Ein Tod, der nicht gesühnt wurde. Eine Schuld, die niemals beglichen werden kann. Jedes Jahr, wenn der Herbst naht, wird Annett von einer inneren Unruhe erfasst. Dann macht sich die Narbe an ihrem Arm bemerkbar und Erinnerungen werden wach. Doch diesmal lassen sie sich nicht vertreiben. Kurzentschlossen nimmt sich Annett nach einem Ehestreit eine Auszeit und fährt nach Wismar, in ihre alte Heimat an der Ostsee. Sie will endlich mit der Vergangenheit abschließen und dem Mann vergeben, der sie und ihren Freund einst verriet. Doch je mehr sie über die Ereignisse im Sommer 1988 herausfindet, umso deutlicher wird: Es wäre besser gewesen, sie ruhen zu lassen. Denn der Verrat von damals reißt ihr Leben erneut in den Abgrund ...
"Recht haben und recht bekommen waren zwei Paar Schuhe." Annett kann ihre Vergangenheit nicht hinter sich lassen. Und will wissen wer sie und ihren Freund Mischa damals bei ihrer geplanten DDR Flucht an die Stasi verraten hat. Dies ändert ihr ganzes Leben. Ellen Sandberg konnte mich schon oft mit ihren Romanen überzeugen. Auch hier wird wieder eine Geschichte auf zwei Zeitebenen gespielt, 1988 und rund 25 Jahre später. Annett als Charakter überzeugt, auch Volker. Die anderen Nebencharaktere blieben eher blass bzw wenig nachvollziehbar in ihren Handlungen und Argumenten. Teilweise haben sie in meinen Augen komplett falsche Ratschläge gegeben. Die Geschichte ist spannend erzählt, konnte mich jedoch nicht ganz überzeugen und war mir am Ende dann auch etwas überzogen. Trotzdem sehr solide Erzählkunst für Fans von Spannungsromanen und Schicksalserzählungen.
Dies ist mein drittes gelesenes Buch von der Autorin. Wie auch bei den beiden vorherigen, handelt es sich um ein historischen Roman. Die DDR Kulisse hat mich sehr abgeholt. Bis zur Hälfte des Buchs fand ich die Charaktere sehr gut dargestellt. Die Plotz waren überwiegend vorauszusehen, wenn auch der letzte überraschend kam. Ab der Hälfte haben sich die Charaktere für mein Geschmack zu schnell zu drastisch verändert. Die Entwicklung waren jedoch passend in psychiatrische PersönlichkeitsMerkmale eingebettet. Insgesamt hat mir das Buch viel Spaß gemacht und ich hab es gerne und schnell gelesen.
Ich habe das Buch absolut durchgesuchtet. Geschichten mit historischem Bezug finde ich eh immer besonders. Ich habe so eine starke Abneigung gegen einen gewissen Charakter in diesem Buch, dass ich die Szenen mit dieser Person am liebsten übersprungen hätte. Es war anfangs eigentlich schon relativ klar worauf es hinauslaufen würde. Erst dachte ich, dass wäre schlecht aber irgendwie hat es dem ganzen eine besondere Spannung gegeben. Außerdem kam zum Ende immer mehr dazu und es wurde immer spannender, der Schluss hat mich aber sehr sauer gemacht. Ich hab das Buch erstmal weggeworfen. 😂
Covertext: Jedes Jahr, wenn der Herbst naht, wird Annett von einer inneren Unruhe erfasst. Dann macht sich die Narbe an ihrem Arm bemerkbar, dann werden die Erinnerungen an den Sommer 1988 und an die Clique von damals wach. Fünf Freunde, die sich blind vertrauten, bis einer von ihnen zum Verräter wurde. Jetzt, Jahrzehnte später, begreift Annett, dass sie ihren inneren Frieden erst finden wird, wenn sie sich der Vergangenheit stellt. Kurz entschlossen fährt sie nach Wismar. Zurück an die Ostsee, in ihre alte Heimat. Doch je mehr sie dort über die Ereignisse jenes Sommers herausfindet, umso deutlicher wird: Sie hätte die Vergangenheit besser ruhen lassen, denn der Verrat von damals reißt ihr Leben erneut in einen Abgrund …
„Das Unrecht“ ist wieder ein fesselnder Roman von Ellen Sandberg. Die Geschichte hat zwei Zeitebenen. Die Gegenwart in der über Anett und ihrem Mann Volker erzählt wird. Eigentlich führen die Beiden eine gute Ehe. Stehen kurz vor der Silberhochzeit. Doch wie immer im Herbst überkommt Anett eine innere Unruhe. Sie erinnert sich an den Sommer 1988, an ihr Leben in Wismar und an die Clique mit der sie immer zusammenhing. Anett macht sich auf den Weg nach Wismar um ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.
Die zweite Zeitebene ist eben das Jahr 1988. Hier trifft man die Clique und lernt die einzelnen Personen kennen. Die LeserInnen sind Zeuge eines dramatische Ereignisses, dass Anett bis heute nicht loslässt. Einer aus der Clique muss ein Verräter sein sonst wäre es damals nicht zu der Tragödie gekommen.
Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Anett und Volker erzählt. Die LeserInnen lernen die Dinge aus der Sicht beider beteiligten kennen. Am Anfang waren mir beide sympathisch. Aber nach und nach ging eine Veränderung in den Charakteren vor. Man spürte das sie schlichtweg in eine Katastrophe rennen.
Hinter dem Namen Ellen Sandberg verbirgt sich keine geringerer als die Bestsellerautorin Inge Löhnig, die jetzt ihren sechsten Roman unter dem Pseudonym Ellen Sandberg veröffentlicht hat. Ich denke mit ihren Romanen über bewegende Schicksale ist sie mindestens genauso erfolgreich wie mit ihren Krimireihen. Auch in „Das Unrecht“ hat die Autorin ein spannendes Thema aufgegriffen und eine interessante und fesselnde Geschichte geschrieben. Das Ende war für mich völlig unerwartet und ich habe mit offenem Mund und großem Erstaunen das Buch zugeklappt.
Die Story fängt ruhig an.- ein harmloses Sommer Erlebnis unter jungen Leuten, die vor dem Abi stehen. Wir erleben das unruhige Jahr 1988 in der damaligen DDR. Die Handlung spielt in Wismar. Sommer, Sonne, Ostsee, Segeln aber auch viel Frust bei den jungen Menschen über die politische Entwicklung im Land.
Auf der anderen Zeitebene bekommen wir Einblicke in der Zeit danach, wie es diesen jungen Menschen 25 Jahre später geht.und wie das Unausgesprochene, das Unrecht und die ungelösten Themen von damals plötzlich eine gefährliche Präsenz und Dominanz. bekommen.
Sehr geschickt und mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt die Schriftstellerin, wie in einem Krimi dieses Drama das sich langsam entwickelt und für den Leser ein unerwartetes Ende nimmt. Zum Schluss konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.
Für mich ein absolutes Lesevergnügen. Ich habe ein Stern abgezogen für die teilweise langatmige Schilderungen von Nebensächlichkeiten.
Als Hörbuch in der ungekürzten Fassung gehört. War nicht so gut wie die anderen beiden Hörbücher, die ich bereits von Ellen Sandberg gehört habe. Die geheimnisvolle Familiengeschichte ist schnell durchschaut. In der Mitte nimmt dann das Hörbuch fahrt auf und am Ende wird es richtig spannend. Ganz so viel mehr kann gar nicht schreiben, denn dann würde ich spoilern.
Ellen Sandberg alias Inge Löhnig wird von mir schon seit Jahren sehr, sehr gerne gelesen. Das Unrecht stand nun schon viel zu lange auf der Wunschliste, aber zum Glück habe ich das Buch geschenkt bekommen. Und Leute: Ich habs so verschlungen!
Das Unrecht ist eine Geschichte, die erst relativ harmlos beginnt und sich dann immer mehr steigert. Ich konnte gar nicht mehr loslassen, weil sich so ganz subtil das Unbehagen eingeschlichen hat. Weil mir selbst immer mulmiger wurde, ich aber nicht genau benennen konnte, ob ich nun richtig liege.
Und dann spitzt sich alles so rasant zu, womit ich selbst nicht gerechnet hätte. Ich kann leider nur so nebulös erzählen, weil ich auf keinen Fall spoilern möchte. Aber es ist richtig gut!
Annett ist zu Beginn ein eher zaghafter Charakter. Sie lässt sich leicht verunsichern und hat auch einfach ein gewaltiges Päckchen zu tragen, von dem wir zu Beginn nichts ahnen können. Sie und ihr Mann sind schon sehr lange verheiratet, die Kinder sind aus dem Haus, aber da ist dieses eine Thema aus der Vergangenheit, was sie immer wieder aufwühlt. Und sie möchte so gerne stärker werden und sein, aber oft steht sie sich selbst im Weg und…
Lest es selbst. Wirklich! Es ist so spannend und fesselnd und mitreißend erzählt. Ich konnte Das Unrecht kaum für eine Pause zur Seite legen. Ellen Sandberg hat hier eine so gute, grauenvolle, erschreckende Geschichte erzählt. Die kann ich euch wirklich sehr ans Herz legen. Und ich kann wirklich nicht mehr sagen…
*Inhalt* Jedes Jahr im Herbst wird Annett von ihrer Vergangenheit heimgesucht, denn 1988 floh sie mit ihrem Freund Mischa aus der DDR - und wurde erwischt. Für die Republikflucht saß sie über 1 Jahr in Haft und das hinterließ seine Spuren.
Die Vergangenheit lässt sie nicht los und Annett reist nach Wismar, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen - mit weitreichenden Folgen…
*Erster Satz des Buches* "Es war Neumond und die Nacht schwarz wie Teer.“ Sandberg, E. (2022) - Das Unrecht
*Meine Meinung* Ellen Sandbergs Bücher sind eigentlich immer mit schwierigen Themen verknüpft, was ich sehr gerne mag. Die Thematik der Republikflucht war mir neu, fesselte mich aber tatsächlich sehr und zeigte mir die Grausamkeit der DDR auf. Zum Zeitpunkt des Mauerfalls im September 1989 war ich erst 3 Monate alt, bekam entsprechend wenig davon mit und habe mich - zugegeben - auch nie wirklich mit der Thematik auseinandergesetzt. Umso mehr schockierten mich die Erlebnisse von Annett, denn obgleich diese fiktiv sind, waren sie sicherlich an die Realität angelehnt.
Zu verfolgen, wie Annett und ihre Clique im Herbst 1988 unter der Stasi litten und nicht annähernd so frei leben konnten wie die Bürger der BRD, schockierte mich nicht nur, sondern brachte mich auch sehr zum nachdenken. Wer ist Freund, wer Feind und wer verrät Dich vielleicht hinterrücks? Das war zu Zeiten der DDR nicht immer so leicht zu sagen, was auch Annett und ihr Freund Mischa auf die harte Tour lernen mussten.
Auch die Erzählungen der Gegenwart fesselten mich sehr, denn die damaligen Ereignisse sind unweigerlich mit der heutigen Zeit verknüpft.
Nach etwa einem Drittel des Buches zeigte sich eine kleine Länge, es plätscherte vor sich hin und ich wusste nicht so recht, wo der Weg hinführen würde. Was sollte auf etwa 200 Seiten schon noch groß passieren? Kaum gedacht ging es auch schon richtig los und fesselte mich bis zum Ende hin.
Wäre ich nicht durch eine Amazon Rezension gespoilert worden, hätte ich lange keine konkrete Idee gehabt, was manche Ereignisse angeht! Das Ende war überraschend, aber absolut passend - irgendwie mochte ich es.
*Infos zur Autorin* „Ellen Sandberg arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete – mit riesigem Erfolg: Ihre psychologischen Spannungs- und Familienromane, die immer monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stehen und denen immer ein wichtiges Thema unserer deutschen Vergangenheit zugrunde liegt, bewegen und begeistern zahllose Leserinnen und Leser – wie zuletzt »Die Schweigende«, »Das Geheimnis« und »Das Unrecht«. 2022 wurde ihr der Verfassungsorden des Freistaats Bayern verliehen. Unter ihrem bürgerlichen Namen Inge Löhnig veröffentlicht sie erfolgreiche Kriminalromane.“ (Quelle: Verlagshomepage)
*Fazit* Eine mitreißende Geschichte voll düsterer Zeitgeschichte, fieser Gesellen und einer Frau, die sich Gerechtigkeit wünscht - ein tolles Buch!
"Das Unrecht" ist der neuerste Roman von Ellen Sandberg aka Inge Löhnig. Mit ihren Spannungsromanen begeistert sie mich immer wieder - manchmal mehr und manchmal weniger, aber "Must reads" sind ihre Geschichten bisher alle gewesen. Und dieses Buch hat mich wieder richtig beeindruckt.
Ellen Sandberg erzählt wieder auf zwei Zeitebenen. Der Roman wechselt zwischen den Jahren 1988 und 2016. Im Jahr 1988 treffen sich die Freunde Peggy, Sandro, Volker, Annett und Mischa regelmäßig in einer alten Villa. Sie leben in der DDR, in Wismar, und als junge Student:innen träumten sie von Freiheit und Gerechtigkeit. Doch das System unterdrückt ihre Träume und Wünsche auf vielen Ebenen und selbst der gewünschte Studienplatz hängt von der Parteitreue und der Familie ab. Vorallem Mischa setzt diese Bevormundung zu und er denkt an Flucht...
Der Handlungsstrang aus dem Jahre 2016 wird abwechselnd aus der Sicht von Annett und ihrem Ehemann Volker erzählt. Nicht ganz dreißig Jahre später knabbert Annett noch immer an einem Vorfall in diesem Spätsommer im Jahr 1988, ein Jahr vor dem Mauerfall. Und jedes Jahr um diese Zeit wird sie unruhig und zerbricht sich den Kopf, wer von den Freunden Verrat begangen hat. Bis sie es nicht mehr aushält und nach Wismar aufbricht und der Vergangenheit auf die Spur kommt.
In Annets Ehe kristelt es gewaltig, denn Volker will nicht akzeptieren, dass sich seine Frau der Vergangenheit endlich stellen will. Sie möchte unbedingt herausfinden, was damals wirklich passiert ist, als sie selbst im Gefängnis wegen Staatsflucht saß. Die Szenen der Flucht, die Folgen der Verhöre und die Zeit im Gefängnis in der DDR-Zeit werden mit aller Gnadenlosigkeit auserzählt. Was Ellen Sandberg hier offen legt, hat mich entsetzt und mir teilweise die Luft zum Atmen genommen. Es grenzt fast an Psychothriller und hat mich wirklich mitgenommen. Ich habe an den Seiten geklebt und konnte diese Story über Verrat, Schuld, besitzergreifende manische Liebe und Rache kaum aus der Hand legen. Auch wenn ich bald einen Verdacht hatte, wer der Verräter war, war mir noch nicht klar, wie er es geschafft hat bzw. die Fluchtpläne erfahren hat.
Zum Ende hin gibt einen gewaltigen Knall! Ich habe einige Dinge schon kommen sehen, wollte aber nicht glauben, dass die Autorin diesen Schluss wählt. Ich war richtig entsetzt und trotzdem fand ich es passend - auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte. Vielleicht sind einige Leser mit diesem Ende nicht zufrieden - ich finde es aber absolut gelungen.
Fazit: Wieder ein sehr interessanter und spannender Roman, der mich fesseln konnte und für mich zu den besten Büchern der Autorin zählt. Leseempfehlung!
Ich bin schon länger um die Romane von Ellen Sandberg herumgeschlichen. Jetzt endlich wollte ich auch endlich mal eines ihrer Bücher lesen. Also habe ich mich ans neue Werk "Das Unrecht" gemacht. Ich bin generell ein Fan von Handlungen auf unterschiedlichen Zeitebenen. Diese Erzählweise ist bei Sandberg Standard. Eigentlich war ich also guter Dinge. Aber es kam ganz anders.
Die Vergangenheit spielt sich im Jahr 1988 ab. Der Klappentext gibt keinen Hinweis auf die DDR-Geschichte um Republikflucht und Stasi-Machenschaften. Dann hätte ich das Buch nämlich nicht gelesen. Ich sag's ganz ehrlich: Das ist einfach nicht mein Thema - und das kann hier auch nicht auf andere Art und Weise wettgemacht werden. Im Gegenteil: Der Handlungsstrang ist langatmig und für meinen Geschmack geradezu langweilig. Selbst der Gegenwarts-Plot reißt es nicht raus. Ein Ehedrama. Mit einem von vorne bis hinten einfach unsympathischen Ehemann. Und auch Protagonistin Annett ist mir einfach nur auf die Nerven gegangen. Furchtbar!
Der "große Spannungsroman" ist für mich leider ein großer Flop. Der Schreibstil von Sandberg ist okay. Der Aufbau der Handlung ist generell nach meinem Geschmack. Aber die Story hat mich überhaupt nicht gepackt. Die komplette Handlung ist sowas von abgedroschen. Dazu noch sehr in die Länge gezogen. Ganz ehrlich: Man kann Seiten und ganze Kapitel überblättern und verpasst nicht wirklich was Entscheidendes. Ich habe es irgendwie bis zum Ende geschafft, das bei mir aber nur nochmal für finales Kopfschütteln gesorgt hat.
Fazit: Sorry, aber "Das Unrecht" von Ellen Sandberg ist leider gar nicht mein Fall. Die Handlung: Vorhersehbar, uninteressant und künstlich in die Länge gezogen. Das Ende: Eher ein schlechter Scherz. Das Buch gehört für mich in die Kategorie "Verschwendete Lesezeit". Auch das ist eine Erfahrung.
ORIGINALAUSGABE Hardcover mit Schutzumschlag 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-328-60254-5 Erschienen am 26. Oktober 2022 22,00 € Ein Verrat, der Leben zerstörte. Eine Lüge, die Jahrzehnte verborgen blieb. Ellen Sandberg. Packender denn je.
Jedes Jahr, wenn der Herbst naht, wird Annett von einer inneren Unruhe erfasst. Dann macht sich die Narbe an ihrem Arm bemerkbar, dann werden die Erinnerungen an den Sommer 1988 und an die Clique von damals wach. Fünf Freunde, die sich blind vertrauten, bis einer von ihnen zum Verräter wurde. Jetzt, Jahrzehnte später, begreift Annett, dass sie ihren inneren Frieden erst finden wird, wenn sie sich der Vergangenheit stellt. Kurz entschlossen fährt sie nach Wismar. Zurück an die Ostsee, in ihre alte Heimat. Doch je mehr sie dort über die Ereignisse jenes Sommers herausfindet, umso deutlicher wird: Sie hätte die Vergangenheit besser ruhen lassen, denn der Verrat von damals reißt ihr Leben erneut in einen Abgrund …
Ein großer Spannungsroman über eine ungesühnte Schuld und die Schatten der Vergangenheit, die eine Familie nach Jahrzehnten einholen.
Zur Autorin
Ellen Sandberg arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete – mit riesigem Erfolg: Ihre psychologischen Spannungs- und Familienromane, die immer monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stehen, bewegen und begeistern zahllose Leserinnen und Leser – wie zuletzt »Die Schweigende«, »Das Geheimnis« und »Das Unrecht«. Unter ihrem bürgerlichen Namen Inge Löhnig veröffentlicht sie erfolgreiche Kriminalromane.
Jetzt bin ich wieder up-to-date und habe allen Ellen Sandberg Bücher gelesen. Bei den letzten beiden Romanen hatte ich bemängelt, dass die Geschichten immer ähnliche Elemente haben. Dies war bei „Das Unrecht“ zum Glück überhaupt nicht der Fall! Für mich war es ein richtiges Ellen Sandberg Highlight. Die Handlung ist sehr dramatisch und ging mir beim Lesen unter die Haut.
Die Hauptfigur Annett wagt 1988 mit ihrem damaligen Freund einen Fluchtversuch aus der DDR, der leider gehörig schief ging. In der Gegenwart lebt Annett mit ihrem Mann in Bamberg, hat zwei erwachsene Kinder und führt mehr oder weniger ein zufriedenes Leben. Ihre Erlebnisse von damals lassen sie allerdings bis heute nicht los, vor allem die Frage wer ihre Fluchtpläne verraten hat belasten sie. Als Annett zu recherchieren beginnt, stürzt ihr Leben ein wie ein Kartenhaus.
Ich habe zwar schon recht früh geahnt, wer der Verräter ist, trotzdem war ich gemeinsam mit Annett über jede Enthüllung und Lüge schockiert. Die Rückblicke in die Vergangenheit sowie die Beschreibungen der Untersuchungshaft und der Verhörmethoden lassen glaube ich keinen Leser kalt.
Lange Zeit war ich überzeugt, dass ich „Das Unrecht“ mit 5 Sternen bewerten werde. Gegen Ende wurde mir die Entwicklung der Geschichte allerdings etwas zu bunt und ich wunderte mich, wie ein Mensch, der 30 Jahre recht normal wirkte, plötzlich komplett wahnsinnig werden kann. Den Schluss kann man nicht anders als krass beschreiben, da hat man schon etwas Gänsehaut bekommen und auch eine leichte Übelkeit. Ellen Sandberg beweist mit dem Finale in jeden Fall Mut und überrascht mit einem ungewöhnlichen Ende. Alles in allem eine wirklich heftige Geschichte, voller Tragik und Skrupellosigkeit. Ein kleiner Bonus für mich war, dass ich ebenfalls aus Oberfranken komme und die Gegend in und um Bamberg kenne und mir somit die Szenerie sehr gut vorstellen konnte.
Wir bekommen Flashbacks aus den 80ern in der DDR. Erleben eine Zeit mit der Stasi und was geschah, wenn jemand die Mauer überquerte. Da ich selbst in der ehemaligen DDR geboren bin, ist es schon echt hart, zu wissen, was sie mit den Flüchtigen gemacht haben. Welche Mittel und Wege sie gingen, um die Wahrheit herauszubekommen … Ellen Sandberg hat hier wirklich detailliert gearbeitet.
Annett wollte fliehen. Mit ihrem damaligen Freund. Doch etwas ist gewaltig schiefgegangen. Jemand hatte sie verraten.
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Heute lebt sie mit ihrem Mann ein beschauliches Leben. Zumindest dachte sie das. Fast 25 Jahre verheiratet.
Aber kann man wirklich behaupten, sich zu kennen? So wirklich?
Annett wird von ihrem Mann Volker permanent unter Druck gesetzt und ziemlich bemuttert. Sie darf irgendwie nichts ohne seine Erlaubnis. Was bitte ist das für eine Ehe?
Diese Geschichte ist so heftig, wie genial. Damit habe ich nicht gerechnet. Niemals und doch … Irgendwie war es doch abzusehen. Nach einer Weile.
Es grenzt schon an Psychothriller.
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Der Schreibstil, der hier angewandt wurde, baut alles nach und nach auf und macht es spannender als ich dachte. Es ist eine Geschichte, die erschreckend real und unberechenbar ist.
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Das Unrecht von Ellen Sandberg habe ich vom Bloggerportal bekommen und ich begeistert, wie sehr ich in dieser Geschichte mitgefiebert habe. Annett ist hier eine hervorragende Protagonistin.
Der Titel hatte es mir irgendwie angetan, zusammen mit dem Klappentext war ich echt sehr neugierig. Und ehrlich gesagt, hatte ich etwas ganz anderes erwartet. Der Anfang war sehr schleppend und schwer einzuordnen. Nach guten 50 Seiten überwiegt dann aber die Neugier und man kommt auch besser in der Geschichte an. In zwei Zeitebenen erfährt man die Geschichte und wechselt dabei in der Gegenwartsebene zwischen den Sichtweisen des Ehepaars. Die Geschichte spielt in der DDR und zeigt sehr deutlich, dass man in dieser Zeit niemanden trauen konnte. Dabei entwickelt sich die Geschichte aber wirklich in eine Richtung, die man so nicht kommen sieht. Es unheimlich schwer, dass Buch aus der Hand zu legen, weil man nach jedem Kapitel wissen will wie es weitergeht. Die Charaktere werden mit jeden Kapitel tiefer und lassen einen nicht los. Dabei tun sich Abgründe auf, die mich mehrfach schockiert haben. Es ist wirklich sehr gut geschrieben, mega spannend und macht fast schon süchtig. Klare Empfehlung!
3.75 Sterne das Buch ist irgendwie so ein mittelding zwischen gut und nicht so gut. Zu beginn war ich sehr skeptisch. Als ich das Buch gekauft habe las ich zuvor den Klappentext auf der Rückseite, allerdings nicht den Klappentext auf der Innenseite. Der Klappentext auf der Rückseite enthielt keinen Hinweis darauf, dass es in dem Buch um die DDR Zeit geht. Somit habe ich etwas sehr anderes erwartet. Schlussendlich fand ich die Geschichte zwar nicht schlecht aber auch nicht wahnsinnig spannend. Die Charaktere waren meiner Meinung nach alle etwas schwierig und gewisse Charaktere sogar unausstehlich doch ich las weiter weil ich ja wissen wollte, wie es weiter geht. Die Zeitsprünge fand ich relativ gut gelungen aber das Ende war doch etwas weit hergeholt für meinen Geschmack.
Zu Beginn tat ich mir schwer mit dieser Geschichte - um mich in die DDR Zeit einfühlen zu können, müsste ich mich besser damit auskennen. Dachte ich. Ellen Sandberg schafft es aber innerhalb von kurzer Zeit, den Leser dermaßen in die Geschichte zu saugen, dass ein paar Wissensdefizite gar nicht auffallen. Unglaublich, was Annette durchgemacht hat und weiterhin durchmachen muss. Unglaublich was für Menschen es gibt. Und das Ende? Das war sowieso unglaublich.
Dieses Buch hat mich eigentlich durchgehend nur wütend gemacht. Es war zwar relativ schnell einigermassen absehbar, was passiert, einige Wendungen haben mich dann aber doch überrascht. Und sowieso war es deshalb nicht weniger fesselnd. Die Tochter hat mich fuchsteufelswild gemacht, ebenso wir ihre Freunde mit ihren unglaublich schlechten Ratschlägen und die sie genauso gegaslighted haben wie ihr Ehemann (bei dem ja leider weniger überraschend).
Dieses Buch zeigt wunderbar die Abgründe von Verrat, Wahnsinn und menschlicher Gerechtigkeit. Anett tut fast alles, getrieben von dem Wunsch, Recht zu bekommen – koste es, was es wolle. Zwei Frauen sterben am Ende, und die Geschichte zeigt schonungslos, wie weit die Lücke zwischen „Recht haben“ und „Recht bekommen“ sein kann. Der Schreibstil von Sandberg hat mich bis zum Ende gespannt gehalten. Ein intensives, nachdenklich machendes Buch, das lange nachhallt.
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Das Buch hat am Anfang mit der Thematik des Unrechts der Stasizeit 1988 interessant und spannend weitergeführt werden können. Absolut gekippt ist das Buch mit dem schlecht inszenierten Kriminalfall aus der aktuellen Zeit. Das war zu weit hergeholt und hat das Ende regelrecht ruiniert. Schade, da der Anfang sehr gefesselt hat.
MUST READ ODER FLOP? Es ist lesenswert, aber erstens ist die Vergangenheit diesmal einfach zu langatmig, weil sie zu langweilig ist. Das könnte die gute, spannende Gegenwart retten, wäre da nicht der hilflose Schluss, der alles ruiniert.
Der Sprung zwischen Vergangenen und Gegenwart fesselt und schafft Spannung. Auch der Perspektivenwechsel macht es extrem spannend und abwechslungsreich. Man erfährt viel über DDR und den Wunsch zu fliehen.
Ich kenne die meisten Bücher von ihr, und dieses Mal ausnahmsweise nur 4 Sterne. Das Buch hatte doch ein paar Längen und das Ende hat mich jetzt nicht ganz überzeugt bzw. Ich hätte mir ein anderes gewünscht. Aber egal, ein wie immer überdurchschnittlich guter Krimi / Drama.
Einfach zuuuu psycho für mich aber gut geschrieben & die Hintergrundgeschichte war echt spannend. Do not recommend to read before trying to fall asleep😃