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Findelmädchen

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Köln 1955: Die 15-jährige Helga und ihr Bruder Jürgen leben endlich wieder bei ihrem aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrten Vater. Von der Mutter fehlt seit Kriegsende jede Spur. Der Vater baut sich mit einem Büdchen eine neue Existenz auf, Jürgen beginnt bei Ford. Helga aber, die sich nichts sehnlicher wünscht, als aufs Gymnasium zu gehen, soll sich in der Haushaltungsschule auf ein Leben als Ehefrau vorbereiten. Während eines Praktikums im Waisenhaus muss sie entsetzt mitansehen, wie schlecht die Kinder dort behandelt werden. Schützend stellt sie sich vor ein sogenanntes »Besatzerkind«. Und sie verliebt sich. Doch die Schatten des Krieges bedrohen alles, was sie sich vom Leben erhofft hat …

592 pages, Paperback

Published July 28, 2022

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Lilly Bernstein

6 books6 followers

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5 stars
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Displaying 1 - 29 of 29 reviews
Profile Image for Nadine Schrott.
686 reviews65 followers
December 12, 2023
Genau solche Geschichten müssen erzählt werden.....Genau JETZT!

Ein tief emotionales Buch....fesselnd und intensiv....eine deutsche Nachkriegsgeschichte, die viele Fragen aufwirft....und doch auch Antworten liefert!

Eigentlich war mir nicht bewusst, dass es sich hier um eine Fortsetzung handelt....
Helga und Jürgen erhalten in Frankreich die Nachricht, dass ihr verschollener leibliche Vater in Köln nach den beiden sucht. Ihre Reise nach Deutschland ist gleichzeitig eine Reise in Ihre Vergangenheit....die Geschwister wurden 1945 vor einem Hochbunker in Köln als Findelkinder ausgesetzt.
Die zwei kommen zehn Jahre später in der im Wiederaufbau begriffenen Stadt an...und treffen auf eine herzlose Tante und den traumatisierten Vater...und die Fragen, nach ihrer verschollenen Mutter.
Als Helga ein Praktikum im Waisenhaus beginnt, bricht ihre Vergangenheit auf...

Emotional, tiefgründig und wirklich spannend ist dieses Buch eine Bereicherung!

Absolut lesenswert!
Profile Image for Steffi.
3,282 reviews183 followers
July 28, 2022
Bereits das Debüt "Trümmermädchen" von Lilly Bernstein konnte mich beeindrucken und daher war ich sehr gespannt auf das zweite Buch der Autorin.

10 Jahre nach Kriegsende können Helga und ihr Bruder Jürgen zu ihrem Vater zurückkehren, der aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, nur von ihrer Mutter fehlt weiterhin jede Spur.

Unglaublich bildhaft, berührend und beeindruckend erzählt die Autorin wie das Leben auch 10 Jahre nach dem Krieg noch aussieht. Vieles ist noch immer zerstört, Familien noch immer zerrissen und für die Frauen ist es immer noch schwierig einer Arbeit nachzugehen. Helga möchte unbedingt etwas aus ihrem Leben machen und möchte aufs Gymnasium gehen, aber ihr Vater lehnt dies ab und so landet auf einer Haushaltungsschule, wo sie für ein Praktikum in ein Waisenhaus geschickt wird. Die Zustände in diesem Waisenhaus waren selbst als Leser nur schwer auszuhalten und haben mir so einige Tränen in die Augen getrieben. Die Tatsche, dass dies auf Erlebnisberichten von Betroffenen basiert, macht dies noch erschreckender.

Helga ist eine unglaublich starke junge Frauen, die weiß was sie erreichen will, und dass sie gewissen Zustände nicht tolerieren kann und versucht alles, um den Kindern im Waisenhaus zu helfen, insbesondere der kleinen Bärbel.

Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich und gibt viele interessante Einblicke in die unterschiedlichsten Bereiche des Nachkriegslebens. Mich konnten die verschiedenen Schicksale sehr bewegen und ich habe mit allen Charakteren mitgefiebert.
Profile Image for Martina Weiss.
488 reviews5 followers
June 30, 2022
Wir schreiben das Jahr 1955 und die deutschen Geschwister Helga und Jürgen, die als Findelkinder in den Nachkriegsjahren in Frankreich von Pflegeeltern großgezogen wurden, bekommen Post vom Roten Kreuz: ihr leiblicher Vater ist aus der russischen Gefangenschaft zurückgekehrt. Der Verbleib der Mutter ist seit den Besatzungsjahren ungeklärt.
Die beiden kehren als Teenager in ihre Heimatstadt Köln zurück und für sie beginnt ein neues ungewohntes Leben, inmitten der teils immer noch ausgebombten Stadt, durch die aber bereits der Wind der Wirtschaftswunderjahre weht.

Es ist eine hochdramatische, emotionale und teilweise so berührende Geschichte, dass man zwischendurch tief durchatmen muss. Vor allem die Schilderungen innerhalb eines Waisenhauses, in dem Helga ihr Praktikum absolvieren muss, sind kaum auszuhalten und gehen stark an die Nieren.
Innerhalb des fast 600 Seiten starken Romans werden viele Dinge angesprochen, die ich so gebündelt in einem Buch selten erlebt habe: Rassismus gegenüber Besatzerkinder, die Stellung der Frau in den 50er Jahre, emotionale Entfremdung innerhalb der Familie, Wohnungsnot etc.pp
Großartig recherchiert und glaubwürdig vor die Kulisse der wiederauferstehenden Stadt Köln gesetzt.

Ich war noch nie in meinem Leben in Köln, schon gar nicht in den Nachkriegsjahren... aber ich konnte es sehen und spüren. Auch die Zeit der 50er Jahre hat Lilly Bernstein authentisch - ohne viel Schnickschnack zu benutzen - beschrieben. Aber es sind nicht (nur) die verklärten Petticoat- Polkadots - Rock'n Roll 50er Jahre, sondern auch die ungeschönten Dinge: Gesinnungsaltlasten aus dem Krieg, immer noch zerstörte Stadtteile, der Stellenwert der Frau - um nur einige zu nennen.

Ich habe dieses Buch im wahrsten Sinne des Wortes "verschlungen" und konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Ich war wütend, ich habe gelächelt, fast geweint... alle Emotionen durchlebt, die man durchleben kann....
leider auch Verwirrung, zumindest auf den letzten 80 Seiten. Was auch immer da mit Lilly Bernstein passiert sein mag, aber man rutscht auf den letzten Seiten auf einer kitschigen Glitzerwolke dem Finale entgegen, dagegen verblasst in einem amerikanischen Weihnachtsfilm jedes einzelne Zahnpastalächeln.
Da das Buch aber davor meisterlich recherchiert ist und großartige Charaktere und glaubwürdige Atmosphäre hervorgebracht hat, kann man das leicht entgleiste Ende gut wegstecken... einen Punkt Abzug muss ich aber leider dennoch geben. Dennoch eine sehr empfehlenswerte Lektüre.
Profile Image for Pocahontas.
214 reviews10 followers
July 30, 2022
Das Wirtschaftswunder und die Nachwehen des Krieges: Eine junge Frau erkämpft sich ihren Weg
Köln 1955: Die 15-jährige Helga und ihr Bruder Jürgen leben endlich wieder bei ihrem aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrten Vater. Von der Mutter fehlt seit Kriegsende jede Spur. Der Vater baut sich mit einem Büdchen eine neue Existenz auf, Jürgen beginnt bei Ford. Helga aber, die sich nichts sehnlicher wünscht, als aufs Gymnasium zu gehen, soll sich in der Haushaltungsschule auf ein Leben als Ehefrau vorbereiten. Während eines Praktikums im Waisenhaus muss sie entsetzt mitansehen, wie schlecht die Kinder dort behandelt werden. Schützend stellt sie sich vor ein sogenanntes »Besatzerkind«. Und sie verliebt sich. Doch die Schatten des Krieges bedrohen alles, was sie sich vom Leben erhofft hat …
Meinung
Dies ist der 2. Teil der Autorin. Beide können aber auch unabhängig voneinander gelesen werden.
Das Cover und die Inhaltsangabe haben mich total angesprochen.
Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, dass mich die Geschichte ab der ersten Seite in ihren Bann gezogen hat.
Dieses Buch hat mir so viele Emotionen beschert. Liebe, Freude, Trauer, Wut, Unverständnis.
De Geschichte wird aus Helgas Perspektive erzählt.
In Form von Tagebucheinträgen aus dem Krieg erfahren die Leser mehr über Helgas Mutter, die ja seitdem vermisst wird. Nach und nach kommt auch ans Licht, dass der Vater eine Vergangenheit hat, mit der niemand gerechnet hat.
Die Geschichte war mitreißend und bedrückend.
Große Lese Empfehlung
Profile Image for GI LA.
445 reviews5 followers
August 29, 2022
Mehr als sieben Jahre leben die 15-jährige Helga und ihr Bruder Jürgen bereits in einer Pflegefamilie in Frankreich, als 1955 ein Brief kommt, in dem ihnen mitgeteilt wird, dass ihr Vater aus der russischen Gefangenschaft heimgekommen ist und sie sucht. Über den Verbleibt ihrer Mutter ist immer noch nichts bekannt. Sie haben an ihren Vater so gut wie keine Erinnerungen, aber als die Beiden zurück nach Köln kommen, fühlen sie sich sofort Zuhause in seiner Nähe. Trotzdem wird es nicht leicht für Helga und Jürgen, denn sie müssen sich nicht nur in einer Stadt, die sich im Wiederaufbau befindet, zurechtfinden, sondern auch mit Tante Meta, der Schwester ihrer Mutter arrangieren, die alles andere als erfreut über die Anwesenheit der Beiden ist und ihnen das Leben schwer macht.
Doch Helga ist trotz allem voller Hoffnung auf einen Neuanfang. Ihr Bruder findet Arbeit bei Ford und ihr Vater hat sich mit einem kleinen Büdchen, in dem er Zeitungen, Zeitschriften, Kaffee und Süßigkeiten verkauft werden, selbstständig gemacht.
Helga liebt es, ihn bei seiner Arbeit zu unterstützen und in den Illustrierten zu lesen. Sie ist sehr wissbegierig und hat den Traum, aufs Gymnasium zu gehen, um später eine berühmte Schriftstellerin zu werden. Doch ihr Vater reagiert sehr abweisend auf ihren Wunsch und will davon nichts hören. Er meldet sie, ohne mit ihr darüber zu sprechen, auf der Haushaltungsschule an, auf der sie auf ein Leben als Ehefrau vorbereitet werden soll.
Als sie während eines Praktikums in einem Waisenhaus arbeitet, stellt sie zu ihrem Entsetzen fest, dass die Kinder dort sehr schlecht behandelt und sogar misshandelt werden. Helga wird an ihre eigene Kindheit erinnert, die sie hungernd in einem Keller verbracht hat. Sie stellt sich schützend vor die kleine Bärbel, die es als sogenanntes Besatzerkind doppelt schwer hat und versucht zu helfen.

Nachdem mich bereits „Trümmermädchen – Annas Traum vom Glück“ begeistert hat, war ich sehr gespannt auf das neue Werk von Lilly Bernstein.

Anna, Helga und Jürgen gehören alle zu der Gruppe Kindern, die alle ohne Eltern und Verwandte, in den letzten Kriegsjahren gemeinsam in einem Keller in Köln gehaust haben. In „Trümmermädchen“ wird die Geschichte von Anna erzählt und in „Findelmädchen“ die Geschichte von Helga. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

Ich bin sehr schnell in die Geschichte eingetaucht und der Roman konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Der Schreibstil ist mir mittlerweile vertraut.
Lilly Bernstein schreibt nicht nur sehr lebendig und bildhaft, sondern auch sehr flüssig und sie versteht es Gefühle und Emotionen in Worte zu fassen.

Wir verfolgen die Geschichte aus der Perspektive von Helga und so konnte ich mich gut in ihre Gedanken und Empfindungen hineinversetzen.
Helga ist als Protagonistin sehr authentisch und mutig und ich habe sie sehr schnell ins Herz geschlossen.
Besonders ihre Erfahrungen im Waisenhaus haben mich erschüttert und nachdenklich zurückgelassen. Ich hatte das Gefühl, vor Ort dabei zu sein und das Leben und die Grausamkeiten im Waisenhaus, hautnah mitzuerleben.
Bei dem Gedanken daran, was viele Kinder damals erdulden mussten und wie viel Leid damals herrschte, fällt es mir immer noch schwer, meine Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen.
Doch auch diese Geschichte beinhaltet kleine Lichtblicke.
So hat mir Fanny besonders gut gefallen. Sie unterstützt nicht nur Helgas Vater im Haushalt, sondern hat das Ziel, sich mit einer Milchbar selbstständig zu machen. Sie läutet damit die Zeit des Rock’n’Rolls und der Petticoats ein und zeigt Helga, dass das Leben auch schöne Seiten haben kann.
Auch alle anderen Charaktere wurden von der Autorin sehr lebendig und glaubwürdig gestaltet und fügen sich gut in die Geschichte ein.
Die Hintergründe wurden wieder großartig recheriert und objektiv und realitätsnah in die Handlung eingebunden.

Fazit
„Findelmädchen – Aufbruch ins Glück“ ist eine berührende, sehr emotionale Geschichte, die unter die Haut geht und für mich unbedingt auf die Bestsellerliste gehört.

Von mir gibt es dafür hochverdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung!
Profile Image for Dani_liest.
432 reviews29 followers
July 23, 2022
Da ich Lilly Bernsteins Debütroman „Trümmermädchen“ sehr geliebt habe, war ich auf ihr neues Buch „Findelmädchen“ ausgesprochen gespannt. Was soll ich sagen, die Autorin hat mich ein zweites Mal mit einer emotionalen und berührenden Geschichte in den Bann gezogen, die ich aufgrund des flüssigen und lebendigen Schreibstils kaum aus der Hand legen wollte.
Dieses Buch spielt im selben Universum wie das Vorherige. Wir treffen erneut auf Helga und Jürgen, die in „Trümmermädchen“ unter schlimmsten Bedingungen leben mussten. Inzwischen sind die Geschwister zu Teenagern herangewachsen und beginnen gemeinsam mit ihrem Vater, der endlich aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurde, ein neues Leben in Köln.
Der Fokus der Erzählung liegt auf der 16-jährigen Helga. Ich mochte das junge Mädchen sehr gerne. Sie hat furchtbare Sachen während und nach dem Krieg erlebt und ist nun voller Lebenslust. Die Autorin schildert sehr anschaulich, wie das Köln der 50er Jahre wieder zu pulsieren beginnt. Tanzlokale und Kinos locken die Massen an. Den Menschen bieten sich berufliche Perspektiven und alle sind in Aufbruchsstimmung. Gleichzeitig sitzen ihnen die Schrecken des Krieges noch in den Knochen und schleichen sich immer wieder in die Gedanken.
Ich fand den Kontrast sehr realistisch beschrieben und Helga war die perfekte Protagonistin, um all diese Widersprüche zu verkörpern.
Sie träumt von einer Karriere und von der Liebe. Sie hat mit ihrem Brüder Jürgen und ihrer Freundin Fanny wunderbare Menschen an ihrer Seite. Man wünscht ihr von allem nur das Beste und so schmerzt jeder Schicksalsschlag, den sie erleiden muss.
Lilly Bernstein hat keinen kitschigen Roman geschrieben sondern schickt ihre Charaktere immer wieder durch die Hölle, die die damalige Zeit teilweise war.
Neben all den beschriebenen Tragödien gingen mir besonders die Zustände im Waisenhaus sehr nahe. Die abgrundtiefe Grausamkeit, mit der die Kinder dort behandelt wurden, macht fassungslos.
Aber auch die Erbarmungslosigkeit der Gesellschaft gegenüber ledigen Müttern und Frauen im Allgemeinen erschütterten mich und es empörte mich, mit welcher Selbstverständlichkeit sich Menschen das Recht nahmen, über andere zu bestimmen.
Lilly Bernstein skizziert ein sehr düsteres Bild der 50er Jahre, zeigt gleichzeitig aber auch die schillernde Seite und lässt immer wieder Momente der Freude und der Leichtigkeit einfließen.
Für mich war „Findelmädchen“ ein absolut lesenswerter Roman, der mir sehr gefallen hat.
Profile Image for Anja.
657 reviews12 followers
August 14, 2022
Was war ich begeistert von Helga und habe mit ihr mitgehofft, mitgeliebt und mitgelitten! Helga und ihr Bruder Jürgen leben in Frankreich, wurden dort liebevoll von Verwandten aufgenommen. Bis Weihnachten ein Brief kam, dass die beiden endlich nach Hause dürfen weil ihr geliebter Vater aus Gefangenschaft heimgekehrt ist. Die beiden Freuen sich riesig und werden von ihrem Vater leibevoll erwartet. Nur ihre Tante scheint wenig begeistert von den beiden...

Was mit ihrer Mutter passiert ist wissen die Geschwister nicht mehr und so versuchen sie weiterhin nach vorn zu schauen und sich etwas aufzubauen. Helga hilft viel ihrem Vater und Jürgen beginnt bald eine Lehre...

Allerdings werden beiden immerwieder Steine in den Weg gelegt und vor allem für Helga beginnt eine Zeit des Leidens, durchzogen von immer wieder neuen Hoffnungsschimmern und einer ganz tollen Freundschaft. Sehr prägend zählt hier auch ihre Arbeit im Kinderheim dazu. Das war teilsweise extre, schockierend.

Dieses Buch ist unheimlich fesselnd geschrieben und vor allem die letzten Seiten haben mit dann den Rest gegeben, ich habe lange nicht mehr so viel geweint. Ein ganz ganz tolles Buch, welches man unbedingt gelesen haben sollte.
75 reviews1 follower
December 5, 2022
Von mir eine große Leseempfehlung. Ich habe mit gezittert, mit geweint und mitgelacht. Eine spannende Nachkriegsgeschichte erzählt
mit viel Wärme und Einfühlungsvermögen.
Profile Image for Kristin.
177 reviews8 followers
March 12, 2023
So ein wunderbares Buch!
Es erzählt nicht nur Helgas Geschichte, sondern die von mehreren Frauen in den frühen 50er Jahren in Köln.
Das Nachkriegsdeutschland fand ich sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben. Die Charaktere, einfach wunderbar.
Klare Leseempfehlung, wenn man das Genre und zum Beispiel „Stay away from Gretchen“ mochte.
Profile Image for Azyria Sun.
621 reviews4 followers
August 7, 2022
Anrührend, emotional und beeindruckend

Worum geht’s?
Köln 1955: Bei einer Pflegefamilie in Frankreich aufgewachsen, finden Helga und Jürgen ihren richtigen Vater wieder und ziehen zu ihm nach Köln. Während Jürgen bei den Ford-Werken eine Arbeit findet, macht Helga ein Praktikum in einem von Nonnen geführten Waisenhaus und was sie dort erlebt, ist einfach nur entsetzlich.

Meine Meinung:
„Findelmädchen – Aufbruch ins Glück“ von Lilly Bernstein ist wieder ein Roman, der das Herz berührt. Bereits ihr Trümmermädchen Anna hatte mich absolut begeistert und das Findelmädchen Helga toppt dies fast noch. Diese Liebe zu kleinen, fast nebensächlichen Details, ihre Art, Gefühle und Emotionen zu beschreiben und die recherchierten Fakten in eine fiktionale Geschichte einzuflechten, ist einfach unvergleichlich. Selten kann ich bei Büchern so mitfühlen und mich so mitreißen lassen, wie in den Büchern von Lilly Bernstein.

Mit Helga erschafft sie einen Charakter, den man einfach ins Herz schließen muss. Die Jugendliche, die viel durchgemacht hat aber einen großen Kampfgeist und ein noch größeres Herz besitzt. Dann ihr technikbegeisterter Bruder Jürgen, manchmal sind beide fast wie Zwillinge, so verbunden kommen sie mir vor. Auch Fanny ist ein wundervoller Charakter. Eine lebenslustige Frau, die ein schweres Päckchen zu tragen hat, was wir aber später erst erfahren. Und zuletzt haben wir noch Helgas Vater, der im Krieg als Journalist instrumentalisiert wurde, sowie die Flüchtlinge Auguste und Konradin, die Unterschlupf im Haus der van Beeks finden, ebenfalls liebenswerte und authentische Charaktere.

All diese Menschen dürfen wir begleiten im Köln der 1955er Jahre. Es ist einfach zauberhaft, wie die Autorin diese Zeit des Wandels aufleben lässt. Fannys Milchbar, die Fröhlichkeit der Menschen. Die Lebensfreude der Jugendlichen. Es ist schön zu erleben, wie nach den Jahren der Entbehrung alles erwacht und mit neuem Mut zu wachsen beginnt. Noch überschattet von den Nachwehen des Krieges. Den Erinnerungen an den Hunger und die Angst, aber dennoch dieser Wille für einen Neuanfang. Überschattet von den Erzählungen aus dem Kinderheim und wie dort mit den Kindern, insbesondere dem Mischlingskind Bärbel, umgegangen wird. Dieser Teil basiert gem. Nachwort auf Erzählungen von Zeitzeugen, was mich umso tiefer getroffen hat. Und auch die Stellung der Frau hat die Autorin aufgezeigt, wie schnell man nichts mehr wert ist, verachtet und verhöhnt wird. All diese Fakten eingebracht in einen emotionalen Roman, gut recherchiert und voller Herzenswärme erzählt, war einfach unglaublich mitreißend zu lesen. Lilly Bernstein hat die 1955er Jahre wieder lebendig werden lassen und uns mitgenommen auf eine Zeitreise mitten hinein nach Köln. Dieses Buch hat mich gefesselt und wieder absolut überzeugt – von mir eine ganz klare Leseempfehlung und ich bin schon sehr gespannt, wohin uns ihr nächstes Buch entführen wird!

Fazit:
In ihrem historischen Roman „Findelmädchen – Aufbruch ins Glück“ lässt Lilly Bernstein anhand von Helga van Beek die 1955er Jahre in Köln wieder lebendig werden. Gemeinsam mit Helga und ihrer Familie erleben wir diese Zeit, die noch von den Nachwehen des Weltkriegs erschüttert ist und von den erlittenen Entbehrungen und der Angst. Aber sich auch schon im Wandel befindet. Man fühlt, wie die Lebensfreude zurückkehrt. Die Menschen sich einfach wieder lebendig fühlen möchten. Und mitten hinein in diese Geschichte des Aufbaus und Aufbruchs führt uns die Autorin auch in die schrecklichen Geschehnisse in den Waisenhäusern, basierend auf den Erzählungen von Zeitzeugen, was es umso erschreckender macht. Und hinein in den Stand und die Rolle der Frau.

Dies ist eine Geschichte, die wieder absolut zu Herzen geht, emotional und ergreifend ist und in der Fakten und Fiktion wieder eine perfekte Mischung darstellen. 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung von mir!
1,409 reviews7 followers
August 16, 2022
Emotionale Familiengeschichte

Endlich leben Helga und Jürgen wieder bei ihrem Vater der aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist.
Der Vater versucht sich mit einem Büdchen eine neue Existenz aufzubauen und Jürgen beginnt bei Ford.
Helga hingegen möchte gerne aufs Gymnasium gehen doch sie soll die Haushaltungsschule besuchen.
Als sie ein Praktikum in einem Waisenhaus absolviert spürt sie wie schlecht es den Kindern dort geht, wie schlecht sie behandelt werden.
Vor allem ein „Besatzungskind“ hat ihre Aufmerksamkeit geweckt und sie versucht es zu beschützen.
Helge verliebt sich, doch die Schatten des Krieges drohen alles zu zerstören was Helga sich vom Leben erhofft.

„Findelmädchen“ ist die Fortsetzung des Bestsellerromans „Trümmermädchen“
von Lilly Bernstein.
Die Bücher sind aber auch gut unabhängig voneinander zu lesen.

Es ist das Jahr 1955 und die Geschwister Helga und Jürgen sind endlich wieder bei ihrem Vater.
Das anfängliche Glück wird aber schnell von der Realität eingeholt.
In Köln wollen sie sich eine gemeinsam Zukunft aufbauen.
Während Jürgen eine Arbeit bei Ford bekommt muss Helga ihren Traum vom Gymnasium begraben.
Sie muss sich dem Willen des Vaters beugen und eine Haushaltungsschule besuchen.
Leider war es zu dieser Zeit für Mädchen immer noch nicht üblich ein Gymnasium oder gar eine Universität zu besuchen.
Als Helga ein Praktikum in einem Waisenhaus verrichtet muss sie erleben wie manche Kinder gequält werden.
Vor allem die Kinder der Besatzungsmacht und darunter die farbigen Kinder.

Lilly Bernstein hat für ihren Roman tolle Charaktere entwickelt und ihnen Leben eingehaucht.
Man kann sich die Schicksale der Protagonisten gut vor Augen führen.
Helga und Jürgen die seit Kriegsende auf einem französischen Weingut gelebt haben werden in Köln bei ihrem Vater von der Realität eingeholt.
Die LeserInnen bekommen aber auch vor Augen geführt wie schwer es war nach dem Krieg und der Gefangenschaft wieder in ein normales Leben zurückzukehren.
Genauso wird der Stand der Frau verdeutlicht. Auch Mitte der 1950er Jahre hatten die Frauen noch kein selbst bestimmtes Leben und so musste Helga sich auch dem Willen ihres Vaters beugen.

Lilly Bernstein vermittelt die Zeit der Handlung sehr authentisch.
Sie bringt den LeserInnen den Hass und die Vorurteile gegenüber den Besatzern zum Ausdruck.
Besonders die farbigen Kinder haben darunter zu leiden. Mich hat die Behandlung und die Quälerei der Kinder im Waisenhaus sehr betroffen gemacht.
Genauso ist aber auch das beginnende Wirtschaftswunder zu spüren.
Es ist die zeit des Petticoats, die Menschen wollen wieder Leben und sich vergnügen.
Das alles und noch so viel mehr wird in „Findelmädchen vermittelt.

Lilly Bernstein hat einen fesselnden und gut verständlichen Schreibstil.
Man spürt wie intensiv sich die Autorin mit der Recherche für ihren Roman beschäftigt hat.
So ist ein großer emotionaler Roman entstanden der das Schicksal einer Familie authentisch erzählt.

Profile Image for Barbara.
86 reviews2 followers
December 7, 2022
Berührende Geschichte

Über die Nachkriegsjahre in Deutschland und das Schicksal eines Geschwisterpaar Helga und Jürgen erzählt Lilly Bernstein in ihrem Buch „Findelmädchen“. Die Hauptprotagonistin Helga, das Findelmädchen, wurde zusammen mit ihrem Bruder Jürgen im Jahr 1945 von einem französischen Ehepaar in Köln aufgelesen. Die Kinder, damals sechs- und sieben Jahre alt, saßen allein vor einem Bunker. Ihre Mutter war spurlos verschwunden. Doch die Franzosen haben die Suche nach den Eltern von Helga und Jürgen nie aufgegeben und den Vater der Beiden gefunden, der nach jahrelanger russischer Gefangenschaft nach Köln zurückgekehrt ist.

Für die Familie beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Alle müssen neu anfangen, ihr Glück finden, die ´Zeit, die durch den Krieg verlorengegangen ist, irgendwie nachholen. Während die Männer in der neuen Lage scheinbar leichter Fuß fassen können, ist der Lebensweg von Frauen von vielen Hindernissen geprägt. So darf Helga nicht auf das Gymnasium gehen, weil ihr Vater es ihr nicht erlaubt. Stattdessen darf sie die Haushaltsschule besuchen, die damals für Mädchen, künftige Ehefrauen und Mütter, bestimmt war. Während des Praktikums in einem Waisenhaus stößt Helga auf Umstände, die aus heutiger Sicht unvorstellbar wären. Gegen die Ungerechtigkeiten, die den Waisenkindern dort geschehen, gegen die zweifelhafte, unmenschliche Erziehungsmethoden begehrt Helga auf und versucht nach all ihr zur Verfügung stehenden Mitteln Abhilfe zu schaffen.

Helgas berührende Geschichte wirkt authentisch. Sie wurde von der Autorin mit viel Herz erzählt und rührt des Öfteren zu Tränen. Wunderbar vermittelt die Schriftstellerin die Atmosphäre der Nachkriegsjahre in Deutschland und schildert ein authentisches Bild der damaligen Gesellschaft. Der Leser kann sich gut in die menschlichen Schicksale hineinversetzen.

Ich bin in diese Geschichte versunken, habe mit Helga und ihrer Freundin Fanny, deren Tochter in einem Waisenhaus aufwachsen musste, mitgelitten und um ihr Schicksal mitgefiebert.

Der Roman wirkt ein bisschen wie ein modernes Märchen, das wirklich geschah, deswegen passt er hervorragend in die aktuelle Vorweihnachtszeit. Das Buch bekommt meine wärmste Empfehlung. Es ist lesenswert, zu jeder Jahreszeit!
Profile Image for sven_weidners_world.
153 reviews2 followers
July 30, 2022
👧🏼 Um was geht’s?

Helga und ihr Bruder werden als Findelkinder nach Kriegsende von einem liebevollen Ehepaar aufgenommen und in Frankreich großgezogen. Als der Vater der Kinder 1955 aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, holt er die beiden zurück nach Köln. Helga, die gerne aufs Gymnasium gehen möchte, um später mit dem Schreiben ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sieht ihren Traum nun zum Greifen nahe. Doch der Traum platzt, als sie statt aufs Gymnasium auf die Haushaltungsschule geschickt wird. Helga fühlt sich ungerecht behandelt und unterdrückt. Als sie dann bei einem Praktikum im Waisenhaus sieht, wie man hier mit den Kindern und auch mit ihr umgeht, macht es sie einfach nur wütend. Doch als junge und starke Frau kann Helga die Ungerechtigkeit nicht mehr länger mit ansehen und schmiedet ihre eigenen Pläne…

👧🏼 Mein Fazit:

Ein wunderschönes Buch. Die Geschichte ist interessant und spannend und der Schreibstil der Autorin toll. Einmal mit dem Lesen angefangen, möchte man gar nicht mehr aufhören. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Als Triggerwarnung ist angegeben, dass in dem Buch das N-Wort benutzt wird. Den Hinweis finde ich gut und angebracht. Meine Befürchtung, dass das Buch von dem oder ähnlichen Ausdrücken dominiert wird, ist aber nicht eingetreten. Zum Glück. Manche Situationen in dem Buch geben einem als Leser einen Stich ins Herz und man möchte einfach nur aufschreien. Sensible Gemüter dürften bei dem Buch die ein oder andere Träne verdrücken. Und hat die Autorin nicht alles richtig gemacht, wenn beim Lesen Emotionen hervorgerufen werden? Bei diesem Buch auf alle Fälle.

👧🏼 Für wen ist das Buch etwas?

Wer sich für den Wiederaufbau nach dem Krieg, dem Wirtschaftswunder und der allgemeinen Situation in den 50er Jahren interessiert, und das verpackt in einem Roman lesen möchte, der kann hier gerne zugreifen. Und für alle, die Geschichten von starken Frauen mögen: Das Buch ist wieder etwas für euch.

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung/Rezension wurde dadurch nicht beeinflusst.
1,292 reviews2 followers
August 27, 2022
Die 15-jährige Helga und ihr Bruder Jürgen sind als Kinder nach dem Krieg von Köln nach Frankreich gekommen und wurden dort von lieben Leuten großgezogen. 1955 erreicht sie dann ein Brief, dass ihr Vater lebt und in Köln auf sie wartet. Der Vater baut sich mit einem Büdchen eine neue Existenz auf, Jürgen beginnt bei Ford. Helga würder so gerne aufs Gymnasium gehen, doch das kommt für ihren Vater überhaupt nicht infrage. Er schickt sie auf eine Haushaltungsschule. Dort macht sie ein Praktikum im Waisenhaus und erlebt dort grausame Zustände, vorallem ein farbiges Mädchen namens Bärbel hat es unglaublich schwer dort. Helga versucht alles um die Kinder zu schützen, doch sie hat sehr mit den Aufseherinnen zu kämpfen. Und dann passieren ihr auch noch persönliche Sorgen und Probleme...

Ich kannte schon das erste Buch der Autorin "Annas Traum vom Glück" und war damals schon sehr begeistert über den wunderbaren und mitreißenden Schreibstil! Auch in diesem Buch konnte mich die Autorin von Anfang an packen. Leicht zu lesen und dennoch so wunderbar bildhaft fliegt man förmlich durch die Seiten. Das Buch ist aber auch sehr emotional und grausam geschrieben und wirklich nichts für schwache Nerven. Ich musste öfters schwer schlucken da es kaum auszuhalten war. Vorallem vor dem Hintergrund, dass soetwas ähnliches früher sicher so passiert ist...

Die Handlung ist sehr erschütternd und emotional, gerade was das Thema Kinderheim betrifft. Aber auch die Schatten des Krieges und der schwere Stand der (unverheirateten) Frauen wurden im Buch erwähnt und in die Handlung integriert. Ich war sehr schokiert wie 10 Jahre nach dem Krieg immer noch mit einigen Personen umgegangen wurde und es hat mich traurig gemacht.

Aber auch der Aufschwung wird im Buch thematisiert, wie die Leute wieder tanzen und Spaß haben können. Freud und Leid liegen manchmal dicht nebeneinander...

Fazit: Ein Buch das einen von der ersten Seite an packt und nicht mehr loslässt. Aber wirklich nichts für schwache Nerven!!!
17 reviews1 follower
July 21, 2022
Findelkind
Da ich bereits "Trümmermädchen" gelesen habe, war ich auf den Nachfolger gespannt.
Auch hier sticht das Cover sofort wieder ins Auge. Dieses Mal zieren zwei Mädchen das Cover. Dies und der Titel ziehen als erstes den Blick auf sich. Wie schon beim Vorgänger erhascht man beim genaueren Hinsehen wieder wie durch eine Nebelwand einen Blick auf den Dom.
Schon die Leseprobe hat mich tief bewegt und ich war sehr neugierig auf das ganze Werk. Und was soll ich sagen, ich bin auch hier nicht enttäuscht worden. Auch dieser Band hält, was die Leseprobe versprochen hat und noch mehr.
Der flüssige, bildhafte und "einnehmende" Schreibstil hat mich sofort an die Seite von Helga und Jürgen gezogen. Aber auch einige andere Protagonisten haben mich berührt. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und man kann sie direkt vor sich sehen. Man freut sich mit ihnen, ist aber auch traurig, spürt die Zerrissenheit, leidet mit, hofft mit. Man kann ihre Nöte und Ängste, aber auch Träume und Hoffnungen direkt spüren. Die Autorin versteht es alle Gefühle anzusprechen.
Man fühlt sich lesend in die Vergangenheit versetzt. Eine Zeit des Wiederaufbaus, der Hoffnung, aber auch der Ohnmacht und immer wieder aufkeimende Vorurteile.
Die Autorin hat erneut einen emotionalen Roman, dieses Mal über die Nachkriegszeit, geschaffen. Hier wird auch die Rolle der Frau in den 50jahren sehr als deutlich.
Hier wurde neben der Nachkriegszeit sowohl das Leben als "Besatzerkind", die frauenfeindliche Lage als auch der Beginn des Wirtschaftswunder eindrücklich beschrieben.
Man merkt, dass die Autorin Informationen von Zeitzeugen zur Verfügung hatte.
So hat man ein Gefühl der Authentizität. Auch hier könnte ich noch einiges schreiben, aber man muss das Buch einfach erleben. Ich habe erneut ein berührendes, bewegendes und auch nachdenklich machendes Buch der Autorin lesen dürfen. Leider kann ich wieder nur 5 Sterne vergeben.
638 reviews
July 27, 2022
Die 6jährige Helga und ihr 7jähriger Bruder Jürgen leben seit 10 Jahren bei Pflegeeltern in Frankreich. Ihre Eltern sind verschollen und die beiden können sich an die Zeit vor ihrer Aufnahme in der Familie nicht erinnern.
Weihnachten 1955 bekommen sie die Nachricht, dass ihr Vater lebt und sie in Köln erwartet. Kurz darauf reisen sie in ihre Heimat an den Rhein. Jürgen findet eine Arbeit bei den Ford-Werken und Helga hilft ihrem Vater in seinem neuerbauten Büdchen. Doch sie möchte das Gymnasium besuchen. Ihr Vater verwehrt ihr dieses und meldet sie statt dessen auf einer Haushaltungsschule an. Diese schließt ein Praktikum in einem Waisenhaus mit ein. Entsetzt und hilflos muss Helga mit ansehen, wie die Kinder dort behandelt werden. Vor allem ein Besatzerkind, dessen Vater ein Farbiger ist. Helga möchte dieses Kind beschützen, doch ihr sind die Hände gebunden.
Lily Bernstein hat die Zeit der Nachkriegsjahre sehr gut recherchiert. Das damalige Handeln, Denken und Fühlen der Menschen ist für uns heute kaum noch vorstellbar und sehr erschreckend. Die Protagonisten kommen sympathisch und authentisch auf den Leser herüber. Die aufwühlende und bewegende Handlung ließ mich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ist flüssig und führt lebendig durch diesen Roman.
Obwohl ich den ersten Teil „Trümmermädchen“ nicht gelesen habe, war ich sofort in der Geschichte drin.
Mein Fazit:
Ein hervorragend recherchierter Roman, fesselnd von Anfang an. 5 Sterne und ein ganz klare Leseempfehlung.
Profile Image for Karola.
812 reviews7 followers
July 5, 2022
Hart zu verkraftende Schicksale von Frauen – einfühlsam geschildert.
Nach dieser Lektüre hätte ich sehr gerne meinen leider bereits verstorbenen Eltern viele Fragen zur damaligen harten Nachkriegszeit in Köln gestellt. Der Roman beginnt mit dem Jahr 1955. Zu dem Zeitpunkt lebte ich mit meinen sieben Jahren ausserhalb von Köln, damals noch Porz-Zündorf heißend, mit meiner Familie in der ‚Schwarzen Siedlung‘, in neugebauten Holzhäusern auf weiter Flur in der Nähe von einem Güterbahnhof. Unterernährt waren wir Kinder, hatten auf manchmal Läuse aus der alten Schule mitgebracht. Die Männer der Siedlung ‚fringsten‘ nachts von fahrenden Güterwaggons alles, was zum Überleben brauchbar war, ob nun Kartoffeln, Zuckerrübe, Kohlen etc.. Der Schwarzmarkt blühte auch in unserer Siedlung, die mit großem Kindersegen erfüllt war, sodass keine Langeweile für uns Kinder auf Auto freien Straßen aufkam. Sorgenfrei bin ich aufgewachsen im Verglich zu den Findelkindern Helga und Jürgen am Rand von Köln im Nachkriegsdeutschland. Das Wirtschaftswunder beglückte meine Eltern mit einem Baugrundstück, und auch wir drei Kinder halfen bei den Außenarbeiten bisweilen mit.
Auf dem Cover enthüllt sich mir erst auf den zweiten Blick das farbige Mädchen Bärbel mit krausem Haar, erst nach dem Verarbeiten dieses Romans.
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505 reviews55 followers
August 10, 2022
In dem Roman Findelmädchen dreht sich alles um die jugedliche Helga, die als Kind in der Nachkriegszeit ohne Eltern in Köln leben musste, bis ein französisches Ehepaar sie und ihren Bruder aufgenommen haben. Doch im Winter 1954 meldet sich plötzlich ihr Vater aus Köln.
Wie auch schon in ihrem ersten Roman Trümmermädchen schafft es Lilly Bernstein wunderbar die Atmosphäre einzufangen, wie es war in den 50er Jahren in Westdeutschland zu leben. Sie schreibt von fortsetzenden Anfeindungen gegenüber Bevölkerungsgruppen, die schon im 2. Weltkrieg verfolgt wurden, von Kindern, die in Waisenhäusern misshandelt werden, vom aufkommenden Rassismus und von einer mutigen, jungen Frau, die sich in dieser Zeit traut ihre Stimme zu erheben.
Bernstein schafft es ihren Leser*innen das Gefühl zu geben, als würden sie selbst in dieser Zeit des beginnenden Umbruchs zu leben. Sie verwebt eine einzigartige Geschichte mit historischem Wissen und nebenbei werden auch wichtige Ereignisse behandelt, ohne auch nur einmal belehrend von oben herab zu erzählen. Gelungen ist auch die Verbindung zum ersten Roman Trümmermädchen, die schöne Erinnerungen weckt, bei denen, die den Roman gelesen haben, wobei es nicht notwendig ist, diesen zu kennen.
Auch wenn es, dem Genre verschuldet, stellenweise etwas kitschig ist, ist es doch ein sehr gelungener Roman!
Profile Image for Zimtstern'S Bücherregenbogen.
657 reviews
August 14, 2022
Bei dem Buch "Findelmädchen" war es mal wieder so das ich es unbedingt haben & lesen musst. Helga & ihr Bruder Jürgen werden während des Krieges gefunden & von ihren Pflegeeltern in Frankreich aufgepäppelt. Bis ein Brief die Familie erreicht. So ziehen die beiden zurück nach Köln zu ihrem Vater. Dieser wird 1955 aus russischer Kriegsgefangenschaft entlassen. In Köln beginnt dann für die beiden ein neues Leben. Da ihr Vater nichts davon hält das Helga auf ein Gymnasium geht, muss sie auf eine Haushaltsschule. Bei einem Praktikum in einem Waisenhaus lernt sie Bärbel kennen. & bekommt mit wie schlecht & brutal die Kinder behandelt werden.

Das Cover passt zu der Zeit in dem die Geschichte spielt. & ist sehr schön anzusehen. Mich hat es wie magisch angezogen. Die Charaktere sind präzise, authentisch & toll beschrieben. Helga war sehr sympathisch & einfach ehrlich. Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich, flüssig, fesselnd, bildhaft & einfach sehr schön. Es gibt auch immer mal traurige Szenen, was denke ich zu der Zeit in der das Buch spielt so sein muss. Trotz allem ist es eine wunderschöne Geschichte die Hoffnung, Mut & Zuversicht macht.
Sehr gerne empfehle ich dieses Buch mit einer Reise in die Nachkriegszeit weiter.
27 reviews
August 5, 2022
Sehr lesenswerter historischer Roman mit rheinischem Flair

Das Buch hat mich aufgrund seines Handlungsortes sowie der Zeit, in der es spielt auf Anhieb angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht. Auch ohne den ersten Band gelesen zu haben, habe ich direkt gut in die Geschichte hinein gefunden. Der unkomplizierte Sprachstil der Autorin machte die Lektüre kurzweilig und interessant. Auf geschickte Art und Weise ist es Lilly Bernstein insbesondere durch die eingerückten Tagebucheinträge der verschollenen Mutter gelungen, die Historie der Familie der Hauptprotagonistin Helga aufzurollen und die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu halten. Der Lokalkolorit und die rheinischen Bräuche wie beispielsweise Karneval und Maibaumstellen haben mir als Rheinländerin besonders gut gefallen. So gab es neben den tragischen Schicksalen und der Erkenntnis, was der Zweite Weltkrieg auch gut zehn Jahre nach seinem Ende noch für Auswirkungen auf die verschiedenen Protagonisten hat, auch einige Stellen zum Schmunzeln. Wer historische Romane der Neuesten Zeit mag, dem kann ich die Lektüre wärmstens empfehlen.
366 reviews4 followers
July 14, 2022
Emotionale Zeitgeschichte

Der Roman von Lilly Bernstein schildert die Geschichte von der 15-jährigen Helga, Mitte der 50er Jahre in Deutschland.
Sie und ihr Bruder wurden 1945 in einem Bunker gefunden und wuchsen seitdem in einer Pflegefamilie in Frankreich auf. 10 Jahre später wird der leibliche Vater aus russischer Kriegsgefangenschaft entlassen und nimmt die Kinder mit zu sich nach Köln.
Das Buch hält einen vom ersten Moment an fest. Die Protagonistin ist eine äußert mutige und sympathische Person, in die man sich gut hineinversetzen kann. Die historischen Begleitumstände werden passend und bildhaft beschrieben und die Handlung fügt sich großartig in die damalige Weltanschauung ein. Auch die überall spürbaren Spuren des Krieges an allen Generationen werden aufgegriffen und verleihen diesem berührenden Roman viel Tiefgang.
Der Schreibstil ist sehr authentisch und liest sich schnell und flüssig weg.
Das Buch hat mich gefesselt, bewegt und gut unterhalten. Klare 5 Sterne!


Profile Image for _ich. lese_.
849 reviews2 followers
July 31, 2022
Zehn Jahre nach Kriegsende kehrt langsam Normalität in das Leben von Helga. Sie ist bei ihrem Vater, der aus der Gefangenschaft zurückgekehrt ist. Ihr Traum ist Abitur zu machen, aber sie muss in eine Haushaltsschule um zu lernen, eine gute Ehefrau zu werden. Dort macht sie ein Praktikum in einem Kölner Waisenhaus und ist entsetzt über die Gepflogenheiten, die in dem Waisenhaus herrschen.

Findelmädchen ist das zweite Buch der Autorin, ein Folgerung zu Trümmermädchen. Man kann es aber sehr gut alleine lesen.
Es geht zwar in erster Linie um Helga, aber mich haben die Umstände in dem Waisenhaus sehr bestürzt und bedrückt. Eine unglaubliche Geschichte, ganz großartig geschrieben und recherchiert. Ich fand die Geschichte sehr authentisch und glaubhaft und kann mir tatsächlich vorstellen, das es so gewesen ist, auch wenn die Vorstellung schrecklich ist.
Mich hat das Buch jedenfalls sehr berührt und ich kann es nur empfehlen.
2,281 reviews13 followers
July 29, 2022
Zum Inhalt:
Der Krieg hat Spuren hinterlassen. Helga und ihr Bruder Jürgen leben endlich wieder bei ihrem Vater, der aus der Kriegsgefangenschaft zurück gekommen ist. Er baut sich mit einem Büdchen eine neue Existenz auf während die Mutter verschollen bleibt. Helga, die eigentlich so gerne aufs Gymnasium möchte kommt während der Haushaltsschule auch in ein Waisenhaus und ist entsetzt, wie schlecht die Kinder behandelt werden.
Meine Meinung:
Auch wenn es sich natürlich um eine fiktive Geschichte handelt, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Verhältnisse wirklich so waren, wie sie dargestellt wurden. Gerade auch das Schicksal von Bärbel und ihrer Mutter fand ich sehr berührend und vorstellbar. Wie schlimm die Zeit für ledige Frauen und Mütter war, mag man sich kaum vorstellen. Das Buch hat mir seht gut gefallen und ich kann es weiterempfehlen.
Fazit:
Blick in die Vergangenheit
Profile Image for Lisa.
110 reviews1 follower
February 24, 2025
Wie bereits der erste Roman der Autorin mitreißend vom Anfang bis zum Ende. Nachkriegszeit, Wiederaufbau, Wirtschaftswunder und mittendrin die Schicksale von Findel- und Heimkindern, Kriegsheimkehrern, Vertriebenen, ehemaligen KZ-Gefangenen und immer wieder: Frauen. Frauen, die in den Kriegsjahren plötzlich allein für alles verantwortlich sind, Frauen, die sich prostituieren müssen, um zu überleben, Frauen, die vergewaltigt werden, die trauern, hungern, von Behörden und Institutionen im Stich gelassen werden. Und Frauen, die allem Gegenwind zum Trotz ihre eigene Welt und die Welt aller verändern, in dem sie nicht aufgeben, sich nicht einschüchtern lassen, ihre Meinung sagen und füreinander einstehen.
Manchmal erscheint die Geschichte arg konstruiert und sprachlich ist sie nicht besonders anspruchsvoll, daher ein Stern Abzug.
Alles in allem aber eine Leseempfehlunh!
31 reviews
October 24, 2022
Die Fortsetzung von Trümmermädchen, die aber auch unabhängig voneinander gelesen werden können, hat wieder keinen Wunsch offen gelassen.

Die Berichte wirkten sehr gut recherchiert, nicht ausgedacht oder haltlos. Dieses Buch gibt sehr gut wieder, wie schwer es für viele Frauen in den 50iger Jahren wahr.

Helga als Hauptfigur nimmt einen als Leser auf eine spannende Reise, voller Hochs und Tiefs und zeigt, wie wichtig es ist, für sich einzustehen und gute Freunde an seiner Seite zu haben.
Wirklich gut geschriebene ohne zu unter oder übertreiben.
13 reviews
October 22, 2023
Sooooo ein gutes Buch. Bitte lesen!!!! Unbedingt, obwohl es knapp ein Jahrhundert in der Vergangenheit spielt, hat es leider noch so viel mit der heutigen Realität zu tun. Sehr schön geschrieben, trotz den fast 600 Seiten in einer Woche ausgelesen, ich habe es verschlungen. Danke, dass es so tolle Bücher gibt 😊
219 reviews1 follower
September 4, 2023
So gut geschrieben, so grausig die damalige Zeit.
Würde mich sehr über einen dritten Teil freuen 🤗
Profile Image for Lexa.
413 reviews
October 27, 2022
Im Jahr 1955 kehren Helga und Jürgen aus Frankreich nach Köln zu ihrem verschollen geglaubten Vater zurück. Dieser schlägt sich mit seinem „Büdchen“ durch, Jürgen findet eine Arbeit und Helga beginnt ein Praktikum in einem Waisenhaus. Diese Zeit und Begegnungen mit schicksalshaften Menschen stellen ihr 15jähriges Leben komplett auf den Kopf. Immer in ihren Gedanken: was wurde aus ihrer Mutter? In dieser turbulenten Zeit muss Helga einiges über Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Glück und Unglück sowie Liebe und Schmerz erfahren. Denn zur damaligen Zeit ist es alles andere als einfach, sich als junge Frau zu behaupten.
Wie schon bei „Trümmermädchen“ hat mich die Sprach- und Erzählgewalt völlig in den Bann gezogen. Das historische Köln von 1955 wird so bildhaft und farbenfroh/farbenlos gezeichnet, dass ich mir vorkam als hätte ich direkt eine Zeitreise zurückgelegt. Die 50er Jahre bringen ihren ganz eigenen Charme mit, als auch ihre Schattenzeiten. Die Dinge die Helga erlebt, haben mich staunen und wütend werden lassen. Die Ungerechtigkeit für eine junge Frau stand damals fast schon auf der Tagesordnung. Man hatte so zu funktionieren wie es die Gesellschaft/Familie von einem verlangt. Helga ist eine starke Protagonistin die sich gegen diese Regeln und Grenzen wehrt und versucht ihren ganz eigenen Weg zu finden. Das ist nicht immer ganz einfach für sie, dennoch bleibt sie mit eisernem Willen am Ball. Auch die Nebencharaktere sind sehr stark und authentisch gezeichnet und runden die Geschichte vollends ab. Der Handlungsstrang bringt einiges an Spannung und Wendungen mit, die den Leser durchaus überraschen. Eine Prise Drama darf natürlich auch nicht fehlen und eine Romanze sowieso nicht. Dennoch hält sich alles sehr gut die Waage und der historische Kontext und die wichtigen Aussagen, die das Buch trifft kommen nicht zu kurz. Diese Mischung macht das Buch unglaublich fesselnd und mitreißend. Es ist wie oben schon gesagt, fast so als würde man knappe 70 (!) Jahre in die Vergangenheit reisen. Das Ende lässt einen versöhnlich zurück, haben einem die Spannungsmomente fast den Atem geraubt. Alles in allem eine runde Sache.
Wieder ein sehr schönes Buch von Lilly Bernstein. Mir haben sowohl die Kulisse, die Handlung als auch vor allem die starken Charaktere sehr gut gefallen. Deswegen gibt es nichts anderes als 5 von 5 Sternen von mir.
Profile Image for Wal.li.
2,562 reviews70 followers
August 10, 2022
Lebe den Traum

Nach dem Krieg wurden die Waisenkinder Helga und Jürgen von Franzosen aufgenommen. Jahre später als sie schon die Hoffnung aufgegeben haben, ihre Familie wiederzufinden, bekommen sie vom Suchdienst die Nachricht, dass ihr Vater aus der Kriegsgefangenschaft doch noch zurückgekommen ist. Aufgeregt fahren die 15jährige und ihr ein Jahr älterer Bruder nach Köln. Mit ihrem Vater fühlen sie sich sofort wohl. Doch die geliebte Mutter bleibt verschwunden. Glücklicherweise dürfen sie weiterhin in ihrem Elternhaus wohnen, dass ihrer Tante Meta gehört. Dort lernt Helga die energische Fanny kennen, die versucht etwas aus ihrem Leben zu machen. Helgas großer Traum ist es, aufs Gymnasium zu gehen.

Die Nachkriegszeit der 1950er ist geprägt von Aufbruchstimmung, aber weder der Krieg noch die Nazi-Zeit sind aus den Köpfen der Menschen verschwunden. Zu Helgas Überraschung ist ihr Vater gegen ihren Schulbesuch. Er schickt sie auf eine Hauswirtschaftsschule, weil Mädchen sowieso mal heiraten. An dieser Schule ist Helga kreuzunglücklich, nur den theoretischen Fächern kann sie etwas Interesse entgegenbringen. Ihr Bruder findet schnell eine Stelle bei Ford. Er packt seine Zukunft an und beginnt eine Ausbildung. In seiner knapp bemessenen Freizeit fängt er an, das heruntergekommene Haus zu renovieren und er hilft Fanny bei der Einrichtung ihrer Bar für Eis und Milchshakes.

Mitreißend schildert die Autorin die Erlebnisse der Geschwister Helga und Jürgen in der Folge ihrer Heimkehr nach Köln. Allzu viel bricht über sie herein. Besonders Helga muss so Manches ertragen. Schon die ungeliebte Schule und später das Praktikum im verhassten Waisenhaus bringen sie an den Rand dessen, was ein junges Mädchen in einer Zeit, die eigentlich die unbeschwerteste im Leben sein sollte, zu erleiden in der Lage ist. Es hätte für zwei Schicksale gereicht. Dennoch bohren sich Helgas Erlebnisse dem Leser in die Seele. Unglaublich, wie die Kinder, besonders die farbigen Kinder, in den Heimen behandelt wurden, oder auch die vermeintlich gefallenen Frauen. So etwas darf doch nicht sein. Helgas Empörung wird schnell zur eigenen. Wie konnte man damals nur? Oder wie kenn man heute nur? Zum Glück ist einiges besser geworden, aber wohl noch längst nicht alles. Ein absolut lesenswerter Roman über die gute alte Zeit, die nicht immer gut war.
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