Manfred Kyber (1880-1933) war ein deutscher Schriftsteller, Theaterkritiker, Dramatiker, Lyriker und Übersetzer deutschbaltischer Herkunft, der vor allem durch seine ungewöhnlichen Tiergeschichten bekannt geworden ist. Initiation und Logenwesen Magie des Mittelalters und der niederen Völkerschaften Spiritismus - Hypnose - Mediales und künstlerisches Schaffen - Gespenster und Geister Träume und Trauerlebnis - Hellsehen und Prophetie Schicksal und freier Wille - Gottesbegriff - Kulturwende der Gegenwart Aus dem "Ich möchte Ihnen nun noch einige andere Gesichtspunkte denken Sie einmal darüber nach, daß die Sphinx von Gizeh komponiert ist aus einem Menschen, einem Löwen, einem Stier und einem Adler. Das aber sind die vier Wesenheiten der Apokalypse des Johannes. Es handelt sich bei diesen Überlieferungen oder bei Büchern, wie dem indischen Veden, der Bibel usw., um sogenannte Schlüsselbücher, hinter deren Bildern oder Worten gewisse Deutungen und Naturgeheimnisse liegen. Der heilige Augustin, den gewiß niemand für einen Dummkopf erklären kann und der auch kirchlichen Kreisen als einer der besten Bibelkenner bekannt sein wird, hat einmal gesagt, daß allein in der Schöpfungsgeschichte des Fünfbuches Mosis jedes Wort eine vierfache Bedeutung habe."
Manfred Kyber, born in Riga (then under Russian rule), grew up on his father's estate. He studied philosophy in Leipzig and later moved to Berlin, where he lived for ten years and published his first works. He lived in Löwenstein, Württemberg (southern Germany) since 1923. In addition to poems, a novel, plays, theater criticism and an introduction to occultism, he primarily wrote fairy tales and animal stories – partially humorous, partially serious – which, reminiscent of La Fontaine, humanize animals to a certain degree to convey their feelings and elaborate on philosophical questions. He became famous for his stories Unter Tieren (Among Animals). He was a pacifist and advocate of animals' rights. He died on March 10, 1933 in Löwenstein.
Der Autor fängt relativ kompetent an indem er erst einmal Wissenschaftler kritisiert, die sich von vorneherein eine Meinung zu einem Thema bilden ohne unvoreingenommen an etwas heranzugehen, egal wie der Ruf dieses speziellen Themas sein mag. Da hat er natürlich nicht Unrecht, auch wenn Wissenschaftler es besser wissen sollten sind sie schließlich auch nur Menschen und nicht gefeit davor sich zu bestimmten Themen ganz schnell eine subjektive Meinung zu bilden. Mit der anfänglichen Kompetenz geht es dann aber schnell den Bach runter. Kurz nach der obigen Aussage lässt der Autor so ganz nebenbei fallen, dass die Materialisten blind sind und nicht zugeben, dass die Jahrhundertkatastrophe (damit meint er wohl den ersten Weltkrieg, das Buch ist 1924 erschienen) und die generellen Missstände nicht politischen Machtspielen etc. geschuldet sind, sondern schwarzer Magie. Klar wer kennt sie nicht, die Gruppe von machthungrigen Superreichen die Säuglingsblut trinken und das Weltgeschehen lenken. Eine wunderbar simple, schwarz-weiße Theorie, damals schon genauso beliebt wie heute. Das ging dann weiter mit der Schmerzunempfindlichkeit von Hexen, Medien etc., was der Autor darauf zurückführt, dass man einem Medium in Trance auch mit einer Nadel das Ohr durchstechen kann ohne dass diese Person den Schmerz wahrnimmt. Ja, fehlende Empfindsamkeit während eines sogenannten Trancezustandes oder sagen wir der Korrektheit halber lieber im Zustand der Meditation wurde bei buddhistischen Mönchen in der Tat festgestellt. Die Wirkung von Meditation ist mittlerweile ein wissenschaftlich unumstrittenes Gebiet, das neurobiologisch erforscht wird. Der Autor driftet von dieser Tatsache dann aber wieder mal in eine gelinde gesagt seltsame Richtung ab. Diese Schmerzunempfindlichkeit trat laut seiner Aussage auch bei Hexen während der Hexenverfolgungen auf, weshalb man durch die Folter ja feststellen wollte welche Personen Schmerzen empfinden und somit unschuldig sind. Auch Ehebrecherinnen die durch das Eintauchen der Arme in siedendes Öl überführt werden sollten, blieben unversehrt wenn sie unschuldig waren da ihr eigener Glaube an ihre Unschuld ihnen derartige Kräfte verlieh. Mal davon abgesehen, dass die Opfer der Hexenverfolgung eben keine Hexen, sondern viele Randständige aber auch ganz normale Leute von nebenan und außerdem i.d.R. gläubige Christen waren, hat auch der Placebo-Effekt seine Grenzen. Es werden dabei auch andere historische Fakten außer Acht gelassen, u.a. dass der zweifelhafte Wahrheitsgehalt von Geständnissen unter Folter auch damals schon bekannt war, es aber einfach ein "schneller" und "sicherer" Weg war die Person verurteilen bzw. aus dem Weg räumen zu können. Ich beschäftige mich seit meinem 13. Lebensjahr immer mal wieder mit Okkultismus und werde immer schnell kritisch wenn ein Autor aus dem Lager der Mystiker Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt, gebe den Leuten aber Chancen mich vom Gegenteil zu überzeugen. Manfred Kyber ist das mit diesem Quatsch ganz und gar nicht gelungen.
Kybers Ideen mögen zu jener Zeit, als er seine Vorträge gestaltete, sinnhaft und sogar innovativ gewesen sein, aber wir sind in unseren Erkenntnissen heute deutlich weiter. Vor allem seine Überlegungen zur Magie der "niederen Kulturen" oder zu Hexen strotzen nur so vor Rassismus, falschen Aussagen und widerlegten Mythen.
Fazit: Nur eingeschränkt lesbar, sehr viel Reflexion und kritischer Blick notwendig.
Leider nicht das was ich erwartet hatte, eine Sammlung von Vorträgen. Die Vorträge sind leider auch wenig innovativ und auch nicht wirklich interessant. War leider eine Enttäuschung.