Alisia und ihre jüngere Schwester waren shoppen, als sie betäubt und entführt wurden. Von Aliens. Nun werden sie als Sklavinnen auf einem intergalaktischen Schiff gefangen gehalten, von komischen Vogelmenschen, die die Beiden offenbar für eine andere Rasse, die Sem’Pari, halten.
Dabei wissen sie noch nicht mal, was die Vogelmenschen von ihnen wollen. Die Situation scheint ausweglos. Doch durch Zufall, oder Schicksal, wird Alisia anstatt eines Kontrollimplantats eine KI eingepflanzt, die eigentlich für einen Kronprinzen gedacht war. Dadurch sind die Beiden (oder drei, wenn man denn Eric, die KI, dazuzählt) eindeutig im Vorteil. Nun müssen sie nur noch einen Plan zur Flucht entwickeln.
Doch das Ganze stellt sich als nicht ganz so einfach heraus, vor allem als ein weiterer Gefangener auftaucht, der Alisia ganz schön den Kopf verdreht…
Der Schreibstil hat mich von Anfang an überzeugt und ich habe schnell in die Geschichte gefunden. Sie war angenehm zu lesen und ich flog geradezu durch die Seiten.
Besonders das Setting hat’s mir angetan. Die Bücher, die ich üblicherweise lese, spielen meist nicht auf einem Raumschiff und es war eine nette Abwechslung. Auch der Plot hat mir gefallen. Die Spannung wurde gut aufgebaut und man wusste wirklich nie, was als nächstes passieren würde.
Jedoch hatte ich Anfangs meine Mühe mit der Protagonistin. Ich konnte ihre Denkweise nicht wirklich nachvollziehen und sie war mir etwas suspekt. Mit der Zeit habe ich mich aber an sie gewöhnt. Besser hat mir ja Beatrice, die Schwester von Alisia, gefallen. Sie war voller Energie, nahm kein Blatt vor den Mund und war im Allgemeinen einfach lockerer.
Die Idee mit der KI, Eric, fand ich wirklich klasse. Es ist mal etwas ganz Anderes. Zwar brachte es auch einige komische Stellen mit sich, wie zum Beispiel die sexuelle Befriedigung beider Schwestern durch die KI, doch es entstanden auch viele witzige Szenen. Ich fand es immer unterhaltsam, die Gespräche, die sie in ihren Gedanken führten, zu lesen, wenn sie gleichzeitig auch laut mit anderen Leuten sprachen. Das sorgte oft für Verwirrung und es rutschten auch ein paar Sachen raus, die vielleicht besser nur gedacht worden wären. Oder wenn Alisia etwas dachte, aber leider vergessen hatte, den Gedankenkanal zu den Anderen zu unterbrechen. Mich würde es ja wahnsinnig machen, ständig Angst haben zu müssen, dass jemand aus Versehen meine Gedanken hören könnte.
Besonders spannend fand ich auch, wie das System der Sem’Pari aufgebaut war, ein Matriarchat. Die Vorstellung war total fremd und ungewöhnlich, doch das machte es umso spannender.
Bei Adonis, dem Sem’Pari Mann und Mitgefangenen, war ich mir nicht so wirklich sicher, ob ich ihn mochte. Er war mir nicht sonderlich sympathisch und abgesehen davon, dass er gut aussah, konnte ich Alisias Zuneigung für ihn eher weniger verstehen. Sexuell? Vielleicht, sie war schliesslich zwei Jahre auf dem Schiff gefangen. Aber wirklich Verliebtsein? Das konnte ich nicht so ganz nachvollziehen.
Ganz fies war ja dann auch der Cliffhanger am Ende. Es hörte so abrupt auf, ich hätte nicht damit gerechnet. Ich muss sobald wie möglich den zweiten Teil lesen.
Fazit: Eine unterhaltsame Sci-Fi Story, die vermutlich eher den Romantikern gefällt. Besonders gefallen hat mir die Idee mit dem implantierten KI, der eine eigene Persönlichkeit hat.