Michael Wolffsohn, der Meister der deutsch-jüdischen Geschichtsschreibung, erzählt die Historie der Juden von den Anfängen bis heute. Präzise, vielschichtig und spannend berichtet er von einem Volk und einer Religion, die Weltgeschichte und Weltkultur prägen. Er beleuchtet die Theologie ebenso wie die Geografie jüdischer Geschichte. Er stellt zentrale Persönlichkeiten vor und schreibt über jüdische Kultur und Wirtschaft sowie jüdisches Sozialleben – auch in der islamischen Welt. So entsteht eine Universalgeschichte des Judentums aus der Feder eines großen Kenners und Erzählers, die Schulweisheiten entkräftet und antisemitische Ideologien durch Fakten entlarvt.
Michael Wolffsohns unterhaltsam und fundiert neue Einsichten und Zusammenhänge vermitteln, Informationen statt Moralpredigten transportieren und alte Vorurteile unaufgeregt widerlegen. Eine allgemeinverständliche Einführung, die Lust auf mehr Wissen über Juden und Judentum macht.
Kurzmeinung: Keine Register! Theolog. Defizite: Ohnmacht/Rückzug GOTTES u.A.: ER beendet 3. Weltkrieg durch KOMETEN: mE 2026: j-lorber.de! Gerd Gutemann! M Kahir! Fatal: Keine Register! Theologische Defizite! Er ignoriert seines Gottes (YHWH=GOTTVATER=JESUS JEHOVA) & MESSIAS' extrem wichtige nachbiblische (Endzeit-)OFFENBARUNGEN (Versprechen Joh 14:16,21,26), v.a. die an Jakob Lorber & Bertha Dudde! Z.T. fehlen Belegstellen für (bedeutsame u/o mißverständliche) Behauptungen: z.B. Judas! Bedingt vertrauenswürdig & wahr, z.T. Lügen: Siehe Paulus (S. 340) & Jesus (S. 334)! Mit antichristlicher Grundhaltung (wie zu erwarten) im demagogischen, jüdisch(-orthodoxen) Autoren-Stil (Robert Eisenmann, Johannes Fried, Walter Homolka...)!
Zitate aus dem Rezensionsbuch S. 340 "Paulus, der „Heidenapostel“ war Jude, verdankte sein Überleben Rabban Gamliel I., präsentierte eine Art „Judentum light“ (vor allem minus Speisevorschriften und Beschneidung) und war – siehe seine Briefe – als Missionar bei Juden weitgehend erfolglos"
S. 334 "Jesus, von seiner Geburt bis zum Tod Jude, ist (für mich) Vollender und Glanzlicht jüdischer Ethik auf Basis Rabbi Hillels. Er selbst wollte „kein Komma“ am jüdischen Gesetz ändern."
"Judas der Galiläer, Auslöser des und Anführer im selbstmörderischen Krieg der Juden gegen Rom von 66 bis 70. Er führte ihn vor allem als Guerillakrieg (vgl. Wolffsohn, Juden und Christen, Kapitel 3). In „modernen“ Guerillakriegen obsiegen fast immer die Kleinkrieger gegen die Großen (vgl. Vietnam–USA; Afghanistan–Sowjetunion, dann Afghanistan–USA & Partner), indem sie die eigene Zivilbevölkerung als Schutzschild missbrauchen, wissend, dass die Zivilbevölkerung nicht angegriffen, zumindest nicht „ausgemerzt“ werde. Zu Letzterem war Rom aber nicht nur in Judäa entschlossen. Siehe Cäsars Gallischer Krieg. Am Ende war Gallien „befriedet“, also total vernichtet."
S. 335 "Kissinger, Henry (*1923 in Fürth), Flucht (oft als „Ausreise“ verniedlicht) im September 1938 in die USA; Harvard-Professor, Politikwissenschaftler, unter US-Präsident Richard Nixon ab 1969 Nationaler Sicherheitsberater und von 1973 bis 1977 Außenminister Nixons und dessen Nachfolgers Gerald Ford. Von 1969 bis 1973 befürwortete er eine „ausgewogene“ („even handed“) Nahostpolitik der USA – zuungunsten Israels. (Schon wieder keine „Jüdische Weltverschwörung“.) Als aber Israel zu Beginn des Jom-Kippur-Krieges (Oktober 1973) der Untergang drohte, sorgten Nixon und er für Waffennachschub, der Israels Überleben und schließlich Kriegssieg ermöglichte. Diese Waffenlieferungen sabotierte die bundesdeutsche Brandt-Scheel-Regierung massiv, weswegen es zu erheblichen deutsch-amerikanischen Spannungen kam (Wolffsohn, Friedenskanzler?).
Kissingers Nahost-Pendeldiplomatie leitete nach dem Krieg in der Zeit von 1973 bis 1975 den israelisch-ägyptischen Friedensprozess (1977–1979) ein. Mit US-Präsident Nixon der entscheidende Architekt westlicher Entspannungspolitik gegenüber der Sowjetunion und der VR China. Er beendete 1975 auf Kosten des verbündeten Südvietnam den Vietnamkrieg und erhielt vor dessen Beendigung 1973 dafür den Friedensnobelpreis. – Bei seinen jüdischen Amtsnachfolgern Madeleine Albright (*1937 Prag) unter Präsident Clinton von 1997 bis 2001 und Antony Blinken (*1962 New York) war die jüdische Herkunft in der Öffentlichkeit fast kein Thema mehr. Frau Albright erfuhr überhaupt erst im zarten Alter von 58 Jahren, dass sie Spross einer jüdischen Familie war. Auch in der Gruppe der NS-Opfernachfahren und -Überlebenden zogen manche, wie im Täterkollektiv, das lange Schweigen vor. Aus unterschiedlichen Motiven, versteht sich.
Kochba bar Schimon (*?–135), Anführer des selbstmörderischen Aufstands (132–135) der in Palästina nach der Tempelzerstörung (70 u. Z.) verbliebenen bzw. zugelassenen Juden gegen die römische Weltmacht."
S. 342 "Rothschild, eine von vielen jüdischen Bankiersdynastien. In der frühen Bankengeschichte dominierten Privatbanken, doch seit Ende des 19. Jahrhunderts überwiegen Großbanken auf Aktienbasis. Viele Privatbanken, natürlich auch jüdische, führen seitdem eher ein Randdasein. Anders Rothschild. Die Anfänge in Frankfurt am Main. Begründer Mayer Amschel Rothschild (1744–1812). Er wollte zunächst Rabbiner werden und lernte auf einer Talmudschule im „Fränkischen Jerusalem“, Fürth. Ein Selfmademan aus dem Bilderbuch und eine Familie, deren Großteil bis heute jüdisch und weltoffen blieb. So weltoffen, dass ihr französischer Generaldirektor der Jahre 1954–1962, Georges Pompidou, als Ministerpräsident von Staatspräsident Charles de Gaulle (1962–1968) und als dessen Nachfolger von 1969 bis 1974 sich vollkommen von den Rothschild-Bindungen an den Jüdischen Staat „emanzipierte“ und eine offen antiisraelische Politik betrieb."
S. 19 "Judas wäre, aus biblisch ideologischen Gründen, wohl nicht die erste Wahl für die Benennung der Gesamtheit der Gemeinschaft gewesen, denn auch und zuerst in der Hebräischen Bibel (Altes Testament) ist Judas nicht gerade bestens beleumundet. Man lese dazu in Genesis 38. Judas war der vierte Sohn von Stammvater Jakob, und seine Mutter Lea war, im Vergleich zu Stammmutter Rachel, die von Jakob weniger geliebte zweite Hauptfrau. Trotzdem atmete Lea auf: „Ich will dem Herren danken.“ Aus den hebräischen „Wurzelbuchstaben“ für Gott sowie Dank entstand der Name „Judas“. Eine im Namen der Gemeinschaft enthaltene, zugleich ähnliche und abgrenzende Gedankenbrücke finden wir auch im Christentum. Sie führt ebenfalls zu Gott. Aber anders – nicht zu Gottvater, sondern zum Sohn. Diese beiden sind im Christentum Teil der einheitlichen Dreiheit aus Vater, Sohn und Heiligem Geist („Trinität“ bzw. „Heilige Dreieinigkeit“). Ähnlichkeiten zwischen und Abgrenzungen von Judentum und Christentum werden wir häufiger begegnen. Diese Gedankenbrücke finden wir auch im Buddhismus, nicht aber im Islam, der eben kein „Allahismus“ ist. Angehörige des Islam, Muslime, sind diejenigen, die sich (Gott) unterwerfen."
Concise, academically serious overview of Jewish history by German-Jewish historian Michael Wolffsohn. Unsentimental, occasionally acerbic, opinionated but always ready to back up its claims. A good starting point, I imagine, for anyone interested in the topic and anyone who needs a refresher that most of modern day "Israel criticism" is just good old Antisemitism in new clothes. Despite the relatively short length: Some points seem rather belabored/ repetitive (but I guess that's history for you) and others could've used a bit more illumination. But otherwise an excellent primer.