Louis Chabos wächst in einem Kinderheim in Mailand auf. Nachdem er in Napoleons Russlandfeldzug den Krieg kennengelernt hat, möchte er nur noch eins: endlich zu einem menschenwürdigen Leben finden und Teil einer Familie werden. In Graubünden erlangt er ein kleines Stück des erhofften Glücks. Doch das verspielt er, als die Sehnsucht nach dem unbekannten Vater ihn nach Paris ruft und er zwischen Prunk und Schmutz seine Bestimmung sucht.
Lewinsky studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Zürich und Berlin (ohne Abschluss). Danach arbeitete er als Regieassistent bei Fritz Kortner und anschliessend als Dramaturg und Regisseur an verschiedenen Bühnen sowie als Redakteur und Ressortleiter der Sendung Wort-Unterhaltung des Schweizer Fernsehens. 1984 veröffentlichte er zusammen mit Doris Morf sein erstes Buch Hitler auf dem Rütli. Es folgten weitere Bücher und Produktionen beim Schweizer Fernsehen, ARD und ZDF. In der Schweizer Öffentlichkeit wurde Lewinsky Mitte der 90er Jahre als Autor der Sitcom Fascht e Familie bekannt; später folgte Fertig Lustig. 2001 erhielt er den Schillerpreis der Zürcher Kantonalbank für seinen Roman Johannistag. Weitere Anerkennung als Schriftsteller erwarb er sich 2006 mit der jüdischen Familiensaga Melnitz. Lewinsky hat zudem über 700 Liedtexte für verschiedene Komponisten geschrieben, unter anderem für Maja Brunner, die mit dem Lied Das chunnt eus spanisch vor 1987 den Grand Prix der Volksmusik gewinnen konnte. 2011 wurde er mit seinem Roman Gerron für den Schweizer Buchpreis nominiert. Lewinsky wohnt in Zürich und im französischen Vereux.
Danke Mü für die Empfehlung. Eines Tages kam ein Herold auf einem imposanten Ross zu einem Waisenhaus angeritten. Der Herold war auf der Suche nach Waisenkindern mit einem sternförmigen Muttermal auf der Brust. Der kleinste und schmächtigste unter den Kindern besaß ein solches Muttermal und ritt mit dem Herold auf den Königshof. Es ergab sich, dass der König seinen verloren Sohn mit dem einmaligen Muttermal verloren hatte. Ich persönlich hoffe das Märchen ist wahr.
This was the second book I had read by Charles Lewinsky. It's a story about a search for one's own roots and one's origin. Louis Chabos grows up in an orphanage, after his young mother gives him away and the origin of his father is a mystery, except that someone has paid for his place in the orphanage for the next 18 years. He finally finds out that he is the illegitimate son of the king, who refuses to have anything to do with him and declines to meet him or acknowledge him in any way. Lewinsky's short clipped sentences are in line with the sober character of Louis Chabot. He eventually finds Seraina who loves him, and with whom he can set up a life together. He finally has children of his own, but all that is not enough, he wants to know who his parents were. Parts of the book tend to be a little fairy-tale like. Louis often seems to let things happen to him instead of grabbing the bull by the horns and deciding his destiny for himself. Until it comes to finding his father, where he makes a fatal decision. This book is worth reading, if you can identify the message behind it. The historical setting is interesting and the interaction between real and unreal retains one's attention most of the time. All in all, a good book, but not one that will echo in my mind for any length of time.
A historical fantasia and a finely wrought slice of existentialism, breathlessly paced in slightly more than hundred short chapters. Unpretentiously thoughtful, snappy, smartly entertaining.