Begib dich auf eine fantastische Reise und begleite Elaia bei ihrem waghalsigen Tanz.
„Sie waren da, meine Gefühle. Aber ich war stärker als sie. Diesen Tanz beherrschte ich.“
Die siebzehnjährige Elaia zählt zu den begabtesten Seiltänzern der Inseln, auf denen ihr Volk in riesigen Städten auf Säulen hoch über dem Erdboden lebt. Auf Geheiß des Königs soll sie einen Attentäter aufspüren und dafür an einem verheißungsvollen Wettbewerb teilnehmen. Elaia ahnt nicht, dass sie sich damit einer Gefahr aussetzt, die stetig größer wird. Sie gerät immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen. Gerade der unergründliche Ren besitzt einige von ihnen – aber auch eine Anziehung, der sich Elaia trotz allem nicht entziehen kann. Verworrenen Gefühle und ihr verlorenes Gleichgewicht lassen sie taumeln und Elaia muss aufpassen, nicht über all die Seile zu stolpern, auf denen sie tanzt …
Ich habe ein weiteres Werk aus dem wundervollen Dunkelstern Verlag gelesen, welches ich euch heute vorstellen möchte...Willkommen in einer Welt voller Seile und Brücken...26 Inseln, leuchtende Sterne, atemberaubende Sonnenaufgänge und SeiltänzerInnen erwarten den Leser...
Das war mal eine Welt...Ich bin immer noch verliebt in dieses Worldbuilding...Zwar brauchte ich erst einige Zeit bis ich mich zurecht gefunden hatte aufgrund der Komplexität in diesem Buch, aber zum Ende hin war ich voll und ganz drin...
Die Geschichte beginnt in der Nachtarena...SeiltänzerInnen zeigen hier ohne Sicherheitsnetz ihr Können...Manche tanzen nicht nur einfach, sie scheinen zu schweben...Protagonistin Elaia ist eine von ihnen...Sie verbirgt in der Arena ihr wahres Ich...Denn nur hier ist man frei von allen sozialen Schichten...
Der Storyhintergrund scheint simpel...Ein Wettbewerb, ein geplantes Attentat und viele sind verdächtigt...Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Elaia und der mysteriöse Ren...Im Hinterkopf hat man beim Lesen ständig die Frage: Wem kann man trauen?...
Als Leser verfolgt man die Jugendlichen in dieser Welt, die um ihren Platz in kämpfen müssen...Manche müssen sich beweisen, andere scheinen bereits verloren...Die Welt an sich war düster aber auch bunt zugleich...Wenn Elaia sich von Seil zu Seil bewegt, hatte ich öfters Herzrasen beim Lesen...Fällt sie? Fällt sie nicht?...Das war auch für mich ein Ritt auf dem Drahtseilakt...
Der Storyverlauf war sehr spannend...Man spürt eine unterschwellige Gefahr...Woher sie kommt, erfährt der Leser erst am Ende...Die Liebe zwischen den Beiden Protagonisten bildete für mich erst nur eine Randgeschichte...Ich habe ja ein Romantikherz...Hier hätte ich mir noch etwas mehr Gefühl gewünscht...Aber da in dieser Welt vieles mehr Schein als Sein ist, passten diese zurückhaltenden Gefühle dann doch perfekt in diese Geschichte...
Von mir bekommt diese besondere magische Welt eine Leseempfehlung...Hinter jeder glitzernden Fassade verbirgt sich immer etwas Dunkles...Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen...
Das Buch beginnt, als Elaia gerade bei dem, was sie am liebsten tut, abstürzt - und jemand nur knapp ihr Leben rettet. Trotz der Gefahr kehrt sie immer wieder in die Nachtarena zurück, denn dort kann sie anonym sie selbst sein und einfach loslassen. Als sie später für den Auftrag des Königs auf der Insel Sternenschimmer ankommt, ist ihr Retter eine der ersten Personen, denen sie dort begegnet - und er ist verlobt mit dem Mädchen, das sie überwachen soll. Die Spannungen werden also gleich zu Beginn gesetzt, denn nicht nur ist direkt die drohende Lebensgefahr ein Thema, sondern auch die Beziehungen zwischen den Figuren versprechen, interessant zu werden.
Davon wurde ich zu Beginn allerdings abgelenkt, denn das Worldbuilding hat mir etwas gefehlt. Die Menschen leben auf Inseln in der Luft, die von Magie oben gehalten werden und niemand betritt die Erdoberfläche. Die Hintergründe dessen werden aber erst spät angesprochen und bis zum Ende fehlen mir einige Informationen. Ich hatte beispielsweise das ganze Buch über keine Vorstellung davon, wie die Magie funktioniert oder was sie eigentlich genau kann und was nicht und auch das Gesellschaftssystem wird kaum erklärt. Über Elaias Hintergründe erfährt man später ein wenig, aber zu Beginn war ich wirklich ratlos, in welcher Situation ich als Leserin gerade gelandet bin.
Wichtiger Plotpunkt ist der Wettbewerb, an dem Elaia teilnehmen wollte, wegen der Vorgeschichte ihrer Familie aber ursprünglich ausgeschlossen war. Bis zum Beginn des Wettbewerbs erfährt man aber gar nichts darüber und ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, worum es sich dabei handeln würde. Das Lesen hat mir Spaß gemacht, die Figurenbeziehungen waren interessant - gerade weil Elaia sehr impulsiv handelt und ich ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen konnte - und der Plot war spannend, da viel auf dem Spiel stand. Trotzdem hatte ich beim Lesen immer ein Fragezeichen im Hinterkopf, auch wenn es glücklicherweise immer kleiner wurde, und auch von einigen Figuren hätte ich gerne noch mehr gesehen und erfahren. Insgesamt fühlte sich das Buch für mich noch ein wenig unausgereift an, aber ich werde kommende Veröffentlichungen der Autorin sicher im Auge behalten, denn das Potenzial ist auf jeden Fall da.
Fazit:
Wer damit zurechtkommt, nicht viele Informationen über das Worldbuilding zu bekommen, und sich einfach nur in einer spannenden Geschichte verlieren möchte, der könnte hier gut auf seine Kosten kommen. Die Handlung war durchgehend spannend, Aspekte wie die schwebenden Inseln und das Seiltanzen haben mein Interesse geweckt und durch die Impulsivität der Hauptfigur wird es nie langweilig. Ich werde nicht nur die Autorin, sondern auch diesen jungen Verlag im Hinterkopf behalten.
INHALT: Elaia gehört zu einem der höchstangesehensten Häuser der 27 Inseln, die auf Steinsäulen weit über der Erdoberfläche erbaut sind. Als Tochter von gutem Hause übt sie, wie viele andere, das Seiltanzen aus. So kann sie auch nachts unbemerkt über die Drahtseile, über die tagsüber Gondeln von Insel zu Insel fahren, zu den verschiedenen Inseln und auch in die Nachtarena gelangen, in der Seiltänzer ohne Sicherheitsnetz über dem Abgrund tanzen, um sich etwas dazuzuverdienen. In einer dieser Nächte wird Elaia von den Wächtern aufgegriffen und zu König Arrum gebracht. Dieser möchte, dass Elaia an einem Wettbewerb teilnimmt und sich zeitgleich nach einem Attentäter umhört, der den König töten möchte. Elaia hat sofort einen Verdacht, doch schnell wird sie von Ren, einem der Teilnehmer abgelenkt. Obwohl er den golden glitzernden Kreis um seine Iris hat, die ihn als Blutsmagier kennzeichnet, sind seine Hände, im Gegensatz zu denen von Elaia, nicht vernarbt von all den Schnitten, die man sich zufügen muss, um Magie zu wirken, sondern vollkommen intakt. Wird Elaia den Attentäter rechtzeitig entlarven können? Und was verheimlicht Ren die ganze Zeit von ihr?
MEINE MEINUNG: Bei diesem Buch war ich schon allein aufgrund des Klappentextes so begeistert, dass ich es sofort auf meine Wunschliste gesetzt habe und das war definitiv kein Fehler. Elaia ist etwas eigensinnig, mir aber wahrscheinlich genau deshalb so sympathisch. Zusammen mit Ren ergibt sie ein sehr prickelndes, aber vor allem zu Beginn auch ziemlich undurchsichtiges Paar ab. Ren hat etwas mystisches an sich, was sich aber nach und nach klärt. Vor allem ein paar der Wendungen habe ich absolut nicht kommen sehen und war deshalb umso begeisterter. Der Schreibstil war flüssig, das Buch wollte ich wirklich ungerne aus der Hand legen. Vor allem die Welt, in der dieses Buch spielt, hat es mir aber extrem angetan. Die Beschreibung der Inseln auf Säulen haben mich sehr an die Welt von 'Avatar-Aufbruch nach Pandora' erinnert und jedes Mal, wenn ich diese Szenen mit den schwebenden Inseln sehe, bekomme ich eine Gänsehaut. Dass die Inseln dann über Drahtseile verbunden sind, über die Elaia Nacht für Nacht tanzt, hat meine Phantasie durchgehend extrem angeregt, sodass ich mich jedes Mal unheimlich gefreut habe, wenn ich weiter lesen konnte. Perfekt war das Buch noch nicht, es erhält von mir aber sehr gute 4,5 Sterne!
FAZIT: Ein wirklich toller Roman mit einem total magischen Setting.
In „ein Tanz in Sturm und Schatten“ von Solia Carmen lernen wir die Einzelgängerin Elaia kennen. Ihr Haus ist durch den Tod ihres Vaters in Ungnade gefallen sodass Elaia immer mit Vorurteilen zu kämpfen hat. Dennoch ist sie mit voller Leidenschaft eine Seiltänzerin und hegt sehr großes Vertrauen in ihren König. Als dieser sich mit einer Aufgabe an sie wendet, nimmt sie an einem Wettbewerb teil und lernt dort Dahlya und Ren kennen. Unfreiwillig Gemeinsam mit Ren begibt sie sich auf die Suche nach dem Attentäter und entdeckt dabei ein paar grausige Geschehnisse. Wird sie es schaffen die Welt besser zu machen und die Aufgabe des Königs zu erfüllen?
Der Schreibstil ist unheimlich flüssig und leicht. Das Setting, die einzelnen Inseln und Völker werden sehr gut beschrieben sodass ich mir diese gut vorstellen konnte. Die Charaktere sind durchweg logisch und authentisch - einige auch sympathisch beschrieben. So fiebert man mit Elaia mit ob sie die Kugel findet, kann Rens Verwirrtheit nachvollziehen und kämpft für Dahlyas Liebe mit. Die Spannung wurde auch konstant aufrecht erhalten und es gab viele Wendungen die für mich überraschend kamen. Das Ende mag vielleicht ein wenig kitschig sein aber das passte sehr gut zur Stimmung und der Geschichte.
Für mich war dieses Buch ein kleines Highlight und ich habe es sehr genossen. Dieses Fantasybuch kommt auch mit kleinen Magieinsätzen gut aus und braucht hierfür nicht große Zauber. Ich kann es also jedem empfehlen der eine detaillierte Handlung in einem Fantasyroman braucht.
Ein Tanz in Sturm und Schatten ist auf jeden Fall mal etwas ganz Neues.
Ein fantastisches Setting, welches nicht magischer sein könnte.
Inseln die nur über Brücken und Gondeln an Drahtseilen verbunden sind, eine Welt voller düsterer sozialer Schichten und einer gespaltenen Gesellschaft und mitten drin Elaia.
Eine mutige und doch sehr waghalsige Protagonistin, die ihren Platz noch finden muss.
Ein für mich ganz neuer und vor allem schöner Schreibstil.
Spanend, flüssig und magisch fliegt man durch die Seiten, wie die Seiltänzerinnen über ihre Seile, während düstere Mächte im Hintergrund ihre Fäden spinnen.
Auch das Herz kommt nicht zu kurz in dieser Geschichte.
Für mich ein kleines bisschen zu wenig Romantik, aber die Emotionen und Gefühle kommen keineswegs zu kurz.
Also von mir eine klare Leseempfehlung für alle die ihr Herz an düsteren spannenden Fantasy verloren haben.