Dr. Sâra Aytaç, Oberärztin in der Unfallchirurgie, liefert einen schonungslosen Bericht aus ihrem Sie berichtet von den vergessenen Alten, deren adäquate Behandlung keinen Profit verspricht. Sie erzählt von lebensgefährlichen Kommunikationsproblemen im Schmelztiegel Krankenhaus, ebenso fatalen Personalengpässen, unqualifizierten Aushilfskräften und dem Ausverkauf des ärztlichen Ethos. Ihre schockierenden Geschichten aus Notfallaufnahme, Schockraum und OP Wir brauchen endlich wieder ein menschliches, das heißt allein am Patientenwohl orientiertes Gesundheitssystem.
DNF bei 54%. Ich bin mir sicher die Autorin ist eine freundliche, kompetente Ärztin. Aber alles was ich gelesen habe klang furchtbar. Beschreibungen von Patienten und Kollegen waren in meinen Augen respektlos. Solche Dinge zu denken und sie aufzuschreiben und zu verkaufen sind zwei verschiedene Dinge. Nach 54% konnte ich mich nicht aufraffen mehr davon zu lesen. Pflegenotstand ist ein echtes Problem. Aber mit der Schreibweise in diesem Buch ging es für mich total am Thema vorbei. Da habe ich von anderen Ärzten und Krankenschwestern deutlich bessere und informativere Bücher gelesen.
Interesante Fälle und berechtigte Kritik des hiesigen Systems. Leider durchaus misogyn. Patientinnen werden aufgrund ihrer Make-Up-Wahl oder verwendeten Nagellacks pauschal als minderbemittelt dargestellt. Im Kontext des saloppen Schreibstils natürlich mit Augenzwinkern zu verstehen, verstärkt diese Darstellung leider doch einen Patientinnen-gefährdenden Stereotyp vieler Mediziner*innen.
Das Buch war.. naja, schlecht einzuschätzen. Bei vielen Kommentaren der Ärztin war ich geschockt über ihre Wortwahl und hoffe inständig, dass nicht jeder im Gesundheitssystem so direkt über Menschen urteilt. Natürlich sind die Ärzte kaputt gespielt von unserem Gesundheitssystem, dennoch empfand ich ihre Gedanken und Kommentare als Zuhörerin regelrecht beschämend. Sie hat viele interessante Dinge und Geschichten angesprochen und erzählt, allerdings habe ich in anderen, ähnlichen Büchern anderer Autor:innen mehr gelernt. Leider gar nicht sympathisch..
Ich möchte keine Bewertung zur Schilderung einer Kollegin machen, jedoch finde ich, dass das Buch mehr wirkt wie ein entnervter Whatsapp Rant an eine Freundin, der etwas ausgeartet ist, als wirklich Informatives und ich bezweifle stark, dass es andere Menschen erreicht, als die, die bereits wissen, wie absurd das Pflegesystem ist.... Viele werden es nämlich auch nicht verstehen.
Sehr detaillierter und realitätsnaher Einblick ins Gesundheitswesen. Vor allem gut für Leute, die vielleicht noch nicht wissen wie es hinter den Kulissen unseres Gesundheitssystems so zugeht. Ein kleiner Abzug für den Schreibstil, irgendwie war der nicht ganz so meins😅. Aber inhaltlich topp
Ich lese und höre solche Einblicke ins Gesundheitssystem eigentlich immer sehr gerne, weil man sich die Zustände als Außenstehende ohne diese wichtigen Erfahrungsberichte oft nur schwer vorstellen kann. Ich muss aber sagen, die Art, wie die Autorin berichtet, hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich kann verstehen, dass man in diesem Beruf sehr oft an die Geduldsgrenze kommt (und nicht nur an die) und sich die Wut dann auch gegen Kolleg:innen und Patient:innen richtet. Aber diese Dinge in ein Buch zu schreiben… für mich nicht nachvollziehbar.