Gewinner des 3sat-Preises beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2022 Ein junger Schauspieler verdingt sich als Kaffee-Vollautomaten-Model und fragt sich, wer er ist, wer er sein will, und wer er sein sollte - der Selbstoptimierungswahn lässt Englers sympathischen Erzähler verzweifeln, zumal vermeintliche Traumwelten (Model!) sich als relativ albtraumhaft und banal entpuppen. Und dann ist da noch sein alter Kumpel Hendrik, mit dem er sich einen Lifestyle-Überbietungswettbewerb liefert, obwohl beide wissen, dass sie ihr Gegenüber nicht für voll nehmen können.
Das hat etwas von Popliteratur, es macht Spaß und reflektiert Oberflächen, kann aber auch als Gesellschafts- und Zeitkritik (Stichwort Instalifestyle) gelesen werden. Ich bin sehr gespannt, worüber Engler in seinem nächsten Roman schreiben wird.