, obwohl er selbst ein gigantisches Arschloch ist. Und die Autorin bricht immer wieder aus der Perspektive aus um zu betonen, wie heiß Fenris mit seinen langen blonden Haaren und seinen moosgrünen Augen doch ist. Ich gebe zu, ich war sehr schnell sehr genervt von Fenris und habe den Rest des Buches über gehofft, dass er mal so richtig auf die Fresse fällt. Leider ist das nicht passiert. Nachdem Fenris seine Familie, die dem Anschlag eines Hexenzirkels zum Opfer fiel, gerächt hat, macht er sich auf um den Jägerfluch, also die Tatsache, dass er kein Herz hat, zu brechen. Dazu muss er die Originalausgabe der Kinder- und Hausmärchen finden. Auch das gelingt ihm problemlos, auch wenn er dabei mal kurz die Hilfe seiner Freunde Peeta und Aurora in Anspruch nehmen muss. Ich mochte Peeta und Aurora sehr und habe mich gefreut, dass kurze Stellen im Buch auch aus ihrer Perspektive geschrieben waren. Was mich aber gestört hat, waren die Sexszenen, die immer wieder eingestreut waren. Nicht, weil ich etwas gegen explizite Sexszenen habe, im Gegenteil. Aber weil sie sehr kurz waren und für mich eher cringe-worthy als sexy. Ich weiß, dass Sexszenen zu den schwierigsten Szenen gehören, die es gibt. Aber für mich lebt eine gute Sexszene auch von den Beschreibungen, davon dass man mitfühlen kann. Das war hier für mich nicht der Fall. Ich habe mich als Leserin nicht abgeholt gefühlt, sondern eher überrumpelt und bei Formulierungen wie „er positionierte seine Härte vor ihrer Mitte und drang in sie ein“ musste ich ein paar Mal kräftig lachen. Trotzdem mochte ich die erste Hälfte von „Heartless Hunter“ lieber als die zweite. Denn in der zweiten Hälfte reist Fenris ins Märchenland um die böse Königin zu töten und trifft dort auf Amara. Die beiden fühlen sich augenblicklich zueinander hingezogen und ab da war die Spannung für mich so ziemlich raus. Ich bin kein Fan von „Instant Love“ Tropes und hätte mir hier viel mehr Spannung und Knistern erwartet. Was mir aber endgültig den Lesespaß verdorben hat, war die Auflösung. Fenris erfährt nämlich, dass nicht die Königin der Bösewicht der Geschichte ist, sondern der Antiquitätenhändler. Der war für mich von Anfang an eine der faszinierendsten Figuren, denn er ist genderfluide, oder zumindest genderqueer. Da er untersterblich ist, identifiziert er sich zwar als Mann, muss aber ab und an seinen Körper wechseln und bevorzugt „eine weibliche Hülle“. Nun stellt sich aber heraus, dass der Antiquitätenhändler das Absolute Böse ist – im Gegensatz zur Königin, die ständig als rein und gut beschrieben wird. Ich fand dieses Narrativ leider ziemlich transphob. Zum einen, weil der Antiquitätenhändler die einzige queere Figur im ganzen Buch ist. Und zum anderen, weil in einer Rückblende beschrieben wird, dass er seine Körper mehr oder weniger stiehlt. Achtung, ich möchte damit weder der Autorin noch dem Verlag unterstellen, dass sie transphob sind! Aber ich fand diese Darstellung transphob und das ist mir ziemlich sauer aufgestoßen. Auch weil die Autorin an sich eigentlich nicht schlecht schreibt. Ich hätte mir gewünscht, dass „Heartless Hunter“ sogar noch ein bisschen länger wäre. Denn das Ende kam mir ziemlich abrupt vor und hat bei mir noch einige Fragen hinterlassen. Während Peeta, Aurora und den anderen Märchenfiguren in der ersten Hälfte genau richtig viel Platz eingeräumt wurde, kamen sie in der zweiten nur indirekt vor und das fand ich sehr schade. Am Ende wird eigentlich nur Fenris und Amaras Geschichte richtig zu Ende geführt. Ich hätte aber gerne noch gewusst, was aus Peeta wird und ob Aurora ihren Seelenverwandten Philipp je wiederfindet. Insgesamt bin ich sehr enttäuscht von „Heartless Hunter“. Es ist zwar eine Märchenadaption mit einem frischen, neuen Setting und ich mochte auch, dass die Autorin verstörende Dinge, wie Dornröschens Vergewaltigung, erwähnt hat. Aber die transphobe Darstellung und das viele Lazy Writing in der zweiten Hälfte konnten mich nicht überzeugen.
Du liebst düstere Märchen und Erotik? Außerdem hast du nichts dagegen, wenn es mal etwas blutrünstiger und brutaler ist? Dann bist du hier genau richtig.
Wir begleiten Fenris, den herzlosen Hexenjäger auf seine Reise in den Märchenwald, denn er hat eine letzte und wichtige Mission. Dabei ist er nicht nur tödlich, sondern auch verdammt sexy und getrieben. Dieses Buch ist wirklich das mit Abstand beste von Melina, das sie je geschrieben hat. Diese Thematik, die besondere Mischung, das liegt ihr ganz besonders und ich kann dieses Buch einfach nur feiern. Es ist ein Pageturner vom feinsten und trotzdem habe ich mir ganz besonders viel Zeit gelassen, denn ich wollte es genießen. Also worauf wartest du noch? Lass dich in den Düsterwald entführen, aber pass bloß gut auf dich auf ;)
what an interesting take on the fairytales of the grimm brothers. sometimes a bit cringe to read (especially the smut parts - they just sound very plain in german) but overall a good book and rather new side of this story!
Ich begehre dich, weil du du bist. [Heartless Hunter]
Märchenadaption? Düster? Erotisch? Ab 18? Her damit! Und holy - lest es!!!
Aber der Reihe nach
Melina lässt, mit ihrer wunderbar düsteren Adaption der bekannten Gebrüder Grimm Märchen, die Märchenwelt Kopf stehen - und das auf eine Art und Weise, wie ich sie noch nirgends gefunden habe.
Heiß, unerwartet, süchtig machend, außergewöhnlich... dies alles und noch viel mehr ist die Story rund um Fenris, den Hexenjäger ohne Herz. Wieder einmal wurden mir unglaubliche Bilder in den Kopf gezaubert und ich war kaum in der Lage das Buch aus der Hand zu legen. Melina zeigt, dass auch Erotik und Brutalität miteinander harmonieren können (FSK 18 kann ich so unterschreiben!) und überzeugt mit einem unglaublich tollem Ende, mit dem ich trotz unzähliger, mal mehr mal weniger versteckten, Hinweisen nicht gerechnet hätte.
Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Heartless Hunter ist alles, aber niemals herzlos!
Von mir eine absolute Leseempfehlung für dieses grandiose Werk
Hätte ich das Buch nicht in einer Leserunde gelesen, hätte ich es vermutlich innerhalb eines Tages verschlungen. Also als Erstes, ich lieb das Cover, als Zweites, ich liebe Melina’s Schreibstil. Dazu die Hexenjägerstory mit Märchenfiguren. Gehts besser? Dieses Buch war einfach nur klasse. Ich mochte Fenris von Anfang an, er ist einfach ne coole Socke, was er für Sprüche raushaut und die Hexen jagt, richtig badass Stil. Ich hatte oftmal Hänsel&Gretel Hexenjäger Filmvibes, was ich klasse find, ich liebe den Film 😍 als dann Amara ins Spiel kommt, hatte ich so meine Theorien was da alles sein könnte, auch die Auflösung dann war einfach spitze. Auch dazu kam das Emotionale nicht zu kurz. Genauso wie das Ende, perfekt! Ich fand das Buch war echt ein absolutes Highlight und kann’s nur empfehlen.
I liked the world building in this novel. The types of spells were introduced step by step and the histories of Rune and Gideon were similarly revealed. Their relationship is frustrating to a reader who can’t see how they will get beyond the mistrust, betrayals, etc. I’m still rooting for them. I was taken aback by the sudden and casual violence at the end of the book, which seemed unnecessary. I also enjoyed the fashion angle and wish that there was more of that.
Ich liebe die Märchen der Gebrüder Grimm und als ich auf dieses Buch stieß war klar dass ich es lesen muss. Ich fand es gut und kurzweilig. Es gibt viele Interessante Ansätze und Ideen welche die Märchen Welt erklären. Ich hätte es schön gefunden wenn es noch ein wenig ausführlicher gewesen wäre mir war das Buch zu schnell vorbei.
Wie immer hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gefallen. Ein Stern Abzug, weil ich manchmal die Sprache und Handlungen nicht so logisch fand. Dennoch eine tolle, erfrischende Nacherzählung!
Als ich das Cover zu "Heartless Hunter" zum ersten mal gesehen habe, war ich einfach begeistert. Ich liebe es so sehr, jetzt wo ich das Buch gelesen habe, muss ich auch sagen, es passet einfach perfekt.
Ich habe mit dem Buch spät nachmittags angefangen zu lesen und als ich es irgendwann zur Seite gelegt habe, hatte ich schon knapp die Hälfte geschafft. Den Rest habe ich gleich am nächsten Morgen nach dem Aufwachen noch im Bett gelesen. Leider war ich nicht von Anfang an in der Geschichte, der Einstieg, warum auch immer, viel mir nicht so leicht. Es hat eine Weile gedauert, bis ich richtig im Buch angekommen war, doch ab da konnte ich das Buch kaum wieder aus der Hand legen.
Märchen und Märchenadaptionen lese ich unheimlich gerne, daran kann ich nie vorbei kommen. Als ich den Klapptext dieses Buches gelesen habe, wusste ich genau, ich muss es einfach lesen. Das Setting fang ich total interessant, das war wirklich mal etwas anderes und hat mir sehr gut gefallen. Es heißt hier nicht nur: Es war einmal... sondern auch: Was, wäre, wenn?? Dankeschön das ich es lesen durfte.
Der Schreibstil der Autorin hat mir großen Spaß gemacht. Er ist locker und leicht und ganz anders wie erwartet, aber genauso wie man sich Romantasy mit FSK18 vorstellt.
Fenris ist der letzte Hexenjäger ohne Herz. Da ihm die Hexenverfolgung nicht mehr die erhoffte Ruhe bringt, beschließt er endlich den Jägerfluch zu brechen und ins Märchenland zu reisen um die böse Hexe zu töten.