Football, Sonne, Crash, Erinnerungen und ganz viel Emotion
Der zweite Teil setzt fast nahtlos da an, wo der erste Teil aufhört. Corey spielt mittlerweile mit seinem Jugendfreund Dodge Lawson zusammen bei den Tampa Tornedos und ist mit seiner Freundin Joyce ins Haus neben ihm eingezogen. Dodges Leben könnte perfekter nicht sein, wenn er nicht ein Riesengeheimnis mit sich herumschleppen würde.
Als er der selbstbewussten und sexy Polizisten Hayden ins Auto kracht und die beiden Gefühle füreinander entwickeln, bekommt die perfekte Fassade auf einmal immer mehr Risse, denn Dodge ist sich sicher, dass ihn sowohl Hayden, als auch Corey verlassen, wenn sie die Wahrheit über den Unfall erfahren, der ihrem Freund Justin damals das Leben kostete.
Als sein Leben immer mehr aus den Fugen gerät, ist Hayden auf einmal die einzige, die ihm helfen kann, doch dazu muss er ihr vertrauen und er ist sich nicht sicher, ob er das kann.
Josie Charles schrieb eine leidenschaftliche Dilogie darüber, wie traumatische Ereignisse aus der Vergangenheit, unbehandelt, auch viele, viele Jahre später noch mehrere Leben beeinflussen können. Dodge gibt sich die schuld an den Ereignissen, die vor vielen Jahren zu dem Unfall geführt hat, der seinem Freund das Leben kostete und er hat Angst davor, sich den Erinnerungen und den Konsequenzen zu stellen, damit er, seinen gerade erst zurückerhaltenen besten Freund nicht schon wieder verliert.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Autorin den mahnenden Zeigefinger im Sinn hatte, als sie die Dilogie schrieb, aber für mich ist das in der Tat der Eindruck, der bei mir geblieben ist: Stell Dich Deiner Vergangenheit, sonst endet es böse.
Ich falle oft direkt nach dem Lesen oder in dem Fall nach dem Hören in ein kleines Loch und muss das "Erlebte" erst mal sacken lassen. Normalerweise sind das ein paar Stunden, maximal ein ganzer Tag. Bei diesem zweiten Teil der Diloge hat es ein wenig länger gedauert, weil die Geschichte in mir nachgearbeitet hat. Nicht, dass ich selbst ein traumatisches Erlebnis zu verarbeiten habe, zumindest keins in dem Ausmaße, aber ich fand keine wirklich Worte, um meine Emotionen zu Papier zu bringen. Ich weiß immer noch nicht, ob ich das richtig hinbekomme.
Auch wenn ich mich persönlich in der Story jetzt nicht wirklich wiederfinde, hat die Geschichte etwas in mir ausgelöst, was ich nicht so richtig greifen kann. Nichts negatives. Auf jeden Fall etwas positives und ich bin mir fast sicher, es dauert eine Weile, bis ich damit abschließen kann.
Das Cover ziert ein Footballspieler in voller Montur, passend zum Protagonisten.
Die beiden Sprecher haben einen tadellosen Job gemacht und es hat Spaß gemacht, ihnen zu lauschen.
Also in meinen Augen alles richtig gemacht! Danke!
Ich vergebe hier aufgrund der Emotionen und Gedanken, die in mir nachhallen und immer noch anhalten 5 von 5 Einhörner.